Infotronic LCD TFT Flachbildschirm  MODEL L2130

Ersatzteile und Reparaturtipps zum Fehler: Geht nicht mehr an

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Autor
LCD TFT Infotronic MODEL L2130 --- Geht nicht mehr an

Problem gelöst    










BID = 950433

Beckenrandschwimmer

Schreibmaschine



Beiträge: 1823
Wohnort: Altrip
 

  


Geräteart : Flachbildschirm
Defekt : Geht nicht mehr an
Hersteller : Infotronic
Gerätetyp : MODEL L2130
Chassis : TFT
FCC ID : RD 177 2601
Kenntnis : artverwandter Beruf
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
______________________

Hallo Forengemeinde,

mir ist leider der oben genannte TFT kaputt gegangen. Es ist eigentlich eine sehr robuste Industrie-Technik. ein 20" Monitor mit 1600x1200 Auflösung, ca. 15kg schwer, also sehr massiv Metall.
Den Fehler konnte ich auf das Netzteil eingrenzen.

Der Monitor an sich funktioniert fremdgespeißt einwandfrei. Er benötigt einmal 12V und einmal 5,2V (Aufdruck Netzteil). Laut Messgeräte nimmt er dabei 4,5A auf 12V und 1,6A auf der 5,2V- Schiene auf. (Zangenamperemeter). Läuft problemlos an einem PC-Netzteil wobei hier dann die Spannungen bei 11,8V und 5,0V liegen.

So, nun zum Fehler: Das Netzteil schaltet sehr kurz ein (100ms) und dann für 900ms aus, dann wieder für 100ms an, wenn es an 230V~ angeschlossen ist.
Bei niedrigerer Eingangsspannung (Stelltrafo) wird die AUS-Zeit länger und die EIN-Zeit minimal kürzer.

Ich habe mir die Spannungen bei Belastung mit einer 12V-35W Lampe an 5,2V und einer 12V-10W Lampe an 12V mit einem Speicheroszi angeschaut. Nach einer 20ms Einschwingzeit stehen alle Spannungen (+5,2V, +12V, -5V & -12V) recht genau an.

Hat jemand eine Idee, woran es liegen könnte? Was verursacht das An/Abschalten?

Beim Bilder durchsehen sind mir ein paar Lötstellen aufgefallen, welche verdächtig sind. Diese werde ich erstmal nachlöten.

Anbei noch ein paar Bilder des Netzteiles.

Edit:
Kann es sein, dass das Netzteil auch falsch dimensioniert ist? Es liefert ja
1. Mehr Spannungen, als es muss
2. Auf 5,2V das 8-Fach, als es muss
3. Auf 12V 0,5A weniger, als es muss...






















[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am 16 Jan 2015  9:26 ]

Erklärung von Abkürzungen

BID = 950441

trafostation

Schriftsteller



Beiträge: 583

 

  

Mir scheint dieses Netzteil ist eher für einen PC gedacht(negative Spannungen uns so), auf der +5V Schiene eindeutig "oversized" , dafür auf der +12V Schiene zu wenig, wobei mir 4,5A nur für 12V etwas viel erscheinen, ein normaler 19" TFT genehmigt sich so zwischen 3- 4,5A komplett(12V und 5V).
Wie auch immer, dieses NT ist wohl nicht optimal für den TFT, aber wenn er damit jahrelang funktioniert hat.

Das sogenannte "power cycling" des Netzteils, also wiederholte Starversuche kann an einem sekundären Kurzschluss liegen, oder an einem Spannungszusammenbruch für den Netzteil Schaltregler(falls dieses NT so aufgebaut ist), dieser wird von einem kleinen Elko stabilisiert.
Eventuell auch ein hochohmiger Startwiderstand für selbigen.

Also unbedingt die kleinen Elkos prüfen(ESR/C) oder tauschen.
Desweiteren Pins der Ausgangspannungen gegen GND auf Kurzschluss prüfen.(wobei du dort ja die korrekten Spannungen gemessen hast, das wäre dann widersprüchlich)

Primärseitig sehe ich auf der Lötseite 3 SO-8 ICs, der IR21531 könnte so ein Schaltregler sein.

Alle Bauteile die messbar sind wie Widerstände, Dioden FET, prüfen.

Als letzte Möglichkeit falls das NT nicht zu reparieren ist, lässt sich auch ein entsprechend starkes 12V Tischnetzteil nehmen, dazu ein 2A 5V Festpannungsregler mit Wärmeleitpaste irgentwo ans Blech schrauben, somit hat man beide Versorgunsspannungen.
Gibt natürlich auch entsprechende Open Frame NT, sind aber meist recht teuer.




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BID = 950454

Beckenrandschwimmer

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Beiträge: 1823
Wohnort: Altrip

Danke schon mal für die Antwort.

Ja, sieht so aus, als ob der IC seine Versogungsspannung durch 2 in Reihe geschaltene 100k Widerstände bekommt (der rechte).
Ich sehe aber auch noch eine Versorgung über 2 in Reihe geschaltene 499k Widerstände.

Die Sekundärseite hat keine Kurzschlüsse. Es fließen max. 20mA, wenn ich die Nennspannung von außen anlege.

Dann prüfe ich als nächstes: den kleinen 22µF/50V Kondensator auf der Primärseite, den Shunt und die Lötstellen. Ebenso die Widerstände zum Anfahren des Spannungsreglers/ Schaltreglers/ Halbbrückentreibers.

Ich melde mich wieder

Und ja, dieses Netzteil war im TFT eingebaut.
4,XX Ampere kommen hin, ist ja ein älterer 20,1" TFT mit 4 Wandlern und 8 Lampen in der Hintergrundbeleuchtung.

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BID = 951624

Beckenrandschwimmer

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Beiträge: 1823
Wohnort: Altrip

Soo,

mit dem Netzteil komme ich leider nicht weiter...
Primärseite scheint alles soweit ok zu sein. Lötstellen habe ich nahezu alle nachgelötet. Die sahen aber ganz gut aus, waren wohl Kamera-Artefekte...
Kondensatoren auf der Primärseite auch OK laut Kapazitätsmessgerät. Ein parallel geschalteter 100µF/400V Kondensator zu den primären Kondensatoren & ein 47µF/50V zu dem Pufferkondensator für den PWM-Chip haben keine Änderung gebracht.
Auf der Sekundärseite sind auch alle Dioden OK, auch die 5 stichprobenhaft ausgelöteten Kondensatoren. Ich werde jetzt ein 12V/5A Netzteil + 3A Step Down Regler für den Monitor verwenden. Auch wenn es nicht so recht passen mag und extern bleiben muss...

Danke für eure Unterstützung.

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BID = 951940

Beckenrandschwimmer

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Beiträge: 1823
Wohnort: Altrip

Kleines Update.

Der Monitor funktioniert wieder. Ich habe ein neues 12V/5A Netzteil eingebaut, welches ich noch rumliegen hatte und sogar mit ins Gehäuse gepast hat + einen 3A Step Down Wandler für die 5,2V.
Stromaufnahme Gesamt: 4,8A bei 12,2V. Passt also genau.

Außerdem fiept der Monitor nun nicht mehr so schrecklich. (hat er auch am PC-Netzteil gemacht). Wahrscheinlich, da jetzt die 12V stabiler anstehen. Das PC-Netzteil ist da ja schon eingebrochen. Außerdem habe ich für die 5V und 12V noch jeweils eine Entstördrossel + knapp 10.000µF zusätzlich an den Eingang der Steuerplatine gelötet, da ich mir mit der Restwelligkeit des Wandlers und des Netzteiles nicht sicher war...

1h Dauerbetrieb hat er schon überlebt


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