Geräteart : Verstärker
Hersteller : Harman-Kardon
Gerätetyp : HK 6900
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
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Hallo zusammen,
habe mir oben genannten jugendtraum defeckt bei 123 ersteigert. So weit so gut.
Zustand:
Außen top innen flop Raucher der ihn wohl in einer großküche mit schlafgelegenheit betrieben hat.
Defeckt:
Von insgesammt zwölf endtransistoren hat es keiner überlebt, die jeweils zwei treiber die ebenfals auf dem hauptkühlkörper sitzen auch nicht.
Nach dem auslöten der endstufe war nicht mehr zu übersehen das es nicht das erste mal war. Ein stück leiterbahn im strompfad der spannungs versorgung, hin zu den endtransistoren war durchgebrant und mit einem stück draht ausgebessert. Zudem noch frische kratzer von messpitzen und schraubendrehern, vorbesitzer hat wohl einen KVA machen lassen und sich dann anders entschieden. Das brachte mich zum nachdenken, 880VA ringkern / 12 endtransistoren a-150W-P.tot bei 125A HCC und dann, zum zweiten mal abgeraucht.
Meine entscheidung:
Benötigte teile und SM besorgen. Komplett zerlegen und reinigen sammt potis und schalter von innen und außen. Alle elkos gegen 105°C tauschen und glimmscheiben samt paste erneuern. Alle lötstellen nachlöten.
Bei all diesen arbeiten hatte ich immer im hinterkopf das was mit der kühlung nicht stimmt, zumal die stellung 4 ohm gewählt war und das nicht erst seit gestern ( schalter und abdeckung gleichmäßig eingeraucht ).
Weiteres forschen ergab das beim nachfolger HK6950R die endstufe anders aufgebaut und HIFI-ZEILE in Bremen einen endstufenumbau des HK6900 anbietet. Das alles brachte mich zum entschluß die beiden endstufen um 180° zu drehen, quasi auf den kopf gestellt.
Treiber stufe kann und muß an ihrer stelle bleiben, dazu nur die verbindenden flachbandkabel durch längere ersätzen.
Ziel:
Acht von zwölf endtransistoren sitzen nun mittig an den langen lamellen des kühlkörpers und nicht aussen an den kurzen.
Ergebnis:
Erstes hochfahren über stelltrafo, Power LED und alle anderen dunkel und kein ruhestrom durch die endstufen. Muting-Protector pfad ohne spannung, klasse warum ? Als erstes dachte ich, da hast du dich wohl irgendwo vertan oder es ist noch mehr defekt. Nach erfolglosen suchen war ich und mein Hameg Compotester einer meinung, da ist eigentlich alles in ordnung. Nach einigen stunden kam ein eigenariger verdacht auf, da will mir doch einer einen bollerwagen reinschieben.
Da hat mir doch ein freudlicher
Mensch das kabel was die spannung für Muting-Protector liefert verpolt aufgelötet.
So macht man das also heute, nicht bei mir machen lassen dann darf der nächste sich doppelt freuen.
Erneutes hochfahren, LED`s leuchten aber protector bleibt an. Dazu kommt das protector alle zehn bis zwanzig sekunden sehr kurz aus geht. Am ampermeter des stelltrafos zeigt sich ein impuls auch an den testpunkten sind schwankungen da, bis hin zu den LS ausgängen. Als ob sie freigeben will, aber dann doch nicht. Wie ich schon geschrieben habe ist mir kein defekt aufgefallen. Und jetzt kommts, die endstufe läuft. Beim messen unter spannung bin ich mit meinen fingern mal an einige lötpunkte auf der treiberplatine gekommen. Was sich in einer gewaltigen spannungsänderung auf dem ossi sichtbar macht und das an vier ohm last (Dummy). Auch das ampermeter vom stelltrafo bewegt sich richtung anschlag. Was mich vermuten läst das sie so defekt nicht sein kann.
Was dann auch meine Frage ist:
Gibt es eine möglichkeit die protector schaltung zu umgehen um dann beim hochfahren was zu bemerken oder gegebenfals abzugleichen. Ansonsten bin ich hobbybastler echt langsam überfragt.
Mfg Daniel