Allgemeine Frage zu Mischpult (Potis) und Equalizer

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Allgemeine Frage zu Mischpult (Potis) und Equalizer

    










BID = 746701

Bubu83

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Beiträge: 2709
Wohnort: Allgäu
 

  


Hallo Forengemeinde,

iach hab hier ein altes Mischpult, das ich gerne wieder herrichten will. Es handelt sich um das ASA AMX-80M (80er / 90er Jahre).

Zwei Fragen hab ich dazu:
1. Zu den Potis: Die Schiebepotis kratzen zum Teil und lassen sich auch nicht mehr so "geschmeidig" schieben. Gegen das Kratzen hat eine Reinigung schon sehr gut geholfen. Jetzt will ich nur die "Geschmeidigkeit" wieder herstellen. Welches Fett kann man dafür nehmen?? Darf man auch die Widerstandsbahn einfetten, oder lässt man die besser trocknen und fettet nur die anderen Teile vom Schiebeschlitten?? Es handelt sich um Potis von Alps. Alle auswechseln ist mir fast etwas zu teuer. Gleiches Kratzen bei Schaltern (z.B. Mute) und Drehpotis. Was tut man da am besten?? Alle aufschrauben und Reinigen wäre bei der Anzahl von Potis etwas viel. Sollte man da Kontaktspray nehmen (und wenn ja, welches??) oder gibts andere Möglichkeiten (Druckluft??)??

2. Der Equalizer rauscht. Besonders, wenn man die Höhen mehr aufdreht rauscht es stärker. Auch, wenn alle Fader auf "0" stehen. Überbrücke ich den Equalizer (dafür gibts nen Schalter) ist das Rauschen nahezu weg. Gibts in Equalizern irgendwelche Bauteile, die dieses Rauschen verursachen?? Ist das durch altersbedingten Verschleiß von Bauteilen oder war das in den 80er und 90er Jahren einfach so??

Freu mich über alle konstruktive Beiträgen.

Viele Grüße
Bubu

BID = 747051

tratos1

Neu hier



Beiträge: 39

 

  

Hallo

Ich habe leztens bei einem Mischpult die Fader mit Ethanol und destiliertem Wasser gereinigt . ( meine Fader liesen sich richtig zerlegen) von Sprays hast du nur kurzeitig was - Das kratzen kommt wieder.
Wenn du die hohen Frequenzen anhebst, ist klar,daß du eine Veränderung hörst. Wenn du nur die Bässe anhebst wird nichts rauschen .Die Qualität des Materials spielte auch früher schon die entscheidende Rolle.

Gruß Elmar




.









BID = 747160

Bubu83

Schreibmaschine



Beiträge: 2709
Wohnort: Allgäu

Hi Elmar,

vielen Dank für deinen Beitrag.
Das Equalizer-Rauschen sollte eigentlich nicht an der Qualität liegen, der Hersteller ASA gehörte zu RAMSA und beides war, soviel ich weiß eine Matsuhita (Panasonic)-Tochter. Es kann jetzt natürlich sein, dass dieses Rauschen auch einfach im kleinen Zimmer mehr auffällt. Sobald man bisschen mehr aufdreht, stört es nicht mehr so stark. Ich hab auch keine Referenz, ich weiß also auch nicht, inwieweit das Rauschen bei diesem Pult normal ist.
Was mich dennoch interessiert: Welche Bauteile entscheiden am meisten über Rauschen und Nichtrauschen??

Hast du die Fader danach irgendwie befettet oder geölt?? Einige empfehlen, dass man danach Kontaktfett oder Kontaktöl drauftun soll. Allerdings hab ich dann wieder Bedenken, dass Staub erst recht dranklebt. Sind Fader vom Hersteller her schon irgendwie beschichtet, gefettet, geölt??

Viele Grüße
Bubu

BID = 749345

Teckdax

Gerade angekommen


Beiträge: 1
Wohnort: Merzig

Hallo Bubu

Ich habe vor nicht all zu langer Zeit mein altes Mitec wieder auf vordermann gebracht:

Alle Fader und Poti´s (einen nach dem anderen) gut mit Tuner 600 (von Kontakt Chemie) einsprühen, ein paarmal hin und her, rauf und runter und dann noch einmal solange einsprühen bis kein schmutz mehr rausläuft.

Dann mit gefühl ein wenig Kontakt 40 (von Kontakt Chemie) zum Schutz und um die Gleitfähigkeit zu erhöhen. Wenn mann die Teile nicht mit dem Sprühöl ersäuft hält sich das Staubproblem in grenzen.

Außerdem finger weg von oxidschichtlösenden Kontaktspray´s, da die Widerstandsbahnen der Poti´s und Fader aus Oxiden bestehen.

MfG Teckdax

BID = 749354

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Welche Bauteile entscheiden am meisten über Rauschen und Nichtrauschen??
Die Schaltungstechnik!
Wenn man Abschwächer hinter die Verstärker einbaut, schwächen sie auch das bis dahin entstandene Rauschen ab.
Außerdem erzeugt jeder Wirkwiderstand eine bestimmte temperaturanhängige Rauschleistung. Je hochohmiger der Widerstand ist, umso höher fällt also auch die Rauschspannung aus.
Durch falsche Dimensionierung kann man da etwas verderben.
Diese thermischen Rauschleistungen sind aber sehr gering und interessieren nur, wenn man man keine anderen Fehler gemacht hat.
Zusätzlich zu diesem unvermeidlichen thermischen Rauschen tritt an den Widerständen noch ein Stromrauschen auf, wenn sie von Strom durchflossen werden.
Kohlewiderstände sind hier besonders schlecht und sollten durch Metallfilmwiderstände ersetzt werden.

In den meisten Schaltungen dominiert aber das von den Transistoren erzeugte Rauschen, das verschiedene Ursachen hat und insbesondere bei tiefen Frequenzen stark ansteigt.
Dabei gibt es durchaus Qualitätsunterschiede, weshalb man einen defekten rauscharmen Vorstufentransistor nicht einfach durch einen x-beliebigen Transistor aus dem Sonderangebot ersetzen sollte.
Wenn das Mischpult noch mit Germaniumtransistoren aufgebaut ist, musst du damit rechnen, daß diese im Laufe der Jahre schlechter geworden sind.
Silizium ist wegen der routinemäßig aufgebrachten Schutzschicht viel unempfindlicher gegen Verunreinigungen aus dem Gehäuse.

Vertrocknete Elkos in der Versorgung können auch zu erhöhtem Rauschen führen. Zwar rauschen sie selber nicht, aber wenn sie unwirksam sind, dämpfen sie auch nicht die auf den Versorgungsleitungen vorhandenen Störspannungen. Hier sind insbesondere Festspannungregler von der Art des 7812 o.ä. als Rauschquellen bekannt.

BID = 749659

Bubu83

Schreibmaschine



Beiträge: 2709
Wohnort: Allgäu

Danke für eure Antworten. Vor allem Perls Beitrag ist sehr informativ.

Ich hab das inzwischen alles schon gemacht und zwar gereinigt mit Bremsenreiniger und dann von Kontakt das Kontaktöl eingesprüht. Die Fader laufen wieder wie neu, kein knacksen und sie gleiten auch wieder leicht. Nur 4 davon waren nicht mehr zu retten, die hab ich dann eben gegen hochwertige Alps-Schiebepotis ersetzt.

Viele Grüße
Bubu

BID = 757410

beamer78

Gerade angekommen


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Bremsenreiniger?
Das ist eigentlich ein Entfetter, das der auch Potis schmiert war mir neu.
Ich kenne die Kombination von Kontakt WL / Kontakt 60 und danach zum schmieren Kontakt Vaseline.

BID = 757548

Bubu83

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Beiträge: 2709
Wohnort: Allgäu

Richtig, erst mit Bremsenreiniger entfetten und sauber machen und danach mit Konatkt 61 (Kontaktöl) ganz dünn einsprühen.
Funktioniert bis jetzt super. Hab jetzt schon das zweite Mischpult gereinigt, mit Bremsenreiniger, Pinsel und Druckluft und danach mit Kontakt 61 eingesprüht.
Die Ergebnisse auch hier: Super.

Viele Grüße
Bubu


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