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Im Unterforum Ersatzteile Beschaffung - Beschreibung: Fragen zu Ersatzteilen für Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik und deren Beschaffung.

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Autor
Kampf dem Elektroschrott

    







BID = 1078970

zdfzoom

verifiziert


Beiträge: 2
 

  


Hersteller : Kampf dem Elektroschrott
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Liebe Community,

Wir berichten in unserer aktuellen Doku „Kampf dem Elektroschrott – Wer verhindert das Recht auf Reparatur“ über defekte Elektrogeräte und die Schwierigkeiten, die private Reparaturbetriebe bei der Beschaffung von Ersatzteilen für Markengeräte haben. Die Reportage legt den Fokus auf Haushalts- und Küchengeräte, sowie Fernseher und Smartphones.

Zu finden ist die Reportage in der ZDFmediathek: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-502.html

Wir freuen uns über Kommentare, Anmerkungen, Kritik und Feedback jeder Art.


BID = 1078981

BDX85

Stammposter



Beiträge: 467
Wohnort: Darmstadt

 

  

Hallo und Willkommen!

Habe die Sendung gestern gesehen und finde sie hat einige sehr wesentliche Punkte hinsichtlich Schrottvermeidung, Reparaturfreundlichkeit usw. gut aufgezeigt. Ein wohltuendes Beispiel wie man auch mit Rundfunkbeitragszahlergeldern umgehen kann. Also kein Fernsehteam morgens um 6 an der Isar das glaubhaft bestätigt das das Wasser nass ist.
Was ich mir bei derlei öffentlich finanzierten Sendungen allerdings wünschen würde wäre nicht nur Aufklärung sondern auch Bildung. Man macht die Leute nicht schlauer indem man irgendwelche Ampelsysteme einführt sondern den Menschen einfache Berechnungshandhabe nahebringt. Denke dabei zB an diese Ampelsysteme bei Kühlschränken wo man anstatt buntiger Pünktchen einfach Berechnungsbeispiele mit Zahlen aufdrucken könnte.
Auch nützt es nichts zB bei dem Fernseher festzustellen das da ein Teil kaputt ist...das hat einen Namen und der Wert ließe sich beziffern..
Ansonsten >> Weiter so!!

BID = 1078985

rasender roland

Schreibmaschine



Beiträge: 1704
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Habe mir mal die ersten 10 min angesehen.
Wie bei allen solchen Sendungen teils fachlich falsch und nicht tiefgründig recherchiert.
Wenn ein TV einen Blaustich im Bild hat liegt es nicht an der LED Hintergrundbeleuchtung, so wie im Beitrag erwähnt.
Du bekommst das was Du bezahlst.
Mein 50 Hz, mein 100 Hz und mein derzeitiger Panasonic TV waren oder sind
alles Geräte im oberen Preissegment.
Mindestens 10 Jahre haben sie gehalten. Der 55 Zoll TV ist nun 5 Jahre alt
ohne Probleme.
Aber so lange Leute sich sagen warum soll ich 1400 € ausgeben wenn ich für 500 € auch einen 55 Zoll TV bekomme, so lange wird es solche Sendungen geben.
Bei einem Röhren TV wäre niemand auf die Idee gekommen die Helligkeit auf max. zu drehen.
Beim Flachbild mit LED Beleuchtung wird, bei denen die ich schon auf den Tisch hatte, auf 100% gestellt. Und dann geschimpft wenn das Bild schwarz bleibt.
Gut der Vergleich hinkt etwas.
Kühlschrank, Waschmaschine und Gefrierschrank haben auch 10 Jahre und mehr hinter sich. Da haben andere sich schon drei Billiggeräte gekauft.
Früher, egal ob Ost- oder Westgermany, gab es nicht so einen Schrott.
Dann ist der Kapitalismus darauf gekommen:
Was lange hält bringt kein Geld.
Und der Kunde springt dankbar auf die "Billig will ich" Welle auf.


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mfg
Rasender Roland

BID = 1078987

prinz.

Moderator

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Zitat :
Früher, egal ob Ost- oder Westgermany, gab es nicht so einen Schrott.

nicht ganz richtig
Im Osten zu Zeiten der Mangelwirtschaft wurde Staatlich angeordnet das ein
Hausgerät am Anfang 10 später mindestens 12 Jahre zu halten hat.
Die Ausfallquote durfte gerade mal 1 Prozent betragen.
War mit ein Grund warum der Westen nicht so scharf war Geräte ab zu nehmen.
Aber Ich gebe lieber auch ein paar Mark mehr aus wenn Ich weiß das es hält.
Außer Glotze bei meinem TV Konsum reicht ne billig Kiste hin
läuft ja so im Durchschnitt 2 bis 3 Stunden Nachts als Einschlafhilfe


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BID = 1078988

driver_2

Moderator

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Ich habe mir den ganzen Bericht angeschaut und finde es wird zu wenig auf den Kunden selbst eingegangen, der dieses Problem durch sein Kaufverhalten mit verursacht hat.

m.E. fing das starke qualitative Abwärtsdenken mit "Geiz ist Geil" von Saturn an, die Euroeinführung forderte in vielen Haushalten Ihren Tribut, auch ich hatte Mühe mit der Umstellung, das Geld nicht wie zu DM auszugeben.

Die Leute orientierten sich alle nach Preislich nach unten, die Hersteller taten ALLES, um diese Nachfrage zu befriedigen.

Bsp Waschmaschinen:

- Plastebehälter statt Metall mit dünner Lagernabe statt dickem Verwindungssteifem Gußkreuz (frühe Lagerschäden, irreparabel bei Plaste)
- Betongewicht statt Gußeisen
- dünnere Außenbleche
- billige Komponenten wie die früh sterbenden zu schwach dimensionierten Schaltnetzteilregler auf den Elektroniken

Kühlgeräte:

- Übergang Kondensationsleitung -> Verdampfer gepfropft statt gelötet (irreparabler Kältemittelverlust)
- billige Kompressoren
- billige Komponenten wie die früh sterbenden zu schwach dimensionierten Schaltnetzteilregler auf den Elektroniken

Wäschetrockner:
- Spann,- und Umlenkrollen ohne echte Kugellager nur mit Messingbuchsen
- Kältemittelverluste in Wärmepumpensystemen und verschleißfreudige Kompressoren
- sensible technisch unausgegorene Spülsysteme für verschmutzte Kondensatoren der WP-Trockner statt einfacher guter Trockener Filtersysteme als Marketingidee
- billige Komponenten wie die früh sterbenden zu schwach dimensionierten Schaltnetzteilregler auf den Elektroniken


Geschirrspüler:

- extreme Wasserspartechniken
- komplexe sensible Trocknungssysteme (Zeolith von BSH) als Marketingidee
- billige Komponenten wie die früh sterbenden zu schwach dimensionierten Schaltnetzteilregler auf den Elektroniken



Der Kunde hat also sozusagen unwissentlich mangels Tiefenkenntnis und Interesse an der Reparaturfreundlichkeit und Langlebigkeit die Entwicklungsrichtung vorgegeben, läßt sich aber auch gerne von technischem Hype über die werbung einfangen.


Ersatzteilpreise:

Die Hersteller die also billigst produzieren, schlagen fehlende Gewinnmargen auf die Ersatzteilpreise drauf, um somit in einer Mischkalkulation auf Ihre Marge zu kommen.

Recht auf Reparatur:

Daß ein Hersteller Anleitungen für den Laien zur Reparatur an elektrotechnischen Geräten ausgibt, kann ich mir NICHT vorstellen, denn wir als Hausgerätetechniker müssen Elektrofachkräfte sein und nach Reparatur eine Sicherheitsprüfung nach VDE 0701 machen. Kein Haushaltslaie kann dies erfüllen, tödliche Elektrounfälle sind vorprogrammiert.

Preise:

Die Geräte werden heute zu billig produziert und verkauft. Wenn eine Waschmaschine für 300€ brutto angeboten wird, ist JEDE Reparatur zu teuer. Die Geräte haben die letzten 35 Jahre einen Preisverfall von über 100% erlebt.

Beispiel die hier rechts abgebildete Miele W756 hat meinen Vater zur Scheidung von unserer Mutter im Jahr 1983

DM 1835 gekostet, das wären heute 924,19€

Heute im Jahr 2021 kostet die vergleichbare Miele WCD130 869€, ist sogar billiger.

Ein VW Polo kostete 1983 13000 DM, also 6547€, der nackigste Polo heute geht bei 12000€ los.

smartphone 500-1000€ bei bekanter zu erwartender Lebensdauer von 2 bis maximal 5 Jahren

Der Kunde hat mit seinem veränderten Konsumverhalten selbst dazu beigetragen, daß Haushaltselektrogeräte billigst produziert werden, für das Auto oder eine Playstation wird immer noch und oft gerne gutes Geld bezahlt, bei drastischem Wertverlust nach kurzer Zeit.

Meines erachtens könnte man relativ einfach diese Müllberge umgehen, indem man die Hersteller über eine verlängerte Gewährleistungs und Garantiefrist zu nachhaltigerer Produktion zwingen würde:

Haushaltsgroßgeräte 5 Jahre, Kältegeräte (auch WP Trockner) sogar 7 Jahre wegen der schwer bis nicht reparablen Kältesysteme. Somit würde zwar der Preis, aber auch die Lebensdauer steigen, weil die Hersteller dann zur Senkung der Garantieleistungen zu nachhhaltigerer Produktion verpflichtet wären.

Mein Kollege (und ich teilweise) lebt alleine davon Altgeräte aufzuarbeiten und wieder zu verkaufen.

Bin mal gespannt was das ZDF noch dazu schreibt.




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[ Diese Nachricht wurde geändert von: driver_2 am 25 Feb 2021 19:05 ]

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Mr.Ed

Moderator



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Zitat :
Wenn ein TV einen Blaustich im Bild hat liegt es nicht an der LED Hintergrundbeleuchtung, so wie im Beitrag erwähnt.


In diesem Fall schon, der Fehler ist auch bekannt. Der Phosphor der LEDs löst sich ab und die sonst weiße LED leuchtet blau, da die eigentliche LED unter dem Phosphor blau leuchtet. Das weiß entsteht erst durch den Phosphor.
Offizielle Reparaturmethode ist ein neues Display, also wirtschaftlicher Totalschaden.
Im Internet (China) gibt es aber teilweise Nachbauten der LED-Streifen und man könnte die LEDs auch einzeln austauschen.

Ob der Ausfall nun gewollt ist, oder ungeplant, ist eine andere Frage.

Die generelle Lebensdauer läßt sich schon im voraus bestimmen, durch den Einsatz billiger Elektrolytkondensatoren und die Plazierung in der Nähe von heißen Kühlkörpern.
Die gibt es in verschiedenen Temperatur und Lebensdauerklassen.
Ein 85° Typ mit 2000h Lebensdauer direkt neben einem heißen Kühlkörper lebt deutlich kürzer, als der 105° 10000h Typ 10mm davon entfernt.
Nur kostet der bessere Elko aber eben auch deutlich mehr.
Damit sind wir dann auch bei der "Geiz ist geil"-Menalität dieser Nation. Es wird kein gutes sondern ein billiges Gerät gekauft. Gute Geräte gibt es kaum noch.

Ältere hochwertige Flachbildschirme, vor allen die bösen energiehungrigen Plasmageräte, haben Lüfter, saugen kühlende Luft durch das Gerät. Darauf wird seit Jahren verzichtet.
Es gibt einen Grund das viele Käufer immer noch bei Panasonic um die Wiedereinführung von Plasmas bitten. Da laufen Geräte deutlich jenseits der 10 Jahre Lebensdauer. Zufälligerweise baut Panasonic auch sehr hochwertige Elkos, Zufall?

Und, auch ein wichtiger Punkt, ganz alte Geräte haben einen dicken, schweren Netztrafo im Netzteil. Der hält Jahrzehnte lang. Ein Schaltnetzteil, heute aus Energiespargründen zum Wohle der Umwelt verbaut, hält nur wenige Jahre, sorgt aber für das A+. Ohne ist das Gerät unverkäuflich.

Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Oft ging nach dem Urlaub, einem Stromausfall oder nach dem ziehen des Steckers dann der Videorekorder, Fernseher oder Sat-Receiver nicht mehr.

Die Hersteller bauen das, was die Kunden wollen. Aktuell ist da günstig, Featureüberladen und energiesparend, und damit eben kurzlebig und umweltfeindlich.

Die alten, langlebigen Geräte, kosteten oft mehr als ein Monatsgehalt, wurden vom Fachhandel geliefert, vom Kunden gepflegt und im Fehlerfall repariert.
Heute kauft man einen Fernseher mal eben zwischen Dosensuppe und Tiefkühlpommes, für oft weniger als einem Wochengehalt.

Für andere Geräte gilt das natürlich auch. Aktuell gibt es eine Waschmaschine mit A+++ für 300€, vom Discounter frei Haus geliefert, für 30€ mehr auch mit Montage und Altgeräteentsorgung. Wie lange die hält? Vermutlich 3 Jahre, so lange wie die Garantie.
Ein altes Markengerät, Made in Germany, kostete durchaus auch mal 2500DM, davon laufen einige aber seit über 20 Jahren, unterm Strich natürlich günstiger und umweltfreundlicher.

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Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

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driver_2

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Zitat :


Für andere Geräte gilt das natürlich auch. Aktuell gibt es eine Waschmaschine mit A+++ für 300€, vom Discounter frei Haus geliefert, für 30€ mehr auch mit Montage und Altgeräteentsorgung.



Hier muß man kalkulatorisch natürlich erwähnen, was ich oben vergaß, daß die 300€ Maschine netto 252,10€ Wert ist und die olle Miele meines Vaters Kauf 1623DM (817,86€) netto Wert war bei 13% MwSt seinerzeit bis 30/06/1983, wir sind am 02/07/1983 ausgezogen.

Damit wird nochmals deutlich wie wertlos heute und ,-voll die Geräte damals waren, denn die MwSt geht ausschließlich an den Staat und fließt in keinster Weise in den Preisberechnungsprozeß des Gerätes der Entwicklungs,- Produktions,- und Vertriebskosten ein.





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prinz.

Moderator

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Zitat :
davon laufen einige aber seit über 20 Jahren, unterm Strich natürlich günstiger und umweltfreundlicher.

Auf der einen Seite hast du recht aber es hängen genug Arbeitsplätze daran wenn die Gerät "ewig" halten würden hätten wir noch ein paar mehr Arbeitslose mehr auch hier in Deutschland.
Aber vieleicht sollte man die Industrie eher dazu zwingen das man die Geräte zu 100% recyceln kann und sie nicht in Afrika zur Metallgewinnung abgefackelt werden.
Dann gibs vieleicht auch keine Kunstoffbottige mehr.



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driver_2

Moderator

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Zitat :
prinz. hat am 25 Feb 2021 19:55 geschrieben :


Zitat :
davon laufen einige aber seit über 20 Jahren, unterm Strich natürlich günstiger und umweltfreundlicher.

Auf der einen Seite hast du recht aber es hängen genug Arbeitsplätze daran wenn die Gerät "ewig" halten würden hätten wir noch ein paar mehr Arbeitslose mehr auch hier in Deutschland.
Aber vieleicht sollte man die Industrie eher dazu zwingen das man die Geräte zu 100% recyceln kann und sie nicht in Afrika zur Metallgewinnung abgefackelt werden.
Dann gibs vieleicht auch keine Kunstoffbottige mehr.





Ja und Nein. Es gibt generell zu viele Geräte die zu früh verrecken und es hat sich mittlerweile beim Kunden eingetrichtert:

- keiner da der repariert, massivstes Händlersterben (weil sie alle in den MM und Saturn rennen)
- zu teuer zum reparieren, eben WEIL die Artikel zu billig verkauft werden.



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rasender roland

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Zitat :
Mr.Ed hat am 25 Feb 2021 19:31 geschrieben :

In diesem Fall schon, der Fehler ist auch bekannt. Der Phosphor der LEDs löst sich ab und die sonst weiße LED leuchtet blau, da die eigentliche LED unter dem Phosphor blau leuchtet. Das weiß entsteht erst durch den Phosphor.

Gut. In dem Fall lag ich daneben mit meiner Aussage


Zitat :

Ein 85° Typ mit 2000h Lebensdauer direkt neben einem heißen Kühlkörper lebt deutlich kürzer, als der 105° 10000h Typ 10mm davon entfernt.
Nur kostet der bessere Elko aber eben auch deutlich mehr.


Was würde so ein Gerät mit besseren Elko mehr kosten?
3-5 €. Zumal die Platinen vielleicht 20 % der Fläche des Bildschirms ausmachen.
Das heißt der Elko kann ohne Probleme 10 mm vom Kühlkörper weg montiert werden.
Aber heute werden Geräte von Leuten mit spitzem Bleistift entwickelt.
Und denen sitzen Renditengeile Aktionäre im Nacken.
Ein Grundübel des Kapitalismus.
Es muss immer mehr werden.
Keiner ist zufrieden mit dem was er hat.



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Jornbyte

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Beiträge: 7077


Zitat :
Das heißt der Elko kann ohne Probleme 10 mm vom Kühlkörper weg montiert werden.

Nein. Ich bin dadurch einmal durch die EMV-Prüfung gerasselt. Das ist so streng das es auf jeden mm ankommt.Die Prüfkriterien hab ich mir nicht ausgedacht, das macht die Politik und Leute die keine Ahnung haben.

Zitat :
Aber heute werden Geräte von Leuten mit spitzem Bleistift entwickelt.

Auch hier sag ich Nein. Es ist zu einem die Bauteilbeschaffung und die Menge die benötigt wird. Oft sind die nicht beschaffbar oder Abgekündigt. Dann werden Alternativen gesucht und verbaut, wobei der "neue" Preis nicht immer an den Kunde weitergegeben wird. Der Entwickler hat nicht immer ein leichtes Leben wenn der Bestücker mit diesen Botschaften kommt. Und das sag ich aus meiner Erfahrung der vergangenen Tätigkeit.

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Es handelt sich bei dem Tipp nicht um eine Rechtsverbindliche Auskunft und
wer Tippfehler findet, kann sie behalten.

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Mr.Ed

Moderator



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Die EMV-Probleme mag es in Einzelfällen geben. Den extremsten Fall hatte ich mal während meiner Zeit bei dem Monitorhersteller. Gebaut und entwickelt wurde das Zeugs natürlich in Asien.
Da saß in der ersten Revision eines neuen Modells ein Elko zwischen den Rippen eines Kühlkörpers, im Idealfall. Oft genug saß der plattgedrückt darunter.
Das wurde dann, nach meiner Meldung an die Entwicklung, in der nächsten Revision geändert, der Elko saß ein ganzes Stück weiter weg.


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stego

Schreibmaschine

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Servus!

Der Konsument hat leider den Unterschied zwischen "Preiswert" und "Billig" längst vergessen. Die großen Elektronikmärkte haben es uns ja schon vor 20-30 Jahren eingehämmert, dass "Geiz geil ist".

PREISWERT im korrekten Sinn ist ein Gerät, welches zwar in der Anschaffung teurer ist, als ein BILLIGES Gerät, dafür aber wegen langer Lebensdauer und guter Qualität auch seinen PREIS WERT ist. So z.B. mein Grundig Röhrenfernseher, der seit 24 Jahren ohne einen Ausfall täglich seinen Dienst tut - er war damals auch deutlich teurer, als die Billigheimer aus Fernost. Dafür erfreut er mich seit dem ersten Tag mit guter Qualität und Zuverlässigkeit. Dasselbe bei der Miele Waschmaschine W830, die wir mit 11 Jahren in 2006 bei einer Hausräumung ergattern konnten. Die noch vorhandene Kaufrechnung von 1995 sagte, dass diese WaMa einst 1.975 DM kostete, also heute rund 1000 Euro. Bestimmt gab es damals auch schon deutlich billigere Maschinen, aber diese würden heute, nach 26 Jahren, bestimmt nicht mehr laufen - die Miele tut's aber immer noch, einzige Reparatur mit 18 oder 19 Jahren waren die Stoßdämpfer.
Also, was ist "preis-werter", die Miele für rd. 1000 € geteilt durch 26 Jahre (weitere folgen bestimmt noch) = rd. 38,50 € pro Jahr oder eine BILLIG-Maschine für z.B. 400 €, die 5 Jahre hält: 400 geteilt durch 5 = 80 € pro Jahr kumulierte Anschaffungskosten.
Weitere Beispiele wären die Onkyo-Stereoanlage von 1988, der Thorens Plattenspieler von 1979 - laufen alle noch Eins-A, hatten aber auch ihren höheren Neupreis.

Soll heißen: Lieber gebe ich bei der Anschaffung ein paar Öhre mehr aus, erfreue mich dafür an guter Qualität und längerer Lebensdauer, anstatt alle paar Jahre ein Billig-Gerät gegen den nächsten Billigheimer auszutauschen.
Leider wird's langsam sehr schwierig, gute langlebige Qualität kriegt man auch für viel Geld und gute Worte heute kaum mehr zu kaufen, da sämtliche Hersteller nur noch auf den Preisdruck der Konkurrenz fixiert sind. Das ist auch u.a. der Grund, weshalb ALLE deutschen Hersteller der Unterhaltungselektronik zwischenzeitlich weg vom Fenster sind - sie konnten mit der Billig-Konkurrenz vor allem aus Fernost nicht mithalten.
Nun sind wir (fast) auf Gedeih und Verderb auf den fabrikneuen Chinamüll angewiesen, weil's fast nichts anderes mehr gibt.

Gruß
stego

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: stego am 26 Feb 2021  9:22 ]

BID = 1079011

Mr.Ed

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Beiträge: 36034
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Bei U-Elektronik haben diese Dauerläufer aber auch noch ihren Preis. Ein gebrauchter 1210er kostet mehr als meiner damals neu. Für eine B77 werden immer noch hohe Preise aufgerufen. Diese Geräte sind aber auch zu Ikonen geworden.



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nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 9096
Wohnort: Alpenrepublik

Ich habe hier wirklich einiges zu berichten, muss aber vorweg sagen dass ich aus Österreich bin. Das ist aber im Grunde egal, denn dieses Thema betrifft uns alle!

Also von vorne:
Ich repariere seit knapp 40 Jahre elektronische Geräte. Waren es Anfangs Fernseher, dann Homecomputer und Spielautomaten (Flipper, PacMan etc.), so hat sich ja einiges über die Jahrzehnte verändert. Zur Jahrtausendwende hatte ich noch hunderte Monitore und PC Mainboards repariert, dann kamen Projektoren hinzu. Heute repariere ich alle am Markt befindlichen Druckertechnologien (von Tintenstrahldrucker bis Rollenoffsetmaschine), CRT und TFT Monitore, Projektoren, Notstromgeräte, Laptops, Industriesteuerungen, medizinische Geräte wie Ultraschallgeräte (vet. und Humanmedizin), Biofeedbackgeräte samt allen Sensoren. Soweit als möglich, alles auf Komponentenebene.

Ich bemerke, etwa seit dem Millennium, dass die Hersteller sich zunehmend vom Gedanken einer Reparatur und vor allem vom lebensnotwendigen Support zurückziehen. Der Begriff: "geplante" Obsoleszenz sollte mittlerweile durch "vorsätzliche" Obsoleszenz ersetzt werden.

Früher habe ich, freilich gegen Entgelt, alle Serviceunterlagen bekommen die ich benötigte. Heute gibt es von den Herstellern oft gar nichts mehr. Nicht einmal Ersatzteilnummern werden zT. bekanntgegeben. Mein Paradebeispiel an miserablen Support ist Epson. In den 80er und 90ern hatte ich unzählige FX, LQ, DFX- Nadeldrucker repariert. Es gab buchstäblich alles, bis zur letzten Schraube. Heute bekomme ich nicht einmal einen Druckkopf oder eines der billigst produzierten Plastikfarbfilter (Projektor). Da musste mir der Distri. sagen, dass ich plötzlich nicht autorisiert sei und er den Kopf nicht verkaufen dürfe. Was vor einigen Jahren kein Problem war, wurde von den billigen Schlipsträgern mutwillig und vorsätzlich erzeugt.

Ich darf festhalten, dass ich gleich mehre staatliche Autorisierungen habe. Wozu brauche ich bitte eine Genehmigung von einer privaten Stelle? Ich Hafte voll für das was ich tue und werde mich immer Bemühen die beste Qualität für den Kunden zu erzielen. Es kam nicht selten vor, dass ich völlig verbastelte Krücken aus einem offiziellen RepairCenter (Den Namen werde ich hier nicht nennen) bei mir wieder in den Originalzustand, natürlich funktionierend, versetzte.

Da braucht mir zB. eine Firma Epson mit windigen Argumenten auf meine Frage nach Service Unterlagen die ich für ein gerichtliches Gutachten benötigte nicht blöd kommen. Mir hatte nämlich die Firmenanwältin aufgefordert zu sagen, wozu ich die Unterlagen brauche und ich müsste einen Nachweis bringen. Ticken die da noch ganz richtig? Einzige Konsequenz: Boykott und Darlegung deren Praxis!

Leider sieht es bei Brother, Canon, Honeywell, HP, Kyocera, OKI und andere auch nicht viel besser aus. Meine Bemühungen mit den Firmen auf Reparaturebene ins Geschäft zu kommen laufen seit mehr als 25 Jahre ins Leere. Warum? Jaaaaa. Weil ich nicht bereit bin, neue Geräte zu verkaufen. Ich kann und will reparieren und das Preisgemetzel an der Kasse mache ich sicher nicht mit.

HP meinte, ich solle Geräte verkaufen, denn das schafft Arbeitsplätze. Meine Antwort: Ja, in China für die Produktion und in Afrika für die Entsorgung durch Kinder am Strand wo das Kupfer herausgeholt wird. Prima Idee! Wir brauchen die Arbeitsplätze aber hier. Und dass die Kaufkraft aus Europa nach Amerika oder China abfließt gefällt mir schon lange nicht mehr.

Zudem es in Österreich die BBG (Bundes Beschaffung Gmbh) gibt. Hier werden Geräte zu BRUTTO- Preisen angeboten, die unter meinen NETTO Einkaufspreis liegen. Aus meiner Sicht ein klarer Verstoß gegen den Wettbewerb, da die Hersteller das stützen. Wie auch immer. Ich repariere und Punkt. Das kann ich sehr gut, denn mein Betrieb geht es gut und ich kann davon leben. Das zählt.


Am 04.04.2018 gab es von der Wirtschafskammer einen Branchenstammtisch meiner Innung. (Die einzige Zusammenkunft bisher - wie arm ist das denn?) Im Zuge der Befragung der Teilnehmer durfte ich mein Problem darlegen, wie folgt:

Die Industrie blockt die Herausgabe von technischen Unterlagen, zB. (BOM= Stückliste). Diese Unterlagen sind zur Identifizierung der Bauelemente zwingend notwendig. Ebenso muss die Blockade der Service Manuals untersagt werden.
Mein Ziel ist eine Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen, damit im Parlament dieses Problem behandelt wird. Auf freiwilliger Basis zeigt uns die Industrie nur die Zunge und grinst frech.

Es wurde mir versprochen, dem nachzugehen....
Ein Jahr später, hatte ich doch glatt die Frechheit, bei der Wirtschaftskammer nachzufragen was denn nun passiert ist. Die Antwort, so unkompetent, verblüffte mich: "Ja, wir werden alles tun, damit Sie Lehrlinge bekommen".....
Daraufhin konkretisierte ich meine Anfrage, und bekam keine Antwort mehr. Tja, so etwas bringt mich in Rage, denn ich bin bei dem Verein Zwangsmitglied. Da darf sich ruhig außer dem PC Lüfter noch jemand bewegen!
Also, Angriff! Es kam dann eine Antwort aus Wien, einen Kommerzialrat in Führungsposition, der an seinem Hosenboden auch nur einen Klettverschluss hat damit er von seinem Ledersessel nicht aufstehen muss. Meine Bemühungen waren zu 100% erfolglos. Es wurde nicht einmal überlegt, auch nur eine meiner Ideen zu verfolgen, zu verbessern oder schlichtweg aufzugreifen. Natürlich hatte das zur Folge dass ich ihn folgerichtig als stinkfaul bezeichnete. Bei solchen Leuten die wie er nur auf die regelmäßige Gehaltszahlung warten, sonst aber rein zu gar nichts taugen werde ich enorm aggressiv.

Ich habe dann einen Kontakt genutzt um an einen anderen Herren in der Spitze der Wirtschaftskammer Wien zu kommen. DAS Ergebnis haute mich vom Sessel. Wir mussten uns in einem Café treffen, da er am Arbeitsplatz nicht offen sprechen könnte... Er sagte mir, dass ich mit meinen Ideen scheitern muss, da die anderen Gremien auch aktiv werden müssten, und von jeder Seite mein Vorhaben deswegen mit Sicherheit boykottiert wird. Anders gesagt, Keine Chance!

Gut, dachte ich. Aber ich ich gebe in dieser Sache nicht auf!
2020 wurde vom Land Salzburg der Reparaturbonus eingeführt, bei dem ich als Partnerbetrieb mitmache. Es werden, wenn der Gegenstand die Kriterien erfüllt, 50% der Reparaturkosten, jedoch maximal € 100.-- pro Jahr und Haushalt vom Land gefördert. Das klingt ja recht gut, ABER.... Diese maximalen € 100.-- bezahlt ja wieder der Steuerzahler und die Konzerne stopfen sich die Taschen voll.

Daraufhin hatte ich mit dem Initiator des Reparaturbonus, den Landeshauptmann Stellvertreter (grüne Partei) letztes Jahr im März eine nette Diskussion. Er fragte mich nach dem Bonus. Ich antwortete: Soll ich jetzt nett sein oder die Wahrheit sagen.... Er wollte die Wahrheit hören. Steuergeld eben..... Das passte ihn nicht so richtig. Ich meinte dass die Industrie eine Beteiligung machen sollte. Dann würde ein Schuh daraus. Greenwashing können die doch so unglaublich gut....
Dann kam auch das Repair Café zur Diskussion. Hier kann ich nun wirklich gar kein gutes Zeugnis ausstellen. Im ORF Salzburg Provinzfernsehen wurde vor längerer Zeit ein Beitrag ausgestrahlt. Da hatte eine Frau eine defekte Maschine. Ich meine es war ein Mixer oder eine Küchenmaschine die absolut nicht mehr funktionierte. Dann wurden im Beitrag kurz andere Themen angesprochen. Am Ende wurde der Mixer funktionierend der Frau übergeben. Der Tausendsassa hatte den Thermoschalter eiskalt überbrückt, zeigte stolz mit dem Finger drauf. Ich musste dann ganz schnell die Redaktion anschreiben, ob sie verrückt sind, diesen gefährlichen Eingriff auch noch zu senden! Ich war sprachlos.
Wie auch immer. Ich habe da ein ernsthaftes Problem mit den Repair Café. Sicherheitsüberprüfung --- wozu denn?
Wenn ich in meinem Betrieb arbeite wird mir aber ordentlich an die Löffel gezogen, wenn ich kein Prüfprotokoll zur Reparatur beilege...


Zur im Beitrag erwähnte Firma Vangerow hatte ich am 08.09.2020 und 15.09.2020 Kontakt. Ich hatte um Kontaktaufnahme gebeten, doch habe ich den Eindruck so dass der Herr Vangerow etwas besseres zu sein scheint, denn ich warte bis heute auf die Beantwortung meiner Fragen. Diese Firma nutzt aus meiner Sicht die Medien um sich besser zu platzieren, hier den begehrten Apple Vertrag zu bekommen. Ebenso ist dort der Verkauf von Seminaren scheinbar recht beliebt.

Der runde Tisch Reparatur sieht leider auch nicht über den Tellerrand raus. Eine internationale Vernetzung ist nicht gewollt.


Zum Ende meine Vision: (Die gerne verbessert werden darf)

Ich wünsche mir, dass ausnahmslos jeder Artikel einen QR Code tragen muss.
Wenn der QR Code gescannt wird, gelangt man auf eine Seite der EU mit der der Artikel identifiziert wird.
Hinterlegt sollen zumindest folgende Informationen sein:
Hersteller samt Adresse und Ansprechpartner wenn der Artikel in der EU erzeugt wurde,
Importeur samt Adresse und Ansprechpartner falls der Artikel außerhalb der EU
produziert wurde.
Kontaktadresse zu Serviceanbieter (Die sich selbst eintragen dürfen!)
Bedienungsanleitungen in allen Sprachen der EU
Anleitung zur Entsorgung -> Woraus besteht das Gerät, wie lassen sich Baugruppen trennen
Enthält der Artikel gefährliche Stoffe? zB. Li.Ion Batterien die bei den Recyclern große Probleme machen.

Es soll dann einen geschützten Bereich geben. Dieser Bereich ist NUR gewerblichen Anbietern vorbehalten die die Voraussetzungen erbringen MÜSSEN.
Die Überprüfung, ob ein Betrieb tatsächlich eine Werkstatt besitzt und auch das Produkt reparieren kann, macht die Wirtschaftskammer/ Fachinnung.
In diesen Bereich kommt man nur mit Zugangsdaten die eben die Innung erteilt. zB. die Nummer des Gewerbescheins und Passwort. Damit hätte man schon die grundsätzliche Einteilung ob das Produkt vom Betrieb repariert werden darf.
Es hat ja wenig Sinn, wenn eine Fahrradwerkstatt einen Laptop reparieren dürfte.
Die heruntergeladenen Dokumente sind alle signiert. Wenn nun Dokumente in den Umlauf kommen wo sie nicht sein sollten, wird als Sanktion kurzerhand der Zugang für das Unternehmen gesperrt.
In diesem Bereich sollten dann die entsprechenden Service Unterlagen abrufbar sein. zB. Service Manual, Part List (BOM), Blockschaltbild, eventuell Videos.
In dem Bereich sollten aber auch Dokumente von den Firmen heraufgeladen werden dürfen. zB. Reparaturdokus auf Video, Iris Code, etc.

Wer übernimmt die Kosten?
Die EU für die Erhaltung des Systems. Die Industrie befüllt die Datenbank. Die Industrie hat ja ohnehin alle Unterlagen, sonst könnten die ja die Geräte nicht bauen.

Was passiert, wenn ein älteres Produkt nicht in der Datenbank ist?
Dann kann ein Antrag gestellt werden. Zu einem festzulegenden Zeitpunkt muss dann der Datensatz da sein.

Was passiert, wenn ein Unternehmen nicht mitmachen will?
Dann darf es seine Produkte gerne außerhalb der EU verkaufen.

Wie ist das umsetzbar?
Wenn überhaupt, dann nur durch gesetzliche Verordnung. Das es nicht geht, braucht mir aber niemand erzählen, denn zB. Corona Notverordnungen werden auch beschlossen und durchgesetzt.


Diskussion, Vorschläge, Verbesserung und Vernetzung gerne erwünscht!
Ich mache das nicht aus Geschäftssinn. Jeder der mich kennt, weiß dass es meine Lebenseinstellung ist nichts wegzuwerfen wenn es reparierbar ist.
Wenn meine Idee Müll ist, ist es auch gut. Zumindest darf diskutiert werden.

btw. Ich bin für ein Verbot von Geräte mit Standby Netzteil. Für den Mist, laufen genügend Kernkraftwerke weltweit.


_________________
0815 - Mit der Lizenz zum Löten!



[ Diese Nachricht wurde geändert von: nabruxas am 26 Feb 2021 23:29 ]


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