Leistungs-Widerstandsdekade (1A/3A)

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Autor
Leistungs-Widerstandsdekade (1A/3A)

    







BID = 1083197

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5234
 

  


Hallo zusammen, hat hier schon mal jemand einen "umschaltbaren Leistungswiderstand" gebastelt?
Wünsche mir langsam eine ohmsche Last mit 5-50 Ohm (max 3A) bzw. 15-150 Ohm (max 1A). Hab zwar eine Elektronische Last, die regelt mir in manchen Fällen zu langsam.

Bisher hab ich mir so weitergeholfen, daran verbrennt man sich aber so leicht die Finger.





Genügend Widerstände (40x 15 Ohm) für meine beiden Widerstandsdekaden hätte ich. Nur wie man das am besten verschalte und verpacke weiß ich noch nicht. Das einfachste wäre, wie bei den "kleinen" Dekadenwiderständen, einen Drehschalter mit ~12 Stellungen (1 Pol 12 Stellungen) zu nehmen. Weil die Alternativen werden Materialschlachten:


Oder hat jemand eine bessere Idee bzw. Fotos? Bin auch noch unschlüssig ob ich das einfach in ein Metallgehäuse mit Lüfter packe. 50 Ohm * (3 A)² = 450 W
Einen langen Kühlkörper von einer Audio-Endstufe hätte ich auch noch.

BID = 1083199

BDX85

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Beiträge: 467
Wohnort: Darmstadt

 

  

Hab sowas mal in einem alten Stahl-Lochblech Röhrennetzteilgehäuse aufgebaut. Alles freiverdrahtet im Kanal sternförmig aufgehängt und so ein richtiges Innenraumgebläse aus einem alten Opel...gekühlt hat das recht gut ...war halt sehr laut. Hatte da alle möglichen dicken Keramik-Leistungswiderstände verbaut..viel Fläche hilft viel..

BID = 1083200

BDX85

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Beiträge: 467
Wohnort: Darmstadt

PS
Umschaltung lief wie beim Telegraphenamt >> über Bananestecker/-buchsen..

BID = 1083207

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5234


Zitat : BDX85 hat am  8 Jun 2021 18:17 geschrieben :
Umschaltung lief wie beim Telegraphenamt >> über Bananestecker/-buchsen..
Die Idee gefällt mir!

Also Drehschalter raus, zwei Ketten a 10 Widerstände behalten und die Verbindungspunkte mit 11 Bananenbuchsen rausführen.
An den Widerständen bieten sich Stoßverbinder/Quetschverbinder geradezu an.


Ist ähnlich praktisch wie die Drehschalter-Lösung, erlaubt aber weiter Zugang zu den Einzelwiderstandswerten.
Wenn ich Platz über habe weiß ich auch wo ich mein gutes 10A-Amperemeter mit ~6 mOhm 'entsorge'.


Offtopic :
Da fällt mir ein, könnte die Widerstände ja auf ein Ofenrohr spaxen und quer einbauen. Ein Lüfter sorgt für Kühlung. Oder noch besser, ein wassergefülltes Rohr...
Wenn das auch nicht reicht Umbau zu Blankdraht-Sieder mit mineralienarmen Wasser. Würde Fenta bestimmt gefallen.


BID = 1083212

BDX85

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Beiträge: 467
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..genau..außerdem hat man die Möglichkeit von außen zu eichen...zudem bietet sich sowas als Heizlüfter an... ....ja man*In kann mit dem was ma*In hat was machen...

BID = 1085331

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5234

Halb Off-Topic, aber die Gehäusebeschaffung für die Hochstrom-Dekade war langwieriger als erwartet.
Wollte in der Zwischenzeit schon was mit Drehschaltern basteln:


Eine 3er-Dekade mit 100 Ohm, 1 kOhm und 10 kOhm (jeweils von 0-10).
D.h. Widerstände von 0 Ohm (<0,5 Ohm) bis 111 kOhm sind in Schritten von 100 Ohm einstellbar. Sollte für 99% der Analog-/Digitalbastelei ausreichen.


Gehäuse ist ein "Kemo G082N" (GEH KS 50). Bei den Widerständen bin ich mit 0603 gegangen. So kann ich im Prototyp mein 0603-Buch aus China mit 1-2% nutzen. 0,1% Widerstände hab ich für den nächsten auch da. Der kommt weg für genauere Sachen. Im nachhinein wären 0805/1206 evtl. vorteilhafter gewesen, große Leistungen will man aber auch nicht in dem kleinen Gehäuse umsetzten.
Falls ich den Prototyp öfters nutze, baue ich noch eine mit 1% zusammen. Platinen gibt es nur im Dreierpack.


Hab mir zuerst eine Dekade aus China kommen lassen, Foto siehe unten. Auf den ersten Blick nicht schlecht.
Nachdem die Drehknöpfe aber auf Zwischenpositionen hängen geblieben sind und R0 zwischen 0,5 und 20 Ohm rumgewackelte, hab ich sie mal geöffnet:


Schleifer auf Platinenkupfer... Das erklärt einiges.

Die Widerstände an sich sind nicht schlecht, vermutlich 1%-Typen. Pro Dekade 5x 1,00 und einmal 4,99. Leider sind die meisten 4,99 Werte mit 4,95 eher am unteren Ende der Toleranz. Auch sind es Polklemmen ohne Loch und ohne 4mm-Bananenbohrung. Das Gehäuse ist auch das ganz einfache und leichte chinesische Plastik. Aber was erwartet man bei 10-20 € zur Haustür schon. Auch geht die Dekade nur bis 10 kOhm (9999,9 Ohm). Klein ist die Kiste mit 17 cm x 13 cm x 8,5 cm (BxTxH) auch nicht. Hauptproblem bleiben aber die schlechten Kontakte.

Das waren mir dann zu viele Punkte um da einen Umbau zu Starten. Da baue ich schneller was besseres. Materialpreis muss ich noch kalkulieren.


Hier der Größenvergleich: 17 cm x 13 cm vs. 12 cm x 7 cm (+x).


Die Bananenbuchsen werde ich durch qualitativere ersetzten und dann werden sie auch richtig eingebaut.

Falls jemand die KiCad-Daten haben mag, kann die gerne teilen.


Offtopic :
Mir ist bewusst, dass die Drehschalter nicht optimal sind. Besser als die CN-Lösung sind sie aber alle mal. Auch hab ich extra <100 Ohm weggelassen, falls mal das ein oder andere Ohm entstehen sollte.
Für 0,1 Ohm/1 Ohm hab ich schon echte UDSSR-Dreher die ähnlich ausschauen wie bei Dave: EEVblog #461 - Genrad Decade Resistance Box Teardown. Die warten aber auch noch auf ein Gehäuse.


Hat hier jemand einen Vorschlag wie man diese Kunststoffgehäuse gut beschriften kann?
Irgend eine Transferfolie, die man bedruckt und dann aufbügeln ohne sie Ausschneiden zu müssen? Einritzen oder Label-Streifen aufkleben würde ich eher vermeiden wollen. Ist händisch viel Aufwand oder hält nicht gut. Wie früher "Einbrennen" wäre fast noch eine Option.

Mit dem 3D-Drucker draufdrucken hab ich schon verworfen. Eine CNC-Fräse/CNC-Laser käme auch noch in Frage, da habe ich aber keinen Zugang zu. Dann müsste man ggf. die Fräsung mit Farbe füllen.
Oder ich kaufe mir einfach einen feineren Edding, der nicht in­kon­ti­nent ist und alle 20 Sekunden Tinte ausspuckt. Dem Per­fek­ti­o­nist wird das korrigierte "K" sofort ins Auge stechen.

BID = 1085335

prinz.

Moderator

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Hab auch schon mal sowas ähnliches gebaut ist in alten Nähmaschinenmotoren drinn.
Hat zwar super funktioniert nur fand meine Frau den Gestank verbrennender Leiterplatten nicht so gut.
Luftverdrahtung kam nicht in betracht da Metallgehäuse und Netzspannung.
Also gab es dann nen neuen Hightech Motor für Industrienähmaschinen

Die Umschaltung in alten Nähmotoren ist per Nockenschalter gelöst erinnert an Öfen


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5.Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

[ Diese Nachricht wurde geändert von: prinz. am  1 Aug 2021 11:38 ]

BID = 1085336

BlackLight

Inventar

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Offtopic :

Zitat : Kunststoffgehäuse beschriften
Die Chefin hat gerade noch Bleistift/Bundstift und ggf. Klarlack vorgeschlagen.
Muss ich mal ausprobieren.




prinz. hat am  1 Aug 2021 11:36 geschrieben :
[...] meine Frau den Gestank verbrennender Leiterplatten nicht so gut.
Luftverdrahtung kam nicht in betracht da Metallgehäuse und Netzspannung.
Am Träger bin ich auch noch am grübeln. Wollte jetzt mal PVC ausprobieren, dann hätte man auch eine nicht-optische Überlasterkennung...

Alternativ ist mir noch Pertinax® (FR2) eingefallen. Wobei, dann nehme ich lieber ein Stück FR4...

BID = 1085337

prinz.

Moderator

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Bei den Nähmotoren waren die Luftverdrahrung und in (?) Keramikmasse eingegossen Blöd nur wenn jemand (ich war es nicht) den mal runter schmeißt das geht kaputt

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BID = 1085348

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17432

Selbstklebefolie und Laserdrucker . Das Ganze wird mit Klarlack Wischfest !

_________________
Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

BID = 1089926

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5234


Zitat : der mit den kurzen Armen hat am  1 Aug 2021 16:35 geschrieben :

Selbstklebefolie und Laserdrucker . Das Ganze wird mit Klarlack Wischfest !
Meinst Du diese "Versandetiketten" in A4? Habe ich sogar hier.
Hab mich schon immer gefragt, ob man die durch einen Laserdrucker schicken kann.
Offensichtlich ja. Danke für den Tipp. Werde es in Verbindung mit dem Klarlack beim nächsten Projekt testen. (Alu-Frontplatte für die eigentliche Leistungs-Widerstandsdekade? )

BID = 1089928

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5234

Zum Off-Topic:
Hab jetzt alle drei Platinen bestückt und in Gehäuse gepackt. Bin jetzt erst einmal bei dem weißen edding geblieben:



Hatte es in dem C6/C8-Beitrag angedeutet:
Die drei 2,1mm-Bohrungen auf der Platine in der Mitte der Drehschalter waren Absicht.
So doppelt die Platine gleich als Bohrschablone. Hat erstaunlich gut geklappt, obwohl ich es "freihändig" auf der Standbohrmaschine aufgebohrt hatte.






Zitat : BlackLight hat am  1 Aug 2021 11:14 geschrieben :
Materialpreis muss ich noch kalkulieren.
Komme auf rund 25 EUR Materialkosten (ohne Porto) pro Einheit. (Mit Porto bleibt es aber auch unter 30 EUR/Stück.)

Zitat :
4 EUR: Gehäuse & Gummifüße
4 EUR Platine
6,5 EUR: 30x Widerstände 0603 mit 0,1%
10 EUR Drehschalter, Knöpfe & Rest


Ärgere mich inzwischen, dass ich beim "Prototyp" (Seriennummer #1) schwäbisch war und nur Widerstände vom Schnellen-Ali eingebaut habe.
7 Cent anstelle der 6,50 €. (≈ 25% von 25 EUR) Hat sich wirklich gelohnt.

Wenn da mal Widerstände abrauchen ersetzte ich sie alle gegen welche mit 0,1%. Hab die schon hier, aber nur aus OCD tausche ich die nicht.

Lessons Learned:
Nächstes mal kommen bei mir in ein "Provisorium" schon die guten rein.



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