Der entsprechende Thread ist aus guten Gründen geschlossen. Da das Thema durchaus von allgemeinem Interesse ist, antworte ich auch mal allgemein:
Die Details in der Medizintechnik kenne ich nicht, aber es wird dort sicherlich ähnlich gehandhabt, wie es auch hier beschrieben ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Funktionale_Sicherheit
Bei elektronischen Komponenten ist es völlig wurscht, ob die für Konsumer-, Industrie- oder Spielzeug-Elektronik gedacht sind/waren. Es zählt lediglich, ob sie innerhalb ihrer spezifizierten Grenzen plus Sicherheitsabstand ("Derating") betrieben werden. Das wird gründlich für jede einzelne Komponente und unter allen Betriebsbedingungen, bzw. Worst-Case vorausberechnet, verifiziert und gegebenenfalls getestet. Hinzu kommen noch theoretische Fehlerbetrachtungen für ALLE Komponenten (Bei Widerständen z.B.: was passiert bei doppeltem, halben Wert, bei Kurzschluss und Leerlauf...) und sinnvoll ausgesuchte, praktische Tests dieser Fehler. Verhält sich das System, wie vorhergesagt? Falls nicht, Abweichungen beurteilen und gegebenenfalls nachbessern. Ist das System im Fehlerfall sicher oder unsicher, kann der Fehler diagnostiziert werden oder bleibt er unentdeckt? Wie wahrscheinlich ist dieser Fehler? Für die letzte Frage gibt es ausführliche Tabellen, in denen die Ausfallwahrscheinlichkeit verschiedener Komponenten angegeben ist. Mit entsprechenden Formeln wird die ganze Mimik komplett durchgerechnet. Das ganze muss gründlich durchgeführt und dokumentiert werden.
Es ist also eher eine Frage der Methodik und Dokumentation, als der Eigenschaften der einzelnen Komponente. Es gibt passende Seminare zum Thema. Einfach so macht das keiner.
Viel Spaß damit...
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„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)