Hallo Tsaph,
also mit dem Druckermodell, welches ich beruflich betreue und daher gut kenne,
(LINK) ist so etwas problemlos möglich.
Ich kenne einen Kunden, der Maschinenlagerteile mit fertigen M10-Gewinden und Aufnahmen für 20mm-Rundbolzen herstellt, da ist hohe Festigkeit gefragt.
Die Entscheidung ABS statt Metallguss hat bei diesen Teilen auch mit der Zähigkeit bei Erschütterungen zu tun.
Ein weiterer Drucker ist hier an einem renommierten Forschungsinstitut im Einsatz, bei dem Fahrzeugteile zur Gewichtsreduzierung durch ABS-Teile ersetzt werden.
Die Prototypen für die Festigkeits-Versuche werden auf einem identischen Gerät hergestellt.
Nun ist dieser "Backofen" nicht gerade preiswert - und auch leider nicht mehr lieferbar.
Aber rein prinzipiell müsste das also auch bei den günstigen Hobby-Druckern möglich sein.
Wichtig wäre dabei natürlich die Qualität des Rohmaterials und eine exakte Temperaturführung, damit das Material eben ordentlich miteinander verschmolzen wird.
Da ist natürlich ein geschlossener Druckraum mit gleichmäßiger Aufheizung auf fast 70°C ein deutlicher Vorteil.
Wichtig ist, dass der aus der Extruderdüse austretende Kunststoff-Faden heiß genug ist, um mit dem Material "eine Schicht zuvor"
ordentlich zusammenzuschmelzen - was natürlich durch eine hohe Temperatur um das Werkstück herum deutlich erleichtert wird!
Wenn dann noch die mechanische Düsenführung präzise genug ist, dürfte eine saubere, gleichmäßige Oberfläche entstehen,
und bei ausreichender Materialstärke wird dann auch die Stabilität steigen.
Diese Hinweise könnten vielleicht nützlich sein, um bei einem Hobby-3D-Drucker durch "Pimpen" die Material-Endfestigkeit sicherzustellen bzw. zu erhöhen...
Persönlich kenne ich die diversen Modelle unter 1000 Euronen, die es inzwischen gibt, nur von Katalog- und Webbeiträgen.
Daher kann ich Dir nur diesen pauschalen Rat mit der Verarbeitungstemperatur geben, das fehlt mir bei all diesen "Hobby"-Geräten.
Viel Erfolg!
Es grüßt
TOM.
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[x] <= Hier Nagel einschlagen für neuen Monitor!