Aufspulmaschine; Motorwahl und Programmierung?

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Autor
Aufspulmaschine; Motorwahl und Programmierung?

    










BID = 807149

huber_1988

Gerade angekommen


Beiträge: 10
Wohnort: 85456 Wartenberg
 

  


Hallo zusammen,

nach längerer Suche in diversen Suchmaschinen bin ich auf dieses Forum getroffen und hoffe mir kann jemand mit meinem Problem weiterhelfen.

Ich habe vor mir eine Maschine zu bauen, die von einer Rolle, auf eine weitere Rolle, Schnur übertragen soll (Angelschnur). Leider steh ich mit der Elektrotechnik ein wenig auf Kriegsfuß :-). Mein Problem ist, dass ich absolut keine Ahnung davon habe welchen Motor + evtl. Zusatzgeräte ich auswählen soll bzw. kann.

Der Motor soll mit einem Fusstaster (Nähmaschinenpedal ;-)) stufenlos hochgeregelt werden können. Der Motor soll mit einer Zähleinheit so gekoppelt werden, dass nach einer beliebig eingestellten Strecke z.B. 150m Schnur der Motor von selbst stehen bleibt.

Drehzahl sollte so bei 1000 - 1500 1/min liegen. Im Anhang noch eine Zeichnung um sich die Sache besser vorstellen zu können.

Danke im vorraus für euer Bemühen.

Gruß Huber



BID = 807163

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 11898
Wohnort: Cottbus

 

  

Hallo Huber,

bist du Maschinenbauer? (Ich frage nur wegen der schönen Skizze - naja, bis auf die Schnur )

Als Antrieb könntest du einen Motor aus dem Modellbau verwenden, bspw. diesen: 12V Motor

Die Drehzahlstellung sollte, bis auf die Ansteuerung mit dem Nähmaschinenpedal (man muss halt wissen, wie es aufgebaut ist), auch kein Problem sein. Dafür reicht ja schon ein einfaches PWM-Modul.

Bis dahin ist es ja noch einfach, etwas komplizierter wird es bei der Messung der auf/abgespulten Länge.

Dazu müsstest du die genaue Drehzahl des Motors wissen und damit leben, dass durch den größeren Trommeldruchmesser (nachdem schon etwas gespult wurde) die Länge (minimal) verfälscht wird.
Dieses Problem könnte man umgehen, indem die Angelsehne zuvor über eine Umlenkrolle geführt wird, und an dieser die Drehzahlmessung stattfindet.
Da es aber nicht auf den Meter ankommen wird, wird dies wohl nicht nötig sein.

Für die Drehzahlmessung würde ich eine Gabellichtschranke vorschlagen.
Die Signale können dann mit einem µC relativ einfach in die entsprechende Länge umgerechnet werden.


MfG Mathias









BID = 807167

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17196

Du brauchst nur den Umfang der Umlenkrolle kennen und die Umdrehungen dieser zu zählen. Schon hast du die Länge :80:. Im einfachsten Fall reicht dann ein einfacher vor einstellbarer Zähler der bei erreichen der null den Motor stoppt.
Edit: zum Beispiel dieser
Bei richtiger Wahl des Umfangs der Umlenkrolle zB 10cm dürfte die Genauigkeit ausreichend sein

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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 31 Dez 2011 15:02 ]

BID = 807173

dl2jas

Inventar



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Mit einer Umlenkrolle lassen sich recht genaue Ergebnisse erzielen.

Ich habe eine professionelle Bandmaschine, die nach dem gleichen Prinzip die Bandposition ermittelt. Bei einem Wickel von 1000 m ist die Wiederholgenauigkeit besser 1 m.
Wichtig bei so einer Rolle ist, daß man den Schlupf in den Griff bekommt. Der Rolle würde ich auf der Drehbank eine V-förmige Nut verpassen. Auch könnte man auf die Rolle einen Flachriemen ziehen, wie man ihn in Laufwerken von Kassettenrekordern findet.

DL2JAS

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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert

BID = 807174

dl2jas

Inventar



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Zitat :
huber_1988 hat am 31 Dez 2011 12:57 geschrieben :

...
Der Motor soll mit einem Fusstaster (Nähmaschinenpedal ;-)) stufenlos hochgeregelt werden können...


Da hätte ich eine einfache Idee.

Besorge einen alten Akkuschrauber oder Akkubohrer. Das dürfte genau der richtige Drehzahlbereich für den Zweck sein. Üblicherweise haben die eine Regelelektronik zur Einstellung der Drehzahl. Die Geschichte dann aus dem Griff ausbauen und in ein Pedal einpflanzen.

DL2JAS

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BID = 807185

huber_1988

Gerade angekommen


Beiträge: 10
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Erstmal herzlichen Dank, dass sich meiner Sache jemand annimmt.

@Offroad GTI
Ja so ein bisschen Maschinenbauer steckt schon in mir ;-).
Ich habe mir deine Links des Motors und des PWM-Moduls angesehen. Nur hätte ich 100% keine Ahnung wie ich das Zeugs verkabeln muss. Und wo wäre hier die Stromversorgung??

Als Zähler hätte ich dann so etwas ähnliches im Sinne Hier

Ausserdem habe ich noch so ein altes Nähmaschinenpedal zu Hause rumliegen, nur weiss ich nicht ob mich das weiterbringt. Der Motor davon ist leider defekt.

Bitte nicht lachen, aber Elektrotechnisch bin ich eine Obernull

Im Anhang das Pedal und der defekte Motor.

Danke im vorraus
Gruß Huber


Hochgeladene Datei ist grösser als 300 KB . Deswegen nicht hochgeladen


Hochgeladene Datei ist grösser als 300 KB . Deswegen nicht hochgeladen

BID = 807186

huber_1988

Gerade angekommen


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Uuups die Fotos waren wohl zu groß :-)




BID = 807190

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Noch was vieeeel wichtigeres:
eine Bremse, und nicht zu schnell wickeln.
Zwar ist so eine Angelschnur nicht so reißempfindlich wie
ein dünner Kupferdraht, aber allein der "Schwung" in deiner
Vorratsspule verursacht Nachlauf und "Salat" beim Abschalten.
Schau dir mal die Mimik bei Spulen/Trafowickelmaschinen an,
die haben immer eine Bremse für die Vorratsspule.
(Ähnlich den Bandzugregulatoren an besseren Tonbandgeräten
früher.
Je nach Reißfestigkeit deines Fadens macht man die Bremse geregelt
oder einfach "fest", das lehrt die Erfahrung nach den ersten
Wickeleien.
Gruß
Georg

_________________
Dimmen ist für die Dummen

[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 31 Dez 2011 18:44 ]

BID = 807196

huber_1988

Gerade angekommen


Beiträge: 10
Wohnort: 85456 Wartenberg

Das ist natürlich ein ganz wichtiger Punkt, den ich mechanisch in den Griff bekommen will.

Danke dafür.

BID = 807197

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Der Fadenzug wird mit einem feder- und/oder schwerkraftbelasteten
Schwenkarm, über den der Faden umgelenkt wird, gemessen.
Die Umlenkung läuft über eine Rolle, die auch die Fadenlänge
mißt. Der Schwenkarm betätigt eine Umschlingungsbremse
auf einer Scheibe auf der Abwickelachse.
Mit der Feder kann die Bremskraft eingestellt werden.
Als Antrieb würde ich Schrittmotore verwenden, die ersparen
ein Schaltgetriebe, da man sie bis auf sehr kleine Drehzahlen
heruntersteuern kann.
Gruß
Georg

Hier:

http://www.jogis-roehrenbude.de/Roe.....e.htm

kann man eine Bastlerlösung sehen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 31 Dez 2011 19:43 ]

BID = 807200

dl2jas

Inventar



Beiträge: 9914
Wohnort: Kreis Siegburg
Zur Homepage von dl2jas

Georg sprach die Bremse bei der Abwickelspule an.

Bei Tonbandgeräten und Kassettenrekordern hat man gern Rutschkupplungen mit Filz genommen, kann man recht einfach bauen. Bei besseren Geräten bremste man mit einem Motor auf der abwickelnden Seite, der etwas Gegenspannung bekam. Wie man das mit konstantem Gegenzug realisiert, führt hier vermutlich zu weit, etwas viel für einen Elektronikanfänger.

DL2JAS

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BID = 807268

Verlöter

Schreibmaschine



Beiträge: 1646
Wohnort: Frankfurt am Main

Es käme ja auch eine Reparatur des alten Motors in Betracht. Vielleicht ist da gar nich so viel kaputt.
Was das Draht-Bremsen in einer Wickelei angeht: Bei mir werden die Kupferspulen in den meisten Fällen über Kopf abgewickelt. Da nicht die gesamte Spule beschleunigt und abgebremst werden muß kann die Brems- und Beschleunigungsrampe kürzer sein. Der Nachteil ist daß das Wicklgut in sich gedreht wird. Bei Rund-CuDraht macht das aber nichts. Angelschnur mag sich da anders verhalten.
Ein Gutes Neues wünscht Verlöter.

BID = 807843

huber_1988

Gerade angekommen


Beiträge: 10
Wohnort: 85456 Wartenberg

So ein gutes neues Jahr wünsche ich,

@Verlöter, im Prinzip wäre es wahrscheinlich schon möglich den Motor zu reparieren, leider ist der Motor für mich baulich bedingt recht unhandlich und ich würde eine kompaktere Bauweise bevorzugen.

Ich finde es super, dass ich ein paar Antworten erhalten habe, leider kann ich mir nicht vorstellen wie das praktisch zu realisieren ist. Wie schon erwähnt, ist die Elektrotechnik absolut nicht mein Fachgebiet und es wäre äußerst nett, wenn sich jemand die Arbeit machen würde, mir das Schritt für Schritt zu erklären. Oder zumindest hinweise für die richtige Suche gibt (ich weiss noch nicht einmal was ich bei Google suchen soll :-))

Danke im vorraus


Gruß Huber

BID = 807851

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 11898
Wohnort: Cottbus


Zitat :
und es wäre äußerst nett, wenn sich jemand die Arbeit machen würde, mir das Schritt für Schritt zu erklären.
Um vernünftige Vorschläge machen du können, müsste man u.a. zunächst folgendes wissen:

1) Wie viele Taler ist dir der Spaß wert?
2) Reicht es die Umdrehungen zu zählen, oder willst du eine Anzeige in Metern (vielleicht sogar noch für verschiedene Rollendurchmesser)?

Es gibt nämlich ganz einfache Auf/Abwärtszähler mit Lötkontakten auf der Rückseite (kostet ca.20€).
Und es gibt Zählermodule, welche skalierbar sind und über Schraubklemm-Anschlüsse verfügen (die kosten dann schon um die 160€).


BID = 807949

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17196

Hmm billiger Akuschrauber ca 30 Euronen >>> den Drehzahlregler + Schalter demontieren und in Fußpedal einbauen dazwischen ein Relais , welches das Abschalten übernimmt fertig ist der Antrieb

vor einstellbarer Zähler zb der von Conrad Übernimmt die Zählung der Umdrehungen der Längenzählrolle ( ein oder zwei Löcher für eine Lichtschranke zur Zähleransteuerung ) und über einen Transistor und das Relais die Abschaltung ca 20 Euronen

Bandzugbremse um das ungewollte Abwickeln der Spenderspule zu verhindern
Lederriemen und Gewicht ca 3 Euro der Rest ist simple Mechanik
Lediglich die Zählrolle sollte passend gedreht werden
alles in allem unter 100 Euro

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