Hallo erst mal....
Da Ich neu im Forum bin, kurz etwas zu meiner Person , damit Ihr meine Fragen bzw. Eure Antworten besser auf meinen Wissensstand anpassen könnt
Ich bin gelernter Nachrichtengerätemechaniker & Dipl.-Ing. (FH) NAT, also in der Elektrik (genauer Elektronik) nicht ganz unbewandert.
Ich arbeite überwiegend im Kleinspannungs-, selten auch im Niederspannungsbereich, dort aber nur soweit es ‚Geräte’ betrifft.
Die VDE-Normen für den Bereich Hausinstallation sind mir daher nur rudimentär bekannt :-(.
Ihr mögt mir daher verzeihen wenn Ich den einen oder anderen (Bezeichnungs-)Fehler mache (bin aber für entsprechende Korrekturen dankbar).
So nun zum Problem:
In meinen Einfamilienhaus ist irgendwann Freitag Nacht der FI (RCD) rausgeflogen. Er flog auch direkt wieder beim Versuch ihn einzuschalten.
Also alle Sicherungen (LS) ausgeschaltet -> FI bleibt ein.
Nacheinander die einzelnen Sicherungen zugeschaltet –> FI fliegt bei LS 12.
Solange LS 12 ausgeschaltet bleibt, bleibt der FI jetzt drin.
Kurz zur Hausinstallation:
Das Haus wurde vor ca. 30 Jahren erbaut und von mir vor ~20 Jahren gekauft.
Die Installation entspricht wohl dem was damals bei Bauträger-Häusern üblich war.
Zähler/Verteilerkasten:
4polige Einspeisung seitens EVU, dann Zähler, 3 Schmelzsicherungen (als Vorsicherungen?), 4poliger FI, die Phasen auf je eine LS Reihe (3*6), Nullleiter (PEN) auf N-Schiene.
Die Erde (PE) kommt wohl aus einem Ringerder, die entspr. Anschlussleiste befindet sich direkt unterhalb des Kastens. Von dort gehen dann 3 PE Leiter ab. Einmal zu PE Schiene im Kasten, einmal zum Wasserrohr, wohin der dritte geht kann man nicht direkt erkennen (verschwindet im Kabelkanal).
Leider ist die Ausführung der Installation nicht gerade vorbildlich.
Bei meinem Einzug war kein einziger LS (oder sonst irgend was im Kasten) beschriftet, noch existiert ein Plan über die Verkabelung des Hauses.
Ich habe zwar die einzelnen Komponenten beschriftet, da es aber bisher erst in zwei Stromkreisen Problemen gab sind mir nur die dort angeschlossenen Verbrauchstellen bekannt und entsprechend dokumentiert. Aber schon dabei ist klar geworden das die Regel ein LS für einen Raum (trotz der hohen Anzahl) hier NICHT eingehalten wurde. Einzelne Steckdosen eines anderen Raumes werden (weil es so einfach ist) vom angrenzenden Raum versorgt.
Zusammen mir dem jetzt ausgefallen Stromkreis kenne ich nun also insgesamt die Kreise von 6 LS (3 ‚normale’ Stromkreise + Herd).
LS 12 (der jetzt ausgefallene) versorgt bei mir Bad & Schlafzimmer.
Leider habe ich momentan nur ein Multimeter zur Verfügung, hoffe mir morgen einen Iso-Tester ausleihen zu können (aus der Firma), bin mir aber nicht sicher ob der bei uns eingesetzte in diesem Falle überhaupt geeignet ist...
Bisher habe ich folgendes festgestellt:
Spannung PE-N (ges. Haus via FI freigeschaltet): 0,7V DC!
Widerstandsmessung PE-N daher mit Multimeter nicht möglich.
OK das da eine Spannung PE-N existiert ist ja normal, aber DC ?
Aber eigentlich nur sekundäres Problem.
Wichtiger ist da schon:
L-PE ~80kOhm !
Ich habe mittlerweile alle erreichbaren Kabelverbindungen (L) getrennt.
-> keine Änderung
Also ist der Schluss wohl irgendwo zwischen LS und der 1. von mir erreichbaren Trennstelle.
Da wie schon gesagt kein Plan existiert, weiß ich noch nicht mal wo ich den nach entsprechenden Abzweigdosen suchen muss.
Da die Steigleitungen an der dem Bad am nächsten liegenden Seite von unten herraufgeführt sind, vermute ich das sich auch dort irgend wo eine Dose befindet, nur liegt die dann wohl hinter den (wandhohen) Fliesen
Bleiben also folgende Fragen:
1. Ist meine Schlussfolgerung soweit korrekt, oder kann es noch andere Ursachen geben ?
2. Gibt es ein Messmethode mit der Fehlerort genauer ermittelt werden kann ?
Ich denke ein Pulsreflektometer könnte so etwas, nur wo kann man sich das ausleihen, hat so etwas ein Elektriker ?
Oder gibt es doch sogenannte Leitungssucher die besser als eine Wünschelrute (meine Erfahrungen mit den Dingern sind extrem negativ) sind ?