Wie genau muss man eine Installationsprüfung durchführen?

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Autor
Wie genau muss man eine Installationsprüfung durchführen?

    







BID = 557294

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH
 

  


Hallo

Also ich habe wieder einmal eine Frage zur Hausinstalltion. Wie Ihr ja alle wißt, bin ich nicht gerde der "das machen wir schon immer so" Elektriker, aber "leider" kann ich auch nicht so viel Erfahrungen sammeln, da ich nicht vollzeit in der E-Installtion tätig bin.
Nun mache ich Prüfungen immer zusammen mit einem E-Meister.

Leider ist mir nicht klar welche Werte ich an jeder Steckdose bzw. an den UVen oder am HAK durchführen muss.

Könnt Ihr mir mitteilen, welche Messungen ich mit dem Schutzmaßnahmenprüfgrät an jeder Steckdose bzw. was reicht an der HV oder UV?
Bei Neubauten gingen wir immer wie folgt vor:

*Mit dem Duspol an jeder Steckdose und Leuchte die Belegung L,N,PE sicherstellen
*FI-Auslöse-Test (toff, Ioff, ...) 2 bis 3 Mal an verschiedenen Steckdosen pro FI Kreis (nicht bei allen Steckodsen)
*Netzinnenwiderstandsmassungen an allen langen Endstromkreisen und an vielen Endsteckdosen (Stichprobenartig)
*Schleifenwiderstandmessung immer vor dem FI, da sonst der FI auslöst beim M5010
*Erdungswiedestand am Erder (TN-System)

Ich weiß nur nicht, ob das reicht, oder ob man etwas anders machen sollte?

Wie muss man im Altbau vorgehen, muss man zum Beispiel alle Abzweigdosen öffnen?

Ich möchte das wissen, dass wenn ich mal selbst für einen Abnehme unterschreibe, dass ich dann wirklich alles nach Norm machen kann.






[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am 18 Okt 2008 22:24 ]

BID = 557300

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss

 

  

Moin shark,

da fehlt aber noch ein bisschen. Isolationswiderstandsmessung, Niederohmigkeit/Durchgängigkeit des Schutzleiters, Potentialausgleich, Drehfeld der Drehstromkreise (ist eigentlich kein Muss, ich mess das aber immer mit).
Die Schleifenwiderstandsmessung sollte man eigentlich an allen Endstromkreisen durchführen, es gibt von GMC ein Zusatzgerät das das auslösen der Fi-Schalter verhindert. Hat mein ehemaliger Arbeitgeber in Benutzung, mein eigenes Schutzmassnahmenprüfgerät kann das ja von Haus aus.
Ich schreib morgen im Laufe des Tages mal was dazu wie ich so eine Prüfung durchführe und was ich messe, heute habe ich dazu leider keine Zeit


Gruß Tobi

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"Auch wenn einige Unwissende etwas anderes behaupten, bin ich doch der Meinung, dass man nie genug Werkzeug haben kann"

BID = 557378

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss

So, ich habs ja schon angedroht. Also hier mal ein kleiner Überblick über den Ablauf einer Prüfung bei mir:


-Aufnahme der Netzform
-Aufnahme der Zuleitungen und Abgänge im Verteiler: Art des Kabels/der Leitung, Aderzahl, Querschnitt
-Aufnahme der Hauptschalter, Absicherungen und Fi's: Nennstrom, Charakteristik, Art (LSS, Neo/Diazed, NH etc.), Nennfehlerstrom usw.
-Kontrolle des Verteilers auf sichtbare Mängel (fehlende Endkappen, zu geringe Querschnitte, Verschmutzung etc.)
-Prüfung der Schrauben auf festen Sitz, ggf. mit Drehmomentschlüssel
-Schleifenimpedanzmessung der Zuleitung
-Messung der Auslöseströme und Auslösezeiten der Fi's direkt an der Verteilung
-Zuordnung der Betriebsmittel (Steckdosen, Beleuchtung, Rollos etc.) zu den Stromkreisen, entweder durch Abschalten oder mit Stromkreisfinder
-ausstecken aller Verbraucher, einschalten aller Lichtschalter
-Isolationswiderstandsmessung der Endstromkreise vom Verteiler aus
-Schleifenimpedanzmessung und Fi-Auslösetest an allen Endstromkreisen inkl. Beleuchtung, gleichzeitig dazu Kontrolle der Anlage auf Beschädigungen/Mängel sowie Drehfeldprüfung
-einstecken aller zuvor ausgesteckten Verbraucher, ausschalten der Beleuchtung
-Prüfung des Potentialausgleichs
-Prüfung auf Durchgängigkeit/Niederohmigkeit des Schutzleiters (oder anders ausgedrückt: ist alles am Schutzleiter angeschlossen was angeschlossen sein muss)
Prüfung der Erderanlage

Abzweigdosen, Steckdosen, Lichtschalter etc. öffne ich stichprobenartig und bei Auffälligkeiten gezielt. Ich empfehle dann im Anhang zum Messprotokoll immer die alten Schraubklemmen in den Dosen gegen Steckklemmen austauschen zu lassen.
So, das war mal so ein kleiner Überblick wie eine Prüfung bei mir in der Regel abläuft. Die Reihenfolge variiert meist etwas aber im großen und ganzen stimmts schon.

Gruß Tobi


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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Tobi P. am 19 Okt 2008 13:27 ]

BID = 557397

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Hallo Tobi P.

Erstmal vielen Dank für die Informationen, die mir schon sehr helfen!

Iso-Messung und Drehfeld machen wir natürlich auch, hatte ich bloß vergessen. Nur wie misst man das Drehfeld nochmals an Schuko-Dosen

Aber noch zwei Rückfragen:


Zitat :
-Schleifenimpedanzmessung und Fi-Auslösetest an allen Endstromkreisen inkl. Beleuchtung, gleichzeitig dazu Kontrolle der Anlage auf Beschädigungen/Mängel sowie Drehfeldprüfung


Machst du das an jeder Steckdose oder nur einmal pro Endstromkreis?


Zitat :
-Prüfung auf Durchgängigkeit/Niederohmigkeit des Schutzleiters (oder anders ausgedrückt: ist alles am Schutzleiter angeschlossen was angeschlossen sein muss)


Machst du das mit den Schutzmaßnahmenprüfgerät (Wenn ja welche Einstellung), oder mit anderen Gerät?


Zitat :
-Prüfung des Potentialausgleichs


Wie machst du das genau?

Wir machen immer nur eine Sichtprüfung bzw. messen die Niederohmigkeit zum HV.

Nochmals Vielen Dank im Voraus!


PS: Ich bin auch an einer Disskussion der andren User interessiert, wie die anderen das machen.



BID = 557427

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss

Die Schleifenimpedanzmessung mache ich an jeder Steckdose und auch an jeder Leuchte. Andernfalls könnte es passieren dass man einen Fehler in der Anlage übersieht und wenn dann irgendwann was passiert ist das Geschrei groß.
Durchgängigkeit/Niederohmigkeit des Schutzleiters mache ich mit dem Schutzmassnahmenprüfgerät, das hat eine Einstellung für die Niederohmmessung (Rlo). Gemessen wird zwischen dem zu messenden Schutzleiter und dem Hauptschutzleiter in der Verteilung, der Widerstand der manchmal recht langen Messleitung muss dabei natürlich berücksichtigt werden.
Prüfung des PA erfolgt so wie bei euch, erst Sichtprüfung und dann Niederohmmessung zwischen den in den PA einzubeziehenden Teilen und der HPAS. Auch hier muss natürlich der Widerstand der Messleitung berücksichtigt werden.

Edit: Das Drehfeld an Schukos ist recht einfach zu messen, du legst einen Finger auf den Aussenleiter und die Richtung in die du von der Steckdose aus gesehen umkippst gibt das Drehfeld an Diese Messung ist aber sehr unbeliebt


Gruß Tobi

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Tobi P. am 19 Okt 2008 17:16 ]

BID = 557525

wome

Schreibmaschine



Beiträge: 1252

Ich arbeite in anderer Reihenfolge:
Nach der Besichtigung messe ich als Erstes (vor allem im Altbau) bei nicht-TN-C-Anlagen bei abgeklemmtem/ageschaltetem L + N, ob die Schutzleiter alle korrekt angeschlossen sind, auch bei Lampen und fest angeschlossenen Verbrauchern. Dabei fällt dann die eine oder andere klassisch genullte Steckdose o.ä. auf. Auch die 701/2 verlangt die Schutzleiterprüfung sozusagen als Einstiegsprüfung.

Eine Schleifenwiderstandsmessung in Stromkreisen, die mit FI gesichert sind, ist meines Wissens nicht erforderlich, es muss nur nachgewiesen werden, dass der FI funktioniert und die Verdrahtung definitiv durchgängig dreiadrig ausgeführt wird.

Sonst im Moment keine weiteren Ergänzungen.


BID = 557529

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss

Nullungsbrücken sind bei der Isolationswiderstandsmessung recht einfach zu finden wenn dreiadrig installiert ist. Da dabei ja bei aufgetrenntem N auch zwischen N und PE gemessen wird fällt eine Brücke sofort auf.


Gruß Tobi

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BID = 557541

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Also erstmal vielen Dank für Eure Antworten!

Gut dass ich dieses Thema hier eingestellt habe!

Also wir haben immer den PE mit ~20mA gemessen, damit der Fi nicht immer auslößt.

Eines verstehe ich aber noch nicht ganz.
Wenn Ihr eine Schleifenimpedanzmessung macht und da kommt zB 1Ohm heraus, aus welchem Grund messt ihr dann noch den PE auf niederohmigkeit?
Netzinnenwiderstandsmesung macht ihr nicht an jeder Steckdose?


Beim PA misst du jede Rohrschelle, oder nur einmal von der HV zum PA?
Weißt du, ob das M5010 eine Niederohmigkeitsmessung erlaubt bzw. welches SMPG verwendest du denn?

Vielen herzlichen Dank!

PS: Schlimm finde ich, dass ich im Verhältnis zu meinen hiesigen Kollegen eh noch oft das SMPG zücke
Aussagen wie ich habe die Test-Taste am FI gedrückt, also lößt der schon mal aus sind leider keine Seltenheit

[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am 20 Okt 2008  0:02 ]

BID = 557549

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss

Doch, Netzimpedanz messe ich auch an jeder Steckdose. Die Niederohmigkeit des Schutzleiters messe ich nicht an jedem Schutzleiterbügel, darunter fallen eher Metallgehäuse von Serverschränken, Schaltschränken, Gehäuse von SK1-Leuchten etc.
Beim PA messe ich möglichst alles an das ich rankomme. Ist meistens ein ziemlicher Aufwand aber gehört halt dazu. Wobei es in Neubauten immer weniger wird da mittlerweile fast alle Rohrleitungen in Kunststoff ausgeführt werden.

Das M5010 kenne ich nicht. Eigentlich messe ich mit dem 1653 von Fluke, das hat die Niederohmmessung aber nicht drin. Dafür verwende ich ein separates Messgerät, ich werd morgen mal nach der Bezeichnung schauen. Da mein 1653 aber gerade mit einem Freund in Spanien ist und erst Ende Dezember wieder zurückkommt mess ich momentan mit einem bei Bedarf geliehenem Profitest 0100 SII, das hat die Niederohmmessung drin.

Ich hab auch gemerkt dass viele Kollegen nicht mit nem SMPG vertraut sind. Viele haben das Ding einmal in der überbetrieblichen Ausbildung in der Hand gehabt und danach nie wieder. Ich hatte ja das Glück in einem Betrieb zu lernen der jede Menge Prüfungen macht und so hat mich das quasi vom ersten Ausbildungstag an begleitet. Aber wenn ich dann Sachen höre wie "Ich hab doch schon immer mit dem Duspol gemessen, das andere ist doch Humbug" könnte ich kotzen In nem anderen Forum habe ich z.b. neulich erst die Aussage gelesen dass beim Austausch eines LSS gegen ein bestimmtes Hager-Produkt keine Prüfung notwendig sei weil das besagte Produkt die IEC-Normen inkl. Leitungsschutzbedingungen einhält Nach einer Anfrage meinerseits beim Urheber dieser Aussage (der anscheinend ein Rechenzentrum betreut, hoffentlich steht da nicht unser Forenserver drin) woher Hager denn weiss wie hoch die Schleifenimpedanz und Netzimpedanz am Einbauort ist wurde doch glatt meine Qualifikation infrage gestellt

Gruß Tobi

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Tobi P. am 20 Okt 2008  0:43 ]

BID = 557592

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Vielen herzlichen Dank erstmal!

Ich werde bei der nächsten Prüfung deine Anregungen miteinfließen lassen. Vor allem bei der Prüfung von Steckdosen muss ich mich dann doch noch mehr ins zeug hängen (nicht nur mit dem Duspol messen, ob die Belegung stimmt )

Noch eine keine geschichte am Rande:

Ich war mal in einer Mietwohnung und habe zufälliger Weise einem Elektriker und seinem AZUBI zugeschaut. Der Azubi wollte, nach dem er den Herd angeschlossen hat, die Belegung mit dem Duspol sicherstellen (Verklemmung nach Farbe -> Messen wie es sich gehöhrt), da hör ich den Meister oder viellcht was es auch nur ein Geselle, dann aber schon langjährig, dass eine MESSUNG nicht nötig ist! Der Azubi meinte dann aber, dass ein anderer Elektriker in der Firma fordert das, dann durfte er messen!
Ich habe dann nicht mehr nach einem SMPG gefagt

BID = 557866

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7558
Wohnort: Wien

Meine Lieblings-Praktikumsfirma hatte auf 7 Monteure ein SMPG das meistens irgendwo spurlos verschwunden war... ich hab das genau ein einziges Mal im Einsatz erlebt und das war als jemand für eine Arztpraxis extra eine Anlagenprüfung gefordert hat. Auf den baustellen kam gerade mal der Steinel MultiCheck (auch bekannt als "Piepserl" zum Einsatz (2-poliger Spannungsprüfer mit Glimmlampen und akustischem Signal bei Durchgang und 230/400V, keine Lastzuschaltung, Grundlast wirft auch einen 100mA-FI problemlos). Aber gut, in der Firma wurden auch Serienschalter mit einem einzelnen NYM-J 3x1,5mm2 angeschlossen... oder 1,5mm2 an Diazed 25A gL...

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 558563

Teletrabi

Schreibmaschine



Beiträge: 2317
Wohnort: Auf Anfrage...


Moin,

> Die Schleifenimpedanzmessung mache ich an jeder Steckdose
> und auch an jeder Leuchte. Andernfalls könnte es passieren
> dass man einen Fehler in der Anlage übersieht und wenn
> dann irgendwann was passiert ist das Geschrei groß.

Hier ist bei Nullung mit Abschltugn durch Überstromschutz nach VDE 0100-600 bzw. 0105-100 A1 ausreichend, wenn an der ungünstigsten Stelle (größter erwaterer Widerstand. Bei gemischten Querschnitten muss das nicht mit der größen Leitungslänge identisch sein) der Schleifenwiderstand gemessen wird und die PE-Niederohmigkeit an allen weiteren Steckdosen/Geräten des Stromkreises festgestellt wird.

Ist ein RCD vorhanden, so darf die Schleifenwiderstandsmessung und deren Abgleich mit am Ansprechstrom des Kurzschlussauslösers entfallen. Dafür ist Auslösestrom, auf Nenndifferenzstrom hochgerechnete Berührspannung bzw. damit verbunden der Erdungswiderstand (im TT relevant, im TN Berührsoannung nahezu Null) sowie neuerdings auch die Auslösezeit zu ermitteln.


> Durchgängigkeit/Niederohmigkeit des Schutzleiters mache ich mit
> dem Schutzmassnahmenprüfgerät, das hat eine Einstellung für die
> Niederohmmessung (Rlo). Gemessen wird zwischen dem zu messenden
> Schutzleiter und dem Hauptschutzleiter in der Verteilung, der
> Widerstand der manchmal recht langen Messleitung muss dabei
> natürlich berücksichtigt werden.

Jo. Und nicht mit Grenzwerten abgleichen sondern nach Plausbilität. 1m Leitung hat i.d.R. weder 0,1 noch 1 Ohm Widerstand. Wäre ein Anzeichen für korrodierte Kontakte. Macht bei 16A hübsche 256W am Übergangswiderstand...

> Prüfung des PA erfolgt so wie bei euch, erst Sichtprüfung und dann
> Niederohmmessung zwischen den in den PA einzubeziehenden Teilen und
> der HPAS. Auch hier muss natürlich der Widerstand der Messleitung
> berücksichtigt werden.

Hinweis: Messung immer vom Körper selbst gegen Potischiene oder anderen Körper / Teil. NICHT am Schraubenkopf oder Unterlegscheibe oder blankem Leiterende der Klemmstelle kontaktieren.


> Also wir haben immer den PE mit ~20mA gemessen,
> damit der Fi nicht immer auslößt.

Wie meinst das? PE im Verteiler kontaktiert und dann Messleitung gezogen zur Messstelle? Das sollte dem FI reichlich egal sein, da fließt ja kei nStrom durch ihn sondern nur dran vorbei. Oder Widerstand vom N gegen PE in der Steckdose gemessen? Nix normgerecht. Niederohmmessungen gehören mit mindestens 200mA.

Btw. gehört die Durchgängigkeitsprüfung des PE an erste Stelle, sonst kann es sein, dass die Iso-Messung nur Bruchteile der Analge erfasst,wenn der PE messstellennah irgendwo unterbrochen ist. Gut, bei unterbrochenem L ode rN ist's ähnlich, die fallen aber mit sehr viel höherer im Betrieb Wahrscheinlichkeit auf.


[Auch_Story_Hat = 1]
Vermieter beauftragt seinen nuniversdalhandwerker mit Automatentausch, da alter L10A Einschaltstrom von Steckdosenleiste mit Rechner nicht hält.

Ne weile später stellt Mieter fest, dass am Herd ne Phase fehlt und er hätte ohnehin lieber nen 30er FI. Soll sich nach Absprache mit Vermieter an den Universalhandwerker wenden. DIese rlehnt beim Wort FI weitere arbeiten ab. Er sei keine EFK. Am FI darf man dann nicht arbeiten, nur Automaten oder so, dass sei erlaubt.
Nähere Betrachtung des Phasenausfalls am Herd ergibt, dass in der zwei Phasen vom bisherigen FI auf den Herd gehen, die Drittel ist auf 15cm abisoliert und quer unter die Schraubköpfe gespannt. Da ausgetauscher Automat andere Bauform hat und gerade keien Brücken vorhanden waren, einfach 1,5² Abschnitte vom Austauschautomaten (Dreifachbelegung...) zu einem weiteren Automaten sowie dem dritten Herdauomaten geführt. Letztere nicht vernünftig abisoliert oder geklemmt, hat jedenfalls am Herd-Automaten keine Spannung....
Hier hat man wohl nichtmal den Duspol zur Kontrolle bemüht...
[Auch_Story_Hat = 0]

BID = 558567

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss


Zitat :
Teletrabi hat am 24 Okt 2008 17:16 geschrieben :


Hier ist bei Nullung mit Abschltugn durch Überstromschutz nach VDE 0100-600 bzw. 0105-100 A1 ausreichend, wenn an der ungünstigsten Stelle (größter erwaterer Widerstand. Bei gemischten Querschnitten muss das nicht mit der größen Leitungslänge identisch sein) der Schleifenwiderstand gemessen wird und die PE-Niederohmigkeit an allen weiteren Steckdosen/Geräten des Stromkreises festgestellt wird.


Schon klar, aber ich bin bei Anlagenprüfungen immer recht gründlich (was dazu führt dass meine Mängellisten meistens die umfangreichsten sind - Rekord war 51 DIN A4-Seiten für einen kleineren Industriekomplex, hehe). Einige Kollegen haben schon die Köpfe geschüttelt und gefragt ob ich zufällig mal beim TÜV in der Abteilung Elektrotechnik gearbeitet habe

Edit: Messt ihr bei der Isomessung eigentlich alle Stromkreise? Ich habe des öfteren die Vorgabe bekommen bei Wiederholungsprüfungen nur 10% stichprobenartig zu messen, da mir dabei nicht ganz wohl ist messe ich aber eigentlich immer alles.


Gruß Tobi

_________________
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Tobi P. am 24 Okt 2008 17:36 ]

BID = 558679

Satman

Gesprächig



Beiträge: 169
Wohnort: Oberfranken


Zitat :


Edit: Messt ihr bei der Isomessung eigentlich alle Stromkreise? Ich habe des öfteren die Vorgabe bekommen bei Wiederholungsprüfungen nur 10% stichprobenartig zu messen, da mir dabei nicht ganz wohl ist messe ich aber eigentlich immer alles.


Gruß Tobi



Hallo, ich mess zwischen N und PE Schiene, und nochmal jeden L gegen PE
Wenn mir mein Telaris 0100 > 199,9 MOhm anzeigt, ist das OK. Wenn ich
schlechtere Werte habe, dann klemm ich die N`s aus um den betreffenden Kreis (Kreise) zu finden. Die Werte trag ich ja auch im Protokoll für jeden Kreis ein.

Gruß Karl

BID = 559765

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Vielen Dank für die Infos, die ich gut in unseren Prüfablauf integrieren kann.


Zitat :
Wie meinst das? PE im Verteiler kontaktiert und dann Messleitung gezogen zur Messstelle?


Nein, wir haben einfach nur mit dem Duspol-Analog (20mA bei Lastzuschaltung), ob der PE durchgängig ist. Zusätzlich haben wir dann noch stichprobenartig den Schleifenwiderstand gemessen (bei meinem Gerät löst dann aber immer der FI aus).

Nun noch kurz eine andere Frage zu Erden:

Ich habe bei mir zu Hause ein TN-C-S-System. Das wie Folgt aufgebaut ist:
-> VNB liefert TN-C (NYCW2Y 3x25/25) in den HAK der Garage.
-> In der Garage befindet sich der Zählerschrank inkl. Zähler und Stromkreise der Garage. Dort befindet sich auch ein Fundamenterder.
Vom Zählerschrank führt NYY-O 4x16 (50m !!) zum eigentlichen Haus, das ich mit einem neuen Verteiler ausgestattet habe. Auch hier gibt es einen Fundamenterder welcher mit dem PEN (blau) verbunden ist.


Wenn ich jetzt den Verteiler unsymmetrich belaste (ca. 16A), denn fließen ca. 2A über den Fundamenterder.

Das ist mir ja noch alles zimmlich klar, aber inwieweit wird der Erder frühr durch Korrosion zerstört, wenn ein gewisser Strom über ihn fließt?


Vielen Dank!


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