Hallo!
Angenommen, es wird eine solche Anordnung in einem sehr alten Zweifamilienhaus vorgefunden:
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| Hausanschlusskasten |
| 3 * 60 A |
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| +-*-Sammelschienen----+ |
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| NH-Sicherung | NH-Sicherung |
| 1*50A, 2*63A | 3 * 50 A |
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| | Zählerfeld m. | |
| | 2 Zählern | |
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| Zähler OG | Zähler EG |
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| * | * |
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| \ 10 mm2
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6 mm2 10 mm2 |
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| | * | * |
| | Feld 1 f. | Feld 2 f. |
| | Keller- | Keller- |
| | räume zu | räume zu |
| | OG-Whg. | EG-Whg. |
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| | UV im Keller |
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| Hauptschalter SH 3*63 A |
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| FI 1 FI 2 |
| 3*40 A 3*40 A |
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| | *---------+ |
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| B 16 A B 16 A Diazed 25 A |
| 6 Stk. 6 Stk. 3 Stk. |
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| UV im OG für OG-Wohnung |
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Da gibt es einiges, was mich stört (erwähne hier wegen der Kürze nicht alles).
(1) Zum einen habe ich Probleme mit dem Überlastschutz für die 6mm2-Leitung. Da müsste doch an den Abzweig auf 6 mm2 ein entsprechender Überlastschutz hin (oder als erstes oben in der UV im OG)? Die vorgeschalteten Sicherungen sind mit 50 A bzw. 63 A (gemischt!) dafür ja zu groß.
Wenn die 6mm2-Leitung z.B. wegen einer Verlegeart B2 (muss ich noch nachsehen) auf 35 A abgesichert wird, wird es dann nicht recht eng für die UV im OG: 25 A + 1 * 16 A ist schon 41 A... Andererseits ist es eine Wohnung, da ist vielleicht keine große Gleichzeitigkeit zu erwarten.
Die 6mm2-Leitung gegen eine größere austauschen wird vermutlich nicht gehen, da dazu etliche Wände aufgerissen werden müssten.
Was meint ihr?
Im jetzigen Schema ist der FI-Schalter 2 ja auch nicht richtig abgesichert, oder? Bei FI 1 sind es pro Phase zwei Automaten B 16 A, also pro Phase 32 A < 40 A, d.h. FI ist gegen Überlast geschützt (Kurzschlussschutz separat zu prüfen), aber bei FI 2 sind die 25 A noch dabei --> die Diazed vom FI 2 nehmen und ohne FI laufen lassen.
Geplant und bautechnisch möglich wäre es, den Zählerkasten und die UV im Keller zusammenzulegen (komplett neuer Kasten, neue LS, FI usw.).
Kann eine Absicherung für die 6 mm2-Leitung dann im oberen Anschlussraum über dem Zähler direkt bei der Hauptleitungsabzweigklemme gesetzt werden oder muss man erst mit größerem Querschnitt von der Klemme zu einem separaten Verteilerfeld im Schrank gehen und dort den Leitungsschutz setzen und von dort mit der alten 6 mm2-Leitung weiter? Laut TAB sind nach meiner Kenntnis im oberen Anschlussbereich nur max. 3* 16 A möglich.
Es wäre im Hinblick auf die Zukunft wohl auch ungünstig, den SLS (selektiver Leitungsschutz auf der Sammelschiene vor dem Zähler) im neuen Schrank auf die 6mm2-Leitung zu bemessen: Falls die Leitung doch irgendwann erneuert wird, würde man den teuren SLS austauschen, da wäre es günstiger, einen einfachen Leitungsschutzschalter für die 6mm2-Leitung im Verteiler später wegzuschmeißen. Außerdem wäre es mit einem sehr kleinen, für die 6mm2-Leitung passenden SLS ja leistungsmäßig noch enger, weil auch die LS für den Keller noch darüber laufen.
Wie würdet ihr bei einer solchen Querschnittsverjüngung vorgehen?
(2) Andere Frage: Der Eigentümer will eventuell die EG-Wohnung künftig teilen, was von den Stromkreisen her kein Problem ist, weil sie alle separat in die UV im Keller laufen. Bei einer Wohnungsteilung würden wohl auch einige Kellerräume der neuen Wohnung zugeordnet.
Es ist geplant, alle ankommenden Leitung auf Reihenklemmen im Verteiler enden zu lassen. Dürfen in einem Verteilerfeld (z.B. auf der obersten Hutschienenreihe in Feld 1) Leitungen liegen, die von verschiedenen Zählern gespeist sind? Ganz sauber ist es wohl nicht. Ursprünglich sollte z.B. unter einer separaten Abschottung, die über zwei oder drei Feldbreiten die oberste Hutschiene umfasst, alle Leitungen auf Klemmen gelegt werden und von dort von jetzt zwei bzw. später drei getrennten Abschottungen (je eine pro Zähler) für die unteren Hutschienen im Verteilerschrank gespeist werden.
Ich frage, weil zu erwarten ist, dass in Zukunft Stromkreise 'verschoben' werden müssen. Wenn für jede Wohnung (jeden Zähler) die Leitungen in einem separaten Feld bzw. einer separaten Abschottung/Abdeckung liegen müssen, müssten die Leitungen bei der späteren Umverteilung u.U. von einem Feld zu einem zwei Felder entfernten Feld geführt werden -- und sind dann vermutlich zu kurz.
Wie würdet ihr vorgehen, wenn man eine saubere Möglichkeit haben will, die abgehenden Leitungen anders zuzuordnen?
Dass N jeweils passend getrennt sein muss ist klar. Spricht etwas dagegen, den PE für zwei Wohnungen auf einer gemeinsamen Schiene mittels der Reihenklemmen zu haben (entsprechende Querschnitt vorausgesetzt) oder muss hier auch eine strikte Trennung her? Dann müsste es sowieso eine Hutschiene pro Wohnung sein und man müsste zwingend die abgehenden Leitungen bei der Umsortierung vertauschen. Diese Variante der klaren Trennung ist sicher die beste, aber vielleicht nicht die bequemste.
Wie würdet ihr in so einem Fall vorgehen (Zuordnung der Stromkreise in Zukunft wird erwartet)?
Ich hoffe auf ein paar Idee bzw. Äußerungen, was laut Vorschriften klar ausgeschlossen ist!
EDIT: Beschriftung für UV im OG im ASCII-Schaltbild hinzugefügt.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: kabelmeister am 3 Nov 2010 18:22 ]