USV im Inselbetrieb, ungeerdeter Schutzleiter, mehrere Verbraucher

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Autor
USV im Inselbetrieb, ungeerdeter Schutzleiter, mehrere Verbraucher
Suche nach: schutzleiter (4340)

    







BID = 1045756

:andi:

Inventar



Beiträge: 3198
Wohnort: Bayern
 

  


Hallo,

Angenommen sei eine Industriemaschine mit eingebauter USV für mehrere 230V PCs.
Die Stromversorgung der Maschine ist steckbar. Das Maschinengestell ist aus Metall und mit dem Schutzleiter der steckbaren Einspeisung verbunden.

Zieht man nun den Netzstecker der Maschine ab, laufen die PCs aus der USV versorgt noch weiter.
Eine leitende Verbindung der PC-Gehäuse zum Maschinengestell kann vorhanden sein oder nicht; Ebenso kann durch die Aufstellung der Maschine eine leitende Verbindung vom Maschinengestell zur Erde noch vorhanden sein oder nicht.
Was auf jeden Fall vorhanden ist, ist eine leitende Verbindung aller PC-Gehäuse untereinander durch die Kaltgeräteverkabelung zur USV.

Sieht hier jemand ein Problem? Kann die USV in all den möglichen genannten Konstellationen bedenkenlos betrieben werden?

In der Anleitung der USV habe ich dazu nichts gefunden.
Es wird nicht vor einem Ausstecken der Netzleitung gewarnt o.Ä.
und eine fremde Erdung kann man z.B. im Bürobetrieb von PCs an einer USV auch haben, über die Schirme von Datenleitungen usw.

Meinungen? Bei einem TRENNRAFO dürfte ja der Potentialausgleich zwischen den Verbrauchergehäusen nicht geerdet werden.

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"Gestern gings noch, da kann net viel sein"



[ Diese Nachricht wurde geändert von: :andi: am 22 Nov 2018 11:17 ]

BID = 1045759

unlock

Schriftsteller

Beiträge: 900
Wohnort: Mosbach

 

  

Hallo,

Zitat :


Sieht hier jemand ein Problem? Kann die USV in all den möglichen genannten Konstellationen bedenkenlos betrieben werden?

Möglicherweise würde eine Isolationsüberwachung mit Abschaltung nicht schaden,da Du bei gezogenen Stecker ein eigenständiges IT-Netz hast.Ob hier ein PA gefordert ist,gilt zu klären!
Ist die Maschine überhaupt ohne weiteres ortsveränderlich?


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One Flash and you're Ash !

BID = 1046786

:andi:

Inventar



Beiträge: 3198
Wohnort: Bayern

Die Maschine ist nur mit Gabelstapler ortsveränderlich.

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"Gestern gings noch, da kann net viel sein"

BID = 1046805

djtongi

Stammposter



Beiträge: 258
Wohnort: Aalen-BW
ICQ Status  

Die Überlegung ist:
Ist die USV für den Zweck da, dass die Maschine mit laufenden PCs transportiert werden kann
oder dafür, dass bei Ausfall der Netzspannung bzw. bei Spannungsschwankungen die PCs weiterlaufen?

Zur not eine USV besorgen, dessen Gehäuse eine Erdung mittels Erdungschraube oder ähnlich eine feste Erdungsverbindung zum Gehäuse herstellt. sollte das nicht möglich sein, einfach die Rechner-Gehäuse an das Maschinengehäuse erden mittels Erdungsband...

Grundsätzlich denke ich, brauchst du dir da keine Sorgen machen. USVs sind dafür ausgelegt, denn schließlich sind PC Gehäuse auch geerdet und da passiert auch nichts, wenn man die USV aussteckt...

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Elektroniker - Energie- & Gebäudetechnik
Elektrotechniker-Meister (fr. Informationstechnik)

Rechtschreibfehler & Sarkasmus sind kreatives/geistiges Eigentum des Verfassers und dürfen ohne Genehmigung nicht kopiert oder vervielfältigt werden

BID = 1046816

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17431

Was spricht dagegen die Maschine extra mit einer nichtsteckbaren nur mit Werkzeug lösbaren Erdverbindung zu versehen? Die PC sind ja geerdet und auch die USV sollte es sein! Das Teil ist ja als Ortsfest zu betrachten.

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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

BID = 1046862

kaiand1

Gesprächig



Beiträge: 136

Da die USV nur mit Stapler zu Bewegen ist.
Gilt die USV als "Generator" womit Storm Erzeugt/Eingespeist wird.
Dazu gibt es dann die Anforderung mit Erdungsschiene ect zur USV.
Des weiteren ist auch die Versorgen vor der USV und nach der USV zu klären Bezüglich des RCD.
Wenn ein Fehler Auftritt schaltet der RCD ab und die USV Springt an da der Strom "Weg" ist und somit der Fehler wieder unter Spannung da ist...
Da gibt es schon was zu Beachten je nach Anwendungsfall sowie der Versicherungsschutz...

BID = 1047095

powersupply

Schreibmaschine



Beiträge: 2921
Wohnort: Schwobaländle

Moin

Ich sehe hier, wie unlock auch, die Errichtung eines IT-Netzes womit, beim Betreiben mehrere Verbraucher, eine Isolationsüberwachung notwendig ist. Insbesondere, wenn ich das richtig verstehe, diese auch noch unabhängig voneinander zugänglich sind.
Da gabs mal ein Büchlein vom VDE-Verlag in dem auf diese Situation eingegangen wurde.
Ich meine die Kurzbezeichnung war SR248 oder SR235.
Vielleicht hab ich das sogar hier. Auf jeden Fall kann ich im Geschäft darauf zugreifen.

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powersupply
Es gibt 10 Arten von Menschen. Solche die Binärtechnik verstehen und die anderen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: powersupply am 28 Dez 2018  0:34 ]

BID = 1047462

diwa73

Neu hier



Beiträge: 43
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Hallo Ihr Lieben,

letzthin habe ich vor einer ähnlichen Fragestellung gestanden, nicht direkt vergleichbar, aber vielleicht hilfreich für weitere Überlegungen.
Gegeben TN-C-S-Netz (einphasig), in das eine 4kW USV fest eingebaut werden sollte. In der USV sind herstellerseitig N und PE durchverbunden (nicht untereinander), am PE auch die Gerätemasse. Soweit also alles kein Problem, wenn nicht in der Speiseleitung ein FI (0,3A selektiv) sitzen würde. Wenn dieser nämlich auslöst, hat der abgehende N keinen Erdbezug mehr und nachfolgende Schutzmaßnahmen würden wenn überhaupt nur noch eingeschränkt funktionieren. Eine nachträgliche (Betriebs-)erdung des abgehenden N kommt nicht in Frage, da ein einmal aufgeteilter PEN nicht mehr vereinigt werden darf.
Zur Lösung ist jetzt in die Zuleitung zur USV ein "automatischer Kuppelschalter" bestehend aus 2 Schützen 3S + 1Ö eingebaut, die Schließer in Reihe, die Öffner parallel.
Bei anliegender Netzspannung sind beide Schütze angezogen, L und N sind durchgeschaltet, über die Öffner ist eine "PEN-Brücke" (Verbindung N - PE) offen.
Bei Netzausfall (egal ob nur die Phase oder L und N durch den FI) fallen die Schütze ab und trennen L und N der Zuleitung redundant vom Versorgungsnetz während der (abgehende) N durch die "PEN-Brücke" über die beiden Öffner, ebenfalls redundant, auf Erdpotential gelegt wird.
Alle Messungen im Nachgang sowohl im Netz- als auch im Ersatzbetrieb sind positiv ausgefallen.

Viele Grüße!

BID = 1047631

djtongi

Stammposter



Beiträge: 258
Wohnort: Aalen-BW
ICQ Status  


Zitat :
diwa73 hat am  4 Jan 2019 13:32 geschrieben :

Zur Lösung ist jetzt in die Zuleitung zur USV ein "automatischer Kuppelschalter" bestehend aus 2 Schützen 3S + 1Ö eingebaut, die Schließer in Reihe, die Öffner parallel.
Bei anliegender Netzspannung sind beide Schütze angezogen, L und N sind durchgeschaltet, über die Öffner ist eine "PEN-Brücke" (Verbindung N - PE) offen.



Das ist m.E. je nach USV auch nicht zulässig bzw. grenzwertiges gebastel.
Denn
1. muss das durch den Hersteller der USV ausdrücklich erlaubr sein.
2. haben diese Geräte normalerweise eine interne Isolationsüberwachung bzw. eine Fehlerstromüberwachung zum PE also Erdpotential, da die meisten USV Geräte per Schukostecker angeschlossen werden, der keine feste N und PE seite vorgibt.

Die Lösung hier wäre gewesen, den RCD nach die USV zu schalten anstatt davor. Da WENN dieser Auslöst sowieso ein Fehlerfall vorliegt und die Geräte nicht mehr weiterversorgt werden sollten.

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: djtongi am  7 Jan 2019 10:50 ]

BID = 1047680

diwa73

Neu hier



Beiträge: 43
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Hallo, bin immer für alle Hinweise dankbar! Aber:

Zitat :
Die Lösung hier wäre gewesen, den RCD nach die USV zu schalten anstatt davor. Da WENN dieser Auslöst sowieso ein Fehlerfall vorliegt und die Geräte nicht mehr weiterversorgt werden sollten.

Der selektive 0,3A FI auf der Speiseseite versorgt nicht nur die USV und ist Bestandteil eines vorbeugenden Brandschutzkonzeptes und konnte daher nicht entfallen. Wenn in einem Endstromkreis "hinter" der USV ein Fehler vorliegt, löst auch der dazugehörige (nachgeschaltete) unverzögerte 0,03A-FI aus und die übrigen Endstromkreise können gefahrlos weiterbetrieben werden.

Zitat :
1. muss das durch den Hersteller der USV ausdrücklich erlaubr sein

Der Hersteller (großer französischer Hersteller mit deutschem Namen) sagt dazu nur, dass die Installation entsprechend der örtlichen Netzgegebenheiten und unter Beachtung der jeweiligen nationalen Vorschriften durchzuführen ist. Weitere Vorgaben macht der Hersteller diesbezüglich nicht.

Zitat :
2. haben diese Geräte normalerweise eine interne Isolationsüberwachung bzw. eine Fehlerstromüberwachung zum PE also Erdpotential, da die meisten USV Geräte per Schukostecker angeschlossen werden, der keine feste N und PE seite vorgibt

Ist hier nicht gegeben, darum hat sich der Installateur zu kümmern. Der Hersteller lässt nur Festinstallation zu.

Zitat :
Das ist m.E. je nach USV auch nicht zulässig bzw. grenzwertiges gebastel.

Natürlich darf das nicht auf eine x-beliebige USV oder Installation übertragen werden. Installation und Schutzmaßnahmen sind immer auf den konkreten Fall auszulegen.
Das ist kein Gebastel sondern die Standard-Schaltung, wenn netzgeführte Batteriewechselrichter auch zur Ersatzstromversorgung im netzgetrennten Inselbetrieb eingesetzt werden. Z.B. gibt einer der großen deutschen Wechselrichterhersteller mit den drei Großbuchstaben genau diese Schaltung für seine Batteriewechselrichter mit Ersatzstromfunktion vor, der große österreichische auch. Gibt es auch von einem Zulieferer als anschlussfertige "Notstrom-Umschaltbox" zu kaufen.

Viele Grüße!


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