@ newbeer
Das las sich bisher schon etwas anders (als sei es schon so ausgeführt)! Und auch nach Deiner jetzigen Formulierung (von wegen "ist" und "müßte geändert werden") ist zu entnehmen, daß das Projekt über die Papierphase schon deutlich hinaus ist.
Also: Was ist schon eingebaut, was noch nicht?
Wären z.B. Änderungen des Leitungsnetzes noch möglich?
Oder ist sogar schon der Putz drauf?
Frage mich allerdings, warum bei einen etwas größeren Gebäude mit umfangreicherer Elektroausstattung keine ordentliche Planung dafür VORHER gemacht wurde???
Hab Ihr wirklich keinerlei weitere Unterverteiler?
Also alles zentral beim Zähler?
Das wäre ja billigster Standard und hätte noch weitere Nachteile...
Ein einziger Zentral-FI wäre nach aktueller Norm auch nicht mehr zulässig (auch wenn das in der Praxis nie ein Problem war).
Es muß verteilt werden.
Dazu schaltet man mehrere FI parallel.
z.B.
- einer für Außenanlagen und Garage (hier evtl. + Werkstatt)
- zwei bis drei für den Rest
- ggf. einer für kritische Verbraucher (EDV, Tk, Alarmsysteme, ggf. Tiefkühler im Keller)
Wie man den Rest aufteilen kann und sollte, hängt von den Endstromkreisen ab. Habt Ihr die nach Licht und Steckdosen getrennt oder einen pro Zimmer oder einen pro Etage oder wie oder was?
Das Bad sollte man hingegen bewußt NICHT an einen separaten FI hängen.
Obwohl es auch die Filosofie gibt, es mit Außen zu koppeln.
Gibt es überhaupt separate Stromkreise für die kritischen Verbraucher?
Wenn nicht, wäre das ganze Geeiere bisher sowieso für die Katz...
Wenn ja, ist eine sinnvolle Aufteilung problemlos auch nachträglich möglich.
Ist halt der übliche Fall:
Für nen Haufen "Schnickschnack" war Pulver da, aber die dazugehörige Elt-Planung hat man sich gespart...
Sorry, aber so sieht es wohl aus.
Zu Deinen Detailfragen:
"Träger" FI (gibt es, auslöseverzögert) geht nicht, weil damit die Abschaltbedingungen nicht einzuhalten sind.
Bei reinen Beleuchtungskreisen könnte man evtl. einen höheren Bemessungsfehlerstrom nehmen, aber das würde nichts bringen in Deinem Sinne.
Bei Anlagen in D mit Errichtungsjahr vor Mitte 2007 hing die Frage, was alles über FI geschützt werden muß, vor allem von der Netzform ab.
Seitdem ist es ziemlich egal (in der Praxis gibt es fast keine Konstellation ohne FI-Pflicht mehr).
Ansonsten frage ich mich, was ein Laie mit einem (offenbar auch noch windigen/veralteten) "DUSPOL" an in Betrieb befindlichen Steckdosen herumzufummeln hat.
Frage:
Wie oft hat bisher bei Euch ein FI ausgelöst und was war die Ursache?
Wie oft hat ein Überstromschutzorgan ("Sicherung") ausgelöst und was war die Ursache?
Wie hoch ist/wird Eure Hausanschlußsicherung (neues Haus)?
Wie hoch ist/wird die Zählervorsicherung (SLS)?
Wieviele LS gibt es/sind geplant und wie ist deren Zuordnung zu den Stromkreisen/Verbrauchern?
Dann sehen wir weiter.