Schweißgerät Problem - LS mit C-Charakteristik die Lösung?

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Schweißgerät Problem - LS mit C-Charakteristik die Lösung?
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BID = 504640

drhyme

Gerade angekommen


Beiträge: 5
 

  


Ich habe ein etwas älteres Elektra-Beckum Schutzgas Schweissgerät das ausschließlich mit 230V funktioniert (kein Drehstromgerät). Schweißen geht soweit ganz gut, nur wenn ich auf Stufe 4 (1-6) schweiße fliegt die Sicherung schon etwas häufiger raus (LS 16A). Das nervt natürlich auf Dauer!

Einige lösen dieses Problem ja indem sie den LS gegen einen 20A LS tauschen, aber ich würde lieber (auch aufgrund des Adernquerschnittes) einen LS mit C Charakteristik einbauen.

Der Schaltschrank ist ganz normal ausgestattet. 2 FI-Schalter an denen jeweils eine Stromschiene mit etwa 8 LS hängen. Und 2mal 3 Schmelzsicherungen 16A für Sauna und Herd.

Ist dies eine gute Lösung? Kann es durch die "trägere" Sicherung negative Auswirkungen auf den restlichen gesammten Stromkreis geben? Was könnte passieren?

Muss sonst auf was besonderes geachtet werden?

Vielen Dank!

BID = 504649

Bartholomew

Inventar



Beiträge: 4681

Das Gerät ist über einen Schuko-Stecker angeschlossen? Schutzkontaktsteckdosen sind nur bis 16A belastbar, von daher fällt Hochrüsten des Automaten flach.

Was ist denn momentan verbaut? B16A? Die C-Charackteristik lässt höhere Anlaufströme zu als die B. Der langfristige Bereich, in dem B und C abschalten, ist bei beiden gleich: Zwischen 1,15- und 1,45-fachem Nennstrom, also frühestens bei 4232W, spätestens bei 5336W.

Wann fliegt die Sicherung denn, wenn der Schweißvorgang beginnt, oder beim Schweißen? Wie viel Watt hat das Gerät laut Datenblatt? Und was hängt sonst noch an dem Stromkreis (Beleuchtung, andere Geräte)?


Gruß, Bartho

 

  








BID = 504660

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13460
Wohnort: 37081 Göttingen

Eine einfache Lösung besteht darin, ein Verlängerungskabel als Einschaltdämpfung zu benutzen.
Gruß
Peter

BID = 504667

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Also der tausch von L auf C ist sinvoll. Aber ein Elektriker muss zuvor die Einschaltbedingungen prüfen, die aber bei kurzen Leitungen meit unprobelmatisch sind, aber bei längeren Leitugen (können auch schon beim VNB/E-Werk) ist dies nicht unbedingt gegeben. Also vom Elektriker testen lassen!
Zusätzlich muss noch geprüft werden, ob dein 1:1 Tausch überhaupt möglich ist, oder ob man wegen den neuen Vorschriften nur noch C13A einbauen darf!

MFG

Shark1

[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am  1 Mär 2008 20:57 ]

BID = 504668

Chris11

Stammposter



Beiträge: 465

Wenn Du den Elektriker da hast, frag ihn ob ein Wechsel auf K13 oder K16 möglich ist. Dann hast Du Ruhe.

Mit freundlichem Gruß
Christian

BID = 504684

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

@ shark:
Woher weißt Du, daß L vorhanden sind?

BID = 504691

Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
Volle Kanne !




Beiträge: 1912

Welche Dauer-Leistung hat das Gerät denn nominal (nicht Einschaltstrom)?

Grundsätzlich darf eine Schukosteckdose niemals mit 20A abgesichert werden - aber auch 16A sind nicht wirklich gut, da diese im Überlastfall manchmal erst bei 23,2A auslösen und bis dahin ist die Schukosteckdose im Eimer und hat evtl sogar einen Brand verursacht!

Möglichkeit 1: Stecker wechseln auf den blauen CEE-Stecker oder den roten CEE-Stecker (da nur dreipolig angeschlossen - geht auch!) mit 16A. das hat den vorteil, dass man statt der L16 einfach eine C16 einbauen kann, ohne sich akute Sorgen machen zu müsen, dass was passiert, denn das CEE-Steckersystem verwendet als Kontakte richtige 4-seitige Buchsen und nicht nur zwei Bleche wie bei Schuko. Daher ist CEE von Werk aus viel belastbarer und hat Überlastreserve!

Möglichkeit 2: Je nach Leistung LS C13 oder K13 einsetzen, auch damit müsste es schon gehen. Da diese LS aber nicht so gängig sind, würde ich einfach mal bei ih-bäh schauen, alle paar tage mal, kommt nicht immer rein, sowas. Je nach Schweißgeräte-Last und Leitungslänge/-querschnitt geht auch D10.

Möglichkeit 3: durch Verwendung von Induktivitäten den Einschaltstrom begrenzen.

Möglichkeit 4: Eigentlich zu [2] gehörend, aber da es doch was anderes ist: Sofern es die Dauerlast des Schweißgerätes erlaubt, LS gegen Neozedsicherung gl10A tauschen!

Wobei ich persönlich [1] präferiere!

MfG; Fenta

BID = 504693

darkstar

Schriftsteller



Beiträge: 700
Wohnort: Kirrlach
ICQ Status  

selbstredent müssen bei allen Änderungen der Sicherung die Abschaltbedingungen eingehalten werden (Querschnitt/Schleifenimpedanz/Netzimpedanz). Auf Verdacht irgendwas tauschen ist keine tolle Idee.

BID = 504695

Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
Volle Kanne !




Beiträge: 1912

Das ist klar! Meine Vorschläge sind, sofern notwendige Daten nicht genannt wurden, immer prinzipielle Möglichkeiten!

MfG; Fenta

BID = 504743

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH


Zitat :
sam2 hat am  1 Mär 2008 23:09 geschrieben :

@ shark:
Woher weißt Du, daß L vorhanden sind?


Das weiß ich leider überhaupt nicht, wie ich gerade sehe.


Zitat :
. Schweißen geht soweit ganz gut, nur wenn ich auf Stufe 4 (1-6) schweiße fliegt die Sicherung schon etwas häufiger raus (LS 16A).


Ich habe von "(LS 16A)" leider das S überlesen, deswegen meine annhme -> also bitte ich um Entschuldigung!

MFG.
Shark1

BID = 504826

drhyme

Gerade angekommen


Beiträge: 5

@Bartholomew: Ja, es ist über einen Schuko Stecker angeschlossen. Habe gerad einen stabileren Stecker und ein Werkstattkabel rangemacht, da das alte schon sehr gezeichnet war.

Wieviel Watt das Gerät verbraucht kann ich nicht genau sagen, steht nicht drauf (Nur ED, A, cos phi und so). Ist ein MIG/MAG Gerät und kann max. mit 160A schweißen.

Welche LS im moment verbaut sind, kann ich leider auch nicht genau sagen, da ich aus der Beschriftung nicht schlau werde. Habe mal ein Bild angehängt! Die neue blaue Busch-Jaeger links ist ja ganz klar ne Standart B. Die anderen sind von ca. 1985. Und S36 wird nicht die Charakteristik sein, sondern nur eine Herstellerbezeichnung, denke ich??

> Kann mir einer sagen was das für welche sind?





Zitat :
Wann fliegt die Sicherung denn, wenn der Schweißvorgang beginnt, oder beim Schweißen? Wie viel Watt hat das Gerät laut Datenblatt? Und was hängt sonst noch an dem Stromkreis (Beleuchtung, andere Geräte)?

Beim Schweißen ist die Sicherung rausgeflogen wenn schlechter Kontakte war und der Lichtbogen geflackert hat und sonst eigentlich eher immer beim ansetzten, also beim Beginnen. Hatte dann ne Kabeltrommel genommen und das Schweißgerät an eine Dose angeschlossen, wo NUR das Schweißgerät dran war. Also eine eigene Sicherung für das Gerät. Ist trotzdem noch rausgeflogen.


@Otiffany: Habe letztes mal schon ein langes Verlänerungskabel benutzt.

Heute habe ich wieder geschweißt ohne Probleme. Ist nicht einmal was rausgeflogen und wieder alleine an der einen Sicherung. Jedoch mit einem anderen Verlänerungskabel. Neulich beim Schweißen war abend (18-20uhr). Kann es damit zusammen hängen? Durch allgemeine Beleuchtung oder so, das die Spannung sinkt, Stromstärke steigt?? Sonst weiß ich auch nicht, kann dann noch die Kabeltrommel gewesen sein, werde das morgen nochmal ausprobieren. Hab heute ein anderes Verlängerungskabel genommen weil die Kabeltrommel nass war (Sturm).



[ Diese Nachricht wurde geändert von: drhyme am  2 Mär 2008 16:21 ]

BID = 504864

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13460
Wohnort: 37081 Göttingen

Kabeltrommel abrollen, wird sonst evtl. warm!
Gruß
Peter

BID = 504898

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Dann habe ich ja wirklich mich ja noch richtig verschaut, denn die LSS auf dem Bild sind, nach dem GROßEN L zu beurteilen L16!

MFG.
Shark1

BID = 504911

drhyme

Gerade angekommen


Beiträge: 5

Sehr gut verguckt!

Wusste nicht, dass das ein L darstellen soll. Sah für mich eher aus wie eine Abtrennung

Wusste auch nicht das L mal Standart im Hausbereich war. Danke!

BID = 504912

Bartholomew

Inventar



Beiträge: 4681

Im Hausberereich wurde sonst auch "H" wie Hausbrand... äh Haushaltsstromkreis verbaut Eine Übersicht über verschiedene Typen gibt's hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leitun.....istik

Deine Beschreibung klingt so, also ob tatsächlich der Einschaltstrom den Automaten reisst (ein für einen Schukoanschluss eigentlich generell zu starkes Gerät wäre ja auch dämlich ).

Die sonstigen Angaben vom Typenschild würden mich trotzdem interessieren, daraus kann man nämlich Schein- und Wirkleistung errechnen.
Wirkleistung ist die Leistung, die der Stromzähler zählt, die Scheinleistung liegt höher und ist die Leistung, die die Leitung und der Automat verkraften müssen. Die Differenz von Wirk- und Scheinleistung schimpft sich Blindleistung. Wundersame Wechselstromtechnik...


Gruß, Bartho


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