@ego: Ich stelle nur solche Leute als inkompetent hin, die Arbeiten auf eine bestimmte Art ausführen, die nach heutiger Sicht zumindest Grenzwerti/suboptimal, meist sogar gefährlich ist und die dies so machen, weil ja ein 13A-LS 4 Euro teurer ist oder weil man es immer so gemacht hat. Das kanns irgendwie nicht sein, das ist nicht fortschrittlich.
@surfer: Nein, das Niveau deines letzten Postings ist mir nicht zu niedrig, im Gegenteil: Ich wertschätze es sehr, dass du so sachlich geblieben bist, das ist eine bessere Diskussionsgrundlage, als Zynismus!
Ich denke aber (das ist nur eine Meinung, die nicht zwangsläufig stimmen muss), dass Du (und viele andere)zu pessimistisch bist, was das durchsetzen einer anderen Mentalität angeht. Wie gesagt, von heute auf morgen geht das nicht, aber wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich die Qualität mittel- und langfristig deutlich anheben. Dazu gehört zunächst einmal, den Bilungsstand des Ottonormalverbrauchers im Bezug auf Elektrotechnik zu erhöhen und gut konzeptionierte elektroinstallationen attraktiv zu machen. Andere Firmen schaffen es auch, den Leuten massdig Geld für mittelmäßige Produkte (super Beispiel: iPhone) aus dem Kreuz zu leiern. Das ist der Grund, warum ich von Wettbewerb und Konkurrenz nur bedingt etwas halte. Wenn jeder Pseudo-Fachmann daherkommen kann und ein super-dumping-Angebot macht, ist damit niemandem geolfen, am wenigsten dem Auftraggeber. Wenn aber ein Elektrofachbetrieb sich imagemäßig aus der Masse hervorhebt (damit das klappt, müssen die Arbeitsergebnisse erstklassig und die Kompetenz hoch/vielseitig sein), halte ich es durchaus für realistisch, dass man viele Leute von einer guten Konzeption überzeugen kann. Man muss selbigen anhand von laienverständlichen Beispielen aus der Praxis das eigene Konzept schmackhaft machen und dem Kunden das Gefühl geben, er bekomme damit etwas besonderes, was sein Haus aus der Masse hervorhebt (was ja auch stimmt). Man muss ihm klarmachen, dass zukünftige technische Errungenschaften (egal ob Automationssysteme oder neue technische Geräte) auf einer veralteten oder herkömmlichen Infrastruktur evtl nicht funktionieren werden und er dann deutliche mehrkosten zu tragen hat. Ich z.B. hätte auch kein Problem damit, dem Kunden verschmorte Schukosteckdosen unter die Nase zu halten, um auf die Gefahren von 16A-Absicherung hinzuweisen oder ein verbranntes Stück Leitung, um ihm klarzumachen, was Blitzteilströme mit einer Leitung (und der restlichen Installation machen können). Viele Betriebe vermarkten sich selbst einfach schlecht und viele schwarze Schafe beschädigen durch Pfusch und schlechte konzepte das Vertrauen in diese Branche.
Man muss sich ja nurmal vergegenwärtigen, wie es zu dieser Praxis gekommen ist, dass alles immer billiger werden soll und immer mehr schrott auf den Markt geworfen wird. Zum einen sind die Hersteller nicht ganz unschuldig daran, dass z.B. standardmäßig B16 eingesetzt wird. Man könnte lieber B13 zum neuen Standard machen, damit wäre in kürzester Zeit ein Problem behoben.
Und viele Elektriker gehen einfach nicht mit Leidenschaft an die Sache heran und können daher verständlicherweise den Kunden auch nicht damit anstecken. Das funktioniert zwar auch nicht immer, oft ist aber deutlich mehr möglich, als man denkt!
Im Übrigen ist das, was du als Overkill bezeichnest, eine einigermaßen zukunftssichere Installation (gut, das Licht könnte man auch mit 1-2LS fürs ganze Haus bedienen) und zumindest intelligente Menschen sind für Argumente wie dieses durcaus empfänglich. Und dass man nicht bei jedem Kunden Erfolg haben kann, versteht sich von selbst. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht trotzdem versucht, so viele Leute wie möglich, zu überzeugen.
Was den Fragesteller hier betrifft, ist es nicht an euch, euch über angeblichen Overkill zu beschweren. Meine Postings richtete ich an den Threadstarter und wenn der meint, er bräuchte weniger, kann er das auch selbst sagen. Ihr müsst nicht Menschen, die im Grunde innovativ und sicherheitsbewusst eingestellt sind, eure pessimistische Mentalität aufdrücken...
@sme-bbg: Tut mir leid, ich kann dich gut verstehen. Ich hätte diese Diskussion hier auch nie initiiert.
Was deine Installation betrifft, so ist das schon ziemlich gut, wie gesagt, für die Heizung reicht B13, für die Schukosteckdosen würde ich B13/C13 nehmen (eher C13) und für die CEE16 C16! Das Licht ist mit B10 gut abgesichert, für die EDV würde ich evtl C10/C13 nehmen. Die Not-Aus und Schlüsselschaltung ist wenn ich deine Zeichnung reichtig überflogen habe, gut. Den EDV-Kreis könnte man über einen eigenen zweipoligen FI führen und die Heizung und das Licht über einen weiteren zweipoligen (den vierpoligen lässt man im Austausch dafür weg). sofern die Heizung nur im Betrieb ist, wenn du im Keller arbeitest, könnte man diese auch an den Schützgesteuerten Stromkreis hängen oder je nach Wunsch ein zusätzliches Schütz einbauen.
MfG; Fenta