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BID = 295289
clembra Inventar
     
Beiträge: 5402 Wohnort: Weeze / Niederrhein
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Dass automatisch wieder auf Netz geschaltet empfiehlt sich nicht wenn es öfters Netzschwankungen gibt. Am einfachsten realisiert man sowas mit einem großen (=belastbaren) Umschalter, wie er z.B. für Drehrichtungsänderung bei großen Drehstrommotoren benutzt wird/wurde. Also einen Umschalter (mit AUS-Stellung) nach den Zähler einschleifen und an den anderen Eingang den Notstromgenerator. Wichtig ist, dass die drei Aussenleiter und der Neutralleiter umgeschaltet werden muss. Es gibt aber sicherlich auch elegantere Lösungen mittels Schützen.
Niemals darf man den Notstromgenerator direkt parallel zur Hauptleitung anschließen. Dann hast du die längste Zeit ein Moppel gehabt.
Benutze mal die Suche, ich glaube, das Thema wurde hier schon öfter angesprochen (insbesondere nach dem Münsterland-Ausfall)
Gruß clembra
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Reboot oder be root, das ist hier die Frage. |
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BID = 295295
Chris11 Stammposter
   
Beiträge: 465
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Hallo,
sowas geht sicherlich mit einem dicken Umschaltschütz. Am besten 5 polig. Normalerweise muß die Schutzmaßnahme mit umgeschaltet werden. Je nachdem, wie dick die Haussicherungen sind ein Schütz ab 63A. Sollte von einem versierten Elektriker je nach Anlage für einige hundert Euro gemacht werden können.
Den Notdiesel darfst Du übrigens mit Heizöl betreiben.
Mit freundlichem Gruß
Christian |
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BID = 295307
selfman Schreibmaschine
    
Beiträge: 1681 Wohnort: Seekirchen a. W.
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Die Umschaltung darf aber höchstens 4-polig geschehen. Der Schutzleiter (PE) darf auf keinen Fall irgendwo schaltbar sein.
Aber ansosnten ist das einfachste ein Kabel bis zum Zählerverteiler, dort nach den Zähler einen 1-0-2 Schalter der sicherstellt, daß Netz und Generator sicher getrennt bleiben und schon hast Du das was Du brauchst. Auf jeden Fall muß sichersgestellt sein, daß auch die bei Euch verwendete Schutzmaßnahme weiterhin funktioniert. Das ist ganz wichtig.
Schützen als Unschaltelement sind auch denkbar. Damit ist auch die automatische Rückschaltung auf Netzbetrieb möglich. Allerdings mußt dann auch sichergestellt sein, daß Netz und Generator sich nie in die Quere kommen.
Bei Generatorbetrieb hat man doch meist etwas größere Spannungsschwankungen, vor allem wenn ein größeres Gerät in Betrieb genommen wird. Da kann der Spannungseinbruch schnell zum Abfallen der Schützen führen. Dann kriegt man die Maschine meist nicht gestartet. Ein Schalter macht da keine Probleme.
Gruß Selfman
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Traue keinem Ding, das du nicht selber vermurkst hast.
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BID = 295317
M123M Gerade angekommen
Beiträge: 3
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ok ich werde mich dann wohl für die schalter-variante entscheiden
bekommt man so ein teil auf eine hut-schiene? weil mein sicherungskasten ist recht voll und was kostet so ein schalter inetwa?
das ganze werde ich dann eh nen elektriker machen lassen weil ich da wirklich 0 ahnung von hab aber ich frag mal
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BID = 295322
clembra Inventar
     
Beiträge: 5402 Wohnort: Weeze / Niederrhein
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Zitat : selfman hat am 28 Jan 2006 22:06 geschrieben :
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Schützen als Unschaltelement sind auch denkbar. |
Was ist das Gegenteil eines Schaltelementes? Ein Unschaltelement
Aber erschossen werden sollte hier keiner.
Was bisher nicht erwähnt wurde: Es muss gewährleistet sein, dass der Generator nicht überlastet wird und nur eine Sicherung am Generator (als Überlastungsschutz zählen die B16 oder was im Haus ist nicht wirklich) würde da wenig Sinn machen, denn immer wenn die rausfliegt musst du extra zum Generator laufen.
Am besten bevor auf Generatorbetrieb umgeschaltet wird die Sicherungsautomaten für Herd, WaMa, SpüMa und anderer großer Verbraucher abschalten, damit es nicht versehentlich zu einer Überlastung kommt.
Wie groß ist das Aggi eigentlich? (Keine Abmessungen, Leistung )
Bei 50m sollte der Spannungsabfall berücksichtigt werden. Da es sich um einen privaten Generator handelt gibt es zwar keine Vorschriften (3%), aber es ist Leistung, die du bezahlen musst.
Gruß clembra
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BID = 295324
selfman Schreibmaschine
    
Beiträge: 1681 Wohnort: Seekirchen a. W.
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Der Schalter wird sicher ein größeres Kaliber. Er muß ja den gesammten Strom für das Haus (Landwirtschaft?) aushalten.
Was sowas unter Freunden kostet, weiß ich nicht.
Aber über Preis, Type und Ausführung wird Dich sicher der Elektriker Deines Vertrauens Auskunft geben können.
Gruß Selfman
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BID = 295329
M123M Gerade angekommen
Beiträge: 3
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Laut Typenschild
Frequenz: 50 Hz
Ausgangsspannung AC: 400 / 230 V
Ausgangsstrom: 19,6 A
Nennleistung: 5,0 kVA
Maximale Leistung: 5,5 kVA
Drehzahl des Generators:3000
Schutzart: IP 23
Gewicht: 125kg
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BID = 295339
kaot Stammposter
    Beiträge: 228 Wohnort: Hamburg
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5 KVA sind für alles wirklich etwas schwach,eie Waschmaschine hat schon ca 3KW ,Geschirrspüle noch mal das Gleiche da wird der Generator schon abgewürgt.Und ich glaube auch nicht das man 5KVA auf einen Schlag zuschalten kann das macht der Generator auch nicht mit es muß immer ein Stromkreis nach dem anderen zugeschaltet werden.Eine richtig dimensionierte Zuleitung ins Hauptgebäüde würde da schon helfen.
Bei den 50m Kabel bin ich da schon an der Unterverteilung oder kommen da noch 20m im Gebäude dazu?
Einen Schalter zum ständigen umschalten auf einer Hutschiene halte ich für nicht gut,wegen der Bewegung,ich wüßte auch nicht das es den als Umschalter gibt.
Umschalter für 2 Netze habe ich schon gebaut,allerdings war da kein Generatorbetrieb bei.Die Schalter für 63A gingen auf keine Hutschiene.
mfg Kaot
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BID = 295389
Chris11 Stammposter
   
Beiträge: 465
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Hallo,
was spräche gegen so eine Lösung?
Mit freundlichem Gruß
Christian
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BID = 295405
shaevi Gerade angekommen
Beiträge: 11 Wohnort: Aachen
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5kVA ist echt nicht viel. Da ist man schnell am Limit.
Klassiker im Münsterland war Moppelmord durch Tiefkühltruhe. Schau dir mal genau an wieviel Deine Heizung frisst und mach Dir mal ne Liste, was alles sonst noch daran soll. Dann solltest du diese Verbraucher schon im Vorfeld auf die drei Phasen Verteilen, damit du nicht nachher rumbasteln musst.
Achtung!
Mit dem Umschalten der Schutzmassnahmen bin ich mir nicht sicher.
Wenn die Erde vom Energieversorger oder der Hauserder mitbenutzt werden muss auch der Generator eingemessen und der Sternpunkt geerdet werden, was normalerweise nicht der Fall ist.
Ansonsten läuft der Moppel in "Schutztrennung" und dann muss -glaub ich - darauf geachtet werden dass TN-S (PE und N getrennt) eingehalten wird. In diesem Fall hast du kein Potential zum Aussenleiter und der PE wird zum Ausgleich der Verbraucher untereinander benutzt. Erst der zweite Fehler wird erkannt, Berührungssicherheit der Gehäuse ist aber weiterhin gegeben. Allerdings muss dann darauf geachtet werden, dass die Gesamtlänge des PE von zwei Geräten untereinander nicht zu gross wird. Ich hab da 100m im Ohr, aber die THW Vorschriften sind auch in der Regel strenger.
shaevi
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Wie verbessert man den cos phi von Hamstern? Ist das ne Frage das Futters oder der Laufräder?
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BID = 295422
selfman Schreibmaschine
    
Beiträge: 1681 Wohnort: Seekirchen a. W.
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Nochmal, Schaltbarer Schutzleiter ist nicht!!
Die Umschaltung muß entweder drei oder vier polig erfolgen. Das hängt davon ab, welches Netzsystem und damit auch welche Schutznaßnahme verwendet wird. Außerdem sind noch die Vorschriften Eueres EVU´s zu beachten.
Handelt es sich um ein TN System (PE und N verbunden) dann reicht eine drei polige Umschaltung, da PE und N sowieso verbunden sind. Den PEN schalten ist ja sowiso nicht erlaubt. Das Generatorgehäuse und der Sternpunkt muß natürlich auch mit dem PEN verbunden werden. Sonst funktioniert nämlich die in der Hausinstalaton verwendetet Schutzmaßnahme (Nullung, FI-Schutzschaltung) nicht mehr. Ev. am Generator vorhandene Schutzmaßnahmen (Isolationsüberwachung, FI Schalter) müssen dann unwirksam gemacht werden, diese würden sonst Fehlauslösen. Eine Überstromsicherung, so nahe wie möglich am Generator, ist allerdings wichtig. Zugänglich muß der Sternpunkt schon sein, an dem Generator müssen ja sonst auch einphasige Verbraucher angeschlossen werden können.
Hatte ich noch vergessen: Nachdem Umbau ist der Generator aber als tragbarer Stromerzeuger nicht mehr zulässig, da die Schutzmaßnahmen außer Funktion sind.
Handelt es sich um ein TT System, dann muß man meist vier polig umschalten. Der N ist ja nicht der PE vom Haus verbunden. Da aber der Sternpunkt des Generators unbedingt geerdet werden muß, würde man damit eine Verbindung zum N vom Netz schaffen, was ja nicht erlaubt ist. Daher verfährt man grundsätzlich genauso wie oben, mit dem Unterschied, daß man den N auch noch einen Umschalter gönnt. So ist der geerdete Sternpunkt (= N vom Generator) und der N vom Netz immer getrennt und gleichzeitig die Funktion der Schutzmaßnahme bei Generatorbetrieb gesichert.
Wegen der 5kVA würde ich mir nicht zu große Sorgen machen. Wenn Du die Tips von shaevi befolgst. Es muß ja bei Notbetrieb nicht alles auf einmal funktionieren. Die Stromausfälle werden ja nicht tagelang dauern, dann ist wohl nicht notwednig während dieser Zeit die Waschmaschine oder sonstiges anzuschmeißen. Es ist ja ein Notbetrieb und da muß man froh sein, die nötigsten Sachen betreiben zu können. Das mit der Kühltruhe glaube ich, daß das ein Problem sein kann. Die 5 kVA sind ja auf drei Phasen verteilt. Die Kühltruhe belastet nur eine und braucht während des Anlaufes ein vielfaches an Leistung. Also mit der Lastverteilung auf die einzelnen Phasen etwas aufpassen und vorher schon mal abchecken welches Gerät wieviel braucht und dabei die Anlaufleistung nicht vergesssen. Drei Amperemeter im Hausverteiler, die man immer ein bißchen im Blickfeld hat, helfen da ein bißchen Übersicht zu behalten.
Gruß Selfman
[ Diese Nachricht wurde geändert von: selfman am 29 Jan 2006 11:28 ]
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BID = 295428
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Achtung:
Die Erdung des Versorgers darf keinesfalls mitbenutzt werden!!!
Die Notstromerzeugeranlage ist so auszulegen, daß sie völlig autark laufen kann und nicht auf das VNB-Netz angewiesen ist.
Also ist ggf. ein eigener Erder erforderlich (dazu kann z.B. ein schon vorhandener Hauserder benutzt werden, wenn er ausreichend gut ist!).
Bezüglich der Schutzmaßnahmen hat shaevi Einiges durcheinandergebracht:
Ein mobiles SEA läuft i.d.R. als IT-System ("Schutzleitungssystem"). Nur wenn daran lediglich ein Verbraucher angeschlossen wird, darf man die Schutztrennung als erfüllt ansehen. Bei mehreren Verbrauchern ist eigentlich eine Isolationsüberwachungseinrichtung nötig!
Für Deinen Einsatzzweck empfehle ich eine Auslegung als TN mit 30mA-FI und örtlichem Erder.
Jeder vernünftige Elektroinstallations-Fachbetrieb kann Dir das einrichten. Mit händischem Umschalter ist sowas gar nicht so arg aufwendig.
Allerdings dürfte bei der längeren Zuleitungsstrecke (50m) ein ordentlicher Querschnitt erforderlich sein (welche Art von Leitung verwendest Du denn jetzt?).
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"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"
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BID = 295430
high_speed Schreibmaschine
    
Beiträge: 2073
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Hallo M123M
Zitat : M123M hat am 28 Jan 2006 22:29 geschrieben :
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ok ich werde mich dann wohl für die schalter-variante entscheiden
bekommt man so ein teil auf eine hut-schiene? weil mein sicherungskasten ist recht voll und was kostet so ein schalter inetwa?
das ganze werde ich dann eh nen elektriker machen lassen weil ich da wirklich 0 ahnung von hab aber ich frag mal
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Hier mal ein Bild von einem solchen Umschalter.
Type: Moeller T5B-4-8902
Der soll bei einem Bekanten rein. (Landwirtschaft)
Obwohl, der letzte Stromausfall ist bei uns schon einige
Jahre her.
Es ist noch von Interesse, welche Netzform vorliegt.
(TT, TN-C, TN-(C)-S)
Ich tippe mal auf TT, wegen landwirtschaftlicher Gegend und
langen Netzabschnitten. Es muss aber nicht so sein.
Den Rest überlasse ich mal Sam2.
Edit: Er ist ja schon da.
MfG
Holger
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George Orwell 1984 ist nichts gegen heute.
Der Überwachungsstaat ist schon da!
Leider lernen die Menschen nicht aus der Geschichte,
ansonsten würde sie sich nicht andauernd wiederholen.
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BID = 295437
Trumbaschl Inventar
     
Beiträge: 7689 Wohnort: Wien
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Zitat :
| | Schützen als Unschaltelement sind auch denkbar. |
Oder um clembras Aussage noch einmal etwas humorvoller zu formulieren... du meinst Schütze, Schützen gibts beim Bundesheer!
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