Hallo Fachleute,
nachdem ich jetzt Rentner bin, kann ich mich mehr um Haus und Garten kümmern und habe mir jetzt die Elektroinstallation meines Hauses vorgenommen. Zuerst habe ich mir im örtlichen Baumarkt einen Steckdosen-Checker gekauft und die Steckdosen im ganzen Haus geprüft, soweit dies mit diesem Gerät möglich ist. Da ich einige Hintergrund-Informationen haben wollte, bin ich im Internet glücklicherweise auf dieses Forum gestoßen und habe in den letzten Tagen viele Beiträge über fehlerhafte Installationen und deren Gefahren gelesen.
Dazu bitte ich die Fachleute in diesem Forum um Antwort auf meine folgenden Fragen:
Frage 1:
Der VOLTOMAT-Steckdosen-Checker von BAUHAUS (Bilder 1, 2 und 3) hat 3 Meldeleuchten und kann 6 Zustände anzeigen, siehe Bild 3. Auf dem Teil ist die Einsteckrichtung OBEN angegeben. Dabei bekomme ich bei manchen Steckdosen die Anzeige 1 „Nulleiter/Phase vertauscht“, soll wohl heißen „Neutralleiter/Außenleiter vertauscht“. Diese Anzeige habe auch bei Steckdosen, die seit der Montage vor 25 Jahren nie geöffnet worden waren, z.B. im Keller. Im Forum habe ich den Hinweis gefunden, dass der Außenleiter immer am rechten Steckkontakt anliegen sollte. Gab es diese Festlegung auch schon 1979 beim Bau meines Hauses? Ist das eine Vorschrift oder nur eine Empfehlung? Außenleiter-Adernfarbe ist schwarz wie es sein soll. Nur die Steckdose wäre um 180 Grad verdreht montiert. Was ich nicht verstehe: Warum steht auf der Rückseite der Verpackung „Bitte zur korrekten Prüfung Checker um 180° drehen“? (von mir rot eingerahmt) Dann kann ich mir doch die Arbeit mit dem Drehen sparen.
Dann ist mir aufgefallen, dass bei den von WESTFALIA und CONRAD angebotenen Steckdosen-Checkern mit ähnlichem Aussehen nur noch 4 Zustände geprüft werden, siehe Bild 4. Soweit ich das auf dem kleinen Katalogbildchen erkennen kann, fehlt jetzt der Zustand „Neutralleiter/Außenleiter vertauscht“. Sind das neuere Geräte, bei dem man die vielleicht überflüssigen Anzeigen entfallen ließ und hat man mir bei BAUHAUS ein altes Gerät verkauft? Sollte dies der Fall sein, kann ich das Gerät ja noch zurückgeben.
Frage 2:
Mein Haus wurde 1979/1980 gebaut und schlüsselfertig übergeben. Ein Abnahmeprotokoll für die Elektroinstallation habe ich damals nicht bekommen. Der Bauträger und die Elektroinstallationsfirma existieren auch nicht mehr. Die Bilder 5 und 6 zeigen den jetzigen Zustand mit Leitungsschutzschalter für die verschiedenen Stromkreise.
Wie würde die Installation aussehen, wenn sie nach dem heutigen Stand der Technik neu erstellt werden würde? Wahrscheinlich wären doch Fehlerstrom-Schutzschalter statt der vorhandenen Leitungsschutzschalter vorgeschrieben? Für alle Stromkreise, auch für den Elektroherd?
Muss die Installation modernisiert werden oder wäre es nur zu empfehlen?
Welcher Arbeitsaufwand wäre schätzungsweise erforderlich, wenn ich Fehlerstrom-Schutzschalter einbauen lassen würde? Danach möchte ich sichergehen, dass die Elektroinstallation im ganzen Haus in einem ordnungsgemäßen Zustand ist und ich möchte auch ein Prüfprotokoll haben, was ja wohl heute zu einer ordnungsgemäßen Abnahme gehört? Was würde das etwa kosten?
120 Quadratmeter Wohnfläche im EG verteilt auf 5 Wohnräume zuzüglich Küche + Bad + WC + 2 x Flur + Treppenhaus, dazu 120 Quadratmeter Keller einschl. Waschküche und Heizungsraum. Im gesamten Haus ca. 95 Steckdosen.
Für Eure Antworten bedanke ich mich schon im Voraus.
Nochmals zur Klarstellung: Ich habe nicht vor, den Umbau der Elektroinstallation selbst vorzunehmen. Das kann ich nicht. Ich möchte meine Rente auch noch einige Zeit beziehen. Ich möchte nur sichergehen, dass die Ausführung fachgerecht und nach dem Stand der Technik ausgeführt ist. Und das will ich mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten kontrollieren. Schließlich könnten auch den Fachleuten mal Fehler unterlaufen. Ich habe ja im Forum einige Beispiele gefunden.
Soweit ich im Forum gesehen habe, wird immer wieder zur Prüfung der DUSPOL empfohlen. Würde ich mir auch kaufen, wenn es dazu eine ausführliche Anleitung gibt, damit ich das Gerät richtig anwenden kann. Ist das sinnvoll für einen Nichtelektriker, der aber als Techniker die Gefahren einer fehlerhaften Installation kennt. Oder wäre es besser, das Steckdosenprüfgerät TESTAVIT Schuki-2 von WESTFALIA zu kaufen, mit dem angeblich auch Fi-Schutzschalter getestet werden können.
mfg WiniHamburg