FI fällt bei Anschluss von Badheizkörper

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Autor
FI fällt bei Anschluss von Badheizkörper

    










BID = 853200

tom1980

Gerade angekommen


Beiträge: 17
Wohnort: Salzburg
 

  


Hallo an alle,

wir wohnen in einem Altstadthaus (klassische Nullung, teils mit Brücken PE-N in den Steckdosen - teils nur 2-adrig angeschlossen, ebenso ziemlich neuer Zählerkasten mit LS und FI)
Vor kurzem wurde an das bestehende Heizungssystem ein Badheizkörper angeschlossen. Dieser verfügt zusätzlich über eine elektrische Aufheizung. Nun habe ich nur einmal den Schukostecker angesteckt und schon fiel der FI. In der Steckdose im Bad ist eine Brücke PE-N drinnen. Wenn ich ebenso einen Wasserkocher mit Schukostecker in die gleiche Steckdose gebe, passiert nichts - der Wasserkocher funktioniert, der FI fällt nicht. Nun habe ich mal den Badheizkörper mit Verlängerungskabel an eine Steckdose ohne PE-N-Brücke angeschlossen und siehe da, er heizt.
Meine Frage: wie muss ich diesen Badheizkörper nun richtig anschließen? Ist ein Schutz gegeben, wenn er nur 2-polig angeschlossen ist (also ohne dieser Brücke) Was passiert bei Körperschluss? Löst der FI dann aus, oder hilft in diesem Fall nur eine Gummimatte?

Hoffe auf zweckdienliche Antworten,
vielen Dank schon mal.

BID = 853201

ego

Inventar



Beiträge: 3043
Wohnort: Köln

Die Steckdose/ein Stromkreis darf in klassicher Nullung nicht über FI betrieben werden.

Ersten ist es nach VDE verboten, zweitens funktioniert es auch nicht, wie dein Beispiel wieder einmal beweist.

Da hilft nur den Stromkreis von allen klassichen Nullungen befreien, so das er komplett dreiadrig ist, bzw. wenn er komplett/grösstenteils zweiadrig ist vom FI abzuklemmen und im Bad z.B. eine Steckdose mit integrierten FI zu setzen.

 

  








BID = 853202

AoDA_Keule

Gerade angekommen


Beiträge: 12
Wohnort: Bei Gifhorn
ICQ Status  

Hmm, Stromkreise mit klassischer Nullung und FI-Schalter... Wenn es ein 30mA FI ist, wundert es mich das du da erst jetzt Probleme hast. Klingt nach einer ziemlich vermurksten Anlage.

Ist das ganze ein Mietobjekt oder Eigentum? Wenn es sich um ein Mietobjekt handelt, ist das ein Mangel und der Vermieter müsste nachbessern.

Bei Eigentum würde ich den Eli der das verbrochen hat antanzen lassen und nachbessern lassen.

Auf jeden Fall würde ich die komplette Anlage mal prüfen lassen, denn wenn da schon gemurkst wurde wer weiß was sich da noch so alles versteckt.

BID = 853218

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7296
Wohnort: Wien

Und warum zum Kuckuck gibt es in dieser Anlage überhaupt Steckdosen ohne Nullungsverbindung/Schutzleiter?!?

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 853223

henryunsen

Gesprächig



Beiträge: 196
Wohnort: Hameln Ortsteil Unsen

Die gesamte Anlage prüfen lassen und instandsetzen ist schon mal richtig und wichtig !!
Aber jetzt die Frage, wieso es bisher funktioniert hat? Ich fange mal an zu raten:
1.Alle alten Stromkreise sind klassisch genullt, TN Netz, Spannung N (PEN)gegen Erde niedrig, städtischer Bereich, gut geerdetes Netz mit viel Metallrohr in der Erde usw.
2.Anlage im alten Bestand zweiadrig , N (PEN) hat keinen Kontakt zu geerdeten Dingen.Isolationswiderstand N (PEN) gegen Erde "ordentlich".
3. Altbau, Holzfußböden oder jedenfalls Linoleum/Stragula/ PVC oder Teppichboden - also bis auf Heizkörper und Wasserhähne (?) quasi isolierende Räume/Standorte. Der Strom vom N zur Erde ist minimal. Warum soll der FI-Schalter auslösen?
4. Der neu angelegte Heizkörper ist ein Heizkörper der vorhandenen Warmwasserzentralheizung, also elektrisch über die restliche alte (?) Heizung gut geerdet; der in diesen Heizkörper eingeschraubte zusätzliche Heizwiderstand (Tauchsieder) ist über seinen Stecker mit dem N (PEN) der vermurksten Anlage verbunden - jetzt löst er aus.
So wird es wohl sein - nicht gut...
Henry

BID = 853224

Elektro Freak

Inventar



Beiträge: 3086
Wohnort: Mainfranken

Das war dann wohl ein Junger Meister/Geselle der die KN nicht kennt ..

Nicht jeder befasst sich auch Privat mit seinem Beruf, die werden schlicht beim Austauschen des Kastens nicht gewusst haben wie sie tun ..

(Auch unsere Gesellen Klemmen den PEN auf Blau, aber hier dann ohne Fi..).

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BID = 853316

Topf_Gun

Schreibmaschine



Beiträge: 1236

Das es kriminell ist, einen PEN zu schalten, wurde ja schon erwähnt.

Der "Verbrauchte" Strom auf dem N hat nun 2 Wege.
1. Uber den PEN zurück
2. Über die N-PE Brücke, das Heitzungsrohr den PA und dann Zum PEN in der Einspeisung.

Nummer 2 Führt am FI vorbei, der FI macht nur das was er soll, wenn ihm Ausreichend Strom verloren geht.

Topf_Gun





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alles sieht man einmal wieder,
nur verborgtes Werkzeug nicht!

BID = 853322

wome

Schreibmaschine



Beiträge: 1249

1. Salzburg liegt außerhalb der VDE.
2. Die beschriebene Installation lässt viele Fragen offen. Insbesondere die, wie der/die FI(s) mit der klassischen Nullung verknupft sein sollen, was in D nie zulässig war.
3. Es gab angeblich Länder, in denen ein FI als Notlösung bei fehlendem Schutzleiter zulässig war. Ist so eine Krücke bei Dir installiert?




[ Diese Nachricht wurde geändert von: wome am 20 Okt 2012 21:58 ]

BID = 853329

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7296
Wohnort: Wien


Zitat :
1. Salzburg liegt außerhalb der VDE.

Stimmt, den PEN zu schalten ist aber auch laut ÖVE fiesest verboten. Somit auch ein FI vor klassisch genullten Anlagenteilen.


Zitat :
2. Die beschriebene Installation lässt viele Fragen offen. Insbesondere die, wie der/die FI(s) mit der klassischen Nullung verknupft sein sollen, was in D nie zulässig war.

In AT auch nicht. Wenn das aber ein aus Ostösterreich zugewanderter Elektriker war erklärt das, warum der noch nie von klassischer Nullung gehört hat.


Zitat :
3. Es gab angeblich Länder, in denen ein FI als Notlösung bei fehlendem Schutzleiter zulässig war. Ist so eine Krücke bei Dir installiert?

Das soll angeblich als Übergangslösung zulässig gewesen sein, aber dann natürlich nur ohne Nullungsbrücken.

De facto gibt es hier nur eine einzig sinnvolle Lösung - auße mit dem ganzen Klumpert!

Die nächstbeste Lösung lautet: die gesamte Anlage sorgfältigst durchkämmen (optisch und messtechnisch) und zu allen bislang klassisch genullten oder ohne Schutzleiter angeschlossenen Steckdosen einen 4mm2-PE (Ye bzw. H07V-U) nachlegen. Anschließend die gesamte Installation mit zumindest einem 30mA-FI versehen. Alternativ auch NYM-J 1x2,5mm2, falls das irgendwo aufzutreiben ist.

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BID = 853343

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

NYM-J 1x2,5 sollte jeder Elektrohändler in Bayern ohne Probleme beschaffen können.

Da sich VDE und ÖVE im Bereich Klassische Nullung praktisch identisch sind, können wir ruhig nach VDE beurteilen. Klassische Nullung war in AT eingentlich nur zw. Salzburg und Nordvorarlberg vertreten und dies ist ME soweiso ein VDE betontes gebiet ;). Von der ÖVE habe ich mal einen Text bzgl. KN gelesen. In diesem wird auf die VDE und die dortigen erprobten Lösungen verwiesen.

Zitat:
"Die an der Meinungsbildung beteiligten Fachleute in den technischen Gremien des OVE haben sich von diesen Grundsätzen leiten lassen und sich auch an einer ähnlichen Vorgangsweise in Deutschland orientiert"

BID = 853353

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7296
Wohnort: Wien

Hier gibt es eine Diskussion mit Link zum Thema:
https://forum.electronicwerkstatt.d.....71611

Die Minimallösung in der gegebenen Situation wäre, alle klassisch genullten Stromkreise vom FI-Schutz zu befreien, die gesamte Installation nach Fehlern zu durchkämmen und die vergessenen Nullungsbrücken nachzurüsten.

Wie sind die Leitungen überhaupt verlegt? Bei Rohrinstallation könnte man ja überall bequem Schutzleiter nachziehen.

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BID = 853533

fuchsi

Schreibmaschine



Beiträge: 1696


Zitat :
Wie sind die Leitungen überhaupt verlegt? Bei Rohrinstallation könnte man ja überall bequem Schutzleiter nachziehen.


Einmal und NIE wieder gemacht.....

BID = 853558

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7296
Wohnort: Wien


Zitat :
fuchsi hat am 22 Okt 2012 10:03 geschrieben :


Zitat :
Wie sind die Leitungen überhaupt verlegt? Bei Rohrinstallation könnte man ja überall bequem Schutzleiter nachziehen.


Einmal und NIE wieder gemacht.....

Ich durchaus schon öfter, allerdings meistens gleich komplett neu eingezogen, Ye in Bergmannrohr ist ja prinzipiell zulässig, in Evilonrohr sowieso. Bei Bergmannrohr ist nur dringendst darauf zu achten, dass das Rohr an beiden Enden keine scharfen Kanten hat, die schlitzen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Aderisolierung auf. Problematische Kanten im Rohrverlauf selbst sind meiner Erfahrung nach kaum zu erwarten.

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BID = 853617

tom1980

Gerade angekommen


Beiträge: 17
Wohnort: Salzburg

Vielen Dank schon mal für die zahlreichen Antworten. Der Elektriker von damals war ein "Elektriker", den es nun leider nicht mehr gibt. Nachlegen eines PE wird aufwändig -> Leitungen sind eingemauert. Der Zählerkasten sieht auf den 1.Blick ganz ok aus, nur wenn mann mal die Blenden runterschraubt, dann schauts wild aus. Keine Nullungsschiene, keine Erdungschiene, alles irgendwie verschaltet.
Dass der FI auslöst, wenn die Brücke N-PE drinnen ist, ist denke ich normal, da die Rohre mit Erde verbunden sind, oder irre ich?
Der Weg vom Bad zum Z-Kasten ist nicht weit und ich überlege ob ich einen PE zum Schrank verlegen sollte und im Zählerkasten mit den anderen PE's zusammenhänge. Müsste dann ja auch wieder funktionieren, oder?
Muss mir jetzt mal den Diskussions-Link durchlesen. Hab leider selber zu dem Thema nichts gscheites gefunden.
Vielen Dank nochmal!

BID = 853641

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7296
Wohnort: Wien


Zitat :
Dass der FI auslöst, wenn die Brücke N-PE drinnen ist, ist denke ich normal, da die Rohre mit Erde verbunden sind, oder irre ich?

Genau.


Zitat :
Der Weg vom Bad zum Z-Kasten ist nicht weit und ich überlege ob ich einen PE zum Schrank verlegen sollte und im Zählerkasten mit den anderen PE's zusammenhänge. Müsste dann ja auch wieder funktionieren, oder?

Geht prinzipiell, den PE musst du allerdings zu jedem Verbraucher (Steckdose, Leuchtenauslass usw.) legen. Nullungsbrücken darf es hinter dem FI keine mehr geben, Punkt.

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