Die Tücken des Altbaus

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Autor
Die Tücken des Altbaus

    










BID = 484177

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
 

  


Man ist ja froh, wenn man sowas mit NYM halbwegs hinbekommt, so daß es nachher keiner Beulen im Putz gibt...

Daher die Frage in die Ostmark:
Wie löst man das mit Rohr?





_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 484198

Surfer

Inventar



Beiträge: 3083

 

  

Künstlerisch-aber was macht das Holz im Verteiler?

Gruß Surf








BID = 484199

Uiffi

Gelegenheitsposter



Beiträge: 66

Bestimmt ein Abstandshalter, dass nach dem verputzen das Türchen noch passt....

BID = 484215

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Wie es aussieht, könnte man doch ein bisschen mehr aus stemmen und dann M20 oder M16 Rohr verlegen!
Das müsste eigentlich schon gehen, aberaus der Ferne kann man das natürlich sehr schlecht sagen!

MFG.
Shark1

BID = 484223

Sue

Gesprächig



Beiträge: 164
Wohnort: Frechen

Hi Sam,

warum willst Du das in Rohr legen? Der Aufwand wird immens weil die Verlegung geht ja so vermutlich weiter und wer weiß was da noch für Überraschungen ( auch Leichen genannt ) in der Wand liegen. Also wenn es denn UP sein soll würde ich das so lassen oder eine Kernsanierung vorschlagen.

Gruß
Emmett

BID = 484225

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450


Zitat :
sam2 hat am 24 Dez 2007 08:15 geschrieben :

Man ist ja froh, wenn man sowas mit NYM halbwegs hinbekommt, so daß es nachher keiner Beulen im Putz gibt...

Daher die Frage in die Ostmark:
Wie löst man das mit Rohr?


Hallo Sam2,
ist NYM + Arbeit nicht ein etwas teurer Ersatz für die
Rohrmatte? :=)
Woran dachtest du bei der Ostmark?
Bayrische Ostmark oder DIE Ostmark ?
Gruß
Georg

BID = 484242

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Hallo Georg,

das mit dem Rohrmattenersatz hast Du treffsicher erkannt. Funktioniert jedoch hervorragend und rostet im Gegensatz zu Rohrmatten nicht so schnell wieder ab...

Rohrfrage bezog sich auf die "balkandeutsche" Ostmark.
Weil die dort doch starke Anhänger der Verrohrung mit Einzeladern sind.

@ Sue
Ich will das zum Glück nicht verrohren, frage mich nur gelegentlich, wie das überhaupt machbar wäre.

Denn mit Stemmen ist da nicht viel! Das ist alles Fachwerk, mit schwankenden Putzüberdeckungen vom Millimeterbereich bis zu einigen cm. Deswegen liegt z.B. die im Bild sichtbare 5x16er Hauptleitung genau an dieser Stelle, weil da ein an einer seiner Längskanten zurückspringender senkrechter Balken grad soviel Platz bot.
Allein dafür müßte ein Rohr von geringfügig mehr als M20 verwendet werden...
Der Rest sind - neben 7x1,5er Steuerleitung - überwiegend 5x2,5 und 5x1,5 (v.a. Ladung und Entladung Öfen), außerdem ein paar 3x2,5 und 3x1,5er. Am dünnsten noch die 1x6 für den örtlichem PA und die Fernmeldeleitungen.

Selbst wenn man es stellenweise verantworten kann, tragende Balkenquerschnitte etwas zu schwächen, hilft das wenig, wenn sich im anschließenden Feld eine Ausmauerung aus elend harten Bruchsteinen und völlig bröseligem Mörtel befindet...

Es wurden hier schon alle Register der Kunst gezogen. Auf dem Bild sieht man nur etwa ein Drittel der Leitungen. Einige weiteren liegen mit der zweiten Hauptleitung (schon überputzt) mehr rechts (da schließt sich ein zweiter UV für die sonstigen Stromkreise an), die übrigen laufen auf der Rückseite der Wand und sind von hinten in die Verteiler eingeführt.

Was die Hölzer angeht:
Das links ist zwar eine UV für Nachtspeicher, aber
das Holz dient nicht als Notbeheizung bei Stromausfall, sondern der Aussteifung des Einbaugehäuses. Uiffi hat es genau erkannt.

Da die Wand in alle Richtungen stark windschief ist und nicht begradigt werden kann (sonst würde die Mauerstärke von 20cm auf über 50cm anwachsen und die verbleibende Durchgangsbreite im Flur zu schmal werden), mußte die UV flächenbündig eingesetzt werde, hängt also oben um ca. 10cm nach vorne. Daß es im Raum auf der anderen Wandseite Sichtfachwerk ist, machte die Sache noch komplizierter. Dort konnten keine die Balken kreuzenden Leitungen verlegt werden.
Manche Abschnitte mußten deshalb in Kanal geführt werden, der Rest UP, einige Abschnitte blieben vorläufig auch AP.

Die Ausfachung des einen Feldes wurde vollständig entfernt, der Verteiler "freischwebend" mit Bindedraht an flurseitig montierten provisorischen Tragleisten aufgehängt und ausgerichtet. Dann zimmerseitig (unter ausschließlicher Verwendung alter Vollziegel) wieder hochgemauert, dabei der Kasten mit eingemörtelt, jedoch die vorgesehenen gangseitigen Leitungsführungen freigelassen (teils mit Pappe abgestellt).
Später erfolgte Zug um Zug die Leitungsverlegung und das Zumauern/Grundputz. Demnächst rückt der Putzer an und richtet die Oberfläche wieder passend zum Bestand her.

Solche Objekte mit ihrem gewissen künstlerischen und planerischen Anspruch eignen sich nicht für handelsübliche "Neubauhandwerker". Es ist eben kaum mehr möglich, auch nur eine einzige nicht eingeplante Leitungskreuzung nachträglich vorzunehmen, weil i.d.R. eine Putzüberdeckung von nur etwa 1cm oberhalb der Mantelleitungen vorhanden sein wird.

Und damit es nicht zu einfach wird, sollten hier große Teile der (erst vor wenigen Jahren erneuerten) Installation bei der Erweiterung wieder mit eingebunden und weiterverwendet werden.
Leider hab ich von vielen dieser kniffligen Details keine Bilder gemacht.

BID = 484247

Lötfix

Schreibmaschine



Beiträge: 2326
Wohnort: Wien


Zitat :
sam2 hat am 24 Dez 2007 14:42 geschrieben :


Rohrfrage bezog sich auf die "balkandeutsche" Ostmark.
Weil die dort doch starke Anhänger der Verrohrung mit Einzeladern sind.



Im Gegensatz eurem Fachwerk wurde in Wien bei Altbauten nicht an den Ziegeln gespart, da sind die Wände oft meterstark
und halten einiges aus

Bei dünnwandigen Plattenbauten kann ich mir aber ähnliche Probleme vorstellen, bzw. wird es da im Estrich eng oder es muß eine Zwischendecke rein.

mfg lötfix

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Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung. Rechtsansprüche dürfen daraus nicht abgeleitet werden. Sicherheitsvorschriften beachten!

BID = 484290

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Also klar verlegt man zumindest hier auch NYM wenn es vom Platz her bzw. von der Statik her nicht anders geht! Ich hatte im Sommer auch eine Renovierung "nur" neuer HV setzten, da sah man den Mantel des NYM-J 5x6 für den UV auch noch nach dem Verputzen und ohne Tapete wäre ich aufgeschmissen gewesen (Ich weiß selbst, dass das nicht die feine Art ist!). Aber wenn es geht und ich genügend Raum für Rohre habe, kommen auch Rohre hin!

MFG.
Shark1

PS: Ich bin jetzt um einen Akkuminischrauber reicher!!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am 24 Dez 2007 23:59 ]

BID = 484316

Sue

Gesprächig



Beiträge: 164
Wohnort: Frechen


Zitat :


PS: Ich bin jetzt um einen Akkuminischrauber reicher!!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am 24 Dez 2007 23:59 ]


Was ist ein Akkuminischrauber?

Klar, Rohre sind immer die beste Lösung, aber manchmal geht es eben nicht und in ganz seltenen Fällen ist NYIF auch gar nicht so schlecht.

Frohe Weihnachten

Emmett

BID = 484336

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss

Das ist ein kleiner Akkuschrauber Ich hab auch so einen, irgendwie sieht das Ding richtig putzig aus Steht als Ausstellungsstück bei mir im Büro, wenn ich damit ne Schraube eindrehe löst der sich glatt auf


Gruß Tobi

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"Auch wenn einige Unwissende etwas anderes behaupten, bin ich doch der Meinung, dass man nie genug Werkzeug haben kann"

BID = 484350

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7467
Wohnort: Wien

Klarer Fall - manchmal ist NYM nicht zu vermeiden, es sei denn man legt Rohr AP, was natürlich oft nicht im Sinne des Kunden ist.
Wie schon gesagt wurde, Fachwerk existiert in Österreich nicht. Allerdings gibt es noch (leider nur mehr wenige) Bauernhäuser in Blockbohlenbauweise mit verputzten Innenwänden, da ist die Lage ähnlich. Die Originalinstallation war da meistens Rohrdraht, Bergmannrohr AP oder verdrillte Einzeladern auf Isolatoren.
Auch diese Bauten sind aber weit weg von Wien und da wir hier außer einem Vorarlberger fast nur mehr Wiener haben wird es da wohl wenig Erfahrungen geben. Halt, Selfman, kennst du so etwas aus Sbg?

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 484393

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH


Also das hier meine ich mit Akkuminischrauber:
http://www.bosch-do-it.de/heimwerke.....shtml

Also hier gibt es einiges an Fachwerk, ich habe mal ca. 10 Jahre in einem Fachwerkhaus gelebt!
Da gibt es 3 Möglichkeiten:

1. Oberflächliche Renovierungen (nur Elektrik, vielleicht noch Malen oder so), wenn es vom Platz her möglich ist (teilweise zentimeterdicke Überputzt) dann kommt ein Rohr hin. Wenn nicht wie bei mir im Sommer, dann nur NYM. Stegleitung verwende ich nie!

2. Man kann mit den Leitungen auf dem Dachboden oder im Keller fahren, dann NYM AP im Keller und dannn mit Rohr zur Dose!

3. Gerneralsannierung, dann gibt es meist Platz in dickerem Putz, Boden oder Decke!

MFG.
Shark1

BID = 484402

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2168
Wohnort: 41464 Neuss

Hey Shark, bist du etwa in mein Büro eingebrochen Ich habe exakt dasselbe Modell vom Chef geschenkt bekommen. Der konnte damit nichts anfangen, zu winzig


Gruß Tobi

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BID = 484569

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo,
hier ist immer wieder die Rede von "Einzeladern in Rohren".
Was ich nicht verstehe, ist die Einzelader. Warum verlegt man
nicht mehrere Adern in einem Rohr? Ist das nach dem Vorbild
von Wasser/Abwasser? Ein Rohr hin, das andere ab zur Entsorgung
in der Elektronenkläranlage? :=)
Grüße aus Schilda
Georg


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