Bakelitstecker noch zulässig?

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Autor
Bakelitstecker noch zulässig?

    







BID = 439444

Racingsascha

Schreibmaschine



Beiträge: 2247
Wohnort: Gundelsheim
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Hallo Installationsprofis, der Freund meiner Mutter hat sich ein Uraltes Waffeleisen aufm Flohmarkt gekauft, hat nen Bakelitstecker und ne entsprechende Buchse. das Gehäuse ist aus Metall. Ich hab den Stecker mal auseinandergenommen weil er nen ziemlich schlechten Eindruck machte, auch innen. Zudem sieht vor allem der Schutzleiteranschluss im Stecker und der Metallkragen der Buchse nicht grade besonders leitfähig aus, eine Zugentlastung ist im Schukostecker auch nicht vorhanden (ist sowieso komisch, die Stifte sind nicht rund sondern eingedellt, sehen aber massiv aus). Darf man das Waffeleisen überhaupt noch verwenden (mit gereinigtem und sicherem Stecker)? Das Typenschild des Waffeleisens gibt nur die Daten 220V 700W her. Sorry dass es etwas wirr geschrieben ist, bin grade in Eile.

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BID = 439446

schweizer

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Beiträge: 356
Wohnort: Schweiz

 

  

Mach doch noch ein paar Foto`s

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Nie unter Spannung arbeiten.

Herr über 6x CAT 3516B HD
1x Sulzer BAF 22

BID = 439452

Racingsascha

Schreibmaschine



Beiträge: 2247
Wohnort: Gundelsheim
ICQ Status  

kann ich erst nächste woche machen, die wohnen etwas weiter weg. Aber is das noch zulässig so en altes Teil zu betreiben? Zudem ist der Freund meiner Mutter nicht grade elekronisch begabt der hat gemeint "Das Kabel is doch noch gut" obwohl der Mantel der Leutung am Eintritt in der Schukostecker schon gebrochen war und man die Isolierten Adern sehen konnte



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BID = 439455

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 36077
Wohnort: Recklinghausen

Bei so einem alten Gerät würde ich mir generell über die Sicherheit Gedanken machen. Die Zuleitung gehört definitiv ausgetauscht.
Gegen einen Stecker aus Bakelit ist ansonsten nichts einzuwenden, wenn er technisch OK ist. Ein Maximalalter für Stecker gibt es nicht.

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Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 439462

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Wirf um Himmels Willen den Schukostecker mit den "eingedellten Stiften" nicht weg!
Das ist ne seltene Spezialausführung.
Stammt aus den 1930er-Jahren. Wurde damals für 220V-Geräte verwendet, wenn diese in einem Haus mit ansonsten 110V-Steckdosen betrieben wurden. Damt man eben nicht versehentlich die 110V-Geräte in die 220V-Steckdosen stecken konnte.

Wenn noch in Ordnung, sind diese antiken Stecker besser als vieles, was man heute kaufen kann...

Anders sieht es mit der Gerätekupplung und der Leitung aus:
Als Knickschutz wurden damals noch oft Metallwendeln verwendet. Die sind gefährlich und in dem Fall müßte man die Gerätekupplung durch eine mit Kunststoffknickschutz ersetzen (gibt es heute noch neu, gebraucht sowieso).
Und derart alte bewegliche Leitung können ganz unterschiedlichen Erhaltungszustand aufweisen. Stoffisolierte bzw. -ummantelte sind manchmal noch durchaus brauchbar, gummiisolierte bzw. -ummantelte sind dagegen meist morsch. Das ist sorgfältig zu prüfen.

Was das Gerät selbst angeht:
Ob es noch sicher brauchbar ist, kann und sollte man messen.
Einfach die übliche VDE-Geräteprüfung machen (Schutzleiterwiderstand und Isolationswiderstand bzw. Ableitstrom), dann weiß man Bescheid. Solche alten Hobel sind meist entweder über jeden Zweifel erhaben oder schon so schlecht, daß der FI sofort ansprechen würde.



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"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 439483

Racingsascha

Schreibmaschine



Beiträge: 2247
Wohnort: Gundelsheim
ICQ Status  

Also der Bakelitstecker hat ne ca 2,5cm lange Knickschutztülle aus Gummi. Der Schukostecker ist aus Plastik, hat keine Knickschutztülle und scheint schonmal notdürftig repariert worden zu sein (die Platte aus der die Kontaktstifte kommen ist die Befestigung der Innereien, sie wird durch eine Schraube mit normalem Gewinde und eine Art Blechschraube oder so befestigt ) Die Leitung an sich scheint noch ganz ok zu sein, nur die Adern sind ziemlich ausgefranst (da keine AEH verbaut).

So nun zur Messung: Grundsätzlich scheint das Waffelweisen zu funktionieren, die hams nämlich schon ausprobiert Aber die Waffeln scheinen nicht der Oberhammer zu sein...

Leider hab ich kein spezielles VDE-Messgerät, aber kann man da zur Not auch ein einfaches Multimeter nehmen?

Schutzleiterwiderstand: Soll ich ca 4A vom Schukokontakt des Schukosteckers zum Gehäuse jagen und aus dem Spannungsabfall den Widerstand berechnen? Was ist der Maximalwert?

Isolationswiderstand: Hmm 500V gleichspannung krieg ich nicht so leicht hin (wäre mir auchn bissl zu gefährlich). kann ich da auch einfach den Widerstand Phase-Schuko und Nullleiter-Schuko messen? 230kOhm als Minimalwert?

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BID = 439495

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 36077
Wohnort: Recklinghausen


Zitat :
Also der Bakelitstecker hat ne ca 2,5cm lange Knickschutztülle aus Gummi. Der Schukostecker ist aus Plastik, hat keine Knickschutztülle


Häh? Was denn nun? Stecker an beiden Enden


Zitat :
Schutzleiterwiderstand:
Was ist der Maximalwert?

0,3 Ohm.


Zitat :
[u]Isolationswiderstand: Hmm 500V gleichspannung krieg ich nicht so leicht hinkann ich da auch einfach den Widerstand Phase-Schuko und Nullleiter-Schuko messen? 230kOhm als Minimalwert?


300kOhm wäre der Minimalwert, aber gemessen bei 500V. Mit dem Multimeter kannst du das nicht messen, die Isolierung kann ja bei einer bestimmten Spannung durchschlagen, daher die 500V Vorschrift.

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BID = 439505

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
seltene Spezialausführung.
Stammt aus den 1930er-Jahren. Wurde damals für 220V-Geräte verwendet, wenn diese in einem Haus mit ansonsten 110V-Steckdosen betrieben wurden. Damt man eben nicht versehentlich die 110V-Geräte in die 220V-Steckdosen stecken konnte.
Bist du sicher?
Die Beschriftung bei diesem deutet eher darauf hin, daß er für 250V 10A Gleichstrom oder 15A Wackelsaft gut ist.




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Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 439509

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Ja, ich bin ganz sicher.
Aber Du hast auch Recht.
Nur hat das nichts miteinander zu tun. Die unterschiedliche Belastbarkeit 1OA= und 15A (bzw. später 16A)~ ist üblich (technisch bedingt) und findet sich genauso auf den normalen Schukosteckern mit runden Stiften.

Ja, das ist solch ein Stecker. Welcher Hersteller (ich kenn sie bisher von ABL und BJE)? Hast Du auch noch ne passende Steckdose dazu?

Ergänzung:
Für Gleich- und Wechselspannung wurden hingegen i.d.R. keine unterschiedlichen Steckverbindungen verwendet, da nur äußerst selten beide gleichzeitig (als Netzspannung) in ein- und demselben Gebäude vorkamen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: sam2 am 27 Jun 2007 22:47 ]

BID = 439511

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Der Stecker ist hier noch im Einsatz (recycled). Steckdose dazu habe ich nicht, der Namenszug sieht aus wie "Acki". Auf der Griffkappe steht noch "SCHUKO" drauf.

Irgendwo muß hier noch so ein Teil rumgeistern, bei dem der Griff länger ist und der, wenn ich mich nicht irre, auf der Stiftseite mit einem roten Punkt markiert ist.

BID = 439579

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7560
Wohnort: Wien


Zitat :
Häh? Was denn nun? Stecker an beiden Enden

Die landläufige Bezeichnung "Gerätestecker" für die alten Heißgerätekupplungen ist dir bekannt? Ich nenne die Dinger auch nicht anders wenn ich mich nicht gerade bewußt um absolut unmißverständliche Ausdrucksweise bemühe.

Was die Messungen angeht: bring das Ding doch einfach zum Elektriker, die beiden Messungen müßten meiner Meinung nach in einer halben Stunde Arbeitszeit erledigt sein.

So einen interessanten Stecker hab ich auch noch irgendwo, leider angespritzt mit einer völlig maroden Gummileitung. Daher existiert nur mehr der Stecker als Museumsstück.

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 439586

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Dabei sollte man es auch belassen, denn die Weiterverwendung solcher Stecker ohne Original-Dose ist nicht problemfrei:

Früher wurden die Steckerstifte immer links und rechts kontaktiert. Daher konnte man oben und unten ohne Weiteres Material weglassen. Heute wird (z.B. im Zuge von Tischsteckdosenleisten mit auf 45 gedrehten Töpfen) auch mal an anderen Stellen kontaktiert. Dabei können nicht-runde Steckerstifte zu Kontaktproblemen führen. Bei Geräten mit höherer Leistungsaufnahme führt das zu Brandgefahr!

BID = 439596

Racingsascha

Schreibmaschine



Beiträge: 2247
Wohnort: Gundelsheim
ICQ Status  

Also den Bakelitstecker nenne ich Stecker, weil man ihn in das Waffeleisen reinsteckt Er hat 2 Löcher und 2 Kontaktzungen für den Schutzleiter. Das Waffeleisen hat ne angeschweißte "Dose", in der 2 runde Kontakte sind, die in die Löcher des Bakelitsteckers passen. Der Schukostecker dürfte klar sein, bis auf die eingedellten Stifte.

Einen Elektriker ham wir hier, ich werd meiner Mutter oder ihren Freund das nächste mal sagen dass sie das Waffeleisen mal dorthinbringen sollen. Ich hoffe dass sie es nicht nochmal benutzen, ich habe den Stecker auseinandergenommen aber vergessen ihn zu "konfiszieren", nicht dass der Freund auf die Idee kommt das irgendwie wieder in Betrieb zu nehmen

Frage: warum sind die Steckdosen zb. in Steckleisten um 45° gedreht? ich fände es wesentlich praktischer, wenn sie um 90° gedreht wären (Gerade durch die "Löcher" parallel zum Rand der Leiste).

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BID = 439602

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 36077
Wohnort: Recklinghausen

Dann ist dein Bakelitstecker ein alter Heißgerätestecker, auch passenderweise "Waffeleisenstecker" genannt. Genaugenommen ist das allerdings eine Kupplung. Die gab es vor der Einführung der heutigen Warmgerätestecker recht häufig. Nicht nur an Waffeleisen sondern auch an Bügeleisen, Kochplatten und sogar an einigen Meßgeräten.
Der dürfte mit etwas Glück noch neu zu bekommen sein.
Ein Problem dabei ist übrigens die mißbräuchliche Verwendung als Verlängerung, da passt nämlich zur Not ein Schukostecker rein.

Was die Mehrfachsteckdosen angeht, 90° gedreht gibt es auch, sogar frei drehbar. Ist immer nur eine Frage des Preises.
Bei 90° braucht man einzelne Kontakte, bei 0° oder 45° reichen durchgehende Blechstreifen die entweder seitlich oder bei 45° eben schräg kontaktieren. Daher sind die Herstellungskosten geringer. 90° Steckdosenleisten kann man nicht für 1€ auf den Markt werfen.

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Mr.Ed am 28 Jun 2007 11:13 ]

BID = 440510

Peda

Schriftsteller



Beiträge: 891

Achso, dann sind diese Stecker schon so alt ?!?

Bei uns in der Werkstatt ist ein Verlängerungskabel mit solchem Stecker auch noch in Verwendung .

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Do you have Math Problems ?? Then call 0049-0800 sin(lg((10^45*tan(56))/(f(0)'->(45x^3/3x^2*3x^7)))


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