Hallo in die Runde.
Ich wohne in einer Altbauwohnung zur Miete. Ich wurde beim Unterschreiben des Mietvertrages darauf hingewiesen, dass es sich um einen Altbau mit dementsprechend alten Leitungen handelt und ich nicht zu viele Geräte auf einmal einschalten solle, damit die Leitungen nicht beschädigt würden.
Ich habe mich auch immer brav dran gehalten. Nur nach und nach viel mir auf, dass das mit den Leitungen hier selbst für einen Altbau abenteuerlich ist. Sämtliche Zimmer (1 Wohnraum, Küche, Bad) laufen über eine Sicherung, inklusive des E-Herdes, der an einer 3er Steckdose angeschlossen ist. Ich bin der Meinung (werde das jetzt aber nicht noch einmal ausprobieren) dass sogar sämtliche Herdplatten und Backofen gleichzeitig eingeschaltet funktionieren.
Durch googeln habe ich dann auch rausgefunden, dass das mit dem Herd an einer Steckdose wohl eher keine gute Idee ist, was mir so nicht klar war (sonst hätte ich den sicher nicht benutzt).
Nun hatte ich neulich Besuch und außer dem Herd (1 Platte + Backofen) nur wenige Geräte im Standby-Betrieb eingeschaltet und mir ist die Sicherung nicht nur raus geflogen, sondern durchgeschmort (war sehr warm, nicht mehr funktionstüchtig und musste getauscht werden). Eine Packung mit 10A Sicherungen lagen im Sicherungskasten schon parat.
Nun habe ich nach und nach abenteuerliche Geschichten gehört, dass meiner Vormieterin schon ein Kabel mit Kurzschluss durchgeschmort sei, nachdem sie eine Lampe an der (3er) Herdsteckdose angeschlossen hatte. An dieser Steckdose hängt neben dem Herd übrigens noch der Kühlschrank.
Nachdem ich heute mit meiner Vermieterin telefoniert habe, habe ich dann auch mehr erfahren. Scheinbar war bereits vor 2 (!) Jahren ein Elektroinstallateur vor Ort, der das betroffene Kabel austauschte und davon sprach (sie las mir das vor), dass "der Stromkreis zu erweitern sei, da überlastet und nur über eine Sicherung laufend".
Was der noch weiter gesagt hat, weiß ich leider nicht, da die Frau sich da leider nicht so auskennt.
Was ich davon halte, dass mir das so nie gesagt wurde und ich hier fast 2 Jahre buchstäblich mit dem Feuer gespielt habe, brauche ich ja nicht zu schreiben.
Ich habe also heute gleich einen Termin mit einem Elektriker gemacht.
Da ich erst für nächste Woche einen Termin habe, würde mich trotzdem schon mal vorab interessieren, ob es zu Schäden an den (allen?)Leitungen gekommen sein könnte und ob das außer durch Wandaufreißen kontrolliert werden kann?
Was sollte ich auf jeden Fall nachschauen lassen, wenn er schon mal da ist? Ich hab da leider auch gar keine Vorerfahrungen.
Wenn ich die Wohnung verlasse und außer Telefonanlage und Kühlschrank usw. keine Verbraucher eingeschaltet sind, kann mir da jetzt trotzdem was anschmorgeln?
Würdet ihr, bis zum Termin mit dem Elektriker, den Herd trotzdem weiter benutzen (dann natürlich jeweils nur eine Platte oder Backofen)?
An derselben Steckdose (einzige in der Küche), benutze ich auch meinen Wasserkocher (ziehe den Herdstecker und hab dann nurnoch den Kühlschrank dran + Wasserkocher). Sollte ich das auch lieber erstmal lassen?
Ich bin natürlich durch die Infos meiner Vermieterin jetzt ganz schön verunsichert. Mir geht es eigentlich nur darum, jetzt zumindest für die Zeit, bis sich das ein Profi anschaut etwas "Sicherheit" zu haben.
Habt ihr Ideen, was da gemacht werden muss an der Wohnung oder lässt sich das über das Internet nicht sagen? Reicht es da wohl eine Extraleitung mit Sicherung für den Herd anzulegen?
Am Sicherungskasten sind zwei Plätze für Sicherungen zum Reindrehen, wobei nur eine von beiden in Gebrauch ist, falls das hilft?
Ich würde mich über eure Meinungen und Tipps freuen,
meine Gesundheit wird es euch vermutlich danken,
Lg