Warum Radioempfänger rauschen, außer ich berühre sie oder bin in deren nähe

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Autor
Warum Radioempfänger rauschen, außer ich berühre sie oder bin in deren nähe

    







BID = 1098937

unclejamal

Gelegenheitsposter



Beiträge: 80
Wohnort: aut
 

  


Hallo zusammen,
bei so gut wie allen meinen Radioempfängern die ich zuhause habe, kommt es regelmäßig vor, dass es rauscht.
Die Anlagen sind zum Beispiel Hifi Anlage Fa. Grundig viele Jahre alt, Sharp Kompaktanlage einie Jahre alt, einfacher Radiowecker.
Prinzipiell herscht bis auf die ein oder andere Wohnungswand eine direkte Sichtverbindung zum jeweiligen Sendemast. Ich wohne in einer Stadt, somit ist es ken entlegegens Gebiet wo vielleicht die Sendeleistung unzureichend wäre. Es gibt sogar zwei Sendeanlagen mit unterschiedlicher Frequenz - das Rauschen tritt unabhängig davon auf. In meiner alten Wohnun (gleiche Stadtteil) war das gleich.
Nun kommt es manchmal von heut auf morgen vor, das es wie zuvor schon eben erwähnt zu rauschen beginnt. Das ist auch nicht von schlechtem Wetter abhängig.
Gehe ich an das Gerät um das Kabel der Antenne neu auszurichten, hört es auf zu rausche, teils noch bevor ich das Gerät angreife - also michnur physisch dem Gerät nähere. Selbst wen ich dann auf gut Glück das Kabel der Antenne etwas bewege, rauscht es wieder wenn ich mich vom Gerät entferne.
Teils macht sich meine Bewegung im Raum in 3-4m Entfernung auch noch im Rauschen bemerkbar.
Mich würd jetzt mal interessieren, wie das rein technisch zu Stande kommt. Gibts das beispielsweise nur bei PLL?
Ich weiß dass der menschliche Körper quasi auch als Antenne wirken kann, aber wenn ich das Gerät nichtmal angreife oder in 3m Entfernung bin, wie kann das die Empfangseinrichtug beeinflussen?
Und zu guter letzt natürlich die Frage ob man gegen das Problem irgendetwas machen kann?


Danke!

BID = 1098938

Ltof

Inventar



Beiträge: 9284
Wohnort: Hommingberg

 

  

Jedes leitfähige Gebilde im elektromagnetischen Wechselfeld beeinflusst das Feld. Bei Richtantennen nutzt man das aus. Die Direktoren und Reflektoren einer Yagi müssen auch nicht elektrisch mit dem eigentlichen Strahler verbunden sein.

Vielleicht versuchst Du mal das Gegenteil und suchst mit der Hand eine Antennenausrichtung, die besonders schlecht ist und gehst dann weg.

Ein ggf. relativ starker Ortssender kann durch lokale Störfelder in der Wohnung "übertönt" werden. Das sind meist Schaltnetzteile von Handyladegeräten, Computern, LED-Leuchten usw.

_________________
„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)

BID = 1098946

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Teils macht sich meine Bewegung im Raum in 3-4m Entfernung auch noch im Rauschen bemerkbar.
So funktioniert auch passives Radar.
Ein bischen mehr Aufwand als ein Lautsprecher wird da bei der Signalauswertung allerdings schon gemacht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Passives_Radar


Zitat :
Jedes leitfähige Gebilde im elektromagnetischen Wechselfeld beeinflusst das Feld.
Es muss gar nicht mal leitfähig sein.
Damit geht es nur besonders gut.
Isolatoren funktionieren auch. Hauptsache, dass der Gegenstand sich von der Umgebung (Luft) unterscheidet.
Licht ist auch eine elektromagnetische Welle, nur mit sehr viel höherer Frequenz. Nun denke mal an Glas oder Plastikfolie! Sind die etwa unsichtbar?




Zitat :
Nun kommt es manchmal von heut auf morgen vor, das es wie zuvor schon eben erwähnt zu rauschen beginnt. Das ist auch nicht von schlechtem Wetter abhängig.
Vielleicht ists der Nachbar. Mit den bei UKW und Fernsehen benutzen Frequenzen kann man auch durch Wände "sehen".



Zitat :
Mich würd jetzt mal interessieren, wie das rein technisch zu Stande kommt. Gibts das beispielsweise nur bei PLL?
Hat mit PLL nichts zu tun, sondern mit der Technik der gebräuchlichen UKW-Radios.
Diese haben sehr grosse Verstärkung der Hochfrequenz, damit man Signale, die auch nur ein bischen über dem stets vorhandenen Rauschen des Eingangstransistors liegen, begrenzen kann.
Durch diese Begrenzung geht -absichtlich- die Information über die Stärke des Eingangssignals verloren und man kann nur noch seine Frequenz auswerten.
Diese Frequenz, (genauer: ihre tonfrequenten Änderungen) ist das Nutzsignal bei FM (=Frequenz-Modulation).

Wenn nun das Eingangssignal auf einen unbrauchbaren Wert absinkt, gelangt das hoch verstärkte Rauschen des Eingangstransistors an den FM-Demodulator, und dieser kann das nicht von einem wirklich gesendeten Rauschen maximaler Lautstärke unterscheiden.

Etwas bessere Radios haben meist aber eine Zusatzschaltung (Squelch), die ein zu geringes Eingangssignal erkennt, und dann das Audiosignal abschaltet.

Das vom Sender abgestrahlte Signal kann tatsächlich durch im Feld anwesende Störkörper an manchen Stellen bis auf Null absinken, wenn sich die direkte Welle und die von dem Gegenstand reflektierte Welle mit gleicher Stärke, aber entgegengesetzter Phase treffen. An anderen Stellen tritt dafür eine Verstärkung der Wellenzüge ein.
Diese Erscheinung nennt man Interferenz.
Die Lage dieser Maxima und Minima hängt von der Wellenlänge (bei UKW ca 3 Meter) ab und ist nur in einfachen Fällen vorhersehbar. In freier Wildbahn, wo man es ja mit dreidimensionalen Verhältnissen zu tun hat, ist eine Berechnung schwer bis unmöglich.

Im optischen Bereich kann man die Interferenzerscheinungen übrigens sehen:
Die bunten Farben einer Seifenblase oder eines Ölfilms auf Wasser beruhen darauf. Das entspricht dem erwähnten einfachen Fall.
Der schwierige Fall ist z.B. das irrisierende Muster, das man vor einem mit Laserlicht beleuchteten Gegenstand sieht. Immerhin ist auch das nicht nutzlos oder hoffnungslos, denn man kann es fotografieren. Die Holographie beruht darauf.


Zitat :
Und zu guter letzt natürlich die Frage ob man gegen das Problem irgendetwas machen kann?
Alte Weisheit: Eine gute Antenne ist der beste Verstärker.
Wenn du mit der im Gerät eingebauten Notantenne leben musst, kannst du versuchen den Aufstellungsort oder die Orientierung des Gerätes zu verändern. Manchmal reichen schon ein paar Handbreit um aus dem "Funkloch" herauszukommen.
Da man die direkt einfallenden und evtl. schon mehrfach reflektierten Funkwellen nicht sehen kann, ist probieren angesagt.

Klar ist aber, dass die Minima, wo also die Feldstärke durch Interferenz auf einen unbrauchbaren Wert abgesunken ist, umso schmaler werden, je stärker das Signal ist. *)
Auch wenn du einen Sendenmast sehen kannst, bedeutet das ja nicht unbedingt, dass dein Programm auch von dort kommt.
Vielleicht hast du ja nur das gleiche Programm auf einem ungünstigen Kanal eingestellt.


*) P.S.:
Vielfach kommt die Hochfrequenz fürs UKW-Radio durch die Fenster.
Seit einiger Zeit gibt es aber wärmedämmende Fenster mit einer Metallbeschichtung, die den Durchtritt von hochfrequenter Strahlung stark abschwächt!




[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 18 Jun 2022 22:04 ]


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