Spannungsüberwachung

Im Unterforum Alle anderen elektronischen Probleme - Beschreibung: Was sonst nirgendwo hinpasst

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Autor
Spannungsüberwachung

    







BID = 19582

Delta

Gerade angekommen


Beiträge: 10
 

  


Bei Conrad gibt es einen Radar-Bewegungsmelder (KMY 24) von Siemens der eine Aussage über die Richtung des erfaßten Objektes zuläßt. Dazu werden 2 Spannungen geliefert. Die Phasendifferenz zwischen Vd2 und Vd1 ist positiv, wenn sich das Objekt entfernt. Wenn sich das Objekt nähert ist die Phasendifferenz Vd2/Vd1 negativ.

Meine Frage als nicht-Elektroniker nun:

Wie muß eine Schaltung aussehen, die die beiden Spannungsausgänge D2/D1 überwacht und bei einer erfaßten Bewegung entweder ein Relais1 oder Relais2 anziehen läßt.

Links:

http://www.produktinfo.conrad.com/d.....4.pdf

http://www.produktinfo.conrad.com/d.....4.pdf

BID = 19583

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  

1) Zum ersten müssen die DS1 und DS2 Signale einzeln kräftig verstärkt werden, in der Weise, wie das in der beiliegenden Schaltung durch die drei Operationsverstärker für die Summe dieser Signale geschieht.
2) Dann sollte man mit Schmitttriggern ein sauberes Rechtecksignal mit steilen Flanken herstellen.
3) Die Phasenbeziehungen kann man dann z.B. mit D-FlipFlops, die von dem einem Signal resetiert werden, während das andere Signal eine "1" hineintaktet, auswerten.

Für mich wäre es ökonomischer für die Auswertung anstelle der Trigger und der Flipflops einen Mikrocontroller zu verwenden. Da kann man neben der Phasenauswertung leicht noch Dinge wie Anzugsverzögerungen, Anzugszeitbegrenzungen etc. hineinprogrammieren, und der Chip selbst ist möglicherweise sogar billiger als mehrere Standard ICs.

Außerdem liefern Microcontroller ein stärkeres Ausgangssignal, mit dem sich Halbleiterrelais direkt ansteuern lassen.
Vermutlich käme ich mit einem 5V Spannungsregler (um die 12V Versorgung des Sensors benutzen zu können), einem 8-poligen Microcontroller und einem 4-fach Operationsverstärker aus, um von da direkt die Halbleiterrelais anzusteuern. Für elektromechanische Relais braucht man noch zwei Treibertransistoren.





_________________


Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 10 Mai 2003  1:56 ]

BID = 32186

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Folgende Anfrage erreichte mich per eMail. Da es momentan offenbar wirklich Probleme mit der Forumssoftware gibt, will ich ausnahmsweise mal hier darauf antworten:


Zitat :
Hallo Perl!

Punkt 1) und 2) sind soweit auch für mich als Laien klar. Aber 3 bereitet mir Probleme.

Bitte erkläre mal genau, wie ich beim D-FlipFlop das eine Signal zum resetten verwende und mit dem anderen eine 1 hineintakte. Und wie stelle ich daraus die Aussage über die Phasenbeziehung her?

Soweit ich verstanden habe ist Vd1 als Referenzspannung immer größer als Vd2 weil dieses Signal ja nicht reflektiert wird. Jetzt nehme ich also das verstärkte und angesteilte Rechtecksignal der ehemals sinusförmigen Vd1 und resette damit das DFlipFlop. Ist das soweit richtig?

So, und wie stelle ich jetzt mit dem FlipFlop fest ob Vd2 vor oder nacheilt? Und wie sieht es aus mit der Geschwindigkeitsauswertung? Läuft das über den Phasenwinkel oder die Amplitudendifferenz von Vd1 zu Vd2?

Bitte für ganz blöde erklären. Danke!!!


Gruß

Darryl



Hier also die Antworten:


Zitat :

wie ich beim D-FlipFlop das eine Signal zum resetten verwende und mit dem anderen eine 1 hineintakte. Und wie stelle ich daraus die Aussage über die Phasenbeziehung her?


Du hast zwei um 90° phasenverschobene Rechteckspannungen U1 und U2.
1) Wenn Du an FF1 U1 für (asynchronen)Reset und U2 für Clock verwendest, kann das FF nur dann durch die positive Flanke von U2 gesetzt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt U1 Low ist.
Dann erscheint am Ausgang eine 1, die solange anhält bis U2 positiv wird.
Das bedeutet also, daß U1 der U2 um 270° vor- bzw. 90° nacheilt.

2) Am FF2 dient U1 als Clock und U2 als Reset. Unter den gleichen elektrischen Bedingungen wie oben bewirken die positiven Clock Impulse von U1 dort nichts, da zu diesem Zeitpunkt Reset durch die positive U2 aktiviert ist.

Bei umgekehrter Bewegung des Radarziels kehren sich die Phasenverhältnisse um und FF1 bleibt auf 0, während am Ausgang von FF2 positive Impulse entstehen.


Zitat :

Soweit ich verstanden habe ist Vd1 als Referenzspannung immer größer als Vd2 weil dieses Signal ja nicht reflektiert wird. Jetzt nehme ich also das verstärkte und angesteilte Rechtecksignal der ehemals sinusförmigen Vd1 und resette damit das DFlipFlop. Ist das soweit richtig?


Das ist nicht richtig.
Der Absolutbetrag der Spannungen spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Beide Spannungen entstehen durch Überlagerung von vorlaufender und reflektierter Hochfrequenzwelle.

Je nach zurückgelegter Entfernung der reflektierten Welle kommt es dabei zu konstruktiver oder destruktiver Überlagerung von hin- und rücklaufender Welle.

Das Ausgangssignal ist also eine relativ hohe Gleichspannung (durch die vorlaufende Welle), der eine schwache entfernungsabhängige (nicht Zeitabhängige!!!) Wechselspannung überlagert ist.
Erst wenn sich das Ziel auf die Antenne zu oder von ihr weg bewegt, wird daraus dann eine Wechselspannung im Zeitbereich, deren Frequenz proportional der Geschwindigkeit ist.

Die Minima der Detektorspannung sind dort, wo sich das Ziel in einem (elektrischen) Abstand von n*lambda/2 von der Detektordiode befindet.
Da die beiden Dioden sich in unterschiedlicher Enfernung zum Ziel befinden, resultiert daraus die abstandsmäßige Phasenverschiebung der Spannungen.


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[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 18 Sep 2003 15:55 ]


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