Zitat :
|
.Ich weiß überhaupt nicht was die von mir wollen.
|
Dann bist Du wohl im falschen Film.
Zur Lösung der ersten Aufgabe mußt Du eigentlich nur beachten, daß Kondensator und Widerstand vom gleichen Strom durchflossen sind.
Die sich dadurch am Widerstand gemäß dem ohm'sxchen Gesetz U=I*R ausbildende Spannung folgt dem Stromverlauf genau, ist also in Phase mit dem Strom.
Am Kondensator ruft dieser Strom auch eine Spannung hervor, Deine Ausgangsspannung nämlich, sie ist aber gegenüber dem Strom um genau 90° phasenverschoben.
Der Betrag dieser Spannung ist U = I * 1/(C*omega),
Diese Formel entspricht dem ohmschen Gesetz, nur daß hier anstelle von R der frequenzabhängige Blindwiderstand eingesetzt ist.
Da die beiden Teilspannungen genau um 90° zueinander phasenverschoben sind, addieren sie sich geometrisch zur Eingangsspannung.
Da der Blindwiderstand des Kondensators frequenzabhängig ist, ist auch das Verhältnis von Spannung am Kondensator zur Spannung am Widerstand frequenzabhängig.
Aus der geometrischen Addition (Zeigerdiagramm) folgt dann die frequenzabhängige Phasenverschiebung zwischen der Spannung am Kondensator=Ausgangsspannung und der Summenspannung=Eingangsspannung.
Für die zweite Aufgabe benötigst Du noch einen Tongenerator, mit dem Du Sinusschwingungen einstellbarer Frequenz auf den Eingang der Schaltung geben kannst, und einen Zweikanaloszillographen den Du mit Kanal 1 an den Eingang und mit Kanal 2 an den Ausgang der Schaltung anschließt.
Die Phasenverschiebung bestimmst Du am besten aus dem Abstand der Nulldurchgänge der beiden Schwingungen auf dem Bildschirm.
Der interessante Frequenzbereich liegt in der Gegend von einigen hundert Hertz, sodaß Du am besten bei Frequenzen zwischen 50Hz und 2kHz mißt, und zwischen 200Hz und 700Hz die Meßpunkte etwas dichter wählst.
_________________
Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !