Drehzahlmesser funktioniert nicht richtig

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Autor
Drehzahlmesser funktioniert nicht richtig

Problem gelöst    







BID = 1111270

walter.mittwoch

Gerade angekommen


Beiträge: 19
Wohnort: Nähe Steyr - Österreich
 

  


Hallo Elektronikfachleute (bin ich leider nicht)
.....und habe mich trotzdem darüber gewagt, an meiner Drechselbank einen Drehzahlmesser einzubauen.
Dies ist das tolle Gerät:Drehzahlmesser
Stromversorgung: 12V DC

Es hat einen Hall-Sensor, bei dem ich so ziemlich alles probiert habe, aber ich bin nicht als dass das Display ständig herumgesprungen ist und dabei falsche Drehzahlen angezeigt hat.
Ich habe dann in einem Drechsler-Forum von einem, der schon das gleiche Problem hatte, den Tipp erhalten, den Sensor gegen einen induktivewn zu tauschen - was bei ihm funktioniert hat. Induktiver Sensor

Leider zeigt mir der neue Sensor nur 0000 an.

Kann mir jemand sagen, ob der Sensor überhaupt für das Gerät geeignet ist - oder wie es anzuschließen ist.
Im Attachement ein Foto der Drehzahlanzeige, ein Doppelfoto des induktiven Sensors (damit man mehr vom Schaltbild sieht) und ein Foto meiner Drechselbank.

Auf ein paar Anleitungen für einen Nicht-Profi würde ich mich freuen.
Schöne Grüße
Walter

PS: Der Abstand zwischen Sensor und Gegenstück hat jeweils max. 1 mm betragen.










BID = 1111272

Rafikus

Inventar

Beiträge: 4109

 

  

Der Sensor hat eigentlich drei Adern, warum sind in deinem Bild nur zwei angeschlossen?

BID = 1111274

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12680
Wohnort: Cottbus

Vom unvollständigen Anschluss abgesehen:


Zitat :
den Sensor gegen einen induktivewn zu tauschen

Der Sensor muss ja schon relativ schnell sein. Wie schnell das Teil von Amazon ist, steht natürlich mal wieder nicht dabei.
Der zur Anzeige gelieferte Sensor wird jedenfalls schnell genug sein. Weshalb man den austauschen sollte, erschließt sich mir nicht.



Zitat :
Der Abstand zwischen Sensor und Gegenstück hat jeweils max. 1 mm betragen.
Ist evtl. zu wenig, um den Unterschied zwischen "Metall da" und "Metall nicht da" festzustellen. Wie sieht denn überhaupt die Fläche aus, welche der Sensor abtastet?


Zitat :
und ein Foto meiner Drechselbank.
Wie es aussieht, wird die mit einem Frequenzumrichter o.ä. angetrieben. Da entstehen natürlich Störungen, welche den Drehzahlmesser beeinflussen können. Wurden geschirmte Leitungen verwendet?


_________________
Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Offroad GTI am 18 Apr 2023 19:59 ]

BID = 1111276

walter.mittwoch

Gerade angekommen


Beiträge: 19
Wohnort: Nähe Steyr - Österreich


Zitat :
Rafikus hat am 18 Apr 2023 19:46 geschrieben :

Der Sensor hat eigentlich drei Adern, warum sind in deinem Bild nur zwei angeschlossen?


Danke für die Antwort!
Tschuldigung - auf diesem Bild ist der Sensor nicht angeschlossen- der rote und der schwarze sind Plus und Minus des Netzgerätes mit 12 V.

Schöne Grüße
Walter

BID = 1111278

Rafikus

Inventar

Beiträge: 4109

Dann zeig doch mal wie du den Sensor angeschlossen hast. Und die Schaltfahne auf der Welle kannst du auch mal abbilden.

BID = 1111279

walter.mittwoch

Gerade angekommen


Beiträge: 19
Wohnort: Nähe Steyr - Österreich


Zitat :
Rafikus hat am 18 Apr 2023 21:17 geschrieben :

Dann zeig doch mal wie du den Sensor angeschlossen hast. Und die Schaltfahne auf der Welle kannst du auch mal abbilden.


Im Attachement die Bilder - ich habe den originalen Hall-Sensor wieder angeschlossen, um von der Ausgangsposition zu starten

Es wird nur (außer 0000) etwas (falsch und rudimentär) angezeigt, wenn ich den Magneten so einstelle, dass er fast streift - wird er weiter als 1 mm Abstand eingestellt - ist nur mehr 0000.
Testweise habe ich den Magneten auch schon umgedreht, da gibt es gar keine Anzeige.
Weiters habe ich testweise auch schon einen zweiten Magneten angebracht (ich dachte doppelt hält besser), das brachte keinerlei Änderung des Anzeigeverhaltens.

Es ist ein FU verbaut - ich habe das Kabel zum Motor auf ein geschirmtes ausgetauscht da ich schon gelesen habe, dass das stören kann. Ich vermute jedoch, dass dies nicht der Grund ist - da die Kabellänge nur 2m ist, und die Anzeige genau dasselbe Verhalten zeigt, wenn der FU und Motor AUS ist, und ich die Spindel händisch drehe. Der Vollständigkeit halber: Die Steuerleitung zu den Schaltern und dem Potentiometer ist nicht geschirmt.

Ich hoffe, damit auch die Fragen von @offroadGTI beantwortet zu haben.

Bei weiteren Fragen oder Anregungen - bitte gerne.




BID = 1111280

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Es hat einen Hall-Sensor, bei dem ich so ziemlich alles probiert habe, aber ich bin nicht als dass das Display ständig herumgesprungen ist und dabei falsche Drehzahlen angezeigt hat.
Ein Hall-Sensor reagiert auf ein (einigermassen kräftiges) äusseres Magnetfeld, braucht zur Funktion also noch einen Magneten. Ausserdem benötigt ein Hall-Generator eine Speisespannung, aus der durch das Magnetfeld die (meist geringe) Signalspannung abgezwackt wird.
Weil die Signalspannung so gering ist, ist bei vielen Hall-Sensoren noch ein Vorverstärker eingebaut, der eine "handfeste" Ausgangsspannung zur Verfügung stellt.
Damit das funktioniert, muss das äussere Magnetfeld natürlich so orientiert sein, dass der Sensor auch etwas davon merken kann. Dazu sollte der bei dir wohl zusätzlich vorhandene Eisenkern von einer Polfläche des Magneten angezogen werden. Quer dazu wird es nicht funktionieren.
Ausserdem ist die Polarität des vom Hallgenerator abgegebenen Signals von der Richtung des Magnetfeldes abhängig. Wenn man den Magneten falschrum einbaut, gibt es deshalb u.U. trotz Verstärkung keinen Ausgangsimpuls, weil dieser nur eine Polarität und 0 kennt.
Ein weiteres Problem kann auftreten, wenn der Magnet für den Verstärker zu schnell vorbeihuscht.

Induktive Sensoren benötigen auch ein Magnetfeld, aber der zugehörige Magnet ist oft schon zusammen mit dem Eisenkern, auf welchen die Induktionsspule gewickelt ist, in den Sensor eingebaut.
Im Gegensatz zum Hall-Sensor, der die Anwesenheit eines Magnetfeldes nachweist, reagiert ein induktiver Sensor auf die zeitliche Änderung eines Magnetfeldes. Deshalb reagiert der Sensor auf die Magnetisierung des Probestücks, und wie schnell diese sich ändert.
Je schneller das passiert, umso höher ist die von der Sensorspule gelieferte Spannung. Am besten funktionieren solche Sensoren mit einem Stück weichen Eisens, keinesfalls harter Stahl. OT-Geber von Verbrennungsmotoren arbeiten oft nach diesem Prinzip.

Ausserdem gibt es noch Sensoren, die ebenfalls als "induktiv" bezeichnet werden, die aber, wie der Hall-Sensor, die An- bzw. Abwesenheit des Probestücks anzeigen. Meist werden sie in Näherungsschaltern verwendet.
Solche Sensoren erzeugen mittels einer von hochfrequentem Wechselstrom durchflossenen Spule ein sehr schnell umpolendes Magnetfeld, und weisen dessen Änderung durch die elektrische Leitfähigkeit, die allen Metallen innewohnt, nach.
Hier braucht man also keine externen Dauermagnete oder Weicheisenstücke.
Eine Plättchen aus Kupfer, Aluminium, Eisen, oder Messing reicht hier als Probekörper. U.U. auch das Gegenteil: Ein Loch in einer Metallplatte.

Wichtig ist bei allen Typen, dass ein Magnetfeld durch den nachzuweisenden Probekörper verändert wird.
Wie hast du dieses Problem denn gelöst?


P.S.: Ich sehe gerade die neuen Bilder. Wo ist denn darauf der Hall-Sensor und der Magnet zu sehen?










[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 18 Apr 2023 22:23 ]

BID = 1111281

Rafikus

Inventar

Beiträge: 4109

Wie interprätierst du die Beschreibung "empty" am Anschluss 4?
Für mich sieht es so aus, dass an dieser Klemme gar nichts angeschlossen werden soll. Damit hat dein Sensor keine Versorgungsspannung, diese muss er vom "+" der Versorgungsspannung an Klemme 1 bekommen.

Hast du das schon gesehen?: https://www.youtube.com/watch?v=0DAAFdClC8s

BID = 1111282

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Wie interpretierst du die Beschreibung "empty" am Anschluss 4?
Mit Skepsis.
Hast du die Fehler in der Beschriftung gesehen? SEPPLY , PrecISion

Bei den in den Videos zu sehenden Geräten gleichen Typs, -aber nur 30mA Verbrauch- ist an Pin4 eine Zenerdiode gezeichnet. Das könnte die Versorgungsspannung für den HG sein. Müsste man mal nachmessen, ob da +5V rauskommen.

P.S.: Ein Gerät, das eine Precision, also Genauigkeit, von nur 0,1% hat, könnte man eigentlich gleich in die Tonne treten. 99,9% Fehler übetreffen einen Knobelbecher bei weitem.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 18 Apr 2023 23:07 ]

BID = 1111283

walter.mittwoch

Gerade angekommen


Beiträge: 19
Wohnort: Nähe Steyr - Österreich

Ich finde jetzt nicht die Möglichkeit, ein Zitat einzublenden.....

@Perl
Danke für die super Erklärung - höchst aufschlussreich!


Zitat :
P.S.: Ich sehe gerade die neuen Bilder. Wo ist denn darauf der Hall-Sensor und der Magnet zu sehen?

Ich habe nun ein Bild mit einer Beschriftung angehängt.

@Rafikus
Nein, das Video kannte ich nicht - ich kannte nur ein deutsches, kann micht nicht entsinnen, dass da der braune Draht am + angeschlossen wurde.
Das ist möglicherweise die Lösung!
@Perl
Das ist offensichtlich auch das, was du in deinem ersten Satz beschreibst.

Werde ich morgen Früh sofort ausprobieren!

Besten Dank inzwischen!
Walter





BID = 1111284

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :

Ich habe nun ein Bild mit einer Beschriftung angehängt.
Na gut, jetzt wirkt ein Magnetfeld auf den HG ein.
Aber was ändert sich, wenn sich die Welle dreht?

BID = 1111288

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12680
Wohnort: Cottbus

Ein Multimeter wirst du ja haben. Dann einfach mal nachmessen, ob der Sensor Spannung bekommt und ob am Ausgang Aktivität zu erkennen ist.



_________________
Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.

BID = 1111290

walter.mittwoch

Gerade angekommen


Beiträge: 19
Wohnort: Nähe Steyr - Österreich

F U N K T I O N I E R T!!!!!!!!!

Habe den braunen beim roten angeschlossen (das ist kein politisches Statement)
- also den Draht für die Versorgungsspannung des Sensors am Pluspol - und jetzt klappt es!

Das Ansprechverhalten des Sensors hat zwar noch Luft nach oben (3-4 Sekunden bei Drehzahländerung am Poti) aber dann bleibt der Wert ziemlich stabil (1-3 Werte Schwankung bei so um die 800 U/min). Man kann von so einem Billigteil sicher nicht erwarten, dass es auf dem Level eines "richtigen" Messgerätes funktioniert.

Für meine Anwendung ist es jedoch völlig ausreichend - es geht ja nur darum, die Drehzahl aufgrund von Unwucht und Laufruhe nicht immer nur zu schätzen, sondern ab und zu die (tatsächliche) Drehzahl zu wissen um bei vergleichbaren Tätigkeiten in etwa gleiche Ausgangsverhältnisse zu haben.

Vielen Dank euch allen !
Habe euch eine Spende dagelassen - und hoffe, dass ich euch wieder kontaktieren darf, wenn ich wieder mal so ein weltbewegendes Problem habe.

PS: Ich habe nun ca. 3 Monate (natürlich mit Pausen) damit zugebracht, das Ding in Gang zu bringen - Reklamation beim Händler, Durchsuchen der verschiedensten Foren (Drechseln, Metalldreher, die das gleiche Problem hatten) Youtube-Videos - und ihr habt mir innerhalb eines Tages die Lösung präsentiert - ein tolles Forum!

Nächstes Mal gehe ich gleich zum Schmied und nicht zum Schmiedel - versprochen!




BID = 1111291

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12680
Wohnort: Cottbus

Sehr schön

Ohne Moos (Spannung) nix los

Wenn du wieder so triviale Probleme hast, gerne her damit


Zitat :
3-4 Sekunden bei Drehzahländerung am Poti) aber dann bleibt der Wert ziemlich stabil
Ist doch nicht verkehrt. So zappelt die Anzeige wenigstens nicht unkontrolliert rum, wenn die Drehzahl nur ein wenig schwankt.


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Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.


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