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| Es geht um den allseits bekannten (leider abgekündigten) Dual-Operationsverstärker CA3240 und seine Versionen. |
Warum leider?
Ich habe mich mit dieser Technik nie anfreunden können. Ist nicht Fisch und nicht Fleisch.
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| Worin besteht der Unterschied zwischen CA3240 und CA3240E bzw. zwischen CA3240A und CA3240AE? |
Da muss man schon weiter weiter zurück gehen als Harris.
Die CA-bezeichnungen wurden urprünglich von RCA für deren analoge ICs vergeben.
Digitaltypen hiessen CD... (z.B. CD2300-Serie für DTL-Logik. Später hat RCA die CD4000 COS/MOS (TM) Serie erfunden und mit der CDP1800-Serie auch einen CMOS-Mikrocontroller im Programm gehabt).
Bei den 4000er-CMOS Schaltungen gab es eine zeitlang einen relativ teuren Zwitter, die CA3600, welche eigentlich ein CD4007 ist, aber mit analogen Kennwerten spezifiziert.
In den 1980er Jahren hat RCA die IC-Fertigung an Harris verkauft und einige Jahre später hat dann Intersil das Progamm übernommen.
Bei den analogen Schaltungen hatten die Typen mit A (advanced) hinter der Zahl meist etwas bessere Daten, z.B. geringere Offset-Spannungen. Bei digitalen Typen lief das etwas anders (A,B,UB), aber das bleibt jetzt mal aussen vor.
Hinter dem A, das ggfs auch fehlen konnte, kam in der Typenbezeichnung der Kennbuchstabe für das Gehäuse.
Die meisten Typen wurden zunächst nur in hermetisch dichten Gehäusen gefertigt. Vorzugsweise waren das die runden TO-5 artigen Gehäuse (T), die es mit bis zu 12 Anschlüssen gab, sowie die teuren DIL (D) und Flat-Pack-Gehäuse (K) in Metall-Keramik (weisse Keramik).
Zu den DIL-Kunststoffgehäusen (E) hatte man anfangs offenbar wenig Vertrauen, weil diese nicht hermetisch dicht sind.
Ebenfalls nicht hermetisch dicht waren die Frit-Seal DIL-Gehäuse (F), bei denen sich der Chip zwischen zwei Platten aus dunkler Keramik befand, welche an den Anschlussen mit einer glasartigen Masse zusamengelötet waren. Diese F-Gehäuse waren auch noch preisgünsttig, boten aber eine bessere Wärmeabfuhr als Kunststoffgehäuse.
SMD-Gehäuse, heute vielfach mit D gekennzeichnet, gab es damals noch nicht, allenfalls konnte man die Flat-Pack-Gehäuse als solche ansehen.
Über diese regulären ICs hinaus hat RCA aber auch Halbleiter gefertigt, die für die Raumfahrt oder fürs Militär (hier vor allem Harris) spezifiziert waren. Diese Typen hatten noch den Zusatz JAN (joint army navy) oder JANTX im Namen und waren gegenüber der regulären Ware um ein Vielfaches teurer.
Mit Einführung von RoHS haben ganz allgemein viele Firmen noch ein Z (für Zero) bei den schadstofffreien Typen angehängt.
Was du da hast, sind also ganz normale CA3240 und CA3240A im Kunststoff-DIL Gehäuse (E).
Für das X habe ich momentan keine schlüssige Erklärung, da müsste man sich das Gehäuse und den Datumstempel mal genauer ansehen.
Solange diese ICs aber im Kunststoffgehäuse kommen, handelt es sich gewiss nicht um eine der sehr teuren Spezialversionen (z.B. /1SJ).