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| ich dachte, Tantalelkos haben einen recht niedrigen ESR. Das mit der geringen Strombelastbarkeit wusste ich aber nicht. |
Dafür gibt es Datenblätter, da stehen solche Dinge drin.
Ein wesentlicher Unterschied ist auch ein anderer Ausfallmechanismus.
Bei Alu-Elkos trocknet im Laufe der Zeit der Elektrolyt aus. Dadurch wird der ESR immer höher und am Ende hat der Kondensator keine Siebwirkung mehr, oder, bei hohen Strömen, wird durch den hohen ESR der Kondensator derart heiss, dass sich Dampf bildet und es mehr oder weniger zum Knall kommt.
Meist ist am Ende der Kondensator dann elektrisch offen, so als wäre er garnicht vorhanden.
Tantal-Elkos hingegen fallen mit Kurzschluss aus.
Bei leistungsfähigen Stromversorgungen kann daraus ein ziemliches Feuerwerk entstehen, zumal der verwendete Festelektrolyt MnO
2 ein gutes Oxidationsmittel ist und der Tantalsinterkörper damit regelrecht verbrennt.
Ausserdem sind diese Kondensatoren gegen sehr schnelle Spannungsänderungen beim Einschalten empfindlich. Deshalb sind sie besonders auf der Eingangsseite eines solchen Wandlers mit Vorsicht zu geniessen. Allein schon der jähe Spannungsanstieg beim Anschluss einer Autobatterie als Stromquelle kann für den Ta-Elko das Aus bedeuten!
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