Bauteilbezeichnung doppelt vergeben, am Beispiel von 2N441 Im Unterforum Bauteile - Beschreibung: Vergleichstypen, Leistungsdaten, Anschlußbelegungen .....
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Bauteilbezeichnung doppelt vergeben, am Beispiel von 2N441 Suche nach: bauteilbezeichnung (107) |
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BID = 1136143
nabruxas Monitorspezialist
    
Beiträge: 9584 Wohnort: Alpenrepublik
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Ich habe hier eine Leiterplatte vor mir liegen, die eine Sanierung braucht.
Da war schon ein Pfuscher dran....
Aber etwas anderes ist spannend!
Auf meiner Platte sind zwei IRF9640 und ein IRF640 montiert. Aber auch ein 2N442 der sehr schlecht bedruckt wurde.
Auf einem Bildausschnitt aus dem Internet sehe ich dass 2N442 richtig ist.
Jetzt wird es aber interessant, denn wenn ich auf Alldatasheet nach 2N442 suche bekomme ich ein DB, welches mit dem abgebildeten Bauteil nichts zu tun hat.
Klar, könnte ich auch einen IRF640 probieren, der scheinbar ein funktionierender Ersatz ist.
Aber.
Wie kann es sein, dass Datenblätter nicht mehr stimmen?
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0815 - Mit der Lizenz zum Löten! |
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BID = 1136146
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Der echte 2N442 wird, gemäss der niedrigen Hausnummer, wohl der dicke Germanium-Pott sein. In der alten SK-Äquivalenzliste von RCA wird als Ersatz für den 2N442 und(!) 2N441 der SK3012 gelistet, und das ist ein 150W Ge-pnp in dem gleichen runden Gehäuse.
MOSFETs hatten eher 3N-Bezeichnungen oder waren völlig anders nummeriert. Iirc erschienen Power-Fets hier auch erst anfangs der 1980er.
Ich habe zwar auch ein paar dicke Ge-Transistoren, welche die gleiche Bezeichnung tragen wie Si-Kleinsignal-Typen von ITT, aber das ist wohl eher einer zufälligen Gleichheit von Hausnummern geschuldet als einer böswilligen Benutzung genormter Bezeichnungen zur Verschleierung.
Das Bild aus dem Internet mit 441-442 Pärchen sieht mir nach zwei Komplementär-Endstufen aus, aber die Suche nach vergleichbaren japanischen 2SC- oder 2SK-Typen war auch erfolglos.
Deshalb muss man wohl davon ausgehen, dass bei deinem Gerät schon einmal jemand die Problematik untersucht hat und dann bei den verbauten IRF-MOSFETs gelandet ist.
Ob der jetzige Ausfall mit unzureichenden Daten der IRF-Transistoren zu tun hat, oder ob der damalige Fehler gar nicht beseitigt wurde, wirst du wohl gründlich untersuchen müssen.
Evtl kannst du den verbliebenen "2N442" noch vermessen (Ugs, Ron, Steilheit). Bei einer Audioendstufe sollte man daran denken, dass die Japaner schon lange bevor es die heute üblichen MOS-Schalttransistoren gab, PowerMOS für lineare Anwendungen hatten. Die jetzigen MOSFETs sind nicht unbedingt für Linearbetrieb mit hohen Leistungen geeignet (SOA, Schwingneigung). |
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