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DC-Antrieb restaurieren und betreiben?

    

BID = 1012884

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16405
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Ach ja und was ist das ? http://forum.electronicwerkstatt.de.....5.jpg
Im Bild 2 dürfte der Anlasswiderstand oben und unten die Umschaltung der Nebenschlusswicklung zu sehen sein.

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BID = 1012888

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Ja, auf dem Motor dürfte der Anlasser mit Widerständen sitzen. Weiter hinten, auf den Bildern nicht sichtbar, ist der "Stockwerks-Kopierapparat", eine Trommel mit seitlich versetzten Nocken, von denen jede einem Stockwerk entspricht und die Abschaltung bewerkstelligt. Bei dieser Konstruktion ist nahezu alles was irgendwie geht mechanisch realisiert, die Elektrik beschränkt sich auf ein Minimum. Auch die Motorbremse ist nicht wie damals üblich mit einem Elektromagnet und Luftdämpfer betätigt, sondern anscheinend mit einem großen Exzenter aus Gusseisen. Überhaupt ist der Antrieb ohne ersichtlichen Grund mit Abstand der größte und massivste, das ist weder mit Gebäudehöhe noch mit Antriebsleistung sinnvoll erklärbar. Die absolute Härte ist das Schneckengetriebe: eine geschätzt 20 mm starke Gussplatte 750x1050 mm groß mit angegossener unterer Getriebeschale, ca. 750 mm hoch! Absolut keine Ahnung, wie die das beim Bau da raufbefördert haben! Einerseits gab es den modernen Baukran wohl eher noch nicht, andererseits wirkt es durchaus so, als wäre der Maschinenraum erst nach weitgehender Fertigstellung des Hauses eingerichtet worden, das schränkt die Möglichkeiten ziemlich ein. Die letzte solche Getriebeplatte war kleiner und leichter, und vier routinierte Schlosser konnten sie unmöglich heben!

Wenn ich mich richtig erinnere, dient das Schütz nur zur Notabschaltung des Motors, mit der normalen Steuerung hat es wenig zu tun. Wir sind aber noch nicht sehr tief in die Konstruktion eingestiegen (und ich bin sowieso erst im Lernprozess was diese Maschinentechnik anbelangt, das ist mein erster Maschinenraum mit Handsteuerung).

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

 

  






BID = 1012891

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16405
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Klar doch Nockenschalter oder Schleifringschalter sind Robust und auch für mechanische Betätigung wie gemacht. Wartung und Instandsetzung ist da auch kein Problem. Nebenbei den Kettenzug gab es da auch schon! Und im Fahrstuhlschacht ist genug Platz um die Teile Etage für Etage nach oben zu befördern. Unsere Großeltern waren auch nicht auf den Kopf gefallen!

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BID = 1012894

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30342
Wohnort: Recklinghausen
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Evtl. könnte Otis in den USA da mehr Infos und mehr Erfahrung haben.
Das Gleichspannungsnetz in Manhattan wurde erst Ende 2007 abgeschaltet. Kunden waren teilweise die Gebäude, die von Edisons ersten Kraftwerk versorgt wurden. Die Gebäude bekamen Gleichrichter um die alten Aufzüge weiterbetreiben zu können.
https://cityroom.blogs.nytimes.com/.....ison/



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BID = 1012896

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Absolut keine Ahnung, wie die das beim Bau da raufbefördert haben! Einerseits gab es den modernen Baukran wohl eher noch nicht,
Aber es gab Flaschenzüge und Muskelkraft; notfalls die von Tieren.
Der Fahrstuhlschacht wird ja auch noch offen gewesen sein.


Offtopic :
Mein Vater, er müsste seine Gesellenprüfung in Breslau 1930 abgelegt haben, berichtete aus seiner Lehrzeit, wie sie ein Försterhäuschen ans Stromnetz angeschlossen haben.
Wie üblich wurde dazu eine Freileitung verlegt, die an den Isolatoren am Hausgiebel endete. Nach dem Legen der Leitung wurde diese mit einem Ochsengespann stramm gezogen.

In dem Häuschen gab es eine Stiege ins Obergeschoss, und nach dem die Freileitung stramm gezogen war, stand diese Treppe senkrecht!
Für die Firma Lehmamnn war das kein großes Problem: Man hat einfach das Ochsengespann auf der anderen Seite befestigt und das Häuschen wieder auf seinen Sockel gezogen.

BID = 1012898

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16405
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Früher wars das Ochsengespann und heute eben der VW-Transporter mit Pritsche. Dumm nur wenn sich dann der Arsc.. des LKW nach oben bewegt weil das Freileitungsseil dann doch zu lang war und sich wieder Durchhängen will.

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BID = 1012910

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien


Zitat :
Der Fahrstuhlschacht wird ja auch noch offen gewesen sein.


Das ist die Frage. Mit eingebauten Schachttüren können die das Getriebe jedenfalls nicht nach oben bekommen haben, die haben lichte Weite 73 cm und die Getriebeeinheit hat in jede Richtung mindestens 75. Und wie sie die Schachtdecke unter dem Antrieb geschlossen haben sollen, ist mir auch nicht ganz klar. Eigentlich schaut das aus als wäre der Maschinenraum fix-fertig gewesen (Wände und Decke verputzt, Boden zum Schacht bis auf die Seilöffnungen geschlossen) und die Einbringung nur mehr über die breite Flügeltür zum Stiegenhaus möglich gewesen - aber was weiß man, vielleicht doch erst mit allerhand Hilfsgerüsten nach dem Einbringen die Decke verputzt oder so.

Otis USA ist ein interessanter Tipp! Ansonsten dachte ich vor allem an irgendwelche Firmen, die viel mit Leistungselektronik zu tun haben - heute wird zwar meistens auf Drehstrom umgerichtet, aber es gibt ja auch noch Gleichstromanwendungen. Eigenbau kommt mir jedenfalls langsam eine Nummer zu groß vor.

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BID = 1012938

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Zitat : der mit den kurzen Armen hat am  5 Feb 2017 01:23 geschrieben :

Je nachdem wie rum die Feldwicklung vom Strom durchflossen wird ändert sich dann auch die Drehrichtung.
So könnte die Schaltung vom Prinzip aufgebaut sein.



Ja, aber man kann die Feldwicklung mit Hilfe der Schütze auch leicht umpolen ohne eine symmetrische Versorgung zu benötigen.

Ich vermute, dass die Schaltung ganz einfach deshalb auf 440V ausgelegt wurde, weil man dann nicht so große Querschnitte in der Installation benötigt und den "N" nicht belastet bzw. ihn gar nicht braucht außer z.B. für die Beleuchtung oder die Schütze.

BID = 1012970

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
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Ich sehe das auch so. Diese DC-Netze 2P+Mp waren nicht riesig ausgelegt. Ich wohne in einem MFH mit 8 Wohnungen und habe noch mit eigenen Augen die stillgelegten Gleichstrom-Hausanschlusssicherungen und Hauptleitung gesehen - zwei DII-Sockel und Teer-Erdkabel 3x4 mm2! Man hatte also maximal 25 A pro Außenleiter zur Verfügung. In einem größeren Haus mit Aufzug mögen das vielleicht 35 A gewesen sein, aber man wollte die Ströme sicher niedrig halten.


Offtopic :
Die Steigleitung war sofern meine Vermutung zutrifft überhaupt noch sparsamer dimensioniert - für 3 bzw. 5 Wohnungen je 2x2,5 mm2! Jedenfalls laufen die Reste einer solchen Leitung an der ursprünglichen Position der Zähler von Wohnung zu Wohnung, in Bergmannrohr PG11.


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BID = 1012977

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30342
Wohnort: Recklinghausen
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Wo findet man denn so ein Schätzchen? Das sich da niemand beschwert hat, daß der Fahrstuhl 75 Jahre lang nicht funktioniert hat
Wann wurden das Gleichspannungsnetz in Wien abgeschaltet? War das evtl. sogar der Grund für die Stillegung?


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BID = 1012993

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Zitat :
Das sich da niemand beschwert hat, daß der Fahrstuhl 75 Jahre lang nicht funktioniert hat
Da wird wohl niemand mehr gewohnt haben:
Zitat :
In Wien sind alle Aufzüge zur Personenbeförderung alle 12 Monate zu prüfen und solche mit nur einem Tragseil alle sechs Monate.
Hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Aufzugsanlage
Dort gibt es auch einen Link zu einem Museum für alte Aufzugsanlagen. Vielleicht wissen die näheres zu den Details.

Sonst mal versuchen die alte Patentliteratur zu durchstöbern. Dort könnten Details der Steuerung zu finden sein.



BID = 1013094

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
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Zitat :
Mr.Ed hat am  6 Feb 2017 14:31 geschrieben :

Wo findet man denn so ein Schätzchen? Das sich da niemand beschwert hat, daß der Fahrstuhl 75 Jahre lang nicht funktioniert hat
Wann wurden das Gleichspannungsnetz in Wien abgeschaltet? War das evtl. sogar der Grund für die Stillegung?


Das ist die Frage des Jahrhunderts... es war offenbar schlicht jedem egal bzw. kein Geld da. Ich staune seit ich mich mit der Materie beschäftige, wie viele solcher Schätze offenbar seit dem Krieg und noch länger in Wien schlummern! Die letzte abgebaute Anlage soll gar seit 1929 außer Betrieb gewesen sein! Ja, ein verrücktes Gerücht lautete sogar, sie sei niemals in Betrieb gegangen! Dagegen sprechen allerdings die Laufspuren am Kollektor. Eine vage Hypothese ist, dass beim Umbau von Handsteuerung auf "moderne" Tastersteuerung mit Rufknöpfen was schiefgegangen ist und dann die Weltwirtschaftskrise dazwischenkam. Wir sind schon verflixt neugierig auf die Originalunterlagen!

Das Gleichstromnetz war bis in die 50er in Betrieb (Abschaltung der letzten Teile 1955), da dürfte diese Anlage schon nicht mehr in Betrieb gewesen sein (keine Schachttür-Verriegelungen und andere fehlende Sicherheits-Umbauten).

Kurz, das Haus war jahrzehntelang bewohnt, und der Aufzug wurde halt als Abstellraum, Umkleide für Bauarbeiter und was weiß ich was verwendet. Das ist schon das dritte solche Haus dieser Art das ich im letzten Jahr gesehen habe! Im ersten von denen war das letzte Betriebsjahr laut Hausbewohnern 1946 (illegalerweise, der Umbau auf die deutschen Vorschriften wurde anscheinend kriegsbedingt aufgegeben). Später hat dann noch irgendwer den Motoranker mitgehen lassen, laut dem selben Hausbewohner die Russen - klingt etwas unwahrscheinlich, da im Haus auch ein russischer Offizier untergebracht war und damit alles unter besonderem Schutz stand.

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BID = 1015578

Trumbaschl

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Wohnort: Wien

So, eine konkrete Frage.

Kann ich zwei Drehstrom-Brückengleichrichter DC-seitig in Reihe schalten, um die gewünschten Spannungen zu erhalten, ohne sie drehstromseitig galvanisch zu trennen?

Ich fürchte nein, oder liege ich falsch?

Ansonsten wäre nämlich mein Problem so gut wie gelöst. Ich bekomme leihweise einen Drehstrom-Stelltrafo, kann also meine Wechselspannung genau so einstellen, dass ich nach der Gleichrichtung die richtige Spannung habe. Ich brauche aber zwei verschiedene Spannungen und wenn wir nicht die ganze Schaltung aufdröseln wollen in Dreileiter-Anordnung, also 220 V von + und - gegen den Mittelleiter und 440 V zwischen + und -.

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BID = 1015579

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16405
Zur Homepage von der mit den kurzen Armen

Funktioniert nicht, wenn dann brauchst du schon 2 Trenntransformatoren entsprechender Leistung. http://www.taunus-transformatoren.d......html
Auch nicht gerade billig Wie schon gesagt dürfte die Verwendung von Akkus noch die billigste Lösung sein.

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BID = 1015596

BlackLight

Inventar

Beiträge: 3698


Zitat : Trumbaschl hat am 13 Mär 2017 23:17 geschrieben :
Kann ich zwei Drehstrom-Brückengleichrichter DC-seitig in Reihe schalten, [...]
Mal eine dumme Frage dazu: Was spricht dagegen einen Drehstrom-BGR zur Erzeugung der Symmetrischen Spannungen in Referenz zum N zu verwenden? (Bin zu faul jetzt das mit sechs Dioden zu verstehen, bei zwei Dioden bekomme ich es gerade noch hin.) Analog zu dieser Schaltung:

Zitat :
Ausgang doppelte Wechselspannung.
symmetrisch mit Brückengleichrichtung.
http://forum.electronicwerkstatt.de.....t=jpg



Ich weiß, die Restwelligkeit wird größer sein und man keine Netztrennung zum Netzt hat.
(Ob die Ausgangsspannung sich halbiert, k.A. - die Ausgangsleistung wird es aber.)


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