| Autor |
|
Spule und Gleichstrommotor |
|
|
siggns Noch frisch

Mitglied seit: 15 Jan 2010 10:12 Beiträge: 32 Wohnort: Schierling
| ID = 672664
Hallo Forum,
ich brauche mal wieder eure Hilfe bei folgendem Problem:
Die Ausgangssituation:
Ein PWM-Ausgang des Steuergerätes steuert ein Magnetventil (Hydraulik) an.
Maximale Spannung hierbei: 24VDC
Soweit funktioniert das System ja einwandfrei.
Jetzt möchte ich gleichzeitig zum Magnetventil mit demselben PWM-Signal einen Elektromotor antreiben um die Arbeit des Ventiles "sichtbar" zu machen.
Dabei soll allerdings die "Charakteristik" des Ventils möglichst wenig verändert werden.
Muss ich den Motor nun in Reihe oder parallel zu dem Magnetventil schalten?
Was sagt Ihr dazu?
MfG, Sebastian
|
Rafikus Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 01 Feb 2003 Beiträge: 745
| ID = 672672
Hallo,
möchtest Du den Motor langsamer und Schneller drehen lassen, in Abhängigkeit vom PWM Signal?
Wenn überhaupt, dann wird der Motor parallel geschaltet.
Allerdings verstehe ich es nicht, wie man mit unterschiedlich schnell drehendem Motor die Arbeit eines Proportionalventils "sichtbar" machen kann?
Rafikus
|
siggns Noch frisch

Mitglied seit: 15 Jan 2010 10:12 Beiträge: 32 Wohnort: Schierling
| ID = 672675
Hi,
schneller soll er drehen, je mehr Kraft das Proportionalventil hat, desto schneller soll auch der Motor drehen.
Eigentlich ist an dem Magnetventil ein Hydraulikzylinder dran, der widerum einen Winkelsensor antreibt.
Nun gibt es in meinem Prüfstand den Hydraulikzylinder nicht und der Motor (Getriebemotor) treibt den Winkelsensor an.
Das Magnetventil muss drin bleiben um die korrekte Last am Ausgang des Steuergerätes zu haben.
Grüße, siggns
[ Diese Nachricht wurde geändert von: siggns am 23 Feb 2010 9:27 ]
|
Kleinspannung Elektronikforum-süchtig
     
Mitglied seit: 13 Jul 2005 23:46 Beiträge: 7993 Wohnort: Tal der Ahnungslosen
| ID = 672689
Zitat :
siggns hat am 23 Feb 2010 08:33 geschrieben :
|
Muss ich den Motor nun in Reihe oder parallel zu dem Magnetventil schalten?
|
Weder noch,da du damit ja auch die Last für das PWM Signal bzw. das Steuergerät beeinflussen würdest.
Wenn überhaupt,dann das Signal auskoppeln und damit eine separate Leistungsstufe für den Motor ansteuern.
Oder nen kleinen Controller und ein Lcd-Display dran was das Tastverhältniss dann anzeigt.
_________________
Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)
|
perl Ehrenmitglied
       
Mitglied seit: 16 Aug 2002 Beiträge: 11110,1 Wohnort: Bonn
| ID = 672696
Zitat :
| Dabei soll allerdings die "Charakteristik" des Ventils möglichst wenig verändert werden.
Muss ich den Motor nun in Reihe oder parallel zu dem Magnetventil schalten? |
Wenn schon, dann parallel.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß das überhaupt wie gewünscht funktioniert.
Die Kennlinien werden zu verschieden sein, und außer den Motor mit einem Widerstand hinteeinaderzuschalten, hast du keine Möglichkeit der Anpassung.
Ausserdem wird der PWM-Treiber durch die parallelgeschalteten Lasten evtl. überlastet.
Wenn es nur darum geht die Stärke der Ansteuerung sichtbar zu machen, bist du mit einem herkömmlichen Zeigerinstrument (Voltmeter parallel zum Magnetventil oder mit einem Amperemeter in Reihe damit) wahrscheinlich besser beraten.
|
|
siggns Noch frisch

Mitglied seit: 15 Jan 2010 10:12 Beiträge: 32 Wohnort: Schierling
| ID = 672707
Wie gesagt möchte ich mit dem Getriebemotor den Winkelsensor antreiben.
Der PWM-Kanal packt die Last (parallel) locker, habe ich schon nachgerechnet.
Und die Sache mit dem Entkoppeln ist natürlich TOP, aber die Last soll nur so in etwa gleich sein. Das passt so also schon.
Aussderdem ist es so recht simpel
Danke für die Hilfe!
|
selfman Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 12 Sep 2005 13:35 Beiträge: 1627 Wohnort: Seekirchen a. W.
| ID = 673066
Wahrscheinlich wird weder die Prallelschaltung noch die Reihenschaltung befriedigende Ergebnisse bringen.
Ein proportional angesteuertes Magnetventil wird nämlich übern den Strom gesteuert, da dieser ja für unmittelbar für die magnetische Kraft und damit auch für den Stellweg des Ventils verantowrlich ist. Ob nun linear oder PWM gesteuert spielt keine Rolle. Bei PWM zählt halt dann der mittlere Strom.
Außerdem überlagert man bei stetig gesteuerten Ventilen das Ausgangssignal auch mit einer kleinen niderfrequenten Rechteckspannung (=Ditherspannung) um den Mangetanker nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Damit schaltet man die Ansprechhysteresen infolge der Haftreibung aus.
Bei ernstzunehmenden Ansteuermodulen wird der mittlere durch die Spule fließende Strom auch gemessen und genau auf den Sollwert eingeregelt. Der sich mit der Temperatur ändernde Spulenwiderstand würde sonst das Stellsignal viel zu sehr verfäslchen.
Daher ist eine Parallelschaltung nicht sehr zielführend. Die Reihenschaltung scheidet deswegen aus, weil ein Motor sich grundsätzlich proportional der angelegten Spannung dreht.
Schöne Grüße Selfman
_________________
Traue keinem Ding, das du nicht selber vermurkst hast.
|
Rafikus Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 01 Feb 2003 Beiträge: 745
| ID = 673130
Zitat :
| | Ein proportional angesteuertes Magnetventil wird nämlich übern den Strom gesteuert ... |
Ist das sicher?
Ich könnte schwören, daß jenes, welches ich mal eines ansteuern musste, eben über die Spannung anzusteuern war. Und damit meine ich nicht etwa reine Steuerspannung 0-10V für ein Leistungsteil. Ist allerdings schon recht lange her, und weiß nicht auf welcher Grundlage diese Erinnerung ruht.
Rafikus
|
asdf Quasselstrippe
   
Mitglied seit: 25 Jun 2005 12:57 Beiträge: 309 Wohnort: NRW
| ID = 673134
Ich aber.
war aus der Agema.
Ein mehrstufiges Ventil mit Feldplatten- Brücke und
einem 741 samt Beschaltung als Hybridschaltung auf Glas.
Das Ganze war vergossen.
Die Reparatur hatte ganze 2 Tage gedauert.
klingelts?
Die Eingänge sind + - 15 V mit ca 50 k Eingangswiderstand.
Das würd ich auch spannungsgesteuert nennen.
gruss asdf
|
Rafikus Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 01 Feb 2003 Beiträge: 745
| ID = 673146
Ja, ich erinnere mich.
Was ich allerdings meine war ein Ventil, wo ohne zusätzliche Hilfsenergie direkt mit der Spannung (und entsprechendem Strom) gesteuert wurde.
Ist aber nicht so wichtig.
Tach adsf
Gruß, Rafikus
|
GeorgS Elektronikforum-süchtig
     
Mitglied seit: 07 Sep 2006 12:44 Beiträge: 4890 Wohnort: Landau in der Pfalz
| ID = 673148
Zitat :
| Ist das sicher?
Ich könnte schwören, daß jenes, welches ich mal eines ansteuern musste, eben über die Spannung anzusteuern |
Die Kräfte im Magnetfeld sind eine Funktion des Stromes,
die Spannung ist zweitrangig.
Will man magnetische Aktuatoren (z.B. Nadeldrucker)
schnellstmöglich bewegen, macht man das mit
Stromquellenschaltungen, die den Strom quasi
erzwingen.
Georg
_________________
-----------------------------------------------------
Sokrates, der alte Greis, sagte einst in tiefen Sorgen:
Ach, wieviel ist noch verborgen, was man immer noch nicht weiß!
|
asdf Quasselstrippe
   
Mitglied seit: 25 Jun 2005 12:57 Beiträge: 309 Wohnort: NRW
| ID = 673150
is ja richtig Georg.
Das von mir zitierte Ventil bezieht einen Großteil der Kraft über extreme hydraulische Verstärkung und die Hybridschaltung war sehr gut versteckt.
Von außen also ein Teil was genau wie ein OPV angesteuert wird .
Falls siggns sowas ähnliches verwendet und einen niederohmigen Treiber benutzt , hätte er vielleicht überraschend wenig Rückwirkungen.(glaub ich aber nicht).
gut nächtle, ich leg uns jetzt noch ne Musik auf
|
siggns Noch frisch

Mitglied seit: 15 Jan 2010 10:12 Beiträge: 32 Wohnort: Schierling
| ID = 673161
Moin!
Ich habe die Schaltung jetzt parallel gebaut und werde diese direkt an der Maschine ausprobieren.
Melde mich mit Ergebnissen,
Grüße, siggns
|
| Elektronik-Sucher für Ersatzteile |
Magnetventil Widerstand Spulenwiderstand Ventil Hybridschaltung Eingangswiderstand Schaltung |
| Suchen in transistornet.de |
Magnetventil Widerstand Spulenwiderstand Ventil Eingangswiderstand Schaltung |