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Elektronik- und Elektroforum Forum Index   >>   Historische Technik        Historische Technik : Geräte, Bauteile, Installationen aus alter Zeit.

Autor
Warum steht am VE Wellenschalter K u.L

    

BID = 726853

Otiffany

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Beiträge: 13117
Wohnort: 37081 Göttingen
 

  


Mir ist jetzt aufgefallen, daß an dem wellenschalter meines Volksempfängers "K" und "L" steht und nicht "M" und "L", wie man das eigentlich erwarten sollte. Natürlich empfängt der VE keine kurze Welle, sondern Mittelwelle und lange Welle.

Wer kann das erklären?

Gruß
Peter










BID = 727006

Surfer

Schreibmaschine



Beiträge: 2939

Vielleicht wurde die Mittelwele damals Kurzwelle genannt?

Ansonsten frag doch mal bei den Jungs nach

http://www.dampfradioforum.de/

Gruß SUrf

 

  






BID = 727165

Otiffany

Urgestein

Beiträge: 13117
Wohnort: 37081 Göttingen

Ivh habe den Rat befolgt und im Dampfradioforum nachgefragt.
Das waren die Antworten:
so steht es bei Wikipedia: Der Volksempfänger war ein technisch sehr einfach ausgeführtes Gerät für Mittelwelle und Langwelle, zunächst noch mit Kurz- und Langwelle bezeichnet (Quelle: Erhaltenes Originalgerät VE 301 W).

wobei sich aber nicht auf Fachliteratur berufen wird sondern einfach nur auf die Buchstaben auf dem Gehäuse

und:
ich habe in Erinnerung das K und L für kurze und lange Nachtwellen steht. Also das mit kurze Welle wirklich die Mittelwelle gemeint war.

Analog auch in Frankreich:
PO = Petite Onde = Mittelwelle
GO = Grande Onde = Langwelle

Gruß
Peter

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Otiffany am 15 Nov 2010 10:31 ]

BID = 727196

stego

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Beiträge: 2081
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Servus!

Zu dieser Zeit (1933-1937) wurde in Deutschland der "normale" Rundfunk nur über die MW- und LW-Frequenzen ausgestrahlt, KW wurde für militärische Zwecke benutzt.
Weiters waren auf KW häufig ausländische "Feindsender" zu empfangen, daher hatte der VE diesen Wellenbereich nicht.

Teure Geräte dagegen hatten ca. ab 1937 häufig auch einen KW-Bereich, ungefähr ab diesem Zeitraum wurde KW auch für Rundfunk genutzt.

So wurde der erste Philips "Aachen" 203U (erste Philetta, genannt "Komissbrot") nur mit MW u. LW ausgestattet, die zweite Philetta 208u hatte als dritten Wellenbereich auch KW an Bord.
Diese kleinen Philettas waren als "frontnahe Unterhaltung" beim Militär recht beliebt und verbreitet, wegen ihrer enormen Empfangsqualitäten.

Beim VE bedeutet wirklich K = MW und L = LW.

(Besitze auch vier VE-Modelle, VE301, VE301B2, VE301dyn u. DKE38. Keiner hat einen KW-Bereich.)

Gruß
stego

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Für die Umsetzung meiner Tipps übernehme ich keinerlei Verantwortung! Ich sitze ja schließlich nicht vor dem Gerät. Jeder der an einem elektronischen Gerät arbeitet, muß sich dessen bewußt sein, was er/sie tut!

BID = 727208

Otiffany

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Beiträge: 13117
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Für den DKE gab es aber einen Kurzwellenadapter, der einfach unter die VCL11 gesteckt wurde. Leider habe ich das Teil vor zwei Jahren verkauft.

Gruß
Peter

BID = 727458

Draht

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Ein KW-Adapter, der unter die VCL11 zu stecken war ???
Für einen KW-Bereich hätte man den Spulensatz umfrisieren müssen,
da tippe ich doch eher auf so etwas, wie einen Plattenspieleranschluß
oder eine Tonblende.
Diese gabs tatsächlich als Zwischensetzer.

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werden wir wirklich sehen, was uns verboten wurde.

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BID = 727461

Mr.Ed

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Der Kurzwellenvorsatz ist aber eine Nachkriegsentwicklung.
http://www.radiomuseum.org/r/siemen......html
Der DKE wurde ja nach dem Krieg noch weitergebaut.
http://www.radiomuseum.org/r/siemen......html

Bei "Jogi" ist auch noch was dazu zu finden.


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Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Mr.Ed am 16 Nov 2010 19:36 ]

BID = 727473

Draht

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Beiträge: 263
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Nachkriegs DKE-Bauten kannte ich bisher nur von einer Bude Namens "Eldy".
Daß sogar Siemens die Reste verbaut hat, war mir neu.
Der "Vorsatz" sieht für ein Industrieteil auch abenteuerlich aus.
Wie das wohl bedientechnisch ging ?
Müßte wirklich mal Fotos vom Fertig aufgebauten Gerät sehen, oder
noch besser, eins in der Hand haben.

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Draht am 16 Nov 2010 20:22 ]

BID = 727476

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30345
Wohnort: Recklinghausen
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Der Phonoadapter sieht nicht besser aus, zumal der DKE keine Netztrennung hat. Das waren halt andere Zeiten. Der Hinweis, nur Tonabnehmer nach VDE zu benutzen war da nicht umsonst.
Für die anderen Modelle gab es auch solche Zusätze.



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BID = 727480

Draht

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Hmja, bin da mal an einen Nachdruck des Buchs
"Vom ältesten zum neuesten VE-Gerät" gekommen.
Dort stand auch einiges zum Thema KW Empfang drin.
Dort waren es aber kleine Zusatzgeräte, die auch einiges an
Schaltungsänderungen mit sich brachten.
Das Abenteuerlichste hier war ein Plattenspieleranschluß,
der zwischen die Gitterkappe einer AF7 (VE 301 Dyn und Wn)
oder auch VF7 (VE 301 DynGW) und der Röhre geklemmt wurde.
Bis heute rätsel ich noch darüber, wie die Gitterkappe deponiert wurde.
Der gesunde Verstand sagt ja eigentlich, daß die nicht einfach so im Gerät herumfliegen sollte.

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Draht am 16 Nov 2010 21:08 ]


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