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Autor
Siemens Phono Tango 58
Suche nach: siemens (10560)

    

BID = 925823

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7198
Wohnort: Wien
 

  


Vor einiger Zeit habe ich ein Saba-Tonbandgerät gegen einen Siemens Phono Tango 58 (Phono-Super 598W) getauscht. Leider hat der Phonosuper einige Macken. In der Annahme, er sei durchgehend in Verwendung gewesen, habe ich ihn direkt ans Netz gegeben, auch der moderne Schukostecker sprach dafür.

Das ist auch schon wieder ein paar Jahre her (ca. 3 Jahre), meine Erinnerung ist folgende: der NF-Teil lief und Platten wurden prinzipiell abgespielt. UKW war völlig Stille, MW/LW nur Rauschen, allerdings ohne Antenne.

Außerdem hat auch der Plattenspieler mechanisch seine Wehwehchen, sowohl der Antrieb als auch die Tonarmlagerung dürften am Ende sein (oder ist das normal wenn der Tonarm sich um seine Längsachse drehen lässt?)
Sollte die Geschichte mit dem Tonarmlager reparabel sein ist immer noch vermutlich ein neues Reibrad fällig.

Kernfrage: wie sieht es mit den Kondensatoren im Bild aus? Scheinen von Telefunken zu sein, mit einer Art Kunstharz oder Kunststoff vergossen. Leider ziemlich verbaut das Ganze (im 2. Bild sieht man gaaaanz versteckt zwei grüne Kondis)

Der Klangregler wollte auch nicht (drehte frei), das war aber eine sehr simple Operation - Madenschraube sanft festziehen ;)





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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"










BID = 925895

stego

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Beiträge: 2080
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Servus!

Erstmal heißt der nicht 598W, sondern 589W.

Das eingebaute Philips Plattenspieler-Chassis ist eigentlich von robuster Bauweise. Den Schaden am Tonarmlager kann man bestimmt reparieren (wird die Aufnahme der horizontalen Lagerachse gebrochen sein, evtl. auch nur ausgeklinkt). Auch die Gummiräder sind gemäß meiner Beobachtung auch heute noch brauchbar. Bei dem Chassis ist der Motor unter dem Tonarm, die Gummischeibe drückt an den Außenrand des Plattentellers. Meiner Meinung nach sollte (1.) gründliches Reinigen der Lagerstellen und Schmieren derselben und (2.) Reinigen der Gummischeibe, der Motorwelle mit den 4 Abstufungen und des Plattenteller-Außenrandes, evtl. mit Aceton (ist für Gummi recht gut), reichen, um den Plattenspieler wieder zum einwandfreien Arbeiten zu bewegen. Ich habe einige Plattenspieler dieser Bauart in meiner Sammlung, alle laufen einwandfrei.

Dem Kondi würde ich nicht trauen! Kann auch ein vergossener Elko sein, Aufklärung bringt Nachschauen, evtl. Ausbauen und Messen. Im Zweifel prophylaktisch tauschen, nach ca. 55 Jahren sind die Dinger bestimmt mehr schlecht als recht.

Wenn UKW überhaupt nicht geht, als erstes mal den Gleich-Riecht-er überprüfen. Ist die Anodenspannung deutlich zu niedrig, schwingt der Oszillator im UKW-Teil nicht an. Ergibt somit Funkstille.
Außerdem schauen, ob das Magische Auge beim Durchstimmen reagiert oder offen bleibt. Probehalber, wenn die Spannungen ok sind, die ECC85 tauschen. Am besten alle Röhren gegen nachweislich intakte zum Probieren vorrätig halten.

In den AM-Bändern wird ohne Antenne eh nur Rauschen zu hören sein. Man muß ja froh sein, wenn man heutzutage überhaupt noch einen analogen Sender im LW/MW/KW-Bereich zu hören kriegt, die meisten wurden ja eh schon zugunsten DRM (Digital Radio Mondiale) abgeschaltet.

Gruß
stego



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Für die Umsetzung meiner Tipps übernehme ich keinerlei Verantwortung! Ich sitze ja schließlich nicht vor dem Gerät. Jeder der an einem elektronischen Gerät arbeitet, muß sich dessen bewußt sein, was er/sie tut!

 

  






BID = 925896

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30334
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DRM würde ich als noch toter als AM bezeichnen. Weltweit senden gerade mal eine Hand voll DRM Sender, Empfänger gibt es praktisch nicht im Handel.
Wenn, dann wird AM zugunsten von Internetradio und zum einsparen von Kosten abgeschaltet.

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-=MR.ED=-

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Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 925898

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7198
Wohnort: Wien

Elko ist das ziemlich sicher keiner, die Elkos sind alles Metallteile. Bezüglich der anderen Aspekte probiere ich ein wenig herum. Mit dem Hornyphon Rex hatte ich mit 2m Bananenstecker-Überspielkabel ganz passablen MW-Empfang als ich das noch in Betrieb hatte (bis Stimme Moskaus).

Ach ja und sorry für den Zahlendreher, da waren die Finger schneller als das Hirn!

Zum Messen sollte ich mir allerdings erst einmal einen Trenntrafo besorgen, sonst ist mir nicht wohl bei der Sache. Kondensatoren tauschen bei einem Radio, das seit sicher 5 Jahren nicht mehr am Netz war ist was anderes.

Nachtrag: das magische Auge reagiert nur bei LW, sonst passiert nichts. Außerdem klemmt bei UKW irgendwas, ich komme nicht unter 90 MHz, dann steht der Knopf an. Entweder klemmt der Drehko oder der Skalenzeiger stimmt nicht. Gewalt habe ich natürlich keine angewendet.

Übrigens scheint mir das Gerät kurios verbastelt zu sein, hinten gibt es zwei Kippschalter, wobei man mit dem einen den eingebauten Lautsprecher abschalten kann, was der andere tut ist mir noch unklar. Wirkt jedenfalls nicht unbedingt original.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Trumbaschl am 11 Mai 2014 13:40 ]

BID = 925904

perl

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Zitat :
Entweder klemmt der Drehko
Spritzgußgehäuse?


P.S.: Der gezeigte Kondensator wird ein Papierdielektrikum haben, also leck sein.
Ebenso evtl. netzseitig vorhandene Y-Kondensatoren und solche die an der Anodenwicklung des Netztrafos angeschlossen sind, unbedingt erneuern.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 11 Mai 2014 14:27 ]

BID = 925910

Trumbaschl

Inventar



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Wenn ich mal Zeit habe baue ich das Chassis aus, von hinten und unten sieht man nicht rasend viel. Das magische Auge hat übrigens auch irgendwas, das leuchtet zwar noch schön, sieht aber aus als ob innen irgendein Blech verrutscht wäre, das jetzt weite Teile verdeckt. Foto folgt!

Ich muss sagen die Kiste ist derart verbaut, dass ich mich nicht wirklich drantraue, manche Kondensatoren sind völlig unter x Schichten anderer Teile und Leitungen vergraben. Wird mal auf die Seite geschoben bis ich die Muße habe die anderen offenen Baustellen zu bearbeiten. Danke jedenfalls für die Hilfe!

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BID = 925929

perl

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Zitat :
Das magische Auge hat übrigens auch irgendwas, das leuchtet zwar noch schön, sieht aber aus als ob innen irgendein Blech verrutscht wäre, das jetzt weite Teile verdeckt.
Vielleicht.
Die EM81 ist kein magisches Band, sondern ein magischer Fächer.
So sieht sie gewöhnlich aus: http://www.jogis-roehrenbude.de/Roe.....1.htm


Zitat :
ganz passablen MW-Empfang als ich das noch in Betrieb hatte (bis Stimme Moskaus).
Das ist allerdings keine grosse Kunst.
Ich habe lange nicht mehr hineingehört, weil das wegen der zahllosen Schaltnetzteile, ESL und DSL kein Vergnügen mehr ist, aber wenn ein schlechter Empfänger in irgend einem Frequenzband noch etwas von sich gab, dann Radio Moskau. Auf Dauer hilft eben doch nur Power.


BID = 925950

Trumbaschl

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Zur EM81:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roe.....2.jpg

Die ist mit dem Sockel nach oben eingebaut und es sieht für mich so aus, als ob das im Bild unten sichtbare Metallteil verrutscht(?) wäre und jetzt zu viel vom Fächer verdecken würde. Man sieht nur einen relativ schmalen Leuchtstreifen.
Im Vergleich zu diesem Foto
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roe.....9.jpg
sieht man nur ungefähr die Hälfte der leuchtenden Fläche. Kommt mir im Vergleich zu anderen magischen Fächern (Eumigette, Hornyphon Triola) entschieden seltsam vor.

Damals, vor ein paar Jahren, hatte ich auf MW noch einige Auswahl, habe das schon länger nicht mehr ausprobiert. Mit dem Kofferradio (Nordmende Transita Spezial) ist auf MW eigentlich noch verdammt viel los, da hat sich in den letzten 10 Jahren nicht viel geändert. LW ist ziemlich tot.

Momentan bin ich grade auf UKW und genieße den ganz eigenen Klang dieses Transistorschätzchens. Mit völlig unzeitgemäßer Musik, aber was solls, die Stimmung stimmt (Tote Hosen :D)

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BID = 925986

stego

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Servus!

Magische Fächer, wie die EM81, EM80, EM85, werden meistens "kopfüber" verbaut, seltener "aufrecht stehend".
Was bei Dir diesen komischen optischen Effekt hervorrufen wird, ist wahrscheinlich die Röhre selbst, die in der Halterung nach unten verrutscht ist. Üblicherweise werden die Magischen Augen/Fächer/Bänder in der Schallwand nur durch eine Zugfeder gehalten, die um den Glaskolben gespannt wird. Durch Erschütterungen beim Transport u.ä. kann die Röhre dann mal ganz leicht 1-2 cm nach unten rutschen. Dann verdeckt das Blech fast den ganzen Ausschnitt in der Schallwand.

Gruß
stego


Offtopic :
Wichtiger als alles andere ist eine gründliche Kondensatorkur! Erst dann kann man das Gerät wieder gefahrlos in Betrieb nehmen, ohne Schäden an Röhren, Übertrager usw. fürchten zu müssen.
Diese Erfahrung konnte ich erst gestern -wieder einmal- machen: Grundig 3010W von 1952 restauriert, ALLE (!!!) Teerbomben gegen moderne Rollkondensatoren ausgetauscht - läuft wieder klar und lautstark, wie in alten Zeiten!
Von den alten teervergossenen Kondis sind einige sogar schon heiß gelaufen, die Vergußmasse hat sich schon stark verformt, z.T. schon heraus getröpfelt! Sämtliche von den dunkelbraunen Röllchen mit schwarzem Teer vergossen hatten einen Isolationswiderstand jenseits von Gut und Böse! Und das waren um die 25 Stück, hinzu kamen noch sämtliche Elkos, die waren ebenfalls trocken oder bereits ausgelaufen (Becherelko im Netzteil, der hatte einen "Blumenkohl" an der Sollbruchstelle oben).
Im Nachhinein wundert mich das enorm, daß der Besitzer des Gerätes bei seinem Probelauf (vor der Restauration) überhaupt einen Ton hören konnte...


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BID = 926015

Trumbaschl

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Mal sehen... das Gerät ist wie erwähnt derart verbaut, dass ich die Kondensatorkur wenn überhaupt erst in ferner Zukunft mache, vorher sind die diversen anderen Röhrengeräte dran, bei denen das erheblich leichter geht.

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BID = 926128

Trumbaschl

Inventar



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Detail am Rande: das Gerät hat nicht die in der Rundfunktechnik gängigen Glasrohrsicherungen, sondern die aus vorsintflutlichen Steckdosen bekannten Kartonstreifensicherungen! Wenn die mal durchbrennen heißt es wohl neue Sicherungshalter einlöten.

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BID = 926131

stego

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Servus!

Das ist eher selten bzw. ungewöhnlich! Standard sind eigentlich die 5x20 mm Glasrohrsicherungen, träge Ausführung.
Eine Halterung brauchst Du nicht unbedingt in die Schaltung bzw. ins Chassis einlöten, Du kannst auch in die Netzzuleitung innerhalb des Gerätes eine Halterung einbauen.

Gruß
stego

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BID = 926137

perl

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Zitat :
Du kannst auch in die Netzzuleitung innerhalb des Gerätes eine Halterung einbauen.
Dafür gibt es Aufsteckkappen mit Drahtenden.
Gibts preiswert z.B. bei C, und ich habe wohl auch irgendwo noch eine 1000er Packung.

BID = 940803

Trumbaschl

Inventar



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Ich habe das Gerät gerade wieder offen. Ich muss ehrlich zugeben den UKW-Teil verstehe ich nicht!

Der Tuner ist soweit ich sehe komplett gekapselt. Außen an diesem Gehäuse sitzt eine Hebelage, die vom Skalenseil betätigt wird. An dem Punkt wo der Zeiger ca. bei 91 MHz steht blockiert der kleine Messingstift mit der Feder die weitere Hebelbewegung. Der Stift selbst bewegt sich keinen Millimeter, wobei ich in Anbetracht der Feder eigentlich eine Axialbewegung erwarten würde. Könnte es sein, dass eigentlich dieser Stift einen Mini-Drehkondensator im UKW-Tuner betätigt und beim Durchstimmen de facto gar nichts passiert? Das würde irgendwie den fehlenden UKW-Empfang erklären

Oder was kann da los sein?

Die Kondensatoren sind bei genauer Betrachtung die damals in Österreich gängigen Kondur-Röllchen in schön buntem Papier, fast so schrottig wie die älteren vergossenen Czeija & Niessl, die sich völlig auflösen (hatte mal ein Foto aus meiner Eumigette).

Wäre ja zu geil, wenn das einzige Problem verharztes Fett wäre...





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BID = 940804

attersee

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Das sieht nach einem festgefahrenen Variometer aus. Vermutlich bleibt nur das Öffnen des Tuners.
Grüße, attersee


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