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Elektronik- und Elektroforum Forum Index   >>   Historische Technik        Historische Technik : Geräte, Bauteile, Installationen aus alter Zeit.

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Autor
Seagate-Festplatte von 1991
Suche nach: festplatte (1816)

    

BID = 957499

Ronnie1958

Schreibmaschine



Beiträge: 1323
Wohnort: Taunusstein
 

  


Ich war zunächst am Grübeln, ob ich das hier oder im Unterbord "Hardware etc." posten soll, aber Hardware, die knapp 24 Jahre alt ist, gehört ja schon zur historischen Technik.

Im Jahr 2001 hatte ich von einem Freund einen PC gekauft, den ich als einfachen Server mit Windows NT 4 eingerichtet hatte. Hauptsächlich diente er als Apache-Server, um von mir geschriebene Webseiten offline testen zu können. Die Internetverbindungen waren ja seinerzeit noch ganz schön teuer. Außerdem war er dafür zuständig, den anderen Rechnern im Netzwerk die Internetverbindung zur Verfügung zu stellen. Der PC war mit einem Pentium-Board und einer Festplatte von 1,2 GB aufgerüstet.

In seinem Innenleben befand sich aber auch noch dieser Trumm, der stillgelegt war und den ich ausbaute, weil ich Platz für eine weitere, größere Platte brauchte. Das Ding fiel mir dieser Tage wieder in die Hände und bei einem ersten Test, bei dem ich nur die Stromversorgung angeschlossen hatte, lief sie problemlos an und ich hörte auch die Köpfe knattern. Es gab keine seltsamen Geräusche, aber es ist kein Vergleich zum niedrigen Geräuschpegel moderner Laufwerke.

Das Unglaubliche geschah dann. Ich suchte im Netz nach der Platte und fand zu meinem Erstaunen auf der Website von Seagate noch ein Datenblatt! Ebenso fand ich neben vielen anderen Einträgen in Google-Groups (!) auch noch Seiten bei Datenrettungsfirmen wie etwa HDDLab. Wenn man annimmt, dass diese Platten seit 15 oder mehr Jahren ersetzt sind, ist das erstaunlich.

Seagate HDDLab

Die wesentlichen Daten sind Seagate Legacy ST-1144a, Format 3,5 Zoll, 130 MB, 7 Köpfe, 4 Scheiben, cirka 3500/min. Die Maße sind in cm 15x10x4.

Auf der Unterseite befindet sich eine LED, die im Datenblatt als "Remote LED" beschrieben ist. Sie ist auf dem Foto neben dem schwarzen Blech zu sehen. Auf ihre Funktion kann ich mir keinen Reim machen und wenn jemand etwas darüber weiß, dann bitte her damit.

Ich guck mal, dass ich sie übers Wochenende richtig zum Laufen bringe (mein IDE auf USB-Adapter ist gerade woanders im Einsatz) und berichte dann. Ich bin gespannt, welche Dateiformate ich finden werde, die keiner mehr kennt


Gruß
Ronnie

[/img]












BID = 957501

123abc

Schreibmaschine



Beiträge: 1988
Wohnort: Hamburg

Bei mir läuft auch noch ein 2GB Festplatte aus meinem ersten Rechner.

Der Verkäufer sagte mir "diese werden Sie so schnell nicht voll bekommen"

Die Platte wird bestimmt noch länger halten als die neuen Platte.
War eben bestimmt noch etwas robuster gebaut.

123abc

 

  






BID = 957514

Otiffany

Urgestein

Beiträge: 13117
Wohnort: 37081 Göttingen

Ich habe hier auch noch einen PC, den ich vor 13 oder 14 Jahren mal aus dem Sperrmüll gerette habe. Den benutze ich heute noch manchmal und er läuft unter Windows95 anstandslos

Gruß
Peter

BID = 957519

Spacy2k

Schriftsteller



Beiträge: 611
Wohnort: Norden
ICQ Status  

das älteste was ich bieten kann wie groß keine ahnung










[ Diese Nachricht wurde geändert von: Spacy2k am 27 Mär 2015 20:58 ]

BID = 957523

Manolito

Stammposter

Beiträge: 391
Wohnort: anywhere


Zitat :
Auf der Unterseite befindet sich eine LED, die im Datenblatt als "Remote LED" beschrieben ist. Sie ist auf dem Foto neben dem schwarzen Blech zu sehen. Auf ihre Funktion kann ich mir keinen Reim machen...

Die Remote LED ist eine simple Status-LED die Schreib/Lese-Aktivitäten auf der HDD anzeigt; hatten damals viele FP, weil diese Funktion häufig noch nicht auf den Mainboards integriert war.

Dazu ein Auszug aus dem PM zu einer Seagate MARATHON 810 von 1995:

Remote LED configuration
The drive indicates activity to the host through the DASP– line (pin 39) on the ATA interface. This line may be connected to a drive status indicator driving an LED at 5V. The line has a 30 mA nominal current limit. To avoid potential damage to the drive, the host should include a resistor in line with the LED for current limiting. This resistor should have a minimum resistance of 470 ohms (1,000 to 3,000 ohms is recommended).

Btw. Bei mir liegen auch noch eine WD 93044-A (40 MB) von 1990 und eine Connor CP30204 (212 MB) von ca. 1992 rum, die noch problemlos anlaufen und auch unter WIN7 erkannt werden, die ich aber leider nicht mehr auslesen kann, weil beide MFM formatiert sind und der zugehörige PC (386 SX) von 1990 beim letzten Umzug entsorgt wurde.

Gruß - Mano



BID = 957524

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Die Remote LED ist eine simple Status-LED die Schreib/Lese-Aktivitäten auf der HDD anzeigt;
Ja, auch als BUSY-LED bekannt.
Praktisch alle Laufwerke hatten so ein Lämpchen, und am Stecker ist dieses Signal auch herausgeführt und bediente eine zweite LED in der Frontplatte des Rechners.

Irgendwann gegen Ende der 90er verschwanden diese LEDs von den Laufwerken und später blinkten auch die Rechner nicht mehr bei Festplattenzugriffen.
Möglicherweise, weil die Festplatten mittlerweise so schnell waren, dass man kurze Blitze eh nicht mehr gesehen hätte.

BID = 957528

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat : Otiffany hat am 27 Mär 2015 20:34 geschrieben :

Ich habe hier auch noch einen PC, den ich vor 13 oder 14 Jahren mal aus dem Sperrmüll gerette habe. Den benutze ich heute noch manchmal und er läuft unter Windows95 anstandslos
Solche alten Kisten können mitunter interessant sein, wenn man Meßgeräte mit HP-IB (auch als IEEE-488 oder GPIB bekannt) Steckern fernsteuern will.
Neue Interfaces dafür, z.B. mit USB, sind recht teuer, und für die preisgünstigen alten Steckkarten fehlen bei den modernen Rechnern die ISA- oder XT-Bus Steckplätze.

BID = 957531

Manolito

Stammposter

Beiträge: 391
Wohnort: anywhere


Zitat :
Irgendwann gegen Ende der 90er verschwanden diese LEDs von den Laufwerken und später blinkten auch die Rechner nicht mehr bei Festplattenzugriffen.

Alle meine Notebooks, darunter ein ACER ASPIRE 5750G von 2012, haben diese Status-LED (HDD-Indicator) aber noch, die mich mit ihrem ständigen Geblinke gehörig nerven.

Gruß - Mano

BID = 957541

Dark Dragon

Schreibmaschine



Beiträge: 1362
Wohnort: Solingen


Zitat :
Ronnie1958 hat am 27 Mär 2015 18:56 geschrieben :


Ich guck mal, dass ich sie übers Wochenende richtig zum Laufen bringe (mein IDE auf USB-Adapter ist gerade woanders im Einsatz) und berichte dann.


Der IDE auf USB Adapter wird bei dieser Platte wahrscheinlich nicht funktionieren.
Grund : Die Platte übermittelt dem Controller noch nicht die eigenen Daten wie Anzahl der Spuren, Köpfe, Sektoren, usw.
Die Daten mussten noch per Hand ins Bios Setup der Rechner eingetragen werden.

"Autodetect", was auch die USB auf IDE Adapter vorraussetzen, (hat was mit PIO Modus, LBA, usw. zu tun) kam erst viel später.



BID = 957562

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien


Zitat :
Dark Dragon hat am 28 Mär 2015 01:15 geschrieben :


Zitat :
Ronnie1958 hat am 27 Mär 2015 18:56 geschrieben :


Ich guck mal, dass ich sie übers Wochenende richtig zum Laufen bringe (mein IDE auf USB-Adapter ist gerade woanders im Einsatz) und berichte dann.


Der IDE auf USB Adapter wird bei dieser Platte wahrscheinlich nicht funktionieren.
Grund : Die Platte übermittelt dem Controller noch nicht die eigenen Daten wie Anzahl der Spuren, Köpfe, Sektoren, usw.
Die Daten mussten noch per Hand ins Bios Setup der Rechner eingetragen werden.

"Autodetect", was auch die USB auf IDE Adapter vorraussetzen, (hat was mit PIO Modus, LBA, usw. zu tun) kam erst viel später.





Ist ein bisschen Glückssache. Ich hatte schon 40-MB-Platten, die manchmal erkannt werden und manchmal nicht.

Das bittere ist, dass bei älteren IDE-Platten teilweise "falsche" Parameter im Setup angegeben wurden, um die Platte zu einem der vordefinierten Typen kompatibel zu machen. Dann kriegt man die Platte auch nur mit diesen verbogenen Daten wieder zum Laufen. Mit den korrekten kann es z.B. passieren, dass man zwar die erste Partition sieht, diese aber nicht startfähig ist und alle weiteren Partitionen unsichtbar sind. Hintergrund: manche frühen Boards hatten noch keinen benutzerdefinierten Plattentyp, man wählte dann den nächstbesten zu den Daten der Platte passenden (gleich viele Köpfe, gleich viele oder etwas weniger Zylinder und Sektoren).

Apple wusste schon, warum die damals nur SCSI-Platten verbaut haben... die hatten zuverlässige automatische Erkennung vom ersten Tag an.

_________________
"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 957605

Ronnie1958

Schreibmaschine



Beiträge: 1323
Wohnort: Taunusstein

Danke an Dark Dragon für den Hinweis mit dem IDE auf USB-Adapter. Daran habe ich gar nicht gedacht, erinnere mich aber, gestern mehrere alte Foreneinträge gesehen zu haben, wo es darum ging, welche Werte im Setup eingetragen werden müssen. Dann muss ich halt den ollen PC - ja, der exisiert noch - hervorzerren.

BID = 957629

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien


Zitat :
Ronnie1958 hat am 28 Mär 2015 18:11 geschrieben :

Danke an Dark Dragon für den Hinweis mit dem IDE auf USB-Adapter. Daran habe ich gar nicht gedacht, erinnere mich aber, gestern mehrere alte Foreneinträge gesehen zu haben, wo es darum ging, welche Werte im Setup eingetragen werden müssen. Dann muss ich halt den ollen PC - ja, der exisiert noch - hervorzerren.

Benutzerdefinierter Typ (häufig 47) und dann Köpfe, Zylinder und Sektoren aus dem Seagate-Datenblatt im Netz. Dann hoffen, dass die Platte korrekt funktioniert.

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BID = 957671

Ronnie1958

Schreibmaschine



Beiträge: 1323
Wohnort: Taunusstein

Das hoffe ich auch! "Betreut" wurde der PC nämlich vom berühmten "Guten Bekannten", der so ein Frickeler war/ist. Ich hoffe, dass der die ursprünglichen Werte benutzt hat und ich nicht anfangen muss, auszuprobieren. Wenn ich soweit bin, melde ich mich.


Offtopic :
Die Woche wird etwas stressig, weil ich ab Dienstag noch einen Oldie durch die Gegend fahren muss und sich die Bedingungen für Kurzzeitkennzeichen ab 1.4. denkbar bescheuert ändern.

BID = 957706

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien


Zitat :
Ronnie1958 hat am 29 Mär 2015 17:33 geschrieben :

Das hoffe ich auch! "Betreut" wurde der PC nämlich vom berühmten "Guten Bekannten", der so ein Frickeler war/ist. Ich hoffe, dass der die ursprünglichen Werte benutzt hat und ich nicht anfangen muss, auszuprobieren. Wenn ich soweit bin, melde ich mich.


Bei einem Rechner von 91 würde ich das eher annehmen. Skeptisch bin ich bei Rechnern ein paar Jahre vorher, so 87/88. Da wurde noch gern getrickst, teilweise sogar bei Boards MIT benutzerdefiniertem Typ. So wie bei demn 286er wo nur eine Partition erkannt wird. Auch so eine DOS-Spinnerei eine so winzige Platte auf zwei Partitionen zu teilen aber mit DOS 3.x konnte FAT noch keine Partitionen über 32 MB...

Aber hey, verglichen mit dem Amiga, wo die Platte in irgendwelchen Dateien mit dem Vornamen jedes Sektors eingetragen werden musste oder so ähnlich... kultige Dinger, aber immer nur solange ja alles funktioniert! Oder solange man sich auf das Starten von Spieldisketten beschränkt.


Nachtrag: wenn du die Originalkiste noch hast ist alles halb so wild. Sollte es mit den echten Daten nicht gehen, probierst du einfach alle von der Datenträgergröße halbwegs passenden Typen durch. Also alles so im Bereich 115-130 MB.

Ich hatte mal als Patienten einen 286er von Mitsubishi mit Amnäsie. Bei dem war pikanterweise das Setup noch nicht im ROM sondern auf Diskette - natürlich nicht vorhanden. Und die Platte weigerte sich selbst bei Transplantation samt Controller sturstens, in einem anderen Rechner zu arbeiten. Hab dann nach 3 Tagen Googeln ein generisches Setup gefunden und damit Plattentypen durchprobiert. Zum Glück wars Typ 2!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Trumbaschl am 30 Mär 2015  2:28 ]

BID = 957824

Beckenrandschwimmer

Schreibmaschine



Beiträge: 1797
Wohnort: Altrip

Anbei meine älteste Platte. Leider teil-defekt (Läuft nicht mehr von allein an, braucht durch festklebende Köpfe einen Anschubser).

Datum auf der Garantie-Marke: 19.09.1984!

Daten der Platte:

MFM Interface ST412
10MB
4 Köpfe
306 Zylinder
17 Sektoren

Aber wenn sie läuft, dann ordentlich mit "nur" 12kb defekten Sektoren. Betrieben an einem IBM ST412 Controller von 1983!

Und damit wäre auch wieder wiederlegt, dass es 3,5" Platten erst 1987 gab :)






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