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Autor
REC EMUD Phono Rekord 62 --- Kein FM Empfang

    

BID = 867427

jubel

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Beiträge: 84
Wohnort: hamburg
 

  


Geräteart : Receiver
Defekt : Kein FM Empfang
Hersteller : EMUD
Gerätetyp : Phono Rekord 62
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
______________________

Hallo, als ich das Radio bekommen habe, lief der Radioempfang zunächst gar nicht. AM läuft inzwischen wieder, da gab es Probleme an den Kanalschaltern und die Anodenspannung fehlte deshalb an den Röhren.

Bei UKW ist ein Rauschen vorhanden, wenn man am Antenneneingang mit einem Schraubendreher rankommt, ist ein Effekt zu hören. Mit einem anderen Radio war keine Oszillatorschwingung zu erkennen. Ich habe die ECC 85 gezogen, um die Spannungen am Sockel messen zu können. Leider war die Prüfspitze zu dick. Als ich im laufenden Betrieb die ECC 85 wieder einsetzte, war plötzlich Empfang da. Das ging einige Zeit, auch nach Ausschalten und Einschalten (längere Pause), dann war der Empfang wieder weg und ließ sich auch mit Manipulation der ECC85 nicht wieder herstellen. Optisch auffällig sind keine Bauteile am FM Tuner. Die beiden Systeme in der ECC85 leuchten, eine andere ECC85 bringt keine Änderung. Hat jemand einen Tipp?

Gruß aus Hamburg
Ronald

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BID = 867472

perl

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Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Das klingt ja nach einem Wackelkontakt an der Röhrenfassung oder in deren Nähe. Besonders mal die Teile beäugen und nachlöten, die mit dem Oszillator zu tun haben.
Auch die Werte der Widerstände mal kontrollieren.

 

  






BID = 867550

stego

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Servus!

Ist die Anodenspannung an der ECC 85 in Ordnung?
Wenn die zu gering ist, reißt die Oszillator-Schwingung schnell mal ab, abhängig von der Emission (bzw. dem Verschleiß) der Röhre eher oder später.
Zunächst auch mal die Anodenspannung am Gleichrichter bzw. Lade-/Sieb-Elko überprüfen, sollte so um die 250-280 Volt betragen.

Sind die "Problemkondensatoren" schon getauscht? Also die braunen WIMA-Hustenbonbons und die beigen ERO-Röllchen? Nach gut 50 Jahren sind diese alle ein Fall für die Tonne.

Was macht das "Magische Auge" EM80, wenn kein Empfang ist? Auch kein Ausschlag dann vorhanden?
Und was macht es bei Empfang? Schlägt es korrekt aus?

Nicht unbedingt auf die ECC85 versteifen, vielleicht ist der Fehler im ZF- oder Demodulations-Teil (Kontaktprobleme ECH81/EF89/EABC80, Ratio-Elko, Bandfilter, usw.)

Gruß
stego

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Für die Umsetzung meiner Tipps übernehme ich keinerlei Verantwortung! Ich sitze ja schließlich nicht vor dem Gerät. Jeder der an einem elektronischen Gerät arbeitet, muß sich dessen bewußt sein, was er/sie tut!

BID = 867575

jubel

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Beiträge: 84
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Hallo, danke für die Antworten!!!
Also, offenbar war es tatsächlich eine kalte Lötstelle am FM-Tuner.
Nachdem ich die Lötstellen im Bereich des Röhrensockels nachgelötet hatte, funktionierte UKW bisher wieder. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Endstufe leicht verzerrt, da werde ich noch einmal etwas im Bereich der EL 84 forschen. Von den "WIMA-Bonschern" ist zum Glück nur einer verbaut, und der sieht noch ganz okay aus. Und so ein ERO könnte an der Klangleiste sitzen. Ist für die Verzerrungen eher ein Elko oder ein Widerstand (falscher Arbeitspunkt) verdächtig?
Gruß
Ronald

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BID = 867579

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Ist für die Verzerrungen eher ein Elko oder ein Widerstand (falscher Arbeitspunkt) verdächtig?
Eher ein Koppelkondensator in der NF.
Miß mal den Spannungsabfall am Kathodenwiderstand der EL und berechne daraus den Strom. Dann vergleichst du das mal mit Ia+Ig2 aus dem Datenblatt.
Alte Röhren haben geringere Emission, aber wenn der Wert höher ist, als erlaubt, dann ist etwas faul. Bestimmt findest du dann auch eine zu geringe -Ug1.

P.S.: Auch der Elko im Ratiodetektor kann schuld sein an Verzerrungen.
Das erfährst du indem du über TA oder am Lautstärkeregler ein sauberes Signal, z.B. vom CD-Player, einspeist und auf Verzerrungen achtest.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 12 Jan 2013 20:25 ]

BID = 867653

stego

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Perl hat recht. In erster Linie ist der Koppel-C von der Anode E(AB)C80 zum Steuergitter (G1) der EL84 verdächtig, der MUSS absolut in Ordnung sein! Ein Isolationswiderstand von ca. 20 Megaohm ist schon zu schlecht, und verschiebt den Arbeitspunkt der Endröhre nach oben, was zu Verzerrungen durch Überlast führt.

Ebenso den Koppel-C zum G1 der E(AB)C80 prüfen, der muß auch absolut ok sein.

Was auch sein kann: Kathodenwiderstand oder Kathoden-Elko an der EL84 kaputt.
Wenn die Verzerrungen erst nach ein paar Minuten auftreten, kann die EL84 selbst kaputt sein, entweder durch Gitter-Emission oder durch Gase in der Röhre.

Prüf mal die Spannungen an der EL84: Anode ca. 250-280 Volt, G2 = 230-280 Volt, Kathode = 6-8 Volt, G1 = 0 (NULL) Volt (Wichtig!!!).

Wenn das Gerät nur auf UKW verzerrt, mal langsam hin- un herdrehen, ob etwa zwei Abstimm-Maxima nebeneinander vorhanden sind. Dann als erstes den Ratio-Elko (meist so 4 µF/70 Volt, PLUS an Masse!) austauschen. Hilft das nix, ist das Ratio-Filter leicht verstimmt und sollte minimal nachgeglichen werden.
(Ich hoffe nicht, daß schon jemand an den Bandfiltern herumgedreht hat!)

Aja, nochwas:
Beim Nachlöten der Röhrenfassung (der Sockel ist unten an der Röhre, das was im UKW-Kästchen eingebaut ist, ist die Fassung) hast du hoffentlich keine Bauteile im UKW-Mischkästchen verbogen oder zumindest nach der Lötaktion wieder so gut wie möglich zurückgebogen.
Im UKW-Bereich können sogar verbogene Bauteile schon zu Abstimm-Problemen führen! Darum wurden die UKW-Filter im Werk erst nach kompletter Montage und MIT aufgesetzter Abschirmhaube (also Kästchen geschlossen) abgeglichen! Schon das Abnehmen und Weglassen der Abschirmhaube kann Probleme verursachen.

Nochwas 2:
Trau keinem WIMA-Bonbon! Die können noch so hui aussehen, innen sind die aber nach über 50 Jahren IMMER pfui...

Gruß
stego
(der erst die letzten paar Wochen zwei 50-er Jahre Oldies von GRUNDIG und TELEFUNKEN wieder in einen quasi-Neuzustand versetzt hat)



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BID = 867685

jubel

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... toll, anscheinend bin ich da ja an die richtigen Cracks geraten

Also, zum Nachlöten habe ich einen etwas größeren C vom Masseanschluss am Sockel abgelötet und hochgebogen. Das konnte man hinterher wieder so herstellen wie es war, denke ich. Ansonsten habe ich da nichts verbogen. So richtig schönes Arbeiten ist das am Tuner ja nicht, zumal man das nur mit ausgebautem Chassis machen kann, wodurch das "Handling" schwierig ist.

Die Verzerrungen würde ich ja gern mit Sinusgenerator + Oszi checken, leider schwingt mein alter Röhren-Sinusgenerator nicht mehr an... Der eingebaute Philips-Plattenspieler mit Kristall-TA ist ja auch nicht gerade eine Referenz für Klangtreue

Das Gehäuse hat leider ziemliche Risse in der Lackoberfläche. Gibt es eigentlich einen Trick, das aufzupeppen, ohne alles komplett abzuschleifen und neu zu beizen/lackieren?

Gruß
Ronald

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BID = 867690

perl

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Zitat :
Der eingebaute Philips-Plattenspieler mit Kristall-TA ist ja auch nicht gerade eine Referenz für Klangtreue
Hast du denn keinen CD-Player?
Dann nimm den Kopfhörerausgang von deinem PC. Das ist allemal besser als eine abgenudelte Schallplatte plus Tonabnehmer mit abgeschliffener Nadel.

BID = 867811

stego

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Ich würde beim Anschluß eines CD-Players bloß vorsichtig sein, denn diese Geräte liefern (auch abhängig von der eingelegten CD) einen derart "lauten" Pegel, daß der TA-Eingang des Oldies wieder verzerren könnte - obwohl kein Fehler vorliegt.

Die damaligen Geräte haben noch nicht den geringen Klirrfaktor, wie moderne Stereoanlagen. Also ein Klirrfaktor von 10 % ist durchaus üblich. Und mit den hohen Modulationsgraden, mit denen heute die UKW-Sender "gefahren" werden, neigen die Oldtimer auch gerne zu Verzerrungen.
Während damals die Sender mit ca. 60 % Modulationsgrad sendeten, drehen heute manche Stationen bis knapp an die 100 % auf!

Ist der Plattenspieler (also das TA-System und die Saphirnadel) jedoch in Ordnung und die Platte auch ok, sollte diese eigentlich recht gut und verzerrungsfrei wiedergegeben werden.

Gruß
stego

An die Admins:
Sollte das nicht eher in die Kategorie "Historische Technik" eingestuft werden? Ein Receiver ist für mich was modernes...

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: stego am 13 Jan 2013 21:05 ]

BID = 867881

perl

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Zitat :
Also ein Klirrfaktor von 10 % ist durchaus üblich
Das war die Spezifikation für die Nennleistung bei Lautsprecherröhren. 10% sind aber schon recht übel, danach kommt eigentlich nur noch Rechteck.
Bei mäßigen Lautstärken dürfte der Klirrfaktor eher bei 1%..3% liegen, evtl. auch darunter, denn die Schaltungen enthielten ja oft schon eine Gegenkopplung.


Zitat :
würde beim Anschluß eines CD-Players bloß vorsichtig sein, denn diese Geräte liefern (auch abhängig von der eingelegten CD) einen derart "lauten" Pegel, daß der TA-Eingang des Oldies wieder verzerren könnte
Das ist ein Argument, aber zwei Widerstände oder ein Poti zur Anpassung zu hoher Pegel sind ja schnell angelötet.
Die Ausgangsspannung der Kristall-Tonabnehmer war ja auch schon relativ hoch.

BID = 867902

stego

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Übrigens, da fällt mir ein:
Es gab nicht nur die "bösen" WIMA-Scheißerchen und ERO-Röllchen, auch so manch andere, auf den ersten Blick unverdächtigte Kondensatoren haben sich im Laufe der Zeit als Problemfälle herausgestellt.

Siehe hierzu:
http://dampfradioforum.de/topic,270......html

Ich würde daher vor allem Koppelkondensatoren und solche, die mit hohen Spannungen beaufschlagt sind, GRUNDSÄTZLICH auf Iso-Widerstand prüfen und falls nötig, austauschen.

Gruß
stego

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BID = 867981

jubel

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Hallo,habe einmal einige Bilder von dem Gerät gemacht...
Na, schon den Bösen Wima-C entdeckt???








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BID = 867983

jubel

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Nachschlag...

Ist es eigentlich normal, dass eine Litze vom TA-Kabel nicht angeschlossen wurde (Bild 7)





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BID = 868001

stego

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Servus!

Was ist da nicht angeschlossen? Die beiden Innenleiter sind zusammengeschlossen, und die Abschirmung ist auf Masse gelötet. Das TA-System ist ja vermutlich MONO. Da braucht's nur 1x Innenleiter und 1x Abschirmung.

Wegen den Kondis:
Auch wenn einige Typen noch gut aussehen, vergleich mal auf den Fotos, in dem Link auf das Dampfradio-Forum.
Ich hatte es selbst schon einige male, daß ein Kondensator gut aussah, kein WIMA-Hustenbonbon war und auch kein beiges ERO-Röllchen, und trotzdem hinüber war.
Möglicherweise sind da noch einige dabei, deren Innenwiderstand jenseits von Gut und Böse liegt...

Gruß
stego

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BID = 868008

jubel

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Zum TA-Kabel: Der weiße Draht (den habe ich nach hinten am Kabel fixiert) ist am Ende abisoliert, fasst man da an, brummt es... Ansonsten sind die beiden Kanäle vom Pickup am Kabel zum Chassis zusammengelötet... Aber wie die Abschirmung angeschlossen sein soll kann ich nicht erkennen...
Mal eine ganz blöde Frage: Darf die Abschirmung eigentlich auf Masse gelegt werden bei so einem Röhrengerät? Ist dann nicht mit 50% Wahrscheinlichkeit die Phase darauf (je nachdem, wie der Netzstecker sitzt)? Na ja, kann ich ja leicht mit einem Phasenprüfer testen...

Dann prüfst Du grundsätzlich alle Kondensatoren? Ist ja ziemlich aufwändig, die alle einseitig auszulöten (meistens sind die Enden ja noch umgebogen) bzw. abzukneifen...

Gruß
Ronald

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