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Autor
Magnetophon wieder in Betrieb nehmen

    

BID = 924352

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
, nur muss man lästigerweise die Lautsprecher mit ausbauen
Nur wegen der Zuleitungen?
Es soll ja Verlängerungen geben ...


Zitat :
Der auslaufende Elko ist ein 50+50 µF mit 345 V, Minus an Chassis. Genau sowas hätte ich eigentlich als Sieb-Elko erwartet. Ist er das?
Ja, aber ich vermute, dass die Siebkette noch mindestens eine weitere Stufe hat.


Zitat :
Der Philips ist ein 4,7 µF/63 V, laut Platinenaufdruck sollte dort ein 6,4 µF sitzen. Ich nehme aber an es hat sich jemand was dabei gedacht, 6,4 dürfte kaum aufzutreiben sein.
Ich denke, das wird nicht so kritisch sein. Da der Kondensator so nah an der EABC80 sitzt, tippe ich darauf, daß das der Elko vom Ratiodetektor ist.


Zitat :
Sorgen macht mir das Ding auf Bild 2. Ist das ein Teerkondensator?
Ich hätte das eher für einen Widerstand gehalten, aber wenn das Ding einen dritten Anschluß hat, mache ich mir keinen Vers daraus.
Wo ist das Ding angeschlossen?


Zitat :
Wie sieht es mit diesen kleinen Siemens-Becherelkos in gelben Füßen aus? Schätze mal auch weg, oder?
Ist am Einfachsten.
Generell aber spielt bei den Röhrenradios der ESR eine viel geringere Rolle als bei den niederohmigen Halbleiterschaltungen von heute, und die vergleichsweise riesigen Elkos von damal enthalten oft genug Elektrolyt, daß sie auch heute noch klaglos funktionieren.


Zitat :
Müsste eigentlich hinkommen!
Du hast die Drehkos und die Tauchtrimmer vergessen.
Lass die aber einstweilen in Ruhe.



Zitat :
Einer der Papierkondensatoren hat übrigens eine Kleinigkeit von 1000 V Spannungsfestigkeit.
Das wird einen Grund haben.
Wo ist er angeschlossen?

P.S.:

Zitat :
Ist das ein Teerkondensator?
Nein, gemeinhin sind solche Kondensatoren gemeint, bei denen das Kunststoff- oder Glasrohr an den Enden mit Teer verschlossen war:
http://www.radiomuseum.org/forumdata/upload/Kondensatoren2.jpg
Vergebliche Mühe, der Wasserdampf kommt auch da durch.

Speziell bei Philips gab es aber, wegen der Kolonien, auch tropenfeste Kondensatoren und Übertrager, die wirklich vollständig in Teer getaucht waren.
Hat bei den Kondensatoren auf die Dauer natürlich auch nicht funktioniert.









[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 24 Apr 2014  0:39 ]










BID = 924361

stego

Schreibmaschine



Beiträge: 2081
Wohnort: Furth i. Wald/Bayern
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Ähem... ich komm jetzt nicht mehr ganz mit: Anfangs war es ein Magnetophon, umgangssprachlich auch "Tonbandgerät" genannt, jetzt ist es auf einmal ein Radio????

Gruß
stego

_________________
Für die Umsetzung meiner Tipps übernehme ich keinerlei Verantwortung! Ich sitze ja schließlich nicht vor dem Gerät. Jeder der an einem elektronischen Gerät arbeitet, muß sich dessen bewußt sein, was er/sie tut!

 

  






BID = 924364

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30346
Wohnort: Recklinghausen
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Offtopic :
Das wird eine Tonbanddrahtradiokoffergrammovideorekorderkassettentelevisionsachtspurwaschmaschine :-)




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-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 924373

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Sorry, ich bin da etwas vom Thema abgekommen weil ich wenn schon gleich eine Sammelbestellung für meine diversen herumoxidierenden Röhrengeräte machen will!

Im Dampfradioforum werden Papierkondensatoren mit teergetränkter Umhüllung auch als Teerkondensatoren bezeichnet, daher meine Frage.

Der 1000-Volt-Papierkondensator sitzt zwischen einem Pin der EL84 (ich sehe ohne gröbere Zerlegung leider nicht welchem) und Masse. Der teerumhüllte Bauteil mit Farbcode (eventuell ein Widerstand mit Mittelanzapfung?) sitzt in der Nähe der EF183, da ich das Chassis schon wieder eingebaut habe kann ich aber leider nicht genau verfolgen wo er angeschlossen ist. Ansonsten finden sich in der Gegend Kondur-Papierkondensatoren und zwei Ruwel-Styroflex. Soweit ich das sehe (netterweise sind die meisten Leiterbahnen auf der Bestückungsseite der Platine als gelbe Linien eingezeichnet) ist der Teil in Serie zu einem Styroflexkondensator geschaltet, das spricht IMO eher für einen Widerstand.


Zitat :
Der auslaufende Elko ist ein 50+50 µF mit 345 V, Minus an Chassis. Genau sowas hätte ich eigentlich als Sieb-Elko erwartet. Ist er das?
Ja, aber ich vermute, dass die Siebkette noch mindestens eine weitere Stufe hat.

Hm, müsste der dann die gleiche Spannungsfestigkeit haben? Ansonsten finde ich nur mehr einen 100 µF/16 V und den kleinen 4,7er mit 63 V. Der 100 µF befindet sich elektrisch gesehen im unmittelbaren Umfeld der EL84.


Zitat :
Du hast die Drehkos und die Tauchtrimmer vergessen.
Lass die aber einstweilen in Ruhe.

Nicht vergessen sondern ignoriert nachdem ich ohne sehr guten Grund nicht vorhabe da dran zu gehen.

Übrigens hat es mich immer gestört, dass das Holzgehäuse derart stumpf und matt ist. Gestern bin ich nach den Erfahrungen mit den Innereien - und nachdem mir aufgefallen ist, dass eine verkratzte Stelle viel glänzender ist - mit Wasser und Spülmittel dran. Ergebnis: nach richtig heftigem Schrubben kommt plötzlich eine unter dickem Dreck bestens konservierte glänzende Lackschicht zum Vorschein... das Ding ist völlig versifft! Spricht IMO für meine Küchen-Hypothese. Außerdem stinkt das Gerät auch nach 20 Jahren bei mir immer noch leicht nach Zigarettenrauch. Kann man die Platine irgendwie sinnvoll reinigen? Ich kenne Leute, die bei Transistorgeräten Platinen komplett waschen, aber nur nach dem Abbau aller Induktivitäten, das habe ich hier entschieden nicht vor.

Die Lautsprecher muss man ausbauen weil sie mechanisch im Weg sind - die Skala reicht über die ganze Gehäusebreite, die Lautsprecher blockieren also das Herausziehen des Chassis.

Sollen wir die Radiodiskussion in einen eigenen Thread verlegen?

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 924380

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Der 1000-Volt-Papierkondensator sitzt zwischen einem Pin der EL84 ... und Masse
Dann wird er an der Anode angeschlossen sein.
Die Spannung dort kann, besonders wenn der Ausgangstrafo leer läuft, weit über das Doppelte der Betriebsspannung betragen.


Zitat :
Der teerumhüllte Bauteil mit Farbcode (eventuell ein Widerstand mit Mittelanzapfung?) sitzt in der Nähe der EF183
Dann tippe ich darauf, daß es ein HF-Tiefpass ist, also ein Kohlewiderstand, der von einer am Masse liegenden Metallfolie umschlossen ist.
Die EF183 ist ja eine sehr steile Röhre und solche neigen dazu auf verschiedene Arten ins Schwingen zu geraten. Das kann leicht bis hinein in den UHF-Bereich passieren.



Zitat :
Hm, müsste der dann die gleiche Spannungsfestigkeit haben?
Ja, aber das müssen keine Elkos mehr sein, da sie in erster Linie HF-Rückwirkungen verhindern sollen.
Die brummempfindlichsten Stufen bei diesem Radio dürften die Triode der EABC80 und der UKW-Oszillator sein.
Bei dem Tonbandgerät sieht das etwas anders aus, da dort viel mehr NF-Verstärkung gebraucht wird, weil der Wiedergabekopf nur eine überaus geringe Spannung liefert.


Zitat :
Ansonsten finde ich nur mehr einen 100 µF/16 V und den kleinen 4,7er mit 63 V. Der 100 µF befindet sich elektrisch gesehen im unmittelbaren Umfeld der EL84.
Der 100µF wird parallel zum Kathodenwiderstand der EL84 liegen, und der 4,7µF wird, wie bereits gesagt, der Elko des Ratiodetektors sein.
http://forum.electronicwerkstatt.de.....ektor



Zitat :
Sollen wir die Radiodiskussion in einen eigenen Thread verlegen?
Das wäre vielleicht nicht verkehrt, weil vermutlich nach diesem Exkurs "Bauteile der Röhrentechnik" nun doch wieder problemspezifische Themen, beim Tonbandgerät die Mechanik und beim Radio der HF-Abgleich, kommen werden.

BID = 926091

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

So, wiede rzurück zum eigentlichen Thema.

Ich habe mal den Schaltplan durchforstet, mit dem Ziel zu einer Einkaufsliste zu kommen.

Ergebnis:
6,8 nF
8,2 nF
12 nF
15 nF
3 Stk. 22 nF
68 nF
2 Stk. 100 nF
220 nF
alle 400 V, 10% Toleranz.

weiters Elkos 2 Stk. 50 µF und 1 Stk. 125 µF. Keine Spannungsangaben im Schaltplan.

Jetzt kommt die spannende Frage 1: 8,2 und 12 nF werde ich kaum auftreiben. Dabei handelt es sich um C23 und C24. Was kann ich da als Ersatz nehmen?

Frage 2: bei den verschiedenen Folienmaterialien blicke ich auch nicht ganz durch. Welche Kondensatortypen sind für diesen Zweck geeignet?


Nachtrag: im ebenfalls auf die Kur wartenden RK10 sind auch noch 27 nF verbaut, einer an Pin 1 und einer an Pin 6 der ECC83. Schaltplan gibt es wie gehabt bei Tanya.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Trumbaschl am 12 Mai 2014 22:07 ]

BID = 926625

dl2jas

Moderator



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Wohnort: Kreis Siegburg
Zur Homepage von dl2jas

Bei Audio spielt das Dielektrikum keine wirkliche Rolle.

Möchtest Du gern axiale Kondensatoren haben?
Hier eine Firma, bei der gern Leute einkaufen, die Röhrengeräte restaurieren:
http://shop.antikradio-restored.de/
Gibt es gerade nicht den passenden Wert, schaltet man halt Kondensatoren parallel. Bei 8,2 nF würde ich 6,8 und 1,5 nF nehmen und bei 12 nF 10 und 2,2 nF. Früher hatten die Kondensatoren häufig eine Toleranz von 20 %, heute sind eher 10 oder 5 % üblich.

DL2JAS

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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert

BID = 926653

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Bei dem Shop ist am Wochenende eine Großbestellung rausgegangen, danke!

8,2 nF habe ich hier in einem Elektronikgeschäft gefunden, das hat sich also erledigt.

Die Toleranz ist im Schaltplan mit 10% angegeben. Ich warte mal auf die Lieferung und dann auf Zeit für die große Lötorgie. Parallelschaltung ist klar, sorgt halt mitunter für Platzprobleme.


Offtopic :
Heute hatte ich kurz einen Verwandten dieses Hornyphon auf dem Tisch, ein Philips EL3541. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wo ich das Gerät her habe, aber es muss mir fast oder ganz gratis nachgelaufen sein. Deckelschließe fehlt, Abdeckung vom Kabelfach fehlt, Gerätedeckel von innen mit falschem Krokoleder bezogen, Kopfabdeckung fehlt, Klarsichtabdeckung vom magischen Band fehlt (in der Stoptaste ist jetzt ein Loch), alle Schrauben von Abdeckung und Chassis sind futsch und alle Tasten und Knöpfe sind bunt lackiert - die Knöpfe rot-blau, die Tasten dottergelb und grün, die Skalen der Regler weiß mit roten Ziffern. Ein Kondensator ist einseitig abgerissen und die Mechanik... Gnade! Der Zählwerksriemen ist spurlos verschwunden, der große Hauptriemen überraschenderweise noch da. Ein Versuch ihn mit der Hand zu bewegen entlockt dem Motor ein sonores und ungesund klingendes Rasseln, zusätzliches Betätigen der Rücklauftaste und Drehen am Spulenteller steigert die Geräuschkulisse zu schrillem Quietschen. Schnellvorlauf reagiert gar nicht, der Spulenteller senkt sich nicht und bekommt daher keine Verbindung zum Antrieb. Auf die Idee, es einzustecken und einzuschalten wäre ich nicht einmal in meinen wildesten Alpträumen gekommen!

Kurz, entweder ein Teileträger oder ein hübsches Übungsstück zum Komplettrestaurieren der Mechanik, kaputter kann man das kaum mehr machen. Und wert ist es in dem optischen Zustand auch nix mehr... wobei ich sagen muss das Design hätte - wenn ordentlich gemacht - durchaus seinen Reiz.

Ich bilde mir ein damals lief es mechanisch noch halbwegs, nur kam kein Ton. Beim derzeitigen Zustand kommen mir allerdings gewisse Zweifel ob ich mich je getraut habe, das Gerät ans Netz zu lassen.


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BID = 926655

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Schau dir mal an, ob da der gleiche Hör/Spreckkopf verwendet wird wie bei deinem anderen Gerät, und ob der evtl. noch besser ist.
Das Band schleift die Polschuhe ab, und dadurch wird der Luftspalt weiter, was zu einem Verlust der Höhen führt.

Sehen kann man eigentlich nur, wie tief das Band eingeschliffen ist.
Der Spalt ist gewöhnlich um 3µm lang und man bekommt ihn nur unter günstigen Bedingungen oder dem Mikroskop zu sehen.
Dazu trägt auch bei, daß der "Luftspalt" in Wirklichkeit gar keiner ist, sondern dort eine Kupferfolie eingebaut ist.
Die Wirbelströme drücken die Magnetfeldlinien aus dem Spalt heraus ins Band.

BID = 926675

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Ja ich weiß, den Kopf (bzw. auch den Löschkopf) wollte ich mir eh genauer anschauen, es war nur schon gegen Mitternacht und ich nicht mehr sonderlich motiviert. Nachdem es beides Vierspurgeräte und nahezu gleichzeitig gebaut sind würde ich schon hoffen, dass die gleichen Köpfe verbaut sind. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich mir den Tausch samt anschließender Justage antun will, mir fehlen auch die entsprechenden Messbänder zur Einstellung von Höhenlage und Azimut. Insgesamt ist das Hornyphon deutlich gepflegter als das Philips, insofern hoffe ich, dass es auch weniger Stunden auf dem Buckel hat. Das Hornyphon ist eines der ganz wenigen Geräte, bei dem ich die Original-Bedienungsanleitung und diverses Zubehör habe. Ebenfalls dabei war ein Stapel Adapter von Bananenstecker auf DIN und alle möglichen und unmöglichen anderen Kombinationen.

Interessant ist, dass beim Philips zumindest einer der Gummipimpel der Rutschkupplung noch völlig in Ordnung ist und mir daher als Modell für einen Nachbau dienen kann. Beim Hornyphon zerfallen sie beim ersten schiefen Blick zu Staub.

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BID = 926683

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Zitat :
den Kopf (bzw. auch den Löschkopf) wollte ich mir eh genauer anschauen,
Der Löschkopf ist unkritisch.
Das dort verwendete Ferrit ist viel härter und der Spalt ist viel viel größer. Allenfalls klebt da Dreck vom Band drauf.


Zitat :
ob ich mir den Tausch samt anschließender Justage antun will, mir fehlen auch die entsprechenden Messbänder
Natürlich nicht ohne Not.
Du wirst es ja hören, ob bei einem Kanal die Höhen fehlen.
Ohne Not sollte man aber auch die übrigen *) Justagen nicht verändern, denn bei eingeschliffenen Köpfen reichen schon minimale Änderungen der Bandführung, daß sich die Bandkante wellt, und das führt besonders bei Vierspurbändern zu Aussetzern.

Die Verwendung eines Meßbandes hat bei so alten und gebrauchten Geräten wohl nicht viel Sinn, die kann man auch mit bekannt guten alten Aufzeichnungen justieren.
Man muß da mit Kompromissen leben, denn mit Meßband stellt sich vielleicht auch nur heraus, dass die Kopfspalte bei Konsumgeräten oft nicht exakt parallel sind.


*) P.S.:
Achte auf eingeschliffene Höhenführungen an Bandumlenkbolzen!
Die Kanten können dort, wo das Band angefangen hat, die Höhenführung abzusägen, messerscharf sein, und bei geringfügig anderen Einstellungen einen Span von der Bandkante absäbeln.


BID = 926688

Trumbaschl

Inventar



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Also der A/W-Kopf beim Philips hat schon einige Kilometer runter. Man sieht mit freiem Auge eine deutliche Einschliffkante, der Spalt zeigt allerdings noch keine Aufweitungsspuren (kommt mir aber nach dem was ich an Fotos von abgefahrenen Köpfen gesehen habe schon grenzwertig vor). Den Kopf des Hornyphon habe ich noch als deutlich besser in Erinnerung, der hatte keinen merklichen Einschliff. Das Gerät dürfte echt super-gepflegt und wenig gelaufen sein.

Die Reihenfolge ist jetzt mal:
1) suspekte Kondensatoren (die beigen Philips, über die wir hier schon ausgiebig diskutiert haben) durchmessen, ich hatte leider bis jetzt keine Dioden mit ausreichender Spannungsfestigkeit da (bloß welche im Kleinspannungsbereich), aber der Antikradio-Shop hat meine Bestellung heute abgeschickt.
2) Problemkondensatoren wechseln
3) Mechanik überarbeiten, dazu gehört auch der Spurschalter. Dazu muss ich allerdings Riemen kaufen. Ein niederländischer Shop bietet recht günstig Original-Philips-Teile an (um ein Drittel billiger als die üblichen Verdächtigen im Netz), nur... wie alt sind die?!? Seit wann hat Philips keine Erssatzteile für solche Geräte mehr im Programm? Vom Design sehen die angebotenen Packungen fast aus als ob sie genauso alt wären wie das Gerät... dann kann man sie wohl nehmen und wegschmeißen.

Wenn dann soweit alles läuft geht es an die Feinheiten. Und dann kommt die höllisch schwere Entscheidung, ob das Gerät bei mir bleibt oder geht... zumindest eines der Geräte aus den späten 50ern würde ich gerne behalten, und da hat das Vierspurgerät mit 3 Geschwindigkeiten gegenüber den beiden anderen (Halbspur-Mono und nur 9,5 bzw. das komplett ranzige Philips mit Vierspur und nur 9,5) eindeutig die Nase weit vorne. Leider nimmt es auch am meisten Platz weg...

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BID = 926693

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
dann kann man sie wohl nehmen und wegschmeißen.
Vielleicht.
Evtl. den Verkäufer vorher fragen.

Ich habe vor längerem im Internet einen Verkäufer gesehen, der angeboten hat Rundriemen aus Meterware zusammen zu kleben.
Ob auch Flachriemen, weiss ich nicht.
Mit speziellen Klebern (von Loctite) könnte das wohl auch gelingen; wir haben das früher mal mit O-Ringen für Vakuumflansche gemacht.

BID = 926707

dl2jas

Moderator



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Trumbaschl, alte Riemen können noch in einem guten Zustand sein, wenn sie vernünftig gelagert wurden!

DL2JAS

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BID = 926725

Trumbaschl

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Beiträge: 7200
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Zitat :
dl2jas hat am 21 Mai 2014 17:48 geschrieben :

Trumbaschl, alte Riemen können noch in einem guten Zustand sein, wenn sie vernünftig gelagert wurden!

DL2JAS


Ok, na vielleicht riskiere ich es! Wenn jemand systematisch damit handelt kann man ja wenigstens hoffen, dass der nicht nur mit Müll Einmal-Kunden abzocken will. Der Unterschied zwischen 10 und 15 Euro für zwei Riemen ist zwar nicht groß, aber doch.

Spaßeshalber schmeiße ich mal den Hauptriemen vom 3541 für 10 Minuten in den Kochtopf, einen völlig laschen Plattenspielerriemen habe ich auf die Art schon einmal wieder brauchbar gekriegt, die Meinungen wie lange das hält gehen allerdings auseinander.

Beim 3541 quietscht übrigens der Motor selbst, habe das heute beim Begutachten des Kopfes noch einmal mit der Hand gedreht. Scheußliches Geräusch! Wie gesagt, das Gerät ist ein super-Übungsobjekt, da kann ich guten Gewissens komplett zerlegen, schmieren, ölen, usw. und wieder zusammenbauen.

Einziger Haken: sollte ich damit Erfolg haben, habe ich dann eine optisch abgeranzte und ziemlich stark benutzte aber mechanisch komplett restaurierte Kiste hier stehen und ein schlechtes Gewissen, sie dann als Teileträger abzugeben...

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