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LSS Charakteristik HG

    

BID = 706658

Aufputzdose

Gesprächig



Beiträge: 182
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Liebes Forum,
beim Besuch eines Stiftes in Niederösterreich habe ich in einigen Verteilern LSS mit Charakteristik HG gesehen. Bisher kannte ich eine solche noch nicht (obsolete Charakteristik H bzw. G ist mir bekannt, aber was ist HG, eine Mischcharakteristik?).

Nach Besicht stammen die Verteiler ca. aus den 70er Jahren (würde zeitlich passen da 1975 in dem Stift eine Landesausstellung war) und wurden scheinbar von verschiedenen Herstellern gebaut.

So z.B. von F&G, hier in der typischen 80er Baureihe. Oder auch von Schrack in "kleiner" Form, dort in einem Verteiler gemischt mit L Charakteristik verbaut.

Interessieren würde mich auch warum HG und L gemischt wurden (weil sie gerade vorrätig waren )

Fotos habe ich gemacht, werde ich demmächst einstellen. Ist auch lohnend weil einer der Verteiler war schon "gruselig".

Lg Aufputzdose










BID = 706956

Aufputzdose

Gesprächig



Beiträge: 182
Wohnort: Hinterbrühl

Anbei jetzt noch die Fotos:

Bild 1 - die F&G 80er Automaten 16A mit HG Charakteristik (1. Reihe und 2. Reihe links; die rechten beiden sind L 6A)

Bild 2 - der "gruselige" Verteiler (besonders toll finde ich den mit Isolierband überklebten Schalter (?) mit dem Hinweis "Nicht einschalten" sowie die Klemmen unten wo der Zähler überbrückt wurde; Dazu muss man sagen dass der Verteiler natürlich offen für das Publikum im Stift ist - nichts mit "elektrischer Betriebsraum" obwohl hier an diesem Verteiler sogar ein Schloss vorhanden ist... Aber der Verteiler ist "natürlich" nicht abgesperrt)

Bild 3 - die "attraktive" Mischung aus alt und neu in dem "gruseligen" Verteiler. Interessant auch die 2poligen Schrack LSS (oder 1+N, kann ich auf meinem Foto auch in hoher Auflösung nicht erkennen). Die zwei "neuen" C16 sowie die FIs (4/40/0,1, der obere sogar ein "S" Typ - warum auch immer - scheinen sich in dem Umfeld nicht gerade wohl zu fühlen...





 

  






BID = 707705

Trumbaschl

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Ich hab vor ein paar Jahren einmal mit einem Moeller-Menschen telefoniert, der meinte HG sei mit C vergleichbar gewesen. Mein Eindruck ist, daß HG von der elektromagnetischen Schnellauslösung etwas träger war als L und daher für Maschinenstromkreise eingsetzt wurde, ist aber pur eine Vermutung anhand der Verwendung. HG 16 sieht man ab und zu, irgendwo habe ich sogar einen einzelnen HG 10 liegen. Die sind aber sehr selten.

PS: hat jemand gewußt, daß die F&G LS80 sogar noch in B- und C-Charakteristik gebaut wurden? Mir sind letztens je vier B13 und B16 1+N sowie drei 1-polige B16 zugeflogen. Auch die FIs gab es in allerhand Variationen außer den üblichen 40/4/0,1, ich habe z.B. schon 63/4/0,03G gesehen, oder 40/4/0,1-S/A (selektiv und pulsstromsensitiv). Sollen sündhaft teuer gewesen sein, um die ATS 2500,- pro Stück. Muß man sich heute mal vorstellen, um die €250 für einen normalen 40/4/0,03...

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 708083

Aufputzdose

Gesprächig



Beiträge: 182
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@Trumbaschl
Danke für die Information bezüglich HG. Wäre dann wohl eine Alternative zur U Charakteristik, oder kam die erst später?

Bezüglich 80er Baureihe in B und C Charakteristik: die sind in einem Schaltgeräte Katalog von F&G von 1996 alle drinnen (1polig, 1+N, 3polig, 3+N). Den Preisen nach waren die damals ein echter Wertgegenstand (z.B. 3polig C 32A für ATS 1.237.-). Übrigens war die C Charakteristik je ca. ATS 200.- teurer als ein gleich starker B...

Bezüglich der FIs in 80er Baureihe: ja da gab es auch so ziemlich alles "was das Herz begehrt" und dazu noch "wohlfeil" (man beachte die Preise im beiliegenden Scan- gleiche Quelle, Katalog von 1996

Lg Aufputzdose


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BID = 708475

Trumbaschl

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Beiträge: 7200
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Irrsinn, die Dinger waren ja wirklich sündhaft teuer!

U scheint bei F&G erst später, Ende der 80er aufgekommen zu sein, ich vermute, daß HG ein Vorgänger war (die Charakteristik gab es nur bei der Baureihe LS71 und möglicherweise bei der Vorgängerserie LS, erstere gebaut bis etwa 1979 und auf dem ersten Foto zu sehen). U kenne ich nur bei den NLS, das sind die die vom Design schon den LS80 aus den 90ern ähneln. Die FIs wie auf dem ersten Foto waren ja noch so richtig solide... wenn ich mich richtig erinnere hat ein 4-poliger FI fast 1,5kg. Und wenn man bei den LS71 eine Reihe LSS nebeneinander ausschaltet, klingt jeder ein bisserl anders

HG scheint jedenfalls eine reine Gewerbe-/Industriekennlinie gewesen zu sein.

Was mir noch zu dem ehrwürdigen Schrack-Zählerverteiler eingefallen ist: man muß doch einfach die Methoden gewisser EVN-Zählermonteure bei der Zählerdemontage lieben! Hoffentlich sind wenigstens die Vorzähöersicherungen im plombierten Bereich draußen...

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BID = 708593

Aufputzdose

Gesprächig



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@Automaten:
ja dann klärt sich das Thema HG ja langsam. Ich habe auch noch einen Verteiler mit den "NLS" aus den 80ern (Bj. 1984)in Betrieb. Da ich keinen 30mA FI in 80er Baugröße auftreiben konnte (bzw. ein Gebrauchtteil mich nicht zu verwenden getraute), habe ich einen Kleinverteiler mit Überspannungsschutz und 30mA FI da vorgeschaltet.

Von der 71er Baureihe habe ich auch noch ein paar Exemplare allerdings sind die m.E. Charakteristik L (ich glaube L 10A mit wunderschönem rotem Metallschild... rot für 10A.). Später bei den NLS waren ja die Knebel aus buntem Kunststoff (auch sehr schön grün, rot, beige=12A, grau, blau, gelb)

@Schrack Zählerverteiler:
ich halte das für eine interne Messung nicht EVU Messung (auf dem Zähler sehe ich kein "Hoheitszeichen", müsste aber noch auf dem Originalfoto schauen). Die Art der Demontage hat aber absolut "Qualität", da hast Du natürlich Recht.

BID = 708861

Trumbaschl

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Ich hatte immer schon einmal vor da eine Chronologie zu machen...

Die erste Serie waren die LS, ähnlich den LS71 aber mit schmaleren Betätigungsknebeln bei den 1+N, keine Hutschienenbefestigung, breitere Geräte (1-poliger LSS 20mm), Etikett bunt aber aus Papier, Klemmen für max. 1x6mm2. Dann kam LS71, 1+N mit zweiteiligen Betätigungsknebeln bei den 1+N, glänzendes buntes Etikett, Klammen für max. 2x4mm2 oder 1x10mm2. Um 1980 die Folgeserie (Bezeichnung weiß ich grade nicht auswendig) ohne Etiketten, Beschriftung schwarz aufgedruckt, Betätigungsknebel bei x+N zweifärbig (N-Teil weiß). NLS ab Mitte der 80er, kleinere bunte Betätigungsknebel, einteilig bei 1+N, dreiteilig bei 3+N, teilweise bunter Aufdruck (LSS U blau, FI G grün usw.). LS80 Design wie LSN aber Charakteristik B/C, vollständig berührungsgeschützte Klemmen.

Zu dem tollen Zählerverteiler:
EVN-Bezirksstelle Wiener Neustadt.
Keine Links zu Werbeschleudern - Um die Grafik passend zu verkleinern > paint verwenden! - photobucket.com
Einen besonders netten Touch finde ich die um die Drahtenden gewickelte Plombe.

Die Mistelbacher haben bei uns die Leiter alle hinter die Zählertafel geschoben, so daß man sie nicht mehr sieht.

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BID = 712935

Aufputzdose

Gesprächig



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Ich mache demnächst mal fotos von den verschiedenen F&G LSS welche ich noch habe bzw. Welche teilweise noch im Einsatz sind.
Kann leider ein Bisschen dauern weil ich habe sie im Ferienhaus nicht hier griffbereit....

BID = 712994

Trumbaschl

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So ziemlich alle Serien habe ich hier im Fundus bzw. installiert gefunden.

LS (1-polig 10A HG, keine Hutschienenbefestigung)
LS71 (verdammt schwer zu fotografieren mit den spiegelnden Etiketten!) 1+N 16A L

LSN scheint es zwei Serien unter der gleichen Bezeichnung gegeben zu haben, hier einmal 1+N 13A L sowie 3-polig 20A L aus der ersten Serie sowie
3+N 16A L aus der zweiten

Da das zu viele Bilder für einen Beitrag sind folgt der zweite sogleich.








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BID = 712996

Trumbaschl

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Sodann Runde zwei.
NLS 3+N L16 A, die erste Baureihe mit berührungsgeschützten Klemmen. Hier sieht man auch das ureigene F&G-Gabelschienensystem, wo man jeden Zinken einzeln an die Schiene schrauben kann.

Zu guter Letzt LS80 1+N 16A B

Bei den FIs gab es erheblich weniger verschiedene Baureihen, eigentlich nur die erste (baugleich mit VEB Elektroschaltgeräte Dresden, DDR)

und die sehr ähnlichen Reihen NFI und FI80.

Was es auch gab: Kombination aus F&G-FI (25/2/0,1) und LSS in 45mm Baugröße von Legrand, L10 und L16. So installiert nagelneu Anfang 1991 von einem mittlerweile nicht mehr existierenden Elektrobetrieb hier aus der Gegend (Eigentümer ist im Ruhestand, falls er noch lebt). Die Legrand-LSS haben mich nicht gerade vom Hocker gerissen, einer der vier hat nach wenigen Jahren und vielleicht 10 manuellen Schaltspielen (nicht Auslösungen) das Wiedereinschalten mechanisch verweigert, er hielt nicht mehr. Mein Vater hat dann kurzerhand anstatt einen neuen LSS zu kaufen einfach den betroffenen Stromkreis auf den Geschirrspüler-Kreis dazugehängt (Geschirrspüler ist ohnehin keiner vorhanden).








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BID = 713226

Aufputzdose

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@ Trumbaschl
Vielen Dank für die tollen Bilder, ich hoffe, dass ich mich bald revanchieren kann - wird aber sicher noch 14 Tage dauern.

Bei den FIs habe ich - glaube ich - einen noch älteren als der älteste den Du fotografiert hast. Einen davon habe ich noch im Einsatz, allerdings kann er nicht mehr oft sein "Können" zeigen weil ein 4/40/0,03 davor hängt, er also nur bei höheren Fehlerströmen eine "Chance" hat.

Die Legrand LSS hatte ich auch einmal 2 Stück in einem Wohnungsverteiler aber die sind nicht wirklich der Hit. Die Mechanik ist irgendwie hakelig und das Gehäuse wirkt nicht sehr hochwertig. Habe die nicht mehr in Betrieb. Hatte sie damals nur gekauft weil sie günstig waren

Die Kombination "groß" mit "klein" habe ich schon öfters gesehen aber nur selten mit so professioneller Abdeckung! Ist heute extrem schwer sowas aufzutreiben ohne zu basteln. Meistens ist es aber umgekehrt wie bei Dir nämlich dass fast nur "große" Geräte und ein paar "kleine" nachgerüstet. Bei Deinem Verteiler hier ist das wohl eine "Restpostenverwertung" gewesen, oder?

BID = 713456

Trumbaschl

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Es gab damals Aufputzverteiler mit 45mm Geräteausschnitt, aber vorgestanzt zum Ausbrechen/-schneiden für 80mm und das scheint hier gemacht worden zu sein, die Abdeckung gehört original zum Verteiler dazu, Spritzguß aus einem Stück. Muß einmal schaun, irgendwo liegt noch ein solcher Verteiler leer herum.


Die Legrand-LSS sind ziemlich mühsam und die Auslöse-Mittelstellung macht den Umgang mit ihnen nicht gerade einfacher. Keine Ahnung warum der Elektriker sie da verbaut hat, wahrscheinlich waren sie billig. Für eine sehr teilweise Neuinstallation in einer 80m2-Wohnung hat er ATS 30000,- kassiert...

Übrigens gab oder gibt es Abdeckschienen, die man in 80mm-Frontblenden klemmt und dann kann man 45er-Geräte einbauen. Haben nur ein paar kleine Haken... sie funktionieren soweit ich das überblicke eigentlich nur bei UP-Verteilern mit Hutschiene. Die 80er waren ja auch tiefer, die meisten AP-Verteiler aber nicht, so daß die Geräte einfach vorne deutlich übergestanden sind. Damit 45er-Geräte ordentlich in die alten Verteiler passen, springen die Abdeckstreifen zurück, bei AB-Verteilern stoßen sie dann an die Klemmen und man kriegt den Deckel nicht mehr ordentlich drauf. Dasselbe passiert, wenn man bei einem UP-Verteiler mit den alten C-Schienen und geschraubten Geräten eine Hutschiene nachrüstet, dann rutschen die Geräte auf der Hutschiene auch weiter raus (das Problem hatte ich als wir das Haus gekauft haben, bei den nachgerüsteten LSS ist die Blende nur mit Verbiegen und Gewalt draufgegangen). Nachdem ich das anderweitig gelöst habe, sind momentan 10 TE Abdeckschiene (je eine für oben und eine für unten) im Fundus für Notfälle...

Was ich nie ganz durchschaut habe sind die Breiten der alten F&G-Geräte. Bei den LS ist ein 1-poliger 20mm breit, ab den LS71 17,5. Die FIs sind allerdings bis zu den NFI 80mm breit (4-polige) bzw. 40. DIe NFI und FI80 sind 70mm breit, kommt super bei Austausch dann 0,571 TE Spalt zu haben, noch dazu wo 80er-Abdeckstreifen nirgends mehr aufzutreiben sind.

Irgendwie mag ich das System, gerade weil es so absolut eigen ist. Die gleichen FI gab es übrigens auch mit Elin-Aufdruck!
Schrack hatte um 1960 auch 80mm hohe LSS im Programm, fürchterliche Monster. Glatte Front mit einem großen schwarzen und einem kleinen roten Knopf für Ein/Aus, Chrakteristik wohl meistens H. Absolute Brandsätze, die Trümmer lösen nämlich mit etwas Pech schlicht nicht mehr aus. Ich kenne eine WOhnung wo immer bei Kurzschlüssen die 20er-Neozed vor dem Zähler geflogen ist, der H10 im Verteiler hat sich nicht gerührt. Normal hätte der schon beim Einschalten des Staubsaugers fliegen sollen...
Anmerkung am Rande: in meiner alten Firma gab es in der CAD-Bibliothek für Verteilerpläne Frontplatten mit Geräteschlitz 45mm und Frontplatten mit Geräteschlitz 80mmm... im Jahr 2008.

Im Anhang noch ein nettes Foto, unser eigener ziemlich verbastelter Verteiler beim Kauf des Hauses. Das Foto von einem Verteiler aus der LFS Tullnerbach im Stallgebäude, wo die oben erwähnten Schrack-Brandsätze gemeinsam mit so ziemlich allen anderen Bauarten LSS (überwiegend F&G) verbaut waren finde ich gerade leider nicht - LS71, NLS und ein paar 45er-Geräte damits nicht so eintönig ausschaut.

Zu unserem eigenen Verteiler: der Elektroherd hängt ("Jetzt" ist der Aufnahmzeitpunkt Sommer 2008, da hat sich inzwischen viel geändert) an zwei 1-poligen LSS, L3 ist ein 1+N, der auch den N liefert. Die drei 1-poligen 10er (zwei LS71 und ein LS) sind für die längst nicht mehr existierende Wasserpumpe, die Leitung ist mit Isolierband umwickelt, umgebogen und in den Schlauch gestopft, das Isolierband sollte offensichtlich (nicht sehr erfolgreich) das Einschalten verhindern. Für die Allgemeinstromkreise und den Heizstrahler im Bad gibt es G10 (LS71), für Herd und Waschmaschine L16, für die Pumpe waren es glaube ich zwei L und ein G oder umgekehrt. Einer der LS71 war schon beim Einbau so zerbrochen, daß er nur mehr oben angeschraubt werden konnte (das kann nicht später abgebrochen sein, dort war gar keine Mutter im C-Profil, d.h. er war nie befestigt). Der NLS ist ein L12 und versorgt eine einsame einzelne Steckdose im Wohnzimmer, hinter der Couch versteckt. Die 4 neuen LSS sind für nachgerüstete Stromkreise, AP YM in Kanal bzw. am Dachboden in Schlauch, sie versorgen die Heizung. Im WOhnzimmer zwei AP-Steckdosen IP44 für Ölradiatoren, in der Küche und im Kabinett fix angeschlossene (Blockklemmen im Minikanal um von YM auf YMM zu wechseln, keine Aderndhülsen versteht sich) E-Heizer, alles Tagstrom. Stromrechnung der Vorbesitzerin: €4000/Jahr für knappe 60m2 Wohnfläche, die EVN muß sie geliebt haben. Die Elektrik: teils G-Drähte von 1949 (direkt Nachkriegsware und in haarsträubend schlechtem Zustand, ein kurzes Stück auch 2,5mm2 Aluminium, der Rest 1mm2 Cu), teils 1976 neu eingezogen. Bis zu 3 Stromkreise mit Ye in einem Rohr, einer davon der E-Herd, 5x1,5mm2 mit L16 abgesichert. Blanke G-Drähte in Blechdosen. Stromkreise mit L und N in 2,5, PE in 1,5mm2. Und und Und. Daß die Isowerte trotz der haarsträubenden Leitungen so hoch waren, daß ein 0,03er-FI gehalten hat finde ich immer noch beeindruckend!




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Trumbaschl

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Zufällig letzte Woche über den Weg gelaufen im Bahnhof Winterbach (Mariazellerbahn). Ein Abdeckstreifen hat schon das Weite gesucht.




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Aufputzdose

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@ Bahnhof Winterbach:
der ist ja hübsch, genau den gleichen Kasten habe ich auch noch in Betrieb aber mit 80er Geräten (bis auf 1 Neozed Lasttrenner in "klein"), der Kasten dürfte von F&G sein. Verstehe aber nicht, warum man den "großen" Kasten belassen hat wobei man doch alle Innereien schon mal getauscht hat...

@ alte LSS:
da habe ich noch ein schönes Bild von einem "historischen" Verteiler (noch in Betrieb in einem Krankenhaus in Oberösterreich, im ehemaligen Schwesternheim), sind das jene berüchtigten 80er Schrack, stimmen ja mit Deiner Beschreibung überein? Sind auch H 10A. Hersteller ist leider nicht angegeben auf dem Papierschildchen). Interessant auch die "Leergehäuse" neben den LSS, könnten so etwas wie Neutralleiterdurchführungen sein, ist aber nur so eine Vermutung. Und der eine LSS der offenbar vor Urzeiten getauscht wurde (etwas breiter), ist das wohl "1+N"?? Insgesamt sehr spannende Installation




BID = 716039

Trumbaschl

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Ich hab 2 solche Kästen, einen 1-reihigen und einen 3-reihigen, liegen aber beide im Ersatzteillager. Warum dieser AP-Verteiler nicht gleich mit getauscht wurde ist völlig unklar - bei einem UP-Zählerverteiler wäre es ja vielleicht noch einzusehen, aber so?

Ja, natürlich sind das die berüchtigten Hausbrandsätze! Der Hersteller ist schwer zu identifizieren, aber oben, oberhalb vom schwarzen Knopf, sieht man sogar auf den Fotos das Schrack-S!
Ich nehme an, daß das daneben N-Durchführungen sind, kannte ich aber bislang nicht. Der einzige solche Verteiler den ich je zerlegt habe war für 127/220V Dreiecksversorgung konzipiert und hat pro Stromkreis zwei LSS gehabt, jeweils einen in der oberen und einen in der unteren Reihe, Die waren auch noch nicht auf der Hutschiene sondern auf den üblichen C-Profilen verschraubt. Ich fürchte in dem WOhnblock vegetieren noch einige Verteiler dieser Art herum... 4 Doppelhäuser mit je Stiege glaube ich 12 Wohnungen, gebaut 1960/61. Luxus-Eigentumswohnungen mit Dienerkammerl! Sogar ein Glockensystem mit Tableau wo das Dienstmädchen sieht wo geläutet wurde gab es ursprünglich! Die 9 Stromkreise für 120m2 sind für damalige Verhältnisse auch nicht gerade von schlechten Eltern.

Den Verteiler in der LFS (Landwirtschftliche Fachschule) habe ich mittlerweile auch gefunden, leider nur ein Handyfoto, aber man erkennt doch einiges. Die Tür war damals offen, aber Kamera habe ich leider keine mitgehabt.

Das letzte Bild ist mein einreihiger AP-Verteiler unmittelbar vor der Demontage. Einer der 10A-LSS (Steckdosenkreis) war durch häufige EInschaltstrom-Auslösungen so beleidigt, daß er sich kaum mehr einschalten ließ, und die "Absicherung" der Waschmaschine mit einem 2-poligen Ausschalter 63A spricht für sich und die Fähigkeiten des Elektrikers...
Produktionsstempel des Verteilers wenn ich mich richtig erinnere 1982. Der PE kam übrigens von der Wasserleitung, die Verteilerzuleitung war 4x6mm2.






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