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Elektronik- und Elektroforum Forum Index   >>   Historische Technik        Historische Technik : Geräte, Bauteile, Installationen aus alter Zeit.

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kofferplattenspieler philips. fehlersuche, wer hilft?
Suche nach: philips (5433) fehlersuche (2892)

    

BID = 882205

meckispaghetti

Gerade angekommen


Beiträge: 1
 

  


Hallo. wer kann mir helfen?
Ich habe einen alten Philips Kofferplattenspieler den ich reparieren möchte. Bis vor ein paar Jahren hat er noch tadellos funktioniert, er lag solange hochkant im Schrank und nun geht er nicht mehr.
Der Tonabnehmer geht, allerdings dreht sich der Teller nicht.
Ich habe jetzt mal die Sicherung rausgenommen,die Halterungen davon sind korridiert (wie geht das ab?). Wo bekommt man diese kleinen Sicherungen? Könnte es nur das sein?
Ansonsten nichts zu sehen,alle Kabel sind noch dran.

Any Tips?
danke und lieben Gruß
meckispaghetti












BID = 882209

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450


Zitat :
Bis vor ein paar Jahren hat er noch tadellos funktioniert, er lag solange hochkant im Schrank


Ach was!
Kennst du jemand, der derlei repariert?
Wenn nicht, vergiß es. In dem Ding sind einige
wichtige Gummiteile verhärtet oder
schmierig geworden oder "in Auflösung".
Ohne diese Ersatzteile ist nichts auszurichten.

_________________
Dimmen ist für die Dummen

 

  






BID = 882216

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30336
Wohnort: Recklinghausen
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Hallo, "Schallplatte aus dem YPS-Heft"

Wie Georg schon schrieb, gerade Philips ist "berühmt" für schlechte Gummis. Ab wann die allerdings so schlecht waren, ist mir nicht bekannt. Möglicherweise sind die bei dir noch brauchbar.

Wenn sie nur hart geworden sind, und sich nicht, wie bei Philips oft üblich, in die klebrigste und ekligste Substanz die der Menschheit bekannt ist verwandelt haben, können auch spezielle Mittel helfen.
https://ssl.kundenserver.de/s346658.....tem=0
https://ssl.kundenserver.de/s346658.....tem=0

Sollte der Geschwindigkeitswähler eine Nullstellung haben, hoffe ich, daß er da auch die ganzen Jahre stand, sonst hat das Zwischenrad jetzt eine Delle.

Sicherungen und Halter sollten natürlich nicht oxydiert sein. Sicherungen selbst bekommst du üvberall im Elektronikhandel. Das sind Standardteile die sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert haben.
Rechne auch damit, daß alle Schmiermittel zu Klebstoffen geworden sind und dadurch einiges festhängt.
Das der Tonabnehmer noch OK ist, ist hingegen verwunderlich. Diese Kristalltonabnehmer lösen sich durch Luftfeuchtigkeit auf.

Ansonsten helfen Fotos, gerne auch in sinnvoller Auflösung. Mit der angehängten Briefmarke kann man z.B. nicht viel anfangen.
Sinnvolle Auflösungen liegen im bereich der gängigen Bildschirmauflösungen.

Übrigens, Philips hatte schon immer Typenschilder. Auf keinem davon stand "kofferplattenspieler" als Typ.


_________________
-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 882217

stego

Schreibmaschine



Beiträge: 2080
Wohnort: Furth i. Wald/Bayern
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Servus!

Daß die Gummiteile verhärtet oder schmierig geworden sind, muß nicht unbedingt der Fall sein! Ich selbst besitze z.B. mehrere Philips Plattenspieler aus dieser Zeit in meiner Sammlung (1955/1957/1963, usw.) - alle laufen noch tadellos, mit den original Gummirädern!

Ein Problem sind die Lagerstellen, das Öl darin ist nach den vielen Jahren zäh und verharzt. Da hilft nur zerlegen, die Lager reinigen und neu schmieren. Ich vermute, daß bei Deinem Gerät die Sicherung geflogen ist, weil der Motor wegen schwergängiger/fester Lager blockiert ist.

Die Gummizwischenräder und Antriebswellen müssen gründlich gereinigt werden, ich verwende für Gummiräder gerne Aceton.

Grünspan bekommst Du am Besten mit einer feinen Stahl- oder Messingbürste weg.

Die Sicherung unbedingt durch eine neue des GLEICHEN Wertes und Charakteristik ersetzen, niemals durch eine stärkere!

Die Philips Kristalltonabnehmer funktionieren nach den vielen Jahrzehnten nur noch zufriedenstellend, wenn diese WIRKLICH trocken gelagert wurden! Bei meinen vielen Philips Plattenspielern sind die meisten Tonabnehmer tatsächlich noch original und spielen einwandfrei.
Bei zwei Geräten, die lange feucht gelagert waren, sind diese jedoch hinüber.

Die Saphirnadel solltest Du vorsichtshalber erneuern, nicht daß Du die Schallplatten damit ruinierst. Ersatz gibt's noch für alle gängigen Systeme.

Gruß
stego

Hmmm. Mr.ED war wieder mal schneller...

Mr.ED: Die Gummizwischenräder der 50-er und 60-er Jahre Plattenspieler waren von der "Philips Gummipest" zum Glück noch nicht betroffen. Im Gegenteil, das Gummimaterial jener Geräte stellt sich auch heute noch sehr häufig als brauchbar heraus.
Die "Gummipest" befiel in erster Linie Riemen in Tonbandgeräten, ab ca. Mitte/Ende der 60-er Jahre, bis weit in die 70-er hinein Auch Videogeräte waren betroffen, z.B. der Spulenvideorecorder LDL-1000/1002. Da reicht es, das Gerät einmal mit der schmierigen Pampe einzuschalten, damit sich der Dreck im ganzen Laufwerk großzügig verteilt...

_________________
Für die Umsetzung meiner Tipps übernehme ich keinerlei Verantwortung! Ich sitze ja schließlich nicht vor dem Gerät. Jeder der an einem elektronischen Gerät arbeitet, muß sich dessen bewußt sein, was er/sie tut!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: stego am  2 Apr 2013 15:23 ]

BID = 882225

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
können auch spezielle Mittel helfen.
15 € ist ja ein stolzer Preis.
Ob das etwas anderes ist, als eine weitere Verdünnung der bekannten Gummilösung, die man auch zum Flicken von Fahrradschläuchen benutzt?


Zitat :
Die "Gummipest" befiel in erster Linie Riemen in Tonbandgeräten, ab ca. Mitte/Ende der 60-er Jahre, bis weit in die 70-er hinein
Sogar bis Mitte/Ende der 80er hat ein bekannter amerikanischer Hersteller die Antriebsrollen seiner Streamerlaufwerke aus diesem PU-Dreck gemacht.
Zum Glück war das nur ein Stückchen Schlauch, das in einer Nut auf einer Messingrolle saß, und zufälliger Weise passte dort auch gerade ein Stück gebräuchlicher Silikonschlauch.

P.S.:
Zitat :
Die Philips Kristalltonabnehmer funktionieren nach den vielen Jahrzehnten nur noch zufriedenstellend, wenn diese WIRKLICH trocken gelagert wurden! Bei meinen vielen Philips Plattenspielern sind die meisten Tonabnehmer tatsächlich noch original und spielen einwandfrei.
Bei zwei Geräten, die lange feucht gelagert waren, sind diese jedoch hinüber.
Die Kristalltonabnehmer und -mikrophone auch anderer Firmen benutzten tatsächlich ein geeignet gesägtes Kristallplättchen aus Seignettesalz. http://de.wikipedia.org/wiki/Seignettesalz
Leider ist dieses Material etwas hygroskopisch und zerfliesst bei hoher Luftfeuchtigkeit. Schon eine geringe Menge der entstehenden Elektrolytlösung ist in der Lage das ziemlich hochohmig erzeugte Signal kurzzuschliessen.
Die damals gebräuchliche Lagerung des Kristallsystems in Öl, auch zur Dämpfung von Resonanzen, konnte diesen Vorgang zwar etwas hinauszögern, aber nicht völlig verhindern.

Philips war aber auch führend auf dem Gebiet der Piezokeramik, und etwa ab 1960 wurden die Kristalle durch die völlig feuchtigkeitsunempfindliche Bleizirkonattitanatkeramik verdrängt, wie sie auch heute noch in Piezolautsprechern verwendet wird.






[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  2 Apr 2013 18:07 ]

BID = 882294

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30336
Wohnort: Recklinghausen
Zur Homepage von Mr.Ed


Zitat :

Ob das etwas anderes ist, als eine weitere Verdünnung der bekannten Gummilösung, die man auch zum Flicken von Fahrradschläuchen benutzt?

Lt. Sicherheitsdatenblatt Harz in Alkohol.
http://www.gcelectronics.com/order/msds/118.pdf


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BID = 882301

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Überall,
wo lederne Flachriemen liefen hatte man eine
Papprolle mit Kolophonium zur Hand, für den
Fall daß der Riemen rutschte.
(Ich hab das Geräusch von dem Riemenschloß
und den Geruch von Leder mit Kolophonium
noch im Ohr/Nase)
Und wenn man dem "Vinsol" nachpirscht, kommt
man bei " natural thermoplastic resin that
has been extracted from pinewood."an, eine
ziemlich verdruckste Bechreibung für Rosin. :=)

http://www.darwinchemical.com/Products/Specs/Q041.html

Sogar Geiger etc wissen das:=)

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Dimmen ist für die Dummen

BID = 882321

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30336
Wohnort: Recklinghausen
Zur Homepage von Mr.Ed

Hier auch noch das MSDS vom ersten Mittel.
http://www.rawnamerica.com/MSDS/10008.pdf

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