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Autor
Grundig Volltransistor Konzertgerät 8064 Stereo Mainz 71
Suche nach: grundig (5024) stereo (1784)

    

BID = 745281

perl

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Zitat :
Da ist auch noch eine Platine auf dem Drehko drauf (siehe Drehko 1 Bild, in Metall gemandelt). Kann der Spiritus den Spulen/ Widerständen was anhaben, wenn der Kondensator längere Zeit einweicht?
Das wird der UKW-Tuner sein.
Bau die Platine ab, denn falls da Styroflex-Kondenastoren drauf sind, besteht die Gefahr, dass sie sich mit Spirutus vollsaugen und dann wird Toleranz und Verlustfaktor für lange Zeit verdorben sein.
Die richtigen Fettlöser, wie Aceton u.ä., hält dieses Dielektrikum sowieso nicht aus. Evtl. sind auch die Spulenkerne mit Wachs festgelegt worden.

Prüfe die einzelnen Drehkos auch mal auf Kurzschlüsse!










BID = 745302

Beckenrandschwimmer

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So, nach einigem Aufwand (Metallkappe wollte nur mit sanfter Gewalt runter) konnte ich die Platine entfernen.










[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am  2 Feb 2011  8:50 ]

Dann habe ich noch etwas im Internet gestöbert und kam auf folgende Seite:
Rundfunkgeräte (Oldtimer)
Danach habe ich versucht der Kondensator in Waschmittel und 60°C warmen Wasser zu baden, alle 5 min die Achse zu drehen. Nach ner halben Stunde habe ich ihn dann gut gespült und getrocknet
--> kein Erfolg
Dann Spülmittel mit frisch aufgekochtem Wasser, eine halbe Stunde einwirken lassen, 2 mal zwischen drin an der Achse gedreht (geht ja aufgrund der hohen Temperatur ohne Probleme) danach wieder mit Wasser gespült und getrocknet
--> im Kalten Zustand konnte ich die Achse schon mit gehörigem Kraftaufwand per Hand drehen.
Dann knapp vor 22Uhr in Brennspiritus (96%) getaucht und über Nacht stehen lassen
--> heut morgen ließ sich der Kondensator im kalten Zustand nach ein paar mal hin und her drehen schon recht leicht bewegen. Liegt jetzt auch tagsüber im Alkohol.

Ich werde weiter berichten.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am  2 Feb 2011  9:00 ]

 

  






BID = 745304

stego

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Super, dann wird´s demnächst was mit dem Drehko!
Gut Ding will Weile haben, heißt´s immer so schön - also ein paar Tage Geduld.

Die haben tatsächlich den UKW-Tuner direkt auf den Drehko draufgepappt, wegen der möglichst kurzen Anschlüsse zum Drehko (kombinierter FM/AM-Drehko).
Sieht so aus, als hätte der Tuner noch Germanium-Transistoren drin (AFxxx).

War auf jeden Fall besser, die Platine nicht mit zu "baden".

Freue mich auf weiteren Bericht von Dir!

Gruß
stego

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Für die Umsetzung meiner Tipps übernehme ich keinerlei Verantwortung! Ich sitze ja schließlich nicht vor dem Gerät. Jeder der an einem elektronischen Gerät arbeitet, muß sich dessen bewußt sein, was er/sie tut!

BID = 745582

Beckenrandschwimmer

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So, nachdem ich dann gestern Abend den Kondensator noch mal per Hand durchgedreht habe, und heute Morgen noch mal, wobei ich keinen Unterschied bemerkt habe (ist wohl jetzt alles gelöst), kommt er zum Trocknen heute Abend aus seinem Bad.
Am Wochenende mache ich mich dann mal dran alles wieder zusammen zu bauen.

Vielen Dank an stego, der mir den Schaltplan dieses tollen Gerätes zukommen lassen hat

Ich bin gespannt, ob die Elkos - vorallem die kleinen - nach so vielen Jahren noch funktionieren.


BID = 745590

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Zitat :
nach einigem Aufwand (Metallkappe wollte nur mit sanfter Gewalt runter) konnte ich die Platine entfernen.
Ich kann zwar nichts davon sehen, aber:
Möglicherweise war die Haube an einer Stelle angelötet, und du hast entweder die Lötstelle oder den Kontakt abgerissen.
Schau mal genau hin!
Man macht das oft um Wackelkontakten der Masseverbindungen vorzubeugen, denn bei UKW führen diese fast unvermeidlich zu Frequenzsprüngen.

BID = 745617

Beckenrandschwimmer

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Beiträge: 1797
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Danke für den Tipp. Angelötet war nichts, die Metallabdeckung war eher mechanisch festgecrimpt/ kaltverschweißt.
Siehe die beiden Detailaufnahmen:






Ich werde die Kappe dann ebenfalls wieder ordentlich befestigen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am  3 Feb 2011 13:19 ]

BID = 746407

Beckenrandschwimmer

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So, nun wieder ein Update:

Erstmal habe ich den Kondensator wieder richtig gut leichtläufig bekommen. Habe ihn insgesammt 3 Tage im Alkohol gelassen, zwischendurch gedreht und mit der Heißluftpistole das Alkohol im Lager zum kochen gebracht, um den ganzen verharzten Schmodder raus zu bekommen.

Allerdings fiehl mir auf, dass ich den Kondensator nicht so weit drehen konnte, wie ich es eigentlich wollte, bzw. glaubte drehen zu müssen. Nach dem Einbau dann das Desaster:
Ich konnte die Skala nur zu 1/3 abfahren, danach blockierte der Kondensator schlagartig:



Da waren an 3 Stellen zwischen den Kondensatorplatten Verbindungen, welche ich zuerst als original erkannte. Die einfahrenden Platten stießen dann da dagegen.



Etwas mutig, versuchte ich dann doch - weil logisch konnten diese Verbindungen nicht original sein - diese mit einer dünnen Nadel zu entfernen:



Ergebnis: der Kondensator funktionierte wieder super, keinen Plattenschluss. --> Alles wieder zusammengebaut. Ich habe sogar die Dingsbumsschnur wieder korrekt drauf bekommen, ohne sie zu zerreisen

Danach habe ich einen kleinen Elko ausgelötet (4,7µF, 35V) und habe diesen überprüft. Ergebnis: Laut Messgerät hat dieser 4,87µF und einen Leckstrom von 140µA bei 30V --> sollte OK sein. Deswegen habe ich auch alle anderen Elkos im Radio gelassen. Die Tasten und Potis noch mit Kontaktspray behandelt --> läuft absolut kratzfrei.

Dann kam die Inbetriebnahme. Über Stelltrafo langsam die Spannung hochgedreht. Bei 130V Eingangsspannung habe ich dann ohne Antenne die Bereiche durchgefahren - auf LW bekam ich dann auch sehr verzerrt einen französischen Sender rein. Alle Lämpchen leuchteten auch noch. Also in sein Gehäuse zurückgebaut, Antenne angeschlossen und weiter getestet.

Auf UKW hat das Radio einen sensationellen Empfang. Sogar im Keller (Stahlbeton) habe ich Stereoempfang auf 5 oder 6 Sendern. Super!

Auch die Lautstärke ist für 2x 3W Sinus nicht schlecht. Leider kann ich den Plattenspieler nicht testen, weil ich keine Platten habe. Zudem scheint die Arritierung in der Mitte zu fehlen.

Jetzt steht das Radio im Partykeller. Die ersten 3 Stunden Dauerlauf hat es ohne Probleme geschafft.










Hier nochmal 2 der vielen defekten Stellen: was könnte das sein?





[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am  6 Feb 2011 21:11 ]

BID = 746484

stego

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Erstmal: gratuliere zum Super-Erfolg!
Meine Erfahrung deckt sich mit Deiner jetztigen, daß diese alten Transistor-Dinger in den allermeisten Fällen auch nach 40 Jahren noch tadellos funktionieren - wenn sie nicht allzu "artfremd" gelagert wurden, z.B. im Freien, im Wasser, in extrem feuchten Räumen, etc.

Was ist das zwischen den Drehko-Platten? Kleber?
Wollte da der Vorbesitzer irgend einen Sender "fixieren"?

Das gibt in meinen Augen überhaupt keinen Sinn...

Gruß
stego

Aja, nochwas:
Die Zentrierstifte für Dual Plattenspieler bekommt man hin und wieder in der eBucht. Manchmal sogar die passenden langen Wechlserstifte.
Soviel ich aber auf einem Deiner Fotos gesehen habe, fehlt am Tonarm das komplette "Headshell" mit dem Tonabnehmer, oder???
Dann hilft Dir eine Schallplatte auch nicht viel...

_________________
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: stego am  7 Feb 2011  9:55 ]

BID = 746501

Beckenrandschwimmer

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Mit dem Plattenspieler hast du wohl recht. Da fehlt so einiges. Naja egal, hab sowieso noch nie einen Plattenspieler gehabt.

Zur Drehko, ich habe dieses Foto vor dem Einlegen in Spiritus gemacht:




Sieht so aus, als ob damit der Plattenabstand des Kondensators fixiert war.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am  7 Feb 2011 11:31 ]

BID = 746505

perl

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Beiträge: 11110,1
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Zitat :
Sieht so aus, als ob damit der Plattenabstand des Kondensators fixiert war.
Ich kann leider auch auf diesem Foto nicht erkennen, was du meinst.
Die äußeren Platten des Rotors sind gefiedert, weil damit der Gleichlauf präzise justiert wird, aber das ist Sache des Herstellers.
Wenn diese Segmente verbogen sind, stoßen sie am Statorpaket an, und dann kann man den Drehko wirklich nicht mehr weiter drehen.

Allerdings habe ich den Eindruck, daß der Rotor nicht mittig in die Platten des Stators eingreift. Falls das zutrifft, handelt es sich um den Zinkfraß, durch den das Gehäuse verzogen ist, und der Drehko ist über kurz oder lang unrettbar verloren.
Diese Befürchtug äußerte ich ja schon am 31.01. in diesem Thread.
Dann wirst du auch jetzt schon den Empfänger nicht mehr vernünftig abgleichen können.
Dieser Effekt ist altbekannt, http://www.automatix-club.de/index2.....id=50
http://www.tischeisenbahn.de/Restauri/page4.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Zinkpest
und wurde auch hier http://forum.electronicwerkstatt.de.....um=24 schon diskutiert.

BID = 746523

Beckenrandschwimmer

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Hallo Perl,

bitte die nachfolgenden Bilder ansehen (roter Pfeil):






Es scheint eine Art Zentrierung der einfahrenden Kondensatorplatten zu sein, dass die Lösungsmittelbehandung nicht überstanden hat. Von der konsistenz ähnelt es getrocknetem Lack. Vielleicht weiß jemand etwas davon?

Es sieht so aus, als hätte der Kondensator wirklich mit Zinkfraß zu kämpfen. Allerdings ist es noch nicht so schlimm, er funktioniert ja auch noch Tatellos (die Sender befinden sich dort - auf der Skala - wo sie auch sein sollten).



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am  7 Feb 2011 12:51 ]

BID = 746527

perl

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Zitat :
Es scheint eine Art Zentrierung der einfahrenden Kondensatorplatten zu sein, dass die Lösungsmittelbehandung nicht überstanden hat. Von der konsistenz ähnelt es getrocknetem Lack.
Das Zeug stammt nicht aus dem Drehko.
Da wird außer dem Schmierfett keinerlei organisches Material verwendet.
Vermutlich ist es Klebstoff von der darüberliegenden Platine, mit dem die stiefelförmigen Spulenkörper festgeklebt waren.

BID = 746545

Beckenrandschwimmer

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Hmm, das kann ich fast nicht glauben. Denn für zufällig heruntergetropften Kleber ist es doch zu sehr akkurat verteil gewesen. Eine feste Platte des Kondensators hat 3 Löcher. Eines an jedem Ende und eines in der Mitte oben.
Vor der Behandlung (Bild "Drehko_vor_defekt.jpg") sind nur die Löcher und ca. 2/10 mm an jeder Seite damit voll.
Nach der Behandlung (Bild "Drehko_defekt.jpg") sind diese aufgequollen, sodass die einfahrende Platte nicht mehr durch kommt.

Falls es heruntergetropfter Kleber sein sollte, so hätte dieser doch unverzüglich ein Festkleben der einfahrenden Platten verursacht?

Es sieht so aus, als ob das Zeugs jemand bei der Montage absichtlich genau dort hin getan hat und dann einen Weg für die einfahrenden Platten freigefräst hat.

Wie gesagt: das Bild "Drehko_vor_defekt.jpg" ist vor jedlicher Behandlung von mir aufgenommen worden. Und es sieht nicht nach "zufällig dorthin getropft" aus.

BID = 746549

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Dann habe ich keine Erklärung für dieses Zeug.

Solch ein Luftdrehko ist mechanisch so präzise und stabil, daß es derlei Kunststoffführungen nicht bedarf.

Lange vor dem Krieg gab es mal spezielle Plattenschnitte, um eine (frequenz-? oder wellenlängenlineare?) Abstimmung hinzukriegen, was zu sehr langen Platten führte, sodaß diese Drehkos auch Mikrofonie zeigten.
Die Nachkriegskonstruktionen waren aber allesamt so klein und steif, daß das kein Thema mehr war.
Wenn überhaupt, dann wären eventuelle Schwingungsdämpfer ja auch am ehesten an den Platten des UKW-Drehkos (FM!) nötig gewesen.

BID = 746620

high_speed

Schreibmaschine



Beiträge: 2073


Zitat :
Beckenrandschwimmer hat am  6 Feb 2011 21:00 geschrieben :


.. Heißluftpistole das Alkohol im Lager zum kochen gebracht, um den ganzen verharzten Schmodder raus zu bekommen. ..


Der wird wohl drin geblieben sein. Destillation


Zitat :

.. Danach habe ich einen kleinen Elko ausgelötet (4,7µF, 35V) und habe diesen überprüft. Ergebnis: Laut Messgerät hat dieser 4,87µF und einen Leckstrom von 140µA bei 30V --> sollte OK sein. ..


Das Problem bei Elektrolytkondensatoren ist, dass sie mit der Zeit ihr Elektrolyt
verlieren und dadurch der Innenwiderstand ansteigt. ESR


Zitat :

Die Tasten und Potis noch mit Kontaktspray behandelt --> läuft absolut kratzfrei.

Ob das eine gute Idee war, wird die Zukunft zeigen.
Ich hoffe mal, es steht keine 60 auf der Dose.

MfG
Holger[/b]

_________________
George Orwell 1984 ist nichts gegen heute.
Der Überwachungsstaat ist schon da!

Leider lernen die Menschen nicht aus der Geschichte,
ansonsten würde sie sich nicht andauernd wiederholen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: high_speed am  7 Feb 2011 19:26 ]


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