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Elektronik- und Elektroforum Forum Index   >>   Historische Technik        Historische Technik : Geräte, Bauteile, Installationen aus alter Zeit.

Autor
Frage zu Bestandsschutz bei Uraltinstallation!
Suche nach: bestandsschutz (398)

    

BID = 913069

zombie70

Gelegenheitsposter



Beiträge: 72
Wohnort: Absurdistan
 

  


Hallo
Ich habe mal exemplarisch drei Beispielbilder aus zwei Häusern eingestellt. Meine Frage hatte ich ähnlich bereits schon einmal gestellt, komme jetzt aber zu einem etwas speziellerem Problem in zwei Häusern die mir zum Kauf angeboten wurden.

Der Bestandsschutz greift ja bei Privatobjekten aller Art und niemand kann einen zwingen z.B. alte E-Leitungen (Kuhlo etc.) zu erneuern. Wie sieht es aber bei folgendem Problem aus. Ein Haus steht einige Zeit (in diesem Fall ein paar Jahre leer) und wird aus Kostengründen von den Medien getrennt. Das Zählwerk am Zähler wird entfernt. Im zweiten Fall wurd sogar die Installation grob am Zähler abgeflext um einen neuen monströsen Sicherungskasten anzubringen, sicher in der Vermutung das die Altinstallation nicht mehr ans Netz gehen wird. Auch dieses Objekt steht seit längerem leer.

Nun zu meiner Frage, ist es ein Problem die Altanlage wieder in Betrieb zu nehmen indem ich den Energieversorger beauftrage sozusagen bei einem eventuellen Kauf eines der Häuser den Strom wieder anzuschalten? Den Zustand könnt Ihr denke ich gut an den Beispielbildern erkennen, ist in beiden Fällen eine wunderschöne Anlage der Frühzeit.

Gruß zombie
























BID = 913071

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16411
Zur Homepage von der mit den kurzen Armen

Erstens Bestandsschutz gibt es nur im Bauwesen, in der Elektrotechnik gibt es das nicht.
Solange die Anlage den Forderungen zum Zeitpunkt der Errichtung entspricht besteht keine Nachrüstplicht.

Zweitens wurde die Anlage stillgelegt und der Zähler entfernt erlischt der Energieversorgungsvertrag.
Damit ergibt sich aber bei Neusetzung eines Zählers das das EVU diese Verweigert kann, da die Anlage nicht den heutigen Forderungen entspricht.

Grob gesagt kann dann über diesen Umweg eine Neuerrichtung der gesamten Anlage als Nachrüstforderung geltend gemacht werden.

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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

 

  






BID = 913076

Elektro Freak

Schreibmaschine



Beiträge: 2891
Wohnort: Mainfranken

Welchen Grund hätte das EVU das zu tun ???

Finde das aber ein schönes Projekt von dir, ich mag ja auch so alte Sachen
Klick Mich

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BID = 913118

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Das kann wohl nur das EVU (eigentlich der Netzbetreiber) beantworten. In Wien gilt meines Wissens, dass mit dreijähriger Stilllegung jeglicher Schutz der Altanlage erlischt und Nachrüstforderungen greifen.

Im Falle eines Kaufs würde ich persönlich mir aber jede Mühe geben, die Installation optisch zu erhalten (neue Leitungen in alte Rohre ziehen, Lichtstromsteckdosen durch Schuko ersetzen etc.). Optisch passende Steckdosen gibt es - wenn auch teuer - noch von ein paar Firmen neu, in Anbetracht der galloppierenden Gebrauchtpreise keine schlechte Option. Die Schalter dieser Hersteller sind leider überwiegend zu sperrig um als Original durchzugehen.

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 913120

Beckenrandschwimmer

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Beiträge: 1797
Wohnort: Altrip

Wieso erhalten? Ok, wenn es einem gefällt.

Beim Kauf eines solchen Hauses würde ich eh entkernen und alles neu machen. Gerade die Elektrik, da hier von alten Installationen die größte Gefahr bezüglich eines Brandes ausgeht.


BID = 913185

Elektro Freak

Schreibmaschine



Beiträge: 2891
Wohnort: Mainfranken

Er schrub doch er mag es ! Naja wenn ich jede Klemmstelle gesehen hätte und mal drübergemessen würd ichs durchgehen lassen !

Erstaunlich wie gut dieses Material sich erhält ..

Nach über 84 Jahren noch guter Kontaktdruck ! SL-Kontakt drückt noch Kräftig dagegen und auch die 2 Steckdosenkontakte packen gut an, den Stecker zieht man schwerer Raus als heute bei mancher Billigsteckdose.

Auch eine 2 Stündige Belastung mit 3 kW lies die Klemmen "kalt".

Fabrikat ABL.





_________________

BID = 913199

123abc

Schreibmaschine



Beiträge: 1990
Wohnort: Hamburg

Schade nur das Schalter und Steckdose auf Holz montiert wurden.

Das ist so leider nicht zulässig.

123abc

BID = 913226

ego

Inventar



Beiträge: 3012
Wohnort: Köln

Wenn ich mich recht errinnere montiert unser VNB in Anlagen welche länger als ein halbes Jahr vom Netz getrennt waren nur noch auf Zählerantrag eines Elektrobetriebes wieder einen Zähler.

BID = 913253

zombie70

Gelegenheitsposter



Beiträge: 72
Wohnort: Absurdistan

Alles klar! Danke für die Antworten. Kann ich theoretisch eine Restaurierung vornehmen wenn och die Leitungen über den Dachboden verlegen lasse und darüber z.B durch die Decke gehe? So würde die alte Elektrik zumindest als Deko erhalten. Partiell könnte man auch neue Adern in die Rohre ziehen?! Zur Erklärung, das angedachte Projekt ist ein privates Museumsprojekt von mir.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: zombie70 am 14 Jan 2014 10:40 ]

BID = 913262

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Wie gesagt, ich würde für die Licht-Installation einfach komplett die Bestandsrohre erhalten und neue Leitungen einziehen. Für Steckdosen kann man dann bei Bedarf zusätzliche Leitungen unauffällig verlegen. Optisch ziemlich historisch käme z.B. NYM mit Nagelschellen oben an die Sockelleisten und AP-Steckdosen direkt darüber. Die Zuleitungen zu den einzelnen Räumen kann man ja UP legen, damit der dicke Bund nicht so auffällig wird.

Wenn das Haus als reines Museum dienen soll könnte man auf zusätzliche Steckdosen wohl auch verzichten und nur den Bestand mit neuen Leitungen versehen sowie die Steckdosen durch Schuko ersetzen. Mit den alten Leitungen kommt man nicht weit, da sicher kein Schutzleiter vorhanden ist, und neu klassisch nullen ist nicht, Schutz durch nichtleitende Räume... naja. Ohne Zentralheizung, Gasleitungen, Netzwerk, Antenne, Sat usw. in den Räumen vielleicht.

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BID = 913266

Jörg67

Gelegenheitsposter



Beiträge: 74
Wohnort: Euskirchen

Wären schwarze Leitungen nicht musealer?
Das im 3. Bild zu sehende NYM empfinde ich da schon als eher störend.

In dem Zusammenhang frage ich mich gerade, inwieweit die bei Replicata angebotene schwarz textilummantelte Leitung wirklich zeitgenössisch ist - waren es nicht eher Leitungen mit schwarzem Mantel ähnlich dem NYY?

Die angebotenen Abstandschellen sind nett gedacht, aber in Farbe und Oberfläche weitab vom Vorbild. Da sieht man gleich daß es nur nachgemacht alt ist.

BID = 913269

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Im Wohnraum ist die Farbe der Leitung sch*egal, denn die würde mit Wandfarbe überstrichen oder übertapeziert. Interessant ist die bei Feuchträumen wie Kellern oder Garagen, wo mit Abstandsschellen verlegt wurde. Da gab es um 1960 sowohl ganz schwarz (schwarzer Mantel, schwarze Schellen, schwarze Geräte) als auch ganz weiß, passend zur oben gezeigten Leitung.

Die Textilleitung ist eine ziemlich freie Erfindung und denkbar ungeeignet für historisch korrekte Ausführung. Es gab zwar umhüllten Rohrdraht mit Textilmantel, allerdings war der meistens so stark mit Bitumen o.ä. imprägniert, dass die Struktur des Gewebes nur noch zu erahnen war. Ungetränkten isolierten Rohrdraht gab es zwar, der war aber VIEL dicker als eine moderne Leitung, wir reden hier von einer 2x1,5 mm2 mit Außendurchmesser ca. 15 mm! Ich habe stellenweise bei uns im Keller 1:1 den Rohrdraht mit den alten Schellen durch Isolierrohr M16 ersetzt (die Altinstallation war von 1949 und nicht mehr zu retten).

Die Schellen hatte ich noch nie selbst in der Hand, kann das also schwer beurteilen. Es gab da auch x verschiedene Modelle von etlichen Herstellern, insofern ist da schwer zu sagen, wie original etwas ist.

Auffallend ist, dass Leitungen in den 50ern (und bis in die frühen 70er) außen deutlich glänzender waren als heute. Ich habe irgendwo etwa 10 m YY 4x1,5 (sw-gr-rt-bl), das ist regelrecht hochglänzend.

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BID = 913321

Elektro Freak

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Beiträge: 2891
Wohnort: Mainfranken

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Elektro Freak am 14 Jan 2014 20:41 ]

BID = 913322

Elektro Freak

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Beiträge: 2891
Wohnort: Mainfranken

Jup ! Diese Weiße (nicht immer) Hochglanzleitung kenne ich ganz gut, letzt erst ein Stück Nym 2x1,5mm² (Sw-GR) aus einer Wand geholt, sah noch aus wie neu und wirklich Schneeweiß !!

Das Nym in Grau scheint es aber auch schon 1955 gegeben haben (Abgang Rechts).

Und am oberen und unteren Abgang sieht man wie das Nym in seiner Lebensdauer auf einem Dachboden die Farbe von Schneeweiß in Geld ändert

Ach, habe ich schon erwähnt das ich diese Klemmringe und die alten Schwarzen Hensel Abzweigdosen cool finde ?!

Das hier ist übrigens ein TT-Netz und über einen 30mA Fi und 10A Diazed abgesichert, direkt neben der Abzweigdose eine NZ-Tafel ab der es in ganz neuen Aderfarben weitergeht (Zwischenzähler).

Darauf ein AEG Zähler von 1957 vor 24 Jahren das letzte mal geeicht, Zählt aber laut Energiekostenmessgerät nocht sehr genau !

Hatte aber grade leider nur ein Bild von der Dose




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