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Autor
Erfindung der Wechselschaltung

    

BID = 492128

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
 

  


Wohl nicht dem Hausmeister, sondern dem Hauspersonal!

Da hing dann neben dem Deckenleuchter ne Klingelleitung mit "Birntaster" herunter, damit die Herrschaften nicht vom Tisch aufstehen mußte, um der "Minna" bescheidzugeben...

War auch hier in Bürgerhäusern Standard.










BID = 492131

Lightyear

Moderator



Beiträge: 7905
Wohnort: Nürnberg

Stimmt, war im Haus meiner Grosseltern mütterlicherseits (Siemens Werkshäuser für Vorstände etc., Baujahr anno 1955) auch vorhanden. Es gab zwar nie eine "Minna", aber die Taster hingen dort bis zur ersten Renovierung in den 1980er Jahren in jedem Zimmer aus Wand oder Decke. Angeschlossen waren die Ruftaster mit Zwillingslitze, textilumsponnen, gezwirbelt - auch im Bad an der Wanne...
Merkwürdigerweise war jedoch nirgendwo eine Glocke oder ein Lichtsignal vorhanden - sollte wohl erst eingebaut werden, wenn feststand, in welchem der Räume die "Minna" residieren sollte...

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Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


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BID = 492160

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien


Zitat :
Wohl nicht dem Hausmeister, sondern dem Hauspersonal!

In dem Fall auch, aber sicher nicht nur, sonst wären die Leitungen nicht aus der Wohnung raus gelaufen. Eine Dienerkammer gab es natürlich in jeder Wohnun. Dort liefen die Leitungen zusammen, aber dann als dickes Bündel nach draußen, neben der Strom-Zählerzuleitung.

Ein Freund von mir wohnt in einem Plattenbau Bj. 1965, dort war in seinem jetzigen Schlafzimmer ein Tableau mit Lichtsignalen für den "Schackl"... die Leitungen (PVC-isolierter Klingeldraht) liegen auch noch überall, und er (22 Jahre alt) meint, das Tableau als Kind dort noch gesehen zu haben.

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 493244

Martin Wagner

Schriftsteller

Beiträge: 764
Wohnort: Unterfranken
Zur Homepage von Martin Wagner

Um mal wieder auf die Schaltungen zurückzukommen... zitiere ich mal aus der "Elektro-Auskunftei" von 1912:
Kreuzschalter: Ein hauptsächlich für Treppenbeleuchtungen verwendeter Drehschalter, welcher dieselbe Lampengruppe von verschiedenen Stellen ein- und auszuschalten gestattet.
In dem Buch sind auch ein paar alte Reklamebilder drin mit Schaltern.
Die Wechselschaltung fehlt allerdings.

Gruß Martin

BID = 493283

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Ich hab heute 2 Kreuzschalter von um 1905 auf Ebay geschossen, ich denke das beantwortet die Frage durchaus, zumindest den Teil mit der Erfindung. Wann sie üblich wurde ist wohl regional sehr verschieden.

Ich sammle gerade auf eine echte 1910-Retro-Installation mit SELV... passende AP-Schalter, gedrehte Stoffleitungen auf Isolatoren,... und für die Stiege im EFH wäre eine Wechselschaltung doch seeehr praktisch

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 493502

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo Trumbaschl,
im 9ten Band des "Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien"
von 1893 habe ich nochmal nach den Wechselschaltern gefahndet.
Im Text werden sie erwähnt, allerdings gibt es kein Bild.
Besonders wird auf die Schalter in den Lampenfassungen hingewiesen,
"denn das Publikum ist durch die Gaslampen daran gewöhnt"
Zwei Seiten aus dem Buch habe ich dir kopiert, auf der zweiten
sind Wechselschalter erwähnt und eine Treppenhausschaltung
mit Kontakten in den Treppenstufen!
Außerdem fand ich in dem Buch einen Plan der Elektizitätsversorgung
von Wien zu der Zeit, der könnte dich interessieren?
Mal sehen, ob ich den Scan hochladen kann, wenn nicht, werde ich das per Mail versuchen.
Gruß
Georg
PS der Stadtplan ging erst nach starker
Qualitätsreduktion, wenn er dich interessiert,
melde dich per PM











[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 21 Jan 2008 21:59 ]

BID = 493582

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien

Hui, faszinierende Sache! Danke für die Scans!

Ich habe letztens auch in so einem faszinierenden alten Buch geblättert und zwar Luegers Lexikon der Technik von 1904. Das ist ein 8-bändiges, unglaublich ins Detail gehendes Buch, das so ziemlich alle Bereiche der Technik umfaßt. Beispielsweise gibt es einen fast 10-seitigen Artiekl über den Oberbau der Eisenbahnen, mindestens 3 Seiten samt allen Formeln für die Berechnung von Gewölben,...

Das Buch bietet auch Einblicke in Dinge die heute völlig vergessen sind - wer kanns ich z.B. unter Straßenölung etwas vorstellen? Unter "Ölung der Landstraßen" findet man dann einen Verweis auf "straßenunterhaltung" und dort wird der Vorgang beschrieben - im Prinzip die Verfestigung von Schotterstraßen durch Aufgießen teerartiger Substanzen.

Auch gibt es eine Tabelle "Oekonomie der Lampen" in der die verschiedensten Beleuchtungsarten von der Öllampe bis zur Quecksilberdampflampe gegenübergestellt werden... und ihre Effizienz in Watt pro Kerze usw.
Weitere Stichworte... Herstellung von Kohlefadenlampen, Funktion von Nernstlampen, verschiedenen Bogenlampen,...

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BID = 493648

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo Trumbaschl,
in meinem Regal steht der Lueger gleich neben dem
Reulaux, aus dem die Scans oben stammen.
Freut mich, daß es dir gefallen hat.
Gruß
Georg

BID = 497625

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7200
Wohnort: Wien


Zitat :
Ich hab heute 2 Kreuzschalter von um 1905 auf Ebay geschossen, ich denke das beantwortet die Frage durchaus, zumindest den Teil mit der Erfindung.

Oder auch nicht... 2-polige Ausschalter als Kreuzschalter verscherbelt zu kriegen macht doch gleich so richtig Laune auf Ebay!
Vor allem wenn man die Dinger auch wirklich verwenden wollte...

Die Steckdose 10A 125V vom gleichen Anbieter hat einen Durchmesser von satt 10cm und Löcher, durch die ich mit meinem Daumen spannunsgführende Teile berühren kann, der Stecker hat 5mm-Stifte mit 3cm Mittenabstand... die wäre für Netzspannung sowieso nicht mehr brauchbar gewesen, aber für Schutzkleinspannung hätte ich trotzdem gerne was gehabt, was optisch "real" aussieht.

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