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Autor
100Hz-Brummen im Röhrenradio
Suche nach: röhrenradio (168)

    

BID = 565998

dfrank

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Beiträge: 55
Wohnort: Gottesberg
 

  


Hallo alle zusammen.
Ich habe ein Röhrenradio Beethoven von Stern Rochlitz wieder hergerichtet. Was ich aber noch nicht wegbekommen habe, ist der nervige 100Hz Brummton der Gegentaktendstufe. Im Schaltplan ist zu erkennen, daß die Gitter2 der EL84 jeweils über 200Ohm direkt an der Anodenspannung vor dem Siebglied angeschlossen sind. Und hier liegt in meinen Augen auch das Problem, ich habe mit dem Oszi eine Brummspannung von ca. 2V Spitze-Spitze gemessen, die Gleichspannung von 290V paßt. Wenn ich die Gitter nach dem Siebglied anschließen würde, dann hätte ich vermutlich zu wenig Anodenspannung, aber dort ist nur noch eine Brummspannung von ca. 150mV meßbar. Ich habe auch schon überlegt, die AZ12 durch Dioden zu ersetzen, aber dann hat man im Einschaltmoment bestimmt einen sehr hohen Einschaltstrom und die Siebung müßte evtl. trotzdem angepaßt werden. Es wäre schön, wenn mir jemand eine praktikable Lösung aufzeigen könnte.

MfG


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BID = 566006

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Zitat :
Und hier liegt in meinen Augen auch das Problem, ich habe mit dem Oszi eine Brummspannung von ca. 2V Spitze-Spitze gemessen,
Das wird nicht der Grund sein, denn sofern die Röhren einigermassen gleich sind (Anoden- bzw. Kathodenströme ?) werden duch die symmetrische Anordnung solche Störungen unterdrückt.

Ich kann ja leider den Schaltplan nicht sehen, aber es ist wahrscheinlich, dass die Endstufe schon mit dem Brumm angesteuert wird.

 

  






BID = 566055

dfrank

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Beiträge: 55
Wohnort: Gottesberg

Hier mal ein Ausschnitt des Schaltplanes, weil der ganze zu groß war. Ich habe schon mal versuchsweise mit einem Netzteil an die besagten Gitter2 der EL84 290V angelegt, und siehe da, es hat nicht mehr gebrummt. Ich habe im Internet auch schon Artikel gelesen, da wird beschrieben, das der Brumm von der direkt geheizten AZ12 kommt, da Wechselspannung der Heizung die Heizfadentemperatur und damit die Emission der Röhre schwanken läßt.

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BID = 566056

dfrank

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Beiträge: 55
Wohnort: Gottesberg

Ich habe dir den Schaltplan mal per E-Mail geschickt, ich krieg in leider nicht kleiner als 300kB auf die Schnelle

BID = 566073

dfrank

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Beiträge: 55
Wohnort: Gottesberg

Ich habe das Problem mittlerweile gelöst. Ich habe mich erinnert, daß ich vor ca. 5 Jahren, als ich das Radio zum ersten mal in den Händen hatte, probehalber erstmal irgendwelche Röhren reingesteckt hatte, da alle fehlten. Jetzt habe ich gerade mein Eigenbau-Röhrenprüfgerät vollendet und damit mal die beiden EL84 ausgemessen. Die eine hatte wenig Emission, die andere war fast total tot. Nach Austausch mit brauchbaren Röhren spielt das Gerät nun zu meiner vollsten Zufriedenheit. Danke trotzdem für die Bemühungen!

MfG

BID = 566078

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Ich hatte in der Zwischenzeit auch schon etwas geschrieben.
Du solltest die entsprechenden Prüfungen, besonders die hinsichtlich der 0V Gitterspannung an den EL84 trotzdem machen, da ein Fehler dort das Röhrenleben stark verkürzt:


Zitat :
Ich habe im Internet auch schon Artikel gelesen, da wird beschrieben, das der Brumm von der direkt geheizten AZ12 kommt, da Wechselspannung der Heizung die Heizfadentemperatur und damit die Emission der Röhre schwanken läßt.
Das ist kompletter Unfug!


Den 50µF Ladeelko an der AZ11 und den nächsten hinter dem 500R-Widerstand hast du ja vermutlich schon erneuert. Falls nicht, wird es Zeit, denn die sind wahrscheinlich vertrocknet.
Die Elkos in den Kathodenleitungen der drei EL84 sind wahrscheinlich auch nicht mehr gut, aber das ist relativ unkritisch, die führen vertrocknet nicht zu Brumm, sondern reduzieren nur die Verstärkung.
Hinsichtlich Brummerei sind aber auch die beiden 8µF Elkos unterhalb der EABC80 kritisch.

1) Prüf mal mit dem Ohmmeter, ob die beiden 200R G2-Widerstände ok sind. Auch die 300R Kathodenwiderstände überprüfen.
2) Den 100R Trimmer in den Kathodenleitungen in Mittelstellung bringen, Gerät einschalten.
3) Spannungen an den G1 (Pin2) der EL84 mit DMM messen, dort muss 0V oder jedenfalls weniger als 1V sein.
Falls nicht, sind die Koppelkondensatoren (50nF bei den beiden oberen ; 10nF und 300pF bei der unteren EL84) schlecht. Dann erneuern!
4) Spannungen an den Kathoden (Pin3) der beiden oberen EL84 messen. Da dürften etwa 13V anliegen, die vor allem etwa gleich hoch sein sollten.
Falls nicht, ist eine der beiden EL84 faul oder es stimmt mit dem Trimmer etwas nicht.

5) Falls bisher kein Fehler gefunden, beide 500k-Gitterableitwiderstände gleichzeitig kurzschliessen. (Nicht direkt am Röhrenpin, das kann zu Schwingungen führen)
Spätestens jetzt müsste eigentlich Ruhe herrschen.

6) Falls Punkt5 Ruhe gebracht hat, ist nachgewiesen, dass die Brummspannung aus der Phasenumkehrstufe oder der Vorstufe stammt.
Dafür kommen in erster Linie die beiden Elkos unterhalb der EABC80 in Frage. Es ist aber auch möglich, dass innerhalb der ECC83 oder der EABC80 durch verdampftes Wolfram ein Feinschluss zur Heizspannung existiert. Solche versteckten Fehler klärt man (auch bei der EL84 von der ja freundlicherweise 3 vorhanden sind) am einfachsten durch Röhrentausch.


_________________
Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 566649

dfrank

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Beiträge: 55
Wohnort: Gottesberg

Danke für die Tips, das werde ich demnächst noch mal abprüfen. Alle verdächtigen Kondensatoren und Elkos habe ich bereits getauscht. Das mit der Heizspannung der AZ12 kam mir auch so ein bißchen komisch vor, da die Entwickler der Radioschaltung das nicht so gebaut hätten, wenn´s nicht funktioniert. Ich habe die beiden EL84 ausgetauscht, hatte noch welche mit ca. 80% Emmision liegen, die auch so relativ gleich waren, jetzt brummt fast nichts mehr und das Radio macht auch ordentlich laut.


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