Sony CD P-H3700

Ersatzteile und Reparaturtipps zum Fehler: unsauberer Ton, kratzt

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Autor
CD Sony CDP-H3700 --- unsauberer Ton, kratzt
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BID = 977911

Otiffany

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Beiträge: 13024
Wohnort: 37081 Göttingen
 

  


Geräteart : CD-Player
Defekt : unsauberer Ton, kratzt
Hersteller : Sony
Gerätetyp : CDP-H3700
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
______________________

Ich habe eine Sony Stereoanlage ersteigert, die aus Einzelkomponenten besteht. Das Kassettendeck konnte ich bereits reparieren. Hier waren alle 4 Antriebsriemen nur noch in klebrigen Resten vorhanden. Mit neuen Riemen
(ziemliche Pfriemelei) spielt das Deck wieder prima.
Der CD-Player macht allerdings noch Probleme. Der Ton ist verkratzt und verzerrt. Reinigen der Linse und der Mechanik und neu Fetten hat zwar dazu geführt, daß der Player nicht mehr nach kurzer Zeit (mit der Meldung "NO DISK") abschaltet, aber der Ton wird erst besser, wenn die Anlage längere Zeit warmgelaufen ist. Optimal ist es aber auch dann nicht!
Mein Verdacht ist ein 10000µf Elko, der natürlich "optimal" platziert ist, nämlich wie sich das gehört, direkt vor einem Leistungshalbleiter mit Kühlkörper. Ich habe zwar 10000µF Elkos, aber statt mit 16V mit 50V, deshalb sind die von der Baugröße nicht verwendbar und ich muß mir um das zu testen, erst entsprechende Elkos besorgen.
Meine Frage; könnte ich mit meiner Vermutung richtig liegen, oder kann der Fehler auch an der Lasereinheit zu suchen sein?

Gruß
Peter





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BID = 977967

Kleinspannung

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Beiträge: 11776
Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Zitat :
Otiffany hat am  1 Jan 2016 16:56 geschrieben :

und ich muß mir um das zu testen, erst entsprechende Elkos besorgen.

Nun stell dich mal nicht so an.
Paar Zentimeter "Draht" an den Kandidaten gelötet,und dann passt er auf jedes RM.
Versuch macht kluch...
Wenn es nach etwas Betriebszeit besser wird,hätte ich auch einen Elko im Verdacht.
Allerdings eher nicht den großen.
Die kleineren Exemplare ihrer Gattung sind gern eher verdächtig.
Da links neben dem Kühlkörper lümmeln doch auch paar vor sich hin...
Warum bewaffnest du dich nicht mal versuchsweise mit Fön und Kältespray?
Und Peter,alles Gute fürs "Neue" und noch ein langes Leben.

_________________
Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)

 

  

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BID = 977971

Mr.Ed

Moderator



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Wohnort: Recklinghausen
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Ich würde mich da nach eher kleinen Exemplaren im Analogteil umsehen. Wenn das Gerät aber auf Wärme reagiert ist der Fehler doch mit Fön und Kältespray einzukreisen.

_________________
-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

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BID = 977977

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
oder kann der Fehler auch an der Lasereinheit zu suchen sein?
Eher nicht.
Die Audiodaten sind mit ziemlich viel Fehlererkennungs- und Fehlerkorrekturinformation versehen und Lesefehler, egal aus welchem Grund, können kaum unerkannt bis an die digitalen Filter gelangen.
Nach der digitalen Filterung, z.B. zur Klangbeinflussung, kommt dann der Stereo-DAC und eine technisch nicht sehr anspruchsvolle Audioendstufe.
Natürlich können auch in der digitalen Verarbeitung Bitfehler auftreten, und auch DACs können kaputt gehen, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist vergleichsweise gering.
Eher liegt der Fehler im Analogteil, einschliesslich der diversen Siebelkos.

P.S.:
Zitat :
Der Ton ist verkratzt und verzerrt.
Beide Kanäle?



[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  2 Jan 2016  6:30 ]

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BID = 977979

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 30179
Wohnort: Recklinghausen
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Es können auch schonmal Fehler beim abtasten zu Fehlern im Ton führen. Dann ist das kratzen aber im Takt mit der Umdrehung der CD. Es werden dann genug Lesefehler produziert um den Ton zu beeinflußen, aber nicht genug um Trackingfehler, und damit springen, zu erzeugen.
Das ganze hängt dann von der CD und der Position des Lasers auf der CD ab. Am Außenrand wird es dann langsamer.

Aber wie schon erwähnt, Fön und Kältespray bringen Klarheit.

_________________
-=MR.ED=-

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BID = 977981

Otiffany

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Beiträge: 13024
Wohnort: 37081 Göttingen

Danke für die zahlreichen Antworten. Der Gedanke an Fön und Kältespray ist mir auch schon gekommen; dann werde ich das wohl mal in die Tat umsetzen.
Kleinpannung:
Das mit dem Hinlegen des Kondensators funktioniert leider auch nicht, das hatte ich auch schon in Erwägung gezogen, aber da ist auch dafür zu wenig Platz.

Gruß
Peter

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BID = 978033

Otiffany

Urgestein

Beiträge: 13024
Wohnort: 37081 Göttingen

Ich habe gerade mal den Test mit Fön und Kältespray durchgeführt, aber leider ohne Ergebnis. Ich habe nur die sichtbaren Kondensatoren behandelt. Es ändert sich nichts. Es hört sich weiterhin so an, als würde ein Poti kratzen. Es wird zwar besser nach einiger Zeit, verschwindet aber nicht ganz. Bei leisen Stellen tritt das Geräusch nicht auf, aber sobald lautere Stellen abgespielt werden habe ich wieder das Kratzen. Nun ist das Gerät auch schon einige Jahre alt und so eine Laserdiode schwächelt auch nach vielen Jahren mal. Das Problem ist übrigens auf beiden Kanälen gleich.
Ich habe freundlicherweise noch eine Lasereinheit mitgeliefert bekommen; vielleicht sollte ich diese doch mal tauschen.
Die Schublade fährt übrigens aus und sofort wieder ein. Ich muß also sehr schnell sein, um eine CD einzulegen.

Gruß
Peter

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BID = 978062

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Die Schublade fährt übrigens aus und sofort wieder ein. Ich muß also sehr schnell sein, um eine CD einzulegen
Das sollte auch nicht sein.
Überprüf doch mal, am besten mit den Oszi, ob die +5V und +12V Versorgungen des Laufwerks stabil sind.

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BID = 978064

Otiffany

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Beiträge: 13024
Wohnort: 37081 Göttingen

Auf dem Kühlkörper sitzt ein Spannungsregler 7807. Wie ich finde eine sehr ungewöhnliche Spannung.
Ich werde die mal überprüfen. Der Kühlkörper wird ziemlich warm, er läßt sich gerade noch so anfassen. Eigentlich hätte ich erwartet, daß die Kondensatoren direkt daneben nur eine kurze Lebensdauer haben.

Gruß
Peter

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BID = 978284

Otiffany

Urgestein

Beiträge: 13024
Wohnort: 37081 Göttingen

Ich habe gestern mal 3 der kleinen Kondensatoren gewechselt; mit dem Erfolg, daß der Fehler eher schlimmer geworden ist. Vielleicht hätte ich die "neuen" Kondensatoren vorher mal messen sollen, schließlich liegen die auch schon mehr als 10 Jahre in der Kiste. Ich habe spaßeshalber mal einen von ähnlichen "neuen" Kondensatoren gemessen und folgende Werte wurden angezeigt (siehe Bild)!
Da ich noch recht wenig Erfahrung in der Beurteilung von ESR-Werten habe, bitte ich die Fachleute um ihr Urteil.

Gruß
Peter




P.S.
Die ausgebauten Kondensatoren 2x100µF und ein 47µF haben 1,3/1,4/1,6.




[ Diese Nachricht wurde geändert von: Otiffany am  4 Jan 2016 22:42 ]

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BID = 978293

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Da ich noch recht wenig Erfahrung in der Beurteilung von ESR-Werten habe
wirst du nicht umhin kommen einige definitiv gute Kondensatoren und einige grenzwertige aus verschiedenen Anwendungen und Spannungsklassen zu untersuchen um ein Gefühl für noch akzeptable Werte und Meßfehler zu bekommen.


Zitat :
Die ausgebauten Kondensatoren 2x100µF und ein 47µF haben 1,3/1,4/1,6.
Dein Meßgerät zeigt aber nur 4,7µF an.

Du solltest darauf achten, dass du nicht den Widerstand deiner Meßstrippen misst, oder, -je nach Meßfrequenz-, deren Induktivität, wenn sie eine Schleife bilden.
Also vorab mal die Anzeige für einen 0,1 Ohm-Widerstand aus dem Vorrat kontrollieren, und ggfs. die Meßleitungen verdrillen.

ESR-Werte über 1 Ohm sind vielleicht für die HV-Elkos von Röhrenradios oder Koppelkondensatoren in Verstärkern akzeptabel, aber für 16V-Siebelkos speziell in Schaltnetzteilen ist das zuviel.
Dieser 47µF/25V Low-ESR-Elko https://www.conrad.de/de/elektrolyt......html z.B. hat eine maximale Impedanz (also Wirk+Blindwiderstand) von 0,3 Ohm bei 100kHz.
Die Meßfrequenz ist aber auch wichtig, denn bei niedriger Frequenz (120Hz) errechnet sich über den tan(δ)=0,14 schon ein Wirkwiderstand von 4 Ohm.
Dieser Unterschied ist NICHT dem mit höherer Frequenz abfallenden Blindwiderstand geschuldet!

Vergleichsweise hat dieses Billigprodukt https://www.conrad.de/de/elektrolyt......html bei 120Hz nicht viel schlechtere Daten (tan(δ)=0,16 rechnet sich um auf einen ESR von 4,5 Ohm), aber einen solchen Elko würde ich wegen der fraglichen HF-Eigenschaften in Impulsschaltungen nicht einsetzen.

Die Asiaten kompensieren die mäßigen Eigenschaften solch billiger Elkos oft durch deren massenhaften Einsatz und Parallelschaltung.
Da sie die vielen Elkos dabei oft auch über die Platine verteilen, reduzieren sie dabei die Impulströme, die sonst zu dem zentralen Elko geleitet werden müssten.
Die schlechteste Lösung ist das also nicht, aber man kann diese Elkos dann nicht in eingebautem Zustand beurteilen.

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BID = 978296

Otiffany

Urgestein

Beiträge: 13024
Wohnort: 37081 Göttingen

Danke für deinen ausführlichen Bericht1
Ich habe mir jetzt neue Kondensatoren von der besseren Sorte bestellt und werde den Wechsel noch mal ausführen.

Gruß
Peter

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BID = 986056

ASZ

Schriftsteller



Beiträge: 689

Schau dir mal den Disk Retainer an oder den Disk Motor, läuft dieser zu langsam liest er die CD zwar noch jedoch grad so an der Grenze, ich weis jetzt nicht wie der innen aufgebaut ist vom Laufwerk, verändern sich diese Verzerrungen zwischen Track 1 und dem letzten oder bleibt es immer gleich ?

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BID = 986064

Otiffany

Urgestein

Beiträge: 13024
Wohnort: 37081 Göttingen

Der CD Player läuft wieder!
Nach Austausch des Siebelkos war der Fehler behoben. Kein Wunder, daß der nicht lange hält, wenn man diesen so dicht vor den Spannungsregler setzt.

Gruß
Peter



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